Newsletter vom 15.12.2011
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Tarifforderung für T-Systems und Telekom steht: 6,5 % für alle
Am 13.12.2011 hat ver.di die Tarifrunde 2012 für T-Systems, die Deutsche Telekom AG, die Telekom Deutschland GmbH und den T-Servicegesellschaften eingeläutet:
ver.di fordert
- 6,5 % mehr Lohn für alle mit einer Laufzeit von 12 Monaten
- Eine tabellenwirksame Mindesterhöhung mit einer stärkeren Anhebung der unteren Einkommen/Einkommensgruppen
- Individuelle Sicherung (100%) der variablen Vergütung
- Ausstieg bei den Auszubildenden aus den Clustern sowie monatlich 70 € mehr
Die Arbeitgeber hatten schon am 10.11.2011 durch den bald scheidenden Personalvorstand Thomas Sattelberger verkündet: "Ich sehe für die kommenden Lohnrunden ... keine Verteilungsspielräume. ... Wir brauchen Geld für Investitionen... ...brauchen Geld für die Fortführung des sozialverträglichen Umbaus. Für die Tarifrunde bedeutet dies, dass eine Nullrunde nicht auszuschließen ist."
Gleichzeitig heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Telekom zur bisherigen Geschäftsentwicklung des Konzerns in 2011 (Pressemitteilung der Telekom vom 10.11.2011):
- Konzernüberschuss steigt um 14,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro
- Hohe bereinigte EBITDA-Marge von 41,5 Prozent in Deutschland
- T-Systems: Mit einem Plus bei den Auftragseingängen von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,9 Milliarden Euro verzeichnete das Systemgeschäft im dritten Quartal eine erfreuliche Entwicklung.
Das wird sicherlich eine spannende Tarifrunde.
Kienbaum-Studie: Gehälter in der IT steigen überdurchschnittlich
In der IT-Branche steigen nach der wirtschaftlichen Erholung auch die Gehälter wieder stärker, so die
"Vergütungsstudie 2011/12 für Führungs- und Fachkräfte in der IT-Branche" der Managementberatung Kienbaum. Danach liegt die Steigerungsrate deutlich über dem Anstieg der Verbraucherpreise: Nach weniger als zwei Prozent im Jahr 2009 haben die IT-Unternehmen die Grundgehälter ihrer Führungs- und Fachkräfte im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöht. Topverdiener in IT-Unternehmen sind die Vorsitzenden der Geschäftsführung mit durchschnittlichen Jahresgesamtbezügen von 314.000 Euro. Den größten Gehaltssprung machen die IT-Netzwerkmanager und die Key Account Manager: Sie profitieren von einer Grundgehaltssteigerung von 5,8 Prozent. Die geringste Grundgehaltssteigerung verzeichnen die Alleingeschäftsführer. Ihr Grundgehalt steigt nur um drei Prozent.
Wer in der IT-Branche Karriere machen will, sollte einen Hochschulabschluss vorweisen können, der Abschluss wirkt sich auch auf die Gehaltshöhe aus: Ein promovierter Geschäftsführer verdient im Schnitt jährlich 50.000 Euro mehr als ein Geschäftsführer, der lediglich einen Haupt- oder Realschulabschluss vorweisen kann. Die betriebliche Altersvorsorge wird immer wichtiger: 76 Prozent aller Mitarbeiter in der IT-Branche besitzen die Zusage einer betrieblichen Zusatzversorgung. Den Hauptteil macht mit ungefähr 30 Prozent ein einkommensabhängiger Versorgungsbetrag aus. Die Hauptdurchführungswege hierbei sind eine Direktversicherung oder eine Pensionskasse. Fast jeder Geschäftsführer in der IT-Branche fährt einen Firmenwagen. Auch jede zweite Führungskraft erhält diese Zusatzleistung. Unter den Fachkräften sind Firmenwagen wesentlich weniger stark verbreitet: Die Unternehmen stellen nur jedem vierten Mitarbeiter auf Fachebene einen Firmenwagen zur Verfügung - am häufigsten einen VW. Der durchschnittliche Anschaffungspreis eines Dienstwagens in der IT-Branche beträgt 46.000 Euro.
Einkommensgrenze beim Kindergeld fällt weg
Aufgrund des vom Bundestag beschlossenen Steuervereinfachungsgesetzes 2011 entfällt ab dem Jahr 2012 die bisherige Einkommensgrenze beim Kindergeld. Ab dem 1. Januar 2012 wird es endlich für alle Auszubildenden unter 25 während der gesamten Ausbildung Kindergeld geben –unabhängig davon, was sie verdienen. Bundestag und Bundesrat haben das Steuervereinfachungsgesetz verabschiedet, das diese Regelung ab dem nächsten Jahr vorsieht.
http://saar.verdi.de/-/DHd
Studie: 62 Prozent der Deutschen gehören nicht zur digitalen Gesellschaft
Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Datenschutz, Identitätsdiebstahl und Internetbetrug halten die Deutschen weiter ihr distanziertes Verhältnis zu den digitalen Medien aufrecht. Das Vertrauen in und der souveräne Umgang mit den digitalen Medien sind dementsprechend kaum gestiegen. Erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung kann als "Digital Souveräne" bezeichnet werden - eine Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist eines der Ergebnisse der neu aufgelegten Studie
"Die digitale Gesellschaft" der Initiative D21.
Zwischen den sechs identifizierten Nutzergruppen tat sich wenig. Nur der Anteil der "Digitalen Außenseiter" fiel um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent, während die Gruppe der "Trendnutzer" um einen Prozentpunkt auf aktuell 21 Prozent stieg. Bei allen weiteren Gruppen ("Gelegenheitsnutzer" 28 Prozent, "Berufsnutzer" sieben Prozent, "Digitale Profis" zwölf Prozent und "Digitale Avantgarde" fünf Prozent) konnten keine Veränderungen gemessen werden. Somit ist noch immer der Großteil der deutschen Bevölkerung nicht Teil der digitalen Gesellschaft. Fasst man die Gruppen der "Digitalen Außenseiter", der "Gelegenheitsnutzer" und der "Berufsnutzer" zusammen, so gelten 62 Prozent der Gesellschaft als "Digital wenig Erreichte".
Demgegenüber stehen lediglich 38 Prozent der deutschen Bevölkerung, die bereits in der digitalen Alltagswelt angekommen sind, die so genannten "Digital Souveränen" ("Trendnutzer", "Digitale Profis" und "Digitale Avantgarde"). Die positive Erkenntnis der Studie lautet: Die mobile Internetnutzung ist weiter auf dem Vormarsch. Während diese im Vorjahr hauptsächlich bei der "Digitalen Avantgarde" eine Rolle spielte, hat es jetzt selbst bei den "Digitalen Außenseitern" (2011: drei Prozent mobile Internetnutzung, 2010: null Prozent) einen Platz gefunden.
Direkte Einbindung von Social Plugins ist unzulässig
In dem aktuellen
Beschluss des Düsseldorfer Kreises der Datenschutzbeauftragten der Länder ist die direkte Einbindung von Social Plugins als unzulässig bewertet worden. So heißt es in dem Beschluss unter anderem: "Das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, wodurch eine Datenübertragung an den jeweiligen Anbieter des Social Plugins ausgelöst wird, ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig."
Dem Beschluss zufolge müssen Unternehmen zuvor Erklärungen einholen, "die eine Verarbeitung von Daten ihrer Nutzerinnen und Nutzer durch den Betreiber des sozialen Netzwerkes rechtfertigen können." Die Erklärungen sind nur dann rechtswirksam, wenn verlässliche Informationen über die dem Netzwerkbetreiber zur Verfügung gestellten Daten und den Zweck der Erhebung der Daten durch den Netzwerkbetreiber gegeben werden können.
