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Solidarität mit Jens

Jens war fast vier Jahre Beschäftigter bei PC-Ware. Nachdem er am 17. März 2010 in einer Mail an seine Kolleginnen und Kollegen seine Vorgesetzten kritisierte und dazu aufrief einen Betriebsrat zu wählen, wurde er noch am selben Tag fristlos gekündigt. Hier haben die Beschäftigten von PC-Ware die Möglichkeit öffentlich  ihre Solidarität mit Jens auszudrücken.

 

Bitte nutzt diese Möglichkeit, Eure Meinung kundzutun.

 

24.03.2010 08:21, Enrico Zemke

 

Hallo zusammen,

ja ich denke die Kritik von Jens war berechtigt und es denken mindestens 90% der Kollegen so. Jens hat zur Sprache gebracht was uns bewegt und hatte den Mut damit auch an die Öffentlichkeit zu gehen, um was zu bewirken....nicht um zu ärgern, nein um zu helfen und beiden Seiten eine Brücke zu bauen. Dafür verdient er meinen Respekt!!! Die Reaktion des Vorstandes kann ich leider nicht verstehen. Selbst wenn diese der Meinung sind, es sei eine falsche Darstellung.....so sind es mangels fehlender Kommunikation zwischen Vorstand und Belegschaft unsere Gedanken und wir alle wissen was passiert wenn man die Menschen mit ihren Gedanken alleine lässt....man baut sich sein eigenes Bild zusammen, ob es nun stimmt oder nicht. Eine angemessene Reaktion wäre gewesen, sich mit Jens und all unseren Kollegen darüber offen zu unterhalten, das Gespräch zu suchen um dann Zweifel und Ängste auszuräumen, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Wann hören wir denn den Vorstand? Doch nur wenn es w!
 ieder eine Entlassungs Mail gibt.....die wir, so leid es uns tut, nicht verstehen. Wie auch, denn man wird einfach nur vor vollendete Tatsachen gestellt. Lieber Jens ich bewundere Dich für Deinen Mut, Deine Stärke und Deine Kraft auch gegen den Strom zu schwimmen. Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Lebensweg alles, alles Gute und ich hoffe dass meine Kollegen aufgewacht sind und merken, dass sie nicht nur meckern dürfen sondern auch was dagegen tun!!!
24.03.2010 20:07, Pudel
 

Er hat meines Erachtens drei Fehler gemacht:

1) er war nie Angestellter der PC-WARE sondern der Comparex und die ist nun mal eine eigene GmbH unter der Holding - insofern konnte er überhaupt nicht zur Gründung eines BR aufrufen

2) er hätte sich vorher mit der Gewerkschaft absprechen/koordinieren sollen bzw. sie gleich zur Veröffentlichung seiner Thesen zu PC-WARE in die Blochstrasse einladen sollen

3) er hat leider nicht die nötige Form eingehalten, da hätte sowas stehen müssen wie: "nach paragraph sounso des BR-gesetz lade ich hiermit zur Gründung eines Wahlvorstandes ein", siehe auch Punkt 2 DAS soll aber nicht heissen, dass ich die Aktion von Jens nicht 100%ig unterstützen würde und möchte an dieser Stelle auch noch mal meine Sympathie aussprechen. Das was in seinem PDF stand ist die gängige Meinung und die Antwort von Herrn Reich war ja so panne und beweist eigentlich um so mehr, dass es stimmt, was Jens schrieb.

Danke Jens für deinen Mut und das Zeichen, das du gesetzt hast. Ich hoffe, dass die Kollegen nun verstanden haben, warum wir einen BR brauchen - so geht es nicht weiter.

DANKE Jens

25.03.2010 10:05, Talassa

 

"Grundsätzlich steht der Vorstand einem Betriebsrat nicht ablehnend gegenüber", sagte Dr. Klaus Elsbacher. "Entscheidend ist hier ein respektvoller Umgang."

 

Eine Entlassung innerhalb 1h trägt in meinen Augen nur wenige Anzeichen eines respektvollen Umgangs. Vor Dir Jens kann ich nur respektvoll den Hut ziehen. Ich hoffe, der Arbeitsrichter empfindet die Entlassung ebenfalls als wenig respektvoll und Du bleibst uns erhalten. Wir bräuchten noch 8 von Deiner Sorte zum Wohle des Unternehmens.

 

26.03.2010 01:16, G.F.

 

Danke Jens, Säule der Rechtschaffenheit! Meinen anderen Kollegen wünsche ich viel Glück für den weiteren Weg.

 

26.03.2010 15:45, L. S.

 
 

Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg