Für HP ist das Thema Tarifvertrag weiterhin Neuland. Die Verhandlungskommission von ver.di stößt immer wieder an Grenzen, aber dennoch ist der Wille zur Einigung gegeben: In den Verhandlungen zum Überleitungstarifvertrag geht es darum, die tariflich geregelten Arbeitsbedingungen der Ex-E.ON-IT-MitarbeiterInnen so in die Regelungen bei HP zu übersetzen, dass insgesamt keine Verschlechterung eintritt. Verschiedene Klippen wurden in den Verhandlungen schon umschifft, so zum Beispiel der Umstand, dass vieles bei HP einseitig als Policy geregelt ist.
In den nächsten Wochen wird sich die Lage zuspitzen. Konkret stehen zwei Themen auf der Agenda: Arbeitszeit und Variable. Ist die Arbeitszeit bei E.ON IT als Vertrauensarbeitszeit geregelt, flankiert von einem differenzierten Kontensystem und einer verbindlichen Zeiterfassung, so muss das „Vertrauen“ der Beschäftigten (in die Verbindlichkeit ihrer Führungskräfte) bei HP schon erheblich größer sein, denn die Zeitkonten sind eng begrenzt. Und die Variable bei HP ist bekanntlich eine Größe, die zunächst einseitig in der Höhe von der Corporation je Business Unit festgelegt und dann auf die MitarbeiterInnen verteilt wird. Dagegen bemisst sich die Variable bei E.ON IT ausschließlich an der Zielerreichung und dem jeweiligen Basisgehalt – je Karrierestufe sind zudem Prozentsätze tariflich vereinbart, die bestimmen, wie hoch die Variable bei einer 100-prozentigen Zielerreichung sein muss. Das Gesamtbudget ist ebenfalls tarifvertraglich fixiert.
Ob und wie HP da über seinen Schatten springen wird, wird sich herausstellen. ver.di wird jedenfalls in diesen Tarifverhandlungen die Interessen der Kolleginnen und Kollegen schützen.
Stand 28.02.2012
In zwei weiteren Verhandlungsterminen am 07. und 11. November 2011 in Würzburg und Frankfurt haben HP und ver.di die Gespräche zu einem Überleitungstarifvertrag fortgeführt.
Alle Themen, die einer bisherigen tarifvertraglichen Regelung unterliegen, liegen jetzt auf dem Tisch. In diversen Punkten konnte eine Annäherung der Positionen erreicht werden, bei anderen Punkten ist noch ein großes Stück Weg zu gehen.
Ziel und Verabredung zwischen beiden Seiten ist weiterhin, dass am Schluss ein Paket von Regelungen vereinbart wird, das im Verhältnis zu den vorherigen Bedingungen wertgleich ist.
Mit diversen Hausaufgaben versehen, haben sich beide Seiten auf weitere Verhandlungstermine im Januar 2012 verständigt.
Zur Verhandlungseröffnung um den Überleitungs-Tarifvertrag für HP pm E.ON IT haben sich die Verhandlungskommissionen von Hewlett Packard und ver.di am 30. September 2011 in Frankfurt am Main getroffen und das weitere Vorgehen verabredet.
Die Grundlagen für die Verhandlungen bilden der Anerkennungs-Tarifvertrag zwischen HP und ver.di vom 24.01.2011, die im November 2010 abgeschlossene Grundlagenvereinbarung Outsourcing sowie die Überleitungsvereinbarung zwischen E.ON IT, dem GBR E.ON IT und HP vom 31.01.2011.
Wesentlicher Bestandteil des Überleitungstarifvertrags wird eine Vereinbarung zu Inhalten und Prozessen der Eingruppierung der Ex-E.ON-IT-Mitarbeiter/innen sein.
WeitereVerhandlungstermin fanden im November statt. Die Gespräche verlaufen konstruktiv. Die nächsten Verhandlungen sind für Januar 2012 geplant. Weitere Informationen zum Stand der Verhandlungen und zur Gesamtsituation bei HP gibt es in den HP-News.
Zum 1. April sind circa 500 Beschäftigte der E.ON IT zu Hewlett Packard gewechselt – denn E.ON lagert einen Großteil seiner IT-Arbeitsplätze aus. HP ist künftig für die Rechenzentren und Anwenderbetreuung des Energie-Unternehmens zuständig, T-System übernimmt die Netzwerk- und Telekommunikations-Dienste.
In der IT kommt es auf starke und leistungsfähige Netzwerke an, um erfolgreich sein zu können. Dieses Netzwerk brauchen auch wir Beschäftigte. Unser starkes Netzwerk ist ver.di.
Karsten K., Fachinformatiker, Frankfurt / M
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