IT-Firmen wollen jede vierte Stelle mit einer Frau besetzen
Sie fürchten die Frauenquote wie der Teufel das Weihwasser. Deswegen versprechen Deutschlands IT-Firmen einen Frauenanteil von 25 Prozent bis zum Jahr 2020. Bis zum Jahr 2020 streben die IT-Chefs im Schnitt eine Versechsfachung des Frauenanteils in Top-Führungspositionen an, eine Verdreifachung im Mittelmanagement und ein Plus von 68 Prozent bei IT-Fachkräften. So lautet das Ergebnis einer
repräsentativen Umfrage zur Personalplanung im BITKOM-Auftrag unter 700 Unternehmen in der IKT-Branche. Dabei wurde unter anderem gefragt, wie hoch der Frauenanteil in bestimmten Positionen aktuell ist und wie er sich in den kommenden acht Jahren entwickeln soll.
Beträgt der Anteil von Frauen im Top-Management derzeit knapp drei Prozent, soll er bis 2020 auf knapp 17 Prozent steigen. Im Mittelmanagement fällt der Anstieg von derzeit 4,4 Prozent auf geplant 15 Prozent moderater aus. Das gleiche gelte für Positionen im Bereich von Fachkräften. Hier planen die Unternehmen einen Anstieg von aktuell 15 Prozent auf 25 Prozent im Jahr 2020. Angesichts eines Frauenanteils von knapp 20 Prozent im Studienbereich Informatik und einer Quote von weniger als zehn Prozent bei den IT-Azubis suchen Unternehmen schon heute oft vergeblich nach weiblichen Absolventen. Laut Umfrage geben gut zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten an, dass es eine zu geringe Zahl an weiblichen Bewerbern gibt. Eine Frauenquote lehnen die Befragten - natürlich überwiegend Männer - ab, ebenso wie ihr Lobbyverband BITKOM natürlich.
Mit Cyber-Attacken muss auch 2012 gerechnet werden, verstärkt mobil
Was die Datensicherheit angeht, war 2011 ein Jahr voller böser Überraschungen: Hacking-Attacken ungeahnten Ausmaßes, Sicherheitslöcher in sicher geglaubten Systemen, hunderttausende gestohlener Account-Daten. Was kommt als Nächstes? Die Experten in den Sicherheitslaboren von
Websense verraten, welche Cyber-Attacken 2012 drohen und was zu beachten ist.
- Digitale Identität ist für Cyber-Kriminelle wertvoller als Kreditkartendaten
In Foren wird es bald einen regen Handel mit persönlichen Informationen geben. Die sozialen Netzwerke basieren allesamt auf Vertrauen in die eigenen Kontakte. Mit einem gestohlenen Login gelangen die Datendiebe an vertrauliche Daten und können diese missbrauchen.
- Die größte Gefahr droht von einem Konglomerat aus Social-Media-Bekanntschaften, der Nutzung mobiler Geräte und Cloud-Diensten
In der Regel bestehen Angriffe aus mehreren Komponenten. Die Kombination Internet und E-Mail ist ein Klassiker. Im kommenden Jahr werden sich Angreifer vor allem Soziale Medien, mobile Kommunikation und Cloud-Dienste zu Nutze machen, um ihre Opfer zu finden. Es gab bereits erste Fälle von Cyber-Angriffen über die Chat-Applikation in einem Sozialen Netzwerk. Die Täter hatten sich mit gestohlenen Login-Daten Zugang verschafft und den Account missbraucht, um an den richtigen Adressaten ihres Betrugs zu gelangen.
- Die Zahl der Angriffe auf Smartphones und Tablets explodiert
Davor warnen die Experten seit Jahren, aber im kommenden Jahr wird es zu einem Massenphänomen: Die Nutzer werden reihenweise Opfer von immer mehr raffinierteren Betrügereien, die ganz gezielt verschickt und eingesetzt werden (Social Engineering Scams). Websense rechnet mit mehr als 1.000 unterschiedlichen Varianten von Schadcode und Attacken auf mobile Geräte.
- Verschlüsselter Datenverkehr bereitet der Unternehmens-IT Kopfzerbrechen
Der Datenverkehr im Web wird privater, immer mehr getunnelte Verbindungen schützen vor fremden Blicken. Der Grund dafür liegt zum einen in der exponentiellen Zunahme von Tablets und anderen mobilen Geräten, zum anderen verwenden viele Webseiten wie Google, Facebook oder Twitter standardmäßig verschlüsselte Verbindungen (https) und suggerieren dadurch Sicherheit. Für viele Sicherheitssysteme in Unternehmen bringt das einige Probleme mit sich. Weil die verschlüsselten Daten nicht mehr analysiert werden können, stochert die Abwehr hilflos im Nebel.
- Eindämmen ist das neue Vorbeugen
Jahrelang bestand die Sicherheitsstrategie von Unternehmen ausschließlich darin, Malware und Cyber-Attacken gar nicht erst eindringen zu lassen. Niemand beschäftigte sich damit, seine eigenen Daten daran zu hindern, das Unternehmen zu verlassen. Mittlerweile denken einige Firmen um. Immer öfter liegt der Fokus auch auf der intelligenten Kontrolle des Datenverkehrs nach draußen. Damit wird der Abfluss von Informationen verhindert und der Schaden begrenzt, wenn es zu einem Angriff gekommen ist.
- Die Angreifer tarnen sich besser
Die Olympischen Spiele in London, der Präsidentschaftswahlkampf in den USA, Verschwörungstheorien - Menschen interessieren sich für viele Dinge. Das nutzen Cyber-Angreifer aus und springen auf jeden Zug auf, der interessant erscheint. Das ist nichts Neues. Aber in Zukunft werden die Angreifer an Stellen zuschlagen, an denen die Nutzer nicht damit rechnen: Gefälschte Nachrichtenseiten, die von echten kaum zu unterscheiden sind, Facebook-Statusmeldungen und Twitter-Tweets, Kommentare auf Xing und Links zu YouTube - es gibt nichts, was nicht missbraucht wird. Vor allem bei angeblichen außergewöhnlichen Nachrichten, die auf diesen Wegen verbreitet werden, sollte man besser zwei Mal hinschauen und sich nicht täuschen lassen.
- Angriffe über Social Engineering und gefälschte Antiviren-Software bleiben ungeschlagen
Sogenannte Scareware, also das Vorgaukeln einer Gefahr verbunden mit dem Angebot einer (kostenpflichtigen) Lösung und gefälschter Antiviren-Software, die angeblich Schadprogramme findet und (gegen Gebühr) entfernt, erlebt 2012 ein neues Hoch. Allerdings nimmt die Bedrohung neue Formen an. Statt eines einfachen "Ihr Computer ist infiziert"-Banners wird es 2012 vor allem diese drei Szenarien geben: Gefälschte Software für die Registry-Bereinigung, für die Systembeschleunigung und für Backup-Lösungen in der Cloud, die vorwiegend bekannte Anbieter imitieren.
Security-Report: Deutsche Kreditinstitute besonders im Visier der Phishing-Attacken
Phisher setzen zunehmend auf Kampagnen, die zielgerichtet auf einzelne Länder und Regionen zugeschnitten sind. Das geht aus dem
Eleven E-Mail Security Report Dezember 2011 hervor. Demnach verzeichnete das Eleven Research-Team nach eigenen Angaben eine deutliche Zunahme deutschsprachiger Phishing-Mailings, die sich an Kunden deutscher Kreditinstitute wenden.
Dies ist Teil einer zunehmenden Regionalisierung, die das Ziel hat, mehr Nutzer als bisher dazu zu verleiten, ihre Konto- oder Kreditkartendaten auf einer Phishing-Seite einzugeben. Betroffen waren im November 2011 unter anderem Kunden der Deutschen Bank. Zusätzlich waren Versuche zu beobachten, E-Mail Zugangsdaten zu stehlen. Diese sollten vermutlich dazu verwendet werden, über die kompromittierten Konten Spam zu verbreiten, so der Report.
Cloud Computing: IBM übernimmt DemandTec
Der amerikanische Technologie-Konzern IBM wird für 440 Millionen Dollar den Software-Konzern DemandTec übernehmen. DemandTec ist unter anderem auf Cloud-basierten Software-Lösungen im Bereich Analytics für Unternehmen spezialisiert. Derzeit zählt DemandTec über 450 Unternehmenskunden weltweit.
Tablet-PC und Smartphone sind zu Weihnachten heiß begehrt
Knapp 60 Prozent der Internetnutzer wünschen sich zu Weihnachten entweder einen Tablet-PC oder ein Smartphone. Das hat eine Umfrage des IT-Sicherheitsexperten Avira unter 1.246 Website-Besuchern ergeben. Immerhin: Jeder vierte will zu Weihnachten nichts Technisches geschenkt bekommen.
Kino.to: Hauptbetreiber muss drei Jahre ins Gefängnis
Nachdem der Webdesigner des illegalen Kinoportals Kino.to vom Amtsgericht Leipzig bereits zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, entscheidet das Leipziger Gericht im Verfahren gegen den Hauptadministrator des Streamingportals nun auf drei Jahre Haft. Mit seiner Argumentationslinie, auch einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen aktuelle Kinofilme anbieten zu wollen, konnte der Angeklagte das Gericht nicht überzeugen. Die Leipziger Richter sehen es als erwiesen an, dass der 27-Jährige 23.000 Raubkopien von Filmen auf interne Server gestellt hat. Die Werbung durch die Spiele- und Pornoseiten hätte den Betreibern ein gutes Geschäft eingebracht (397.000 Euro Umsatz, 226.000 Gewinn), so die Begründung der Richter.
Sicherheitsbedenken bremsen E-Payment aus
Das Potenzial von E-Payment und elektronischen Zahlungssystemen am deutschen Markt ist weiter ausbaufähig. Zwar besitzen E-Commerce und E-Payment für deutsche Unternehmen kontinuierlich eine hohe Bedeutung, jedoch gelten Sicherheitsbedenken der Nutzer und die noch fehlende Technologie auf Anbieterseite als bislang größte Hemmnisse für den Erfolg von E-Payment. Dies geht aus der Umfrage
"Aktuelle E-Payment Trends" durch die Fachgruppe E-Commerce im Bundesverband Digitale Wirtschaft hervor. Die Branche rechnet insgesamt mit einem deutlichen Anstieg der Bedeutung von E-Commerce in den kommenden zwei Jahren. Für Mobile Commerce und Social Commerce werden starke Zuwächse erwartet. Als den wohl wichtigsten Trend im E-Payment identifizierten die Umfrageteilnehmer die Zahlungsmöglichkeit In-App Payment über moderne Smartphones.
Sicherheit und Bedienungsfreundlichkeit sind Top-Kriterien für soziale Netzwerke
Bei der Auswahl eines sozialen Netzwerks sind den Nutzern laut
Umfrage des BITKOM nach eigenen Angaben drei Aspekte besonders wichtig: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit. Dabei gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als wichtiges Kriterium, 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Für 82 Prozent der Nutzer ist wichtig, ob ihre Freunde in demselben Netzwerk angemeldet sind. Die einzelnen Funktionen der Netzwerke (78 Prozent) und ihre Internationalität (43 Prozent) sind im Vergleich weniger entscheidend.
BITKOM und Gema erzielen Einigung zu Online-Musik
Der IT-Verband BITKOM und die Verwertungsgesellschaft Gema haben eine Vereinbarung für Online-Musikanbieter erzielt. Der Vertrag regelt die Höhe der Urhebervergütungen, die von den Betreibern von Internet-Musikportalen abgeführt werden müssen. Die Lizenzgebühren betragen pro Musikstück nun in der Regel zwischen sechs und neun Cent netto. Auch für die Kunden von Online-Musikanbietern ergeben sich Vorteile. Sie können die Songs künftig länger im Internet vorhören - Hörproben von 90 statt bisher 30 Sekunden werden möglich sein. Der neue Gesamtvertrag, der rückwirkend zum 1. Januar 2002 gilt, enthält zudem eine Lizenzierung von Urheberrechten für Streaming-Angebote, also die Direktübertragung von Musikstücken über das Internet. Rein werbefinanzierte Musikdienste und Musikvideos werden von dem Vertrag bisher noch nicht abgedeckt, dazu werden die Verhandlungen aber fortgesetzt, ebenso zu Online-Videoangeboten.
