Ich freue mich sehr, dass ich hier noch einmal Gelegenheit habe, mich aus den von mir in den letzten acht Jahren ausgefüllten Funktionen zu verabschieden. Neben dem Vorsitz des Frauenvorstandes des Bundesfachbereichsvorstandes 9 (BFBV) von ver.di (was für ein Wort!), den ich seit 2003 inne hatte, war ich seit 2007 auch die stellvertretende Vorsitzende des BFBV und damit auch Mitglied im Präsidium dieses Gremiums. Diese Funktionen zogen eine Vielfalt an Aufgaben hinter sich her, in denen ich immer die Möglichkeit und den Auftrag hatte, die besonderen Interessenlagen der Frauen im Fachbereich 9 zu vertreten.
Das war nicht immer einfach und hat mir nicht nur FreundInnen eingebracht. Aber „mühsam nährt sich das Eichhörnchen“ und ich war ja 2003 auch nicht angetreten, um „everybody‘s darling“ zu werden. Irgendwann hatte sich auch der Letzte daran gewöhnt, dass auch im traditionell männerorientierten Fachbereich 9 die Frauen ein Wörtchen mitzureden haben.
Es gab aber auch Themen, bei denen ich offene Türen vorfand. Ein Beispiel dafür war das Projekt Newcomer und später das IKT-Projekt. Aus meiner Tätigkeit im Lenkungskreis des Newcomer-Projektes entwickelte sich, nicht zuletzt durch die fördernde Unterstützung des Projektleiters, unser Frauenwerbeprojekt, zu dem auch dieser Newsletter gehört.
Alles, was unter „Haben“ in meiner Bilanz der letzten acht Jahre zu verzeichnen ist, wäre aber nicht ohne die vielfältige Unterstützung gegangen, die ich in dieser Zeit erfahren habe. Zuerst möchte ich mich natürlich bei meinen Vorstandskolleginnen des Frauenvorstandes für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken, ihr werdet mir fehlen. Auch die Unterstützung und das Vertrauen des Bundesfachbereichsvorsitzenden, Lothar Holzwarth, hat mir immer geholfen und mich gestärkt, danke.
Aber auch aus dem Bereich der hauptamtlich Beschäftigten bin ich immer wieder unterstützt worden. Hier möchte ich mich stellvertretend für viele andere bei Sibylle Spoo, Bert Stach und Astrid Schmidt bedanken, ohne Euch wäre es nicht wirklich gut gegangen.
Ich wünsche meiner Nachfolgerin Christiane Pachulski und dem neuen Frauenvorstand viel Glück und natürlich auch viel Erfolg bei der Verfolgung ihrer Ziele. Ich werde die weiteren Aktivitäten mit Interesse verfolgen. Die Vorruhestandsregelung der Telekom macht es mir nun möglich, meine Energie jetzt vermehrt auf meine Hobbys (Sport, Garten und Kunstgeschichte) zu richten und gibt mir endlich genug Zeit für Aktivitäten mit meiner Familie und meinen beiden Enkelkindern.
Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.
Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg
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