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  5. | Interview B. M. Stach

„In jeder Tarifrunde wird klar, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Durchsetzungsfähigkeit und Anzahl der ver.di-Mitglieder besteht.“

Bert M. Stach verhandelt für ver.di Tarifverträge bei IBM.

 

Welches sind die besonderen Herausforderungen bei IBM?

IBM sieht sich als global integrierten Konzern. Tarifvertragliche Regelungen auf nationaler Ebene sind nicht als Standard vorgesehen. Aber genau das passiert zwischen ver.di und der IBM in Deutschland. Daraus ergibt sich ein besonderes Spannungsfeld.

Vor dem Hintergrund von ver.di-Tarifverträgen und einer globalen Gehaltssystematik ist es eine echte Herausforderung, transparente und für die Beschäftigten einfach nachvollziehbare Tarifpolitik zu realisieren.

 

Welche Möglichkeiten haben die IBMer, die Tarifrunde mitzugestalten?

Die ver.di-Betriebsgruppen bei IBM ermöglichen es, schon bei der Forderungsfindung mitzureden. Während der Verhandlungen zählt dann das Engagement. In jeder Tarifrunde wird klar, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Durchsetzungsfähigkeit und der Anzahl der ver.di-Mitglieder, dem Organisationsgrad, besteht.

 

Welche Themenfelder werden bei IBM als nächstes angegangen?

Steigende Arbeitsbelastung und der demographische Wandel stellen neue Anforderungen an die Tarifvertragsparteien, die wir im Sinne der Beschäftigten lösen wollen.

Durch Crowdsourcing kann es zu grundlegenden Änderungen der Betriebsorganisation oder zur Einführung grundlegend neuer Arbeitsmethoden kommen. Da gilt es, gute Arbeit zu sichern.

 
 

In der IT-Branche stehen wir vor immer neuen Herausforderungen – auch in Bezug auf die Arbeitsrahmenbedingungen. Wichtiges Thema ist momentan der Umgang mit Arbeitszeiten, die immer stärker ausufern. Wir dagegen wollen unsere Arbeitsfähigkeit bis zur Pensionierung sicherstellen. Dabei unterstützt uns ver.di.

Felix K. Produktmanager, Karlsruhe