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ver.di Projekt zur Förderung von Frauen in Betriebsratsfunktionen und Führungspositionen angelaufen

Im Winter 2010 ist das von ver.di initiierte Projekt „Gezielte Frauenförderung“ als Teil des ver.di Projektes „Gute Arbeit durch betriebliche Gleichstellungspolitik" im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ angelaufen. Teilnehmen können Gruppen aus einzelnen Unternehmen oder Betrieben mit je zehn bis zwanzig Frauen, die entweder Führungspositionen innehaben oder Funktionen im Betriebsrat.

Ziel des Projekts ist es, diese Frauen zu stärken und weiter zu qualifizieren. Dazu werden bis zu drei je dreitägige Workshops zu Themen, die von den Beteiligten selbst ausgewählt werden, durchgeführt. Die Angebotspalette reicht von Personalführung, Personalentwicklung, Konfliktmanagement, Kommunikation und Netzwerkaufbau bis hin zu der strategischen Entwicklung und Umsetzung von Veränderungsprozessen. Das Projekt wird 2013 mit Nachhaltigkeitsworkshops in allen beteiligten Unternehmen abgeschlossen.

„Bei unserem Projekt geht es nicht nur um die Förderung von einzelnen Frauen, sondern vor allem auch darum, diese als Multiplikatorinnen und Akteurinnen für gleichstellungspolitische Anliegen in ihren jeweiligen Unternehmen zu gewinnen“, so Ute Brutzki, Leiterin des Projektbüros bei ver.di. „Felder, in denen wir Handlungsbedarf sehen, sind neben den klassischen Anliegen wie etwa der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gerechten Entgeltstrukturen oder Chancengleichheit auch Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, gendergerechte Personalpolitik und gezielte Förderung von Frauen in Führungspositionen.“

Ein Projekt wird bei T-Systems stattfinden. Anliegen der Initiatorin Stefanie Kreusel, Mitglied im Aufsichtsrat und stellvertretende Vorsitzende des Unternehmenssprecher-Ausschusses: Die Gleichstellung und Chancengleichheit bei leitenden Angestellten nachhaltig in der Praxis zu verbessern. „Uns liegt neben der Förderung von jungen weiblichen Nachwuchskräften auch die Weiterentwicklung von älteren Frauen am Herzen. Diese Themen anzugehen und praktisch umzusetzen stellt eine große Herausforderung dar, denn hier fehlen bislang häufig die konkreten Ansätze“, so Kreusel.

Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Gruppe um eine Teilnahme zu bewerben. Ausführliche Informationen über die Bedingungen gibt es unter www.bundesinitiative-gleichstellen.verdi.de oder bei [E-Mail-Adresse versteckt].

 

Komm, mach MINT

2008 wurde der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen ins Leben gerufen.

Ziel der Initiative ist es, "das Potenzial von Frauen für naturwissenschaftlich-technische Berufe angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels zu nutzen, im Einzelnen:

  • ein realistisches Bild der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufe zu vermitteln und die Chancen für Frauen in diesen Feldern aufzuzeigen,
  • junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern,
  • Hochschulabsolventinnen für Karrieren in technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu gewinnen."

Zu den Partnern zählen neben der Gewerkschaft ver.di auch etwa der Branchenverband BITKOM und verschiedene  IT-Unternehmen. Eine Übersicht über die Partner gibt es hier.

Mehr Informationen über die Initiative gibt es unter www.komm-mach-mint.de.

 

 

Equal Pay Day 2011

Seit 2008 findet in Deutschland jährlich der Equal Pay Day statt. Das Anliegen der Initiatorinnen: Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Frauen und Männer nach wie vor ungleich bezahlt werden – und dieser Entgeltschere entgegen zu wirken.

Am 25. März 2011 findet der diesjährige Equal Pay Day statt. Schwerpunkt sind stereotype Geschlechterrollen, die nach wie vor bewusst oder unbewusst gelebt werden – und mitverantwortlich für ungleiche Bezahlung sind.

Hierzu läuft vom 1. Januar bis zum 25. März eine Unterschriftenaktion. Nähere Informationen über das Anliegen und die Aktionen zum Equal Pay Day gibt es unter www.equalpayday.de.

 

8. März 2011 – 100 Jahre Internationaler Frauentag

Am 19. März 1911 wurde der erste Internationale Frauentag auf Initiative Clara Zetkins hin von der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz ausgerufen. Zentrale Forderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen.

Seitdem hat sich der Internationale Frauentag weltweit etabliert und wird in mehr als 150 Ländern am 8. März begangen. Und dafür gibt es immer noch genügend Gründe. Zwar wurde vor 90 Jahren das Frauenwahlrecht durchgesetzt – und auch die Gleichstellung von Frauen und Männern ist seit 60 Jahren im Grundgesetz verankert. Aber immer noch bekommen Frauen weniger Geld für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit, immer noch haben Frauen schlechtere Aufstiegschancen als Männer, immer noch sind Führungspositionen vorrangig mit Männern besetzt.

Trotz der erklärten Absicht vieler Unternehmen, mehr Vorstandsposten mit Frauen zu besetzen, sind nur 3,2 Prozent aller Vorstandposten in den 200 größten deutschen Unternehmen weiblich besetzt. Ähnlich schlecht sieht es in Aufsichtsräten aus. 10,6 Prozent der Posten sind mit Frauen besetzt – und davon sind 70 Prozent Arbeitnehmervertreterinnen. Das sind die aktuellen Zahlen des DIW-Reports 01/2011. Es ist daher nicht verwunderlich, dass momentan auf politischer Ebene über verbindliche Frauenquoten diskutiert wird. Denn die Selbstverpflichtung und Absichtsbekundungen scheinen nicht auszureichen, um auch tatsächlich einen Wandel zu bewirken.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert daher:

  • Gleichen Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit
  • Bedarfsgerechte und qualifizierte Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für alle Kinder
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf, familiären Verpflichtungen und privaten Interessen
  • Gleiche Karrierechancen für Frauen und Männer – mehr Frauen in Führungspositionen
  • Eindämmung von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung sowie einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 € pro Stunde
  • Eigenständige Existenzsicherung für Frauen und sichere Rente
 
 

Wichtig ist das Netzwerken – die Gewerkschaft ver.di ist mein Netz, in das ich mich fallen lassen kann. Nur gemeinsam sind wir stark und bilden ein Gegengewicht zum Arbeitgeber.

Bettina B., freigestellte Betriebsrätin, Stuttgart