Newsletter vom 15.02.2012
Handelsblatt: IBM will bis zu 8000 Stellen in Deutschland streichen
IBM will nach einem Bericht des Handelsblatts in den nächsten Jahren bis zu 8000 Stellen in Deutschland abbauen. "Am Ende kann es sein, dass nur noch 12.000 der derzeit 20.000 Jobs in der Landesgesellschaft übrig bleiben", zitiert das Handelsblatt ein Mitglied der IBM-Führungsmanschaft. Grund für diese drastische Maßnahme ist die Umstrukturierung des Unternehmens mit den Zielen Produktionskosten zu verschlanken und den Gewinn pro Aktie von gut zehn Dollar im Jahr 2010 auf 20 Dollar im Jahr 2015 zu heben.
„Der massive Stellenabbau beim IT-Konzern IBM ist offenbar Teil eines radikal neuen Job-Konzepts. Nach Informationen des SPIEGEL soll das Unternehmen künftig nur noch eine kleine Kernbelegschaft haben - die meisten Aufgaben würden dann externe Kräfte erledigen, die von Fall zu Fall eingekauft werden…“
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813388,00.html
Bert Stach, ver.di-Konzernbetreuer für IBM stellte allerdings fest: „Es gibt keinerlei Anträge über Sozialplanverhandlungen oder entsprechende Sozialtarifverträge. Ohne diese Instrumente wäre ein Abbau in dieser Größenordnung über einen kurzen Zeitraum aber kaum möglich.“ Dennoch ist die Belegschaft verunsichert. ver.di wird sich verstärkt für die Sicherheit der Arbeitsplätze bei IBM einsetzen.
Fachkräftemangel: Unternehmen befürchten Bedrohung ihres Geschäfts
34 Prozent der deutschen Unternehmen erwarteten bereits in den nächsten Monaten eine Bedrohung für ihr Geschäft durch den zunehmenden Mangel an qualifiziertem Personal, so eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter mehr als 25.000 Betrieben. Besonders davon betroffen ist vor allem auch die IT-Branche. Im Vergleich zum Frühjahr 2011 sei die Liste der Mangelberufe länger geworden. Auch blieben neue Arbeitsplätze immer länger unbesetzt: Im Schnitt bleiben sie 68 Tage vakant, vor zwei Jahren waren es nur 58 Tage.
Zukunftsfähig arbeiten in der IT-Branche Veranstaltung am 15. März 2012 mit Dr. Klaus Peters und Dr. Nadine Müller zum Thema „Arbeiten ohne Ende? Meine Zeit ist mein Leben!“
Arbeiten hat sich verändert. Das betrifft nicht nur die Art und Weise, wie Arbeit im Unternehmen organisiert wird, sondern auch die Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie das Arbeiten von jedem einzelnen Beschäftigten individuell erfahren wird.
Standardisierung, Offshoring und Outsourcing prägen die Umorganisierungsprozesse von Unternehmen. Diese Entwicklungen treffen dabei auf Menschen, für die Arbeiten schon lange von zwei Bedingungen gekennzeichnet ist.
Arbeit ist entgrenzt.
Die Unterscheidung zwischen Arbeit und Freizeit bzw. Zuhause wird durch ständige Erreichbarkeit, die Etablierung von Homeoffice und eine kunden- bzw. projektorientierte Arbeitszeitgestaltung immer schwieriger.
Und Arbeit ist subjektiviert.
Jeder Einzelne wird in immer höherem Maße selbst verantwortlich für das Gelingen oder Scheitern seiner Aufgaben und seiner Karriereplanung gemacht. Dabei werden die Rahmenbedingungen immer schwieriger und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten nehmen ab.
Die Initiative ich bin mehr wert.de will gemeinsam mit ver.di die Interessen der IT-Beschäftigten möglichst gut absichern.
Die Ansätze, die wir als Gewerkschaft entwickeln, müssen der Vielschichtigkeit der Branchenentwicklung gerecht werden, wenn sie nachhaltig wirken sollen.
Daran arbeiten wir kontinuierlich – gemeinsam mit den Beschäftigten und unseren Mitgliedern. Denn sie sind es, die in der Branche die Werte schaffen und deshalb im Mittelpunkt stehen müssen.
