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ver.di läutet die Tarifrunde 2012 ein: "Wir sind bereit"

Am 19. Januar haben mehr als 250 ehren- und hauptamtliche ver.di - Kolleginnen und Kollegen über die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden tarifpolitischen Herausforderungen für die Tarifrunde 2012 diskutiert. Durch die Tarifrunde 2012 sind mehr als 100.000 Beschäftigte im Telekom-Konzern betroffen. Sie streiten in den drei Service-Gesellschaften DTNP, DTKS, DTTS, deren Dachgesellschaft der TDG, in den Unternehmen der T-Systems wie der TSI, GEI, IDS, RSS, MMS und DDM sowie der Konzernmutter DTAG um höhere Entgelte, mehr Sicherheit und dem Schutz vor Überlastung.

Wertschätzung anstatt „Nullrunde“!
Auf der Konferenz wurde das Verhalten der Arbeitgeberseite - die bereits im Dezember eine Nullrunde propagiert hat - bewertet. Bundesfachbereichsleiter TK/IT Lothar Schröder (Mitglied ver.di Bundesvorstand) stellte klar: „Statt die Beschäftigten mit Nullrunden zu bedrohen, sollten sich die Arbeitgeber besser daran erinnern, wer denn für die Servicequalität und Kundenversprechen der Telekom täglich den Kopf hinhält. Es sind die Beschäftigten und das verdient Wertschätzung anstatt der Bedrohung mit Nullrunden.“
„Wir sind bereit“ - „Wenn es am Verhandlungstisch nicht geht, werden wir Druck machen“! Michael Halberstadt (Bereichsleiter Tarifpolitik Grundsatz) stellte in seinem Vortrag klar: „Wir haben einen klaren Auftrag der ver.di - Mitglieder für diese Tarifrunde.“ und „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht!“, „Tarifverhandlungen sind keine kollektive Bettelei!“ 
Seit Mitte 2011 bereitet sich der ver.di-Fachbereich TK/IT im Rahmen eines Projektes auf die Tarifrunde 2012 vor. Dazu gehörte neben der Diskussion zur Forderungsfindung im Herbst 2011 auch der Aufbau von Strukturen zur Durchsetzung der im Dezember 2011 von der Tarifkommission beschlossenen Forderung. 
Diese wird ver.di jetzt nutzen! Es werden betriebliche Aktionen vorbereitet. Für die Beschäftigten gilt: MITMACHEN, MITZIEHEN!
Am Ende der Konferenz verabschiedeten die KonferenzteilnehmerInnen einstimmig die „Fuldaer Erklärung“ an die Arbeitgeberseite. Darin heißt es u.a. „Wir warnen den Vorstand der Deutschen Telekom vor dem erneuten Versuchen, die Befriedigung der Interessen des Kapitalmarktes auf dem Rücken der Beschäftigten und zu Lasten ihrer Entgelt- und Arbeitsbedingungen umsetzen zu wollen!“
Weitere Informationen unter http://tk-it.verdi.de/
 

Tarifvertrag Altersteilzeit und Telearbeit gilt jetzt auch für IDS GmbH und RSS GmbH

Nachdem bei der T-Systems International und GEI GmbH Tarifverträge zur Altersteilzeit durchgesetzt wurden, hat ver.di nun auch für die RSS und IDS tarifvertragliche Regelungen zur Altersteilzeit sowie einen Anerkennungstarifvertrag zur Telearbeit durchgesetzt.
Der TV Altersteilzeit ist im bundesweitem Vergleich sehr beachtenswert – hier die Eckwerte:

  • Dauer der ATZ mindestens 24 höchstens 96 Monate
  • Ende mit frühestmöglichem Rentenzugang, spätestens mit dem 63. Lebensjahr
  • Blockmodell (erste Hälfte Arbeitsphase, zweite Hälfte Ausgleichsphase)
  • Aufstockungsleistung auf 83% des Nettofestentgelts
  • Aufstockungsleistung auf den Variable in Höhe von 20%
  • Zusätzliche Ausgleichsleistungen für die gesetzliche und die betriebliche Altersversorgung
  • Laufzeit 01.01.2012 bis 31.12.2012
 

Tätigkeitsmerkmale bei T-Systems MMS angepasst

Bei T-Systems MMS (Multimedia Solutions) hat ver.di in Verhandlungen mit dem Arbeitgeber die Anlage 1 des Entgeltrahmentarifvertrages zur Regelung von Tätigkeitsmerkmalen und Richtbeispielen als Eingruppierungsgrundlage neu ausgehandelt. Eine von Seiten des Arbeitgebers vorgesehene Zuordnung von gleichen Richtbeispielen zu unterschiedlichen Entgeltgruppen wurde verhindert.
Die bisherigen Richtbeispiele wurden mit den neuen Bezeichnungen wertgleich den bisherigen Entgeltgruppen zugeordnet. Zusätzlich vereinbarten die Tarifvertragsparteien dass eine Herabgruppierung aus Anlass der Neufassung der Anlage 1 nicht vorgenommen wird.
Damit wird zum 01. April 2012 die Eingruppierungsgrundlage den betrieblichen Realitäten angepasst

 

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In der schnelllebigen IT-Branche ist es wichtig, dass auch Senioren in einer starken Gewerkschaft aktiv bleiben. Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Zukunft zu gestalten. Altes Wissen mit neuem zu verbinden, hält Ältere aktiv. Somit ergänzen sich ver.di und die Senioren ideal.

Jupp H., Senior, Rüsselsheim / Mainz