Zehn Milliarden Downloads im Android-Market
Am Nikolaus-Wochenende wurde in Googles Android Market die Zahl von zehn Milliarden heruntergeladenen Apps erreicht. Die Zahl der App-Downloads pro Monat liegt derzeit bei einer Milliarde, meldet Google.
Zwei von drei E-Government-Projekten scheitern
90 Prozent der IT-Projekte der öffentlichen Hand haben im Rahmen ihrer Umsetzung größere Krisen zu bewältigen, so eine Analyse des Behördenspiegels. Zirka 60 Prozent aller Projekte enden gar mit einem Abbruch, so die Behörden-Plattform.
Online-Kommentar-Schreiber sind einflussreiche Minderheit
Schreiber von Leserkommentaren sind eine Minderheit - aber einflussreich, so eine
Studie des ECCO-PR-Agenturnetzes. Dazu wurden hauptberufliche Journalisten nach Ihrer Einschätzung zu Online-Leserkommentaren befragt.
Über 60 Prozent der Journalisten gehen davon aus, dass Leserkommentare einen Einfluss auf die Berichterstattung haben, obwohl eine Mehrheit von 85 Prozent schätzt, dass sie nicht die Meinung der Mehrzahl der Leser widerspiegeln. Denn: Es beteiligen sich auch nur zwischen fünf und maximal zehn Prozent der Leser an solchen Diskussionen. Ihre Meinung hat dennoch Gewicht. Zum Beispiel werden in rund 70 Prozent der Redaktionen die Kommentare regelmäßig besprochen.
Entgegen landläufiger Vorurteile sind in den Kommentarbereichen keineswegs die Querulanten unter sich. Rund 68 Prozent der Antwortenden bezeichnen die Kommentare als sachlich. "Kompetent" ist ein Prädikat, das immerhin rund 51 Prozent der Journalisten den Kommentaren verleihen. Gleichwohl ist die Außenwirkung begrenzt. Rund 70 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Minderheit der Kommentierenden weitgehend unter sich ist. Leserkommentare entfalten ihre Wirkung also in erster Linie indirekt über ihren Einfluss auf die Berichterstattung.
Anwender wünschen sich Mobile ECM
Einer
d-velop-Erhebung zufolge sieht eine deutliche Mehrheit der Unternehmen in mobil nutzbaren ECM (Enterprise Content Management)- und DMS (Dokumenten Management Systeme) -Anwendungen eine sinnvolle technische Innovation. Vier von zehn Anwendern würden Mobile ECM bereits bis Ende 2012 einsetzen, vorausgesetzt, die mobile Anwendung ist von ihrem Hersteller in der gewünschten Leistungsstärke verfügbar.
Laut der Erhebung erachtet jedes zweite befragte Unternehmen einen standortunabhängigen Zugriff auf die Funktionen im Dokumentenmanagement als eine vorteilhafte technische Entwicklung, für weitere 24 Prozent gilt dies mit gewissen Einschränkungen. Die Lust auf mobile ECM-Clients ist sogar so groß, dass jeder fünfte Anwender sie am liebsten schon kurzfristig einsetzen würde, sofern dafür eine leistungs- und kostengerechte Lösung angeboten wird. Ein weiteres Viertel plant den Einsatz bis etwa Ende kommenden Jahres, 27 Prozent fassen eine Nutzung nach 2012 ins Auge.
Als hauptsächliches Argument nennen die ECM/DMS-Anwender zu 63 Prozent den Gewinn an Flexibilität für die Benutzer, weil damit den veränderten Arbeitssituationen in den Unternehmen entsprochen wird. Zwei von fünf Befragte betonen zudem, dass solche Lösungen zu den generellen Mobilitätsstrategien ihres Unternehmens passen. Von ähnlich vielen werden aber auch schnellere Entscheidungsprozesse als Vorteil des mobil nutzbaren Dokumentenmanagementsystems genannt. Darüber hinaus glaubt mehr als ein Drittel, dass ECM auf diese Weise eine größere Lebendigkeit erlangt.
Mobile E-Mail-Nutzung gewinnt an Boden
Nutzer verwenden mobile Endgeräte häufiger zum Öffnen und Lesen von E-Mails. In den vorangegangenen sechs Monaten hat die Nutzung um 34 Prozent zugenommen. Das sagen die Ergebnisse der Studie „Smartphone, Webmail oder Desktop: Wo lesen wir unsere E-Mails heute?“ von Return Path. Danach werden besonders gern auf dem iPad Mails abgerufen (plus 73 Prozent).
Die Wahl der Plattform für das Öffnen von E-Mails hängt wesentlich davon ab, wann dies geschieht. An den Wochentagen dominiert der Desktop, während an Wochenenden verstärkt mobile Endgeräte zum Einsatz kommen. Die Return Path-Studie verzeichnet an Wochenenden eine deutlich geringere Nutzung des Desktop-Clients, was mit einem Anstieg bei der Verwendung mobiler Endgeräte und Webmail korrespondiert. Der Montag zeigt gleichermaßen starke Frequentierung von Webmail und Desktop, und ist somit der Tag, an dem am wenigsten E-Mails auf mobilen Endgeräten geöffnet werden. In der aktuellen Studie wird ein Unterschied in den Nutzungsmustern an Wochenenden gegenüber den vorangegangenen sechs Monaten deutlich: Während zuvor die Webmailnutzung an Sonntagen Spitzenwerte erreichte und die mobile Nutzung jäh abfiel, ermittelte Return Path für den aktuellen Zeitraum an Samstagen wie Sonntagen eine nahezu konstante Nutzung von E-Mail auf Smartphones und Tablet-PCs sowie Webmail.
Google führt die Gesichtserkennung ein
Mit "Find my Face" setzt Google + nun, wie zuvor Facebook auch, ab sofort in den USA, Deutschland und weiteren Ländern die automatischen Gesichtserkennung ein. Allerdings nicht ohne zuvor die Einwilligung der Nutzer einzuholen. Das berichtet Spiegel Online unter Bezug auf entsprechende Angaben von Google. So soll die Gesichtserkennung nur unter bekannten Nutzern funktionieren und nicht Bestandteil der öffentlichen Google-Suche werden.
Vier Millionen Deutsche versichern sich bereits online
Laut dem aktuellen
Branchenbericht „Versicherungen“ der AGOF (
Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V.) hat sich das Internet beim Thema Versicherungen sowohl als Informations- wie auch als Transaktionsmedium etabliert: Über ein Viertel (27,4 Prozent, 13,74 Millionen) der Internetnutzer hat schon einmal Informationen zu Versicherungen online recherchiert. Gleichzeitig hat fast jeder Zehnte (8,6 Prozent, 4,31 Millionen) bereits Versicherungen über das Internet bezogen. Mit durchschnittlich 56,7 Prozent sind die versicherungsaffinen Onliner überwiegend männlich sowie überdurchschnittlich präsent in der werberelevanten Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen (durchschnittlich 44,4 Prozent). Kombiniert mit der hohen Erwerbstätigkeit sowie der Finanzkraft (33,2 Prozent verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von über 3.000 Euro) der online anzutreffenden potenziellen Versicherungsnehmer stellt das Internet eine effektive und vielseitige Plattform für Werbetreibende der Versicherungsindustrie dar.
Anpassungsfähigkeit des ERP-Systems entscheidend bei der Auswahl
Selbst Hand anlegen und Kosten sparen lautet die Devise im Umgang mit Enterprise-Ressource-Planning-Systemen, so eine internationale
Studie von Technology Evaluation Centers (TEC). 307 Geschäftsführer wurden gefragt, ob in nächster Zeit einschneidende Geschäftsveränderungen anstehen und inwieweit dabei die anfallenden Anpassungskosten der ERP-Systeme ein Entscheidungskriterium sind.
Die befragten Manager sehen laut der Studie in den nächsten fünf Jahren umfassende Veränderungen auf ihr Unternehmen zukommen. Mehr als ein Drittel erwartet, dass eine Akquisition oder die Ausgliederung eines Geschäftszweigs ansteht, 39 Prozent denken, dass sich das Geschäftsmodell entscheidend verändern wird. Auch in puncto Fusionen (18 Prozent) oder Restrukturierungen (34 Prozent) prognostizieren die Umfrageteilnehmer weitreichende Eingriffe in die derzeitige Unternehmensstruktur.
Übergreifende Strukturveränderungen haben auch immer Einfluss auf die IT-Landschaft der Firmen, ganz besonders betroffen davon sind die übergeordneten Steuerungssysteme. Die Frage, ob bei der Planung einer Umstrukturierung auch die finanzielle Belastung durch die Anpassung des ERP-Systems in Betracht gezogen wird, beantworteten die Manager mehrheitlich mit Ja (62 Prozent). 81 Prozent achten bereits bei der Auswahl darauf, dass sich Veränderungen auf Unternehmensebene einfach, kosteneffizient und mit möglichst wenigen Unterbrechungen im laufenden Betrieb auch im ERP-System abbilden lassen.
Cybercrime auf dem Weg zum beliebtesten Verbrechen
Noch häufiger als Computerkriminalität (23 Prozent) nennen die Befragten aus rund 3.900 Unternehmen weltweit die Deliktgruppen Bestechung und Korruption (24 Prozent), Bilanzfälschung (24 Prozent) sowie Diebstahl und Unterschlagung (72 Prozent, Mehrfachnennungen waren möglich). Weltweit rechnen Unternehmen mit einem weiteren Anstieg der Cyber-Kriminalität: Mit einem Anteil von 48 Prozent erwartet fast die Hälfte der Unternehmen, die im vergangenen Jahr Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen wurden, verstärkte Angriffe aus dem Internet und auf ihre IT-Systeme; nur vier Prozent rechnen mit einem Rückgang. Trotzdem scheinen die internen Kapazitäten zur Aufdeckung und Verfolgung von Cyber-Straftaten verbesserungswürdig: Gut sechs von zehn Befragten bezweifeln oder glauben gar nicht, dass ihr Unternehmen über ausreichend interne Kapazitäten zur Aufdeckung und Verfolgung von Cyber-Straftaten verfügt.
Nokia will Luxushandy-Tochter Vertu loswerden
Der finnische Handyhersteller Nokia will sich nach einem Bericht der Financial Times von seiner Luxustochter Vertu trennen und damit mehr als 500 Millionen Euro in die Kassen spülen. Nokia soll dem Bericht zufolge bereits die US-Investmentbank Goldman Sachs mit ersten Verkaufsgesprächen beauftragt haben. Im Jahr 1998 hatte Nokia die Luxustochter ins Leben gerufen, um so auf dem Markt für Luxushandys Fuß zu fassen. Die handgefertigten mobilen Modelle sind aus Edelmetallen und Saphiren hergestellt und erreichen einen Wert von mehr als 234.000 Euro.
100-Milliarden-Dollar-Bewertung: Facebooks Börsengang kommt im Frühjahr
Zwischen April und Juni im kommenden Jahr will Facebook an die Börse gehen. Bei seinem Börsengang will das soziale Netzwerk Aktien im Wert von zehn Milliarden Dollar ausgeben und so seine Bewertung auf 100 Milliarden Dollar erhöhen.
Und da war noch: EU setzt auf Abschreiber-Rehabilitation: Guttenberg wird Internet-Berater
Der wegen Plagiaten zurückgetretene Karl-Theodor zu Guttenberg hat einen neuen Job in Brüssel: Er soll Internet-Berater der EU-Kommission werden. Er soll die EU unterstützen, damit diese Internet-Nutzer in autoritären Regimen unterstützen kann. EU-Kommissarin Neelie Kroes hätte die Auswahl mit den Worten erklärt: "Ich suche Talente, ich brauche keine Heiligen". Manche Brüsseler Entscheidungen machen den englischen Rückzug fast verständlich.
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