Die Veranstaltung findet im Mercure Hotel Hamburg City (Schiff) KAI 10 – The Floating Experience, Amsinckstraße 53, 20097 Hamburg ab 16.30 Uhr statt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Mehr Lohn gegen die Krise
Die großen Tarifrunden 2012 sind eröffnet. ver.di fordert für die T-Systems sowie für den öffentlichen Dienst einen Lohnzuwachs von 6,5 Prozent. Gleiches fordert die IG Metall für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Insgesamt geht es um fast sechs Millionen Beschäftigte.
Diese Lohnforderungen passen in die Zeit. Die Arbeitsproduktivität, also die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, stieg in Deutschland im letzten Jahrzehnt im Schnitt um 1,5 Prozent pro Jahr. Die Inflation kletterte 2011 um 2,3 Prozent. Daraus ergibt sich ein verteilungsneutraler Spielraum von fast vier Prozent.
Erst wenn die Löhne so stark steigen wie die Inflation plus Produktivitätszuwachs, bleibt der Anteil der abhängig Beschäftigten am gewachsenen Kuchen gleich.
Selbst Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat sich für starke Lohnerhöhungen ausgesprochen.
Zwei Drittel der deutschen Manager wissen nicht, was ihr eigenes Unternehmen will
Nur ein Drittel der deutschen Fach- und Führungskräfte kennt die Ziele des eigenen Unternehmens für 2012. Zwei Drittel kennen sie nicht und organisieren ihre Arbeit nach der eigenen hidden Agenda. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Stepstone unter 4.800 Nutzern in Deutschland. Während jeder Dritte den Unternehmensfahrplan gar nicht kennt, gab knapp jeder vierte Befragte (23 Prozent) an, nur eine ungefähre Ahnung von der Unternehmensstrategie zu haben. Vor sechs Jahren gaben noch 69 Prozent der befragten Deutschen und im Schnitt 68 Prozent der teilnehmenden Europäer an, ein klares Bild der Strategie ihres Arbeitgebers zu haben.
Psychische Gesundheit im Betrieb - Arbeitsmedizinische Empfehlung
Patentstreit im Tablets und Smartphones wogt hin und her
Nachdem das Landgericht Mannheim im Patentstreit zwischen Motorola und Apple Anfang Februar entschieden hat, dass Apple den Verkauf aller älteren iPhone-Modelle 3G, 3GS und 4 sowie alle UMTS-Modelle des iPad stoppen muss, gab es noch am Nachmittag einen Kurswechsel. Denn das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in der Berufungsinstanz das Verkaufsverbot wieder aufgehoben.
Pech hatte Apple wiederum gegen Samsung. Das Landgericht Düsseldorf hat den Eilantrag des Computerherstellers Apple abgelehnt, auch ein europaweites Verkaufsverbot für das "Galaxy Tab 10.1 N" auszusprechen. Die Zivilkammer des Gerichts ist der Auffassung, dass sich das im Design geänderte "Galaxy Tab 10.1 N" nunmehr hinreichend deutlich von Apples eingetragenem europäischen Designrecht unterscheide. Die Kammer hatte noch im November den Verkauf der ersten Version des Samsung Tablets aufgrund der Verletzung von Apples eingetragenem Geschmacksmuster vorläufig untersagt.
Internetnutzer verbringen die meiste Zeit bei Facebook & Co.
Internetnutzer in Deutschland verbringen fast ein Viertel (23 Prozent) ihrer gesamten Online-Zeit in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es erst 14 Prozent, so Marktforscher Comscore. Auf dem zweiten Platz folgen Musik-, Foto- und Video-Websites, wo die User knapp neun Prozent ihrer Internetzeit verbringen.
Ex-Kino.to-Nutzern droht Strafverfahren
Dass tausende Internetnutzer die im Juni 2011 stillgelegte Raubkopie-Seite Kino.to genutzt haben, kann ihnen nun zum Verhängnis werden. Die Staatsanwaltschaft fand auf den beschlagnahmten Rechnern die Daten der Premium-Kunden des Portals, die für den werbefreien Zugang zu den heruntergeladenen Filmen via PayPal gezahlt haben.
Datendiebstahl: Jedes vierte Unternehmen will keine Polizei einschalten
Deutsche Unternehmen arbeiten bei IT-Sicherheitsvorfällen immer aktiver mit Strafverfolgungsbehörden zusammen. Doch jedes vierte Unternehmen würde die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft vermeiden, wenn es von einem Hackerangriff oder einem IT-Sicherheitsleck betroffen wäre. Bei 73 Prozent ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit dagegen hoch oder sehr hoch. Das ergab eine aktuelle Umfrage unter rund 500 Unternehmen. Auch die Unternehmensgröße entscheidet darüber, ob der Kontakt zu Behörden gesucht wird: je kleiner das Unternehmen, desto eher wendet man sich bei Problemen mit der Computer- und Netzsicherheit an die Polizei. 78 Prozent der Firmen mit bis zu neun Mitarbeitern würden so verfahren, bei Betrieben mit über 250 Angestellten hingegen nur 67 Prozent.
Wie Nutzer sozialer Netzwerke ihre Freunde wählen
Mitglieder sozialer Online-Netzwerke sind bei Freundschaftsanfragen sehr viel wählerischer als gemeinhin angenommen. Nur sechs Prozent akzeptieren grundsätzlich jede Anfrage, so eine aktuelle Umfrage. 84 Prozent lehnen Anfragen von Fremden grundsätzlich ab. Wenig beliebt sind Freundschaftsanfragen von Politikern. Jeder zweite möchte sie nicht in seiner Kontaktliste sehen. Aber auch eine flüchtige Bekanntschaft reicht mehr als einem Drittel (36 Prozent) nicht, um mit einer digitalen Freundschaft gewürdigt zu werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Chef (33 Prozent). Und neun Prozent geben sogar Verwandten einen digitalen Korb.
100.000 Menschen protestieren gegen ACTA
In 60 deutschen und zahlreichen weiteren europäischen Städten haben am vergangenen Wochenende deutlich mehr Menschen als gedacht gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement, ACTA demonstriert: In München waren es 20.000, in Berlin und Stuttgart jeweils 10.000, in Düsseldorf 7.000, in Frankfurt am Main 6.000. Laut Angaben der Veranstalter demonstrierten insgesamt mehr als 100.000 Menschen allein in Deutschland. Das Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen ist ein geplantes multilaterales Handelsabkommen. Es soll unter anderem Anstiftung und Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen strafbar machen. Kritiker befürchten, dass es zu einer Welle von Zensur im Internet kommt, sollte das von der Platten- und Filmlobby induzierte Abkommen verabschiedet werden. Mehrere europäische Regierungen haben inzwischen die Ratifizierung ausgesetzt, darunter die deutsche.
Social Media Verweigerer: Angst vor mangelndem Datenschutz ist nicht schuld
Jeder dritte deutsche Internetnutzer hat bisher kein Social-Network-Profil. Einer von zehn plant dies bisher auch nicht. Ausschlaggebendes Argument für die Mehrheit der Verweigerer (63 Prozent) ist mangelndes Interesse. Und nicht wie lange vermutet die Sorge um den Datenschutz. Teilweise sind auch das mangelnde Wissen der potenziellen Nutzer über die Social-Media-Angebote und deren Funktionen schuld an der Verweigerung: 15 Prozent kennen sich nach eigener Auskunft zu wenig mit dem Thema aus. Weitere 18 Prozent der Nichtnutzer haben bisher noch gar nicht darüber nachgedacht, die Angebote in Anspruch zu nehmen. Doch sind die bisherigen Verweigerer nicht ganz verloren für die sozialen Netzwerke: 67 Prozent der sogenannten Nutzungsplaner würden solche Plattformen besuchen. Dahinter folgen Video-Portale. So können sich 47 Prozent vorstellen, Angebote wie YouTube künftig in Anspruch zu nehmen, so der Social-Media-Atlas 2011.
Einstieg ins Filialgeschäft: Amazon lässt Testballon steigen
Das Online-Kaufhaus Amazon wird in Seattle einen Testballon für seine Ambitionen im stationären Handel steigen lassen. Das Unternehmen will hier ein auf Bücher, eReader und Tablets spezialisiertes Filialgeschäft eröffnen. Die Eröffnung soll im Laufe der kommenden Monate stattfinden. Bei Erfolg könnte der Laden in Seattle der erste einer geplanten Filialkette sein.
PC-Markt bricht ein, Tablets und Smartphones boomen
Der PC-Markt in Europa verzeichnet im vierten Quartal des vergangenen Jahres einen Umsatzrückgang um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, deutschlandweit ging er um acht Prozent zurück, so Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner. Der Boom bei Tablets, Smartphones und E-Book-Readern gilt als Ursache für den Rückgang. In den von der Euro-Krise besonders gebeutelten Ländern wie Italien, Griechenland, Spanien und Portugal ging der PC-Verkauf teils um über 30 Prozent zurück.
Die führenden europäischen PC-Hersteller büßten somit deutlich Marktanteile ein. So verkaufte HP als alte und neue Nummer eins 15,7 Prozent weniger Rechner, der zweitplatzierte Hersteller Acer büßte gar 46,1 Prozent ein. Lediglich Asus (+ 1,5 Prozent) und Lenovo (+ 13,9 Prozent) konnten zulegen. Schaffte es Apple nach den neuesten Erhebungen europa- und deutschlandweit nicht unter die Top-5 der PC-Hersteller, lag der Hersteller in Frankreich und UK auf dem fünften beziehungsweise auf dem vierten Platz.
Digitale Wirtschaft erwartet Umsatzwachstum in 2012
Mehr als 85 Prozent der Unternehmen der digitalen Branche gehen 2012 von einem Umsatzwachstum aus, so die aktuellen Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft. Als eindeutigen Trend identifizieren die Unternehmen die steigende Relevanz des Internets für Image- und Brandingkampagnen, die Notwendigkeit von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie den Nachweis einer messbaren Reaktion der Nutzer bei Online-Werbekampagnen.
Länder mit viel Online Banking bieten auch hohe Datensicherheit
Länder, die hohe Wachstumsraten beim Online-Banking verzeichnen, verfügen zugleich über die striktesten Maßnahmen zur Datensicherheit. Deutschland rangiert beim Online-Banking mit 43 Prozent (2010) über dem Durchschnitt der EU-27-Staaten. Die skandinavischen Länder haben nach wie vor die Nase vorn beim Online-Banking. Dies ist das Resultat einer Studie von Deutsche Bank Research. In gleichem Maße, wie die Datensicherheit zunimmt, steigt auch die Bereitschaft der Internetnutzer, für Online-Banking Services zu zahlen. So finden auch Methoden der biometrischen Identifizierung immer größere Akzeptanz, so dass es immer wahrscheinlicher wird, dass biometrische Technologien auch beim Banking eingeführt werden. Zwar wird auch Mobile Banking künftig eine größere Rolle spielen, aber die Wachstumsraten in diesem Bereich sind derzeit noch sehr gering. Der Grund liegt vor allem darin, dass sie besonders anfällig für möglichen Missbrauch durch Malware und Spyware sind.
Nokia baut weltweit Arbeitsplätze ab
4.000 Arbeitsplätze wird der Handyhersteller Nokia als nächstes an den Standorten in Finnland, Ungarn und Mexiko streichen und die Smartphone-Produktion komplett nach Asien verlagern. Von der Verlagerung nach Asien verspricht sich Nokia dem Bericht zufolge Vorteile durch die Nähe zu den asiatischen Zulieferern, was angeblich für ein höheres Innovationstempo und verkürzte Entwicklungszeiten sorgen soll. Erst kürzlich hat Nokia die Herstellung einfacher Handys vom rumänischen Standort Cluj nach Asien verlegt.
Auch das Partnerunternehmen Siemens hatte Anfang des Jahres die Streichung jeder dritten Stelle in Deutschland angekündigt. Insgesamt baut Nokia damit einschließlich des Nokia-Siemens-Geschäfts 30.000 Arbeitsplätze ab.
Erstmalig sehen mehr Deutsche via Satellit als über Kabel fern
Erstmals sehen in Deutschland mehr Zuschauer ihre Programme im Erstempfang über Satellit als über Kabel. Ende 2011 versorgten sich 17,5 Millionen TV-Haushalte über Satellit, knapp 900.000 mehr als im Jahr davor. Der Verbreitungsweg Kabel verzeichnet dagegen im selben Zeitraum einen Rückgang um rund 900.000 Haushalte. Auch das Web-TV gewinnt an Beliebtheit: IPTV überschreitet nach einem Wachstum um 330.000 mit 1,3 Millionen Haushalten im Erstempfang erstmals die Millionenmarke. Die Reichweite des Kabelfernsehens hingegen sinkt auf 17,3 Millionen Haushalte. Auch das digitale terrestrische Fernsehen hat als Erstempfang an Bedeutung verloren und kommt nach einem Minus von 180.000 auf eine Reichweite von 1,8 Millionen Haushalte. Die Zahlen basieren auf dem aktuellen "TV Monitor" 2011 von TNS Infratest.
Studie: Sicherheitsbedenken bremsen M-Commerce aus
Zu hohe Mobilfunkpreise, Sicherheitsbedenken und zu geringe Mobilfunk-Übertragungsraten sind aus Sicht der Verbraucher die größten Hemmschuhe für den mobilen Handel. Rund 60 Prozent der Verbraucher wünschen sich in diesen Bereichen Verbesserungen, um künftig häufiger mobil einzukaufen, so die zentralen Ergebnisse der repräsentativen Studie Smart Shopping.
Deutsche sind Datenschleudern
Für Datensammler wie Facebook gibt es zwei Meldungen. Eine gute und eine schlechte. Die für Facebook gute Nachricht: Die große Mehrheit der Deutschen - rund 80 Prozent der Befragten - veröffentlicht private Daten im Internet. Die schlechte Nachricht für Facebook: 81 Prozent davon schränken jedoch den Zugriff ein. Und dann haben wir noch die ganz schlechte Nachricht für datensammelnde Unternehmen: Insgesamt halten 73 Prozent der Befragten die Diskussion um den Umgang mit privaten Informationen im Internet für notwendig und fordern strengere Richtlinien für Unternehmen wie Google oder Facebook. Lediglich 26 Prozent empfinden die Diskussion als übertrieben.
Bei der Frage von Marktforscher Innofact, welche privaten Informationen ohne Bedenken im Internet veröffentlicht werden, sind Vor- und Zuname (64 Prozent), Geburtstag/-ort (40 Prozent), Beziehungsstatus (38 Prozent) sowie eigene Fotos (31 Prozent) nach Meinung der Befragten am unkritischsten. Fotos von Freunden (9 Prozent), die eigene Adresse und Telefonnummer (9 Prozent), den Namen von Freunden sowie Daten im Zusammenhang mit der Familie würden nur sehr wenige Studienteilnehmer leichtfertig einstellen. Ihren aktuellen Aufenthaltsort möchten 86 Prozent aller Befragten nicht im Netz preisgeben. Insgesamt 22 Prozent würden gar keine Daten bedenkenlos ins Internet stellen, bei den 16- bis 29-Jährigen sieht das nur jeder Zehnte so (11 Prozent).
Comparex schluckt Datalog
Das IT-Dienstleistungsunternehmen Comparex übernimmt mit sofortiger Wirkung die Datalog Software AG. Die Integration wird schrittweise erfolgen und beide Unternehmen agieren zunächst weiterhin eigenständig am Markt. In der ersten Phase geht es darum, Stärken und Synergiepotenziale zu identifizieren. In der zweiten Phase, voraussichtlich ab Dezember 2012, werden die beiden IT-Dienstleister mit einem gebündelten Portfolio unter der einheitlichen Marke Comparex auftreten. Entlassungen und Standortschließungen im Zuge der Übernahme sind nicht geplant.
Und da war noch: Tastatur fünfmal dreckiger als Kloschüssel
Tastaturen sind im Durchschnitt fünfmal dreckiger als Toilettensitze, zudem befinden sich auf ihnen rund 60 Mal mehr Keime, so das Hygiene-Blog Keepingitkleen.com. Das überschreitet das Limit für Bakterienbelastung um den Faktor 150. Das Balancierbrett der Wii-Konsole ist wiederum eine Fußpilzschleuder, weil die meisten Menschen es barfuß verwenden. Die TV-Fernbedienung ist das mit Abstand schmutzigste Teil in einer Wohnung, einem Hotel und einem Krankenhaus. Auf nichts haben Untersuchungen mehr Viren und Bakterien gefunden.
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