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Seit Anfang März 2021 läuft eine Fotopetition. Unter dem Motto „Wir erfüllen den Vertrag!“ sind die IBMer*innen und IBMer aufgerufen, ein Foto mit Arbeitsvertrag in die Fotopetition zu posten. Ein symbolisches Zeichen um zu zeigen, dass IBM statt zu kündigen ebenfalls zum Vertrag zu stehen muss! Bitte Bild mit Arbeitsvertrag sowie die ausgefüllte Datenschutzerklärung an bert.stach@verdi.de senden.

 
 

Am Donnerstag, den 8. Oktober 2020, informierte die IBM in Armonk über eine krasse Umstrukturierung der IBM weltweit. Durch einen SpinOff soll IBM in zwei Gesellschaften aufgespalten werden. Weltweit sollen dabei ca. ¾ der Beschäftigten in der IBM verbleiben während ¼ in eine sogenannte NewCo wechseln soll. IBM beschreibt in einem Investorenbriefing die NewCo wie folgt:

"NewCo: The #1 Managed Infrastructure Services Company with unparalleled scale and expertise (...) [and] 90,000 employees including deep technical skills."

Am Dienstag, den 29. Oktober 2020, wurden die Beschäftigten der IBM in Deutschland in einer Rundmail von IBM-Deutschland Chef Gregor Pillen über ein neues Programm informiert, in dessen Rahmen Beschäftigten freiwillige Aufhebungsverträge unterbreitet werden sollen. Gregor Pillen schreibt:

"Wir haben die zuständigen Mitbestimmungsgremien in Deutschland informiert, dass wir in Q4 mit besonders attraktiven, freiwilligen Aufhebungsangeboten auf die notwendigen Änderungen reagieren."

Hinter der Ankündigung steht der Plan, in Deutschland 2300 Stellen abzubauen. Gregor Pillen schreibt weiter:

"Am Ende des 4. Quartals werden wir die Situation hinsichtlich der Marktnotwendigkeiten und unserer Wettbewerbsfähigkeit neu bewerten."

Anfang 2021 stellte sich heraus, dass etwas mehr als 1200 IBMer*innen die Aufhebungsangebote angenommen hatten. Die Zahl ist zwar höher als von vielen Beobachter*innen erwartet, das angestrebte Ziel wurde aber um fast 1100 deutlich verfehlt.
Die Reaktion der IBM kam am 18. und 19. Januar 2021. Am Abend des 18. Januar 2021 informierte IBM die Aufsichtsratsgremien und im Laufe des 19. Januar die zuständigen Betriebsratsgremien über Pläne, fast 1000 Kolleginnen und Kollegen eine Kündigung auszusprechen. In einer unmittelbar angesetzten Videokonferenz bewerteten die Vorstände der ver.di-Betriebsgruppen und die Mitglieder der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern die Lage und forderten die IBM in einer gemeinsamen Position auf, die Kündigungspläne zurückzunehmen (IBM-Update vom 19. Januar 2021).

Aus den vorliegenden Informationen lässt sich ableiten, dass sich IBM und die Struktur des IT-Konzerns in Deutschland bis Anfang 2022 stark verändern wird.

 
 

 
Zurzeit arbeiten in Deutschland für den IBM-Konzern und andere nicht zum deutschen IBM-Konzern gehörende Gesellschaften ca. 12.000 Beschäftigte.
Für alle im deutschen IBM-Konzern beschäftigte Mitarbeiter*innen gelten die zwischen ver.di und IBM abgