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Wir vernetzen Interessen

Die IT-Branche umfasst eine Vielzahl an Berufsbildern: Beschäftigte im Vertrieb, Consultants, Programmiererinnen und Techniker sorgen gemeinsam für den Erfolg der Unternehmen.

Auch die Zukunftsbranche IT befindet sich jedoch im Wandel und stellt die Beschäftigten vor immer neue Herausforderungen. Der Wunsch nach kollektiven Regelungen, um Arbeitsbedingungen abzusichern, nimmt zu.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di möchte die IT-Beschäftigten bei diesen Prozessen unterstützen – lösungsorientiert, kompetent und partnerschaftlich.

 

Zukunftsmarkt IT – Arbeitskulturen im Wandel

Die IT-Branche galt lange Zeit als Eldorado für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Vorzeigbare Löhne, interessante Aufgaben, ein hohes Maß an Selbständigkeit, Teamarbeit sowie flache Hierarchien im Unternehmen sorgten dafür, dass ein zufriedenstellendes Arbeiten möglich war. Mit Erfolg: der IT-Sektor gilt bis heute zu den wichtigsten Fortschritts- und Wachstumsbranchen der Bundesrepublik. Das ist vor allem den Beschäftgten der Branche zu verdanken, die durch ihre Arbeit für Innovationen und Wertschöpfung sorgen.

Erfolgsbringer Mitarbeiter/-innen

Die wichtigsten Ressourcen der IT-Branche sind das Wissen, das Engagement und die Erfahrungen der Beschäftigten, die oft in die Gestaltung der Arbeitsprozesse einbezogen wurden. Eine solche wertschätzende Arbeitsorganisation weicht jedoch zunehmend einem finanzmarktorientierten Denken, das auf kurzfristige Profitsteigerungen und Distanz zu den arbeitenden Menschen setzt. Die Grundlagen der nachhaltigen und motivierenden Kultur in der IT-Branche werden zunehmend in Frage gestellt.

Risiko Rationalisierung

Arbeitsprozesse werden rationalisiert, standardisiert und ausgelagert. Hochqualifizeirte Wissensarbeit soll wie Fließbandarbeit funktionieren. Die Leistungen, Qualifikationen und Erfahrungen der Einzelnen sind Erfolgsfaktoren, werden aber entwertet und wie austauschbare Ware behandelt.

  • Lange Arbeitszeiten korrespondieren mit einer wachsenden Verdichtung und Intensivierung der Arbeitsanforderungen.
  • Die Arbeitplatzunsicherheit nimmt zu – Personal wird abgebaut oder im Zuge von Off- und Bestshoring ausgelagert.

Krank durch Arbeit?

Das hatspürbare Konsequenzen für die Beschäftigten. Die gesundheitliche Belastung steigt, die IT-Branche gilt in Sachen Gesundheitsrisiken durch Arbeit inzwischen als negativer Vorreiter.

  • Psychosomatische Beschwerden wie chronische Müdigkeit, Schlafstörungen oder Magenbeschwerden sind viermal so häufig wie in anderen Tätigkeitsbereichen.
  • Chronische Erschöpfung, ein frühes Anzeichen für drohenden Burnout, wird bei IT-Beschäftigten alarmierend oft festgestellt.
  • Viele Beschäftigte haben Probleme, sich zu erholen.
 

Arbeitsverhältnisse mitgestalten – gemeinsam stark

Ein Umdenken ist notwendig. Essentiell für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind Arbeitsplatzsicherheit und gute Arbeitsbedingungen, die dafür sorgen, dass Beschäftigte nicht lange vor dem Eintritt ins Rentenalter ausgebrannt sind. Dabei wird es für IT-Beschäftigte immer schwieriger, Interessen alleine durchzusetzen. Eine Trendwende kann daher nur gemeinsam eingeleitet werden – gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, gemeinsam mit starken Partnern. Gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

 

ver.di – Erfahrung und Kompetenz im IT-Sektor

ver.di begleitet die Entwicklungen der IT-Branche schon seit Langem und verfügt über Fachleute, die Handlungsansätze für aktuelle Herausforderungen entwickeln. ver.di hat Werkzeuge entwickelt, um den Benchmarks der Arbeitgeber Vergleichsmaßstäbe für gute Arbeit entgegenzusetzen. ver.di hat Antworten zu Fragen des Gesundheitsschutzes und zum Umgang mit überzogenen Arbeitsanforderungen in der Projektarbeit. ver.di berät Betriebsräte und andere betriebliche Gremien dabei, passgenaue Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Dabei unterstützt ver.di ganz konkret: mit Wissen, Sachverstand und Erfahrungen.

Lösungsorientierung und Solidarität

Um die Arbeitsrahmenbedingungen nachhaltig abzusichern, hat ver.di mit Arbeitgebern – z. B. bei IBM und T-Systems – Haustarifverträge ausgehandelt, die u. a. Beschäftigungssicherheit und angemessene Bezahlung sicherstellen. Hier gilt: Je stärker die verhandelnde Gewerkschaft, desto besser die Ergebnisse der Tarifverhandlungen. Stark ist Gewerkschaft durch ihre Mitglieder – jeder Einzelne zählt. Umgekehrt bekommt auch jede und jeder Einzelne den Beistand von ver.di, der individuell gebraucht wird.

  • Beratung, beispielsweise zu Arbeitszeugnissen.
  • Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen.
  • Seminare und Trainings.  

Mitglieder genießen alle Vorteile einer starken Community – denn ver.di vernetzt Akteure.

 
 

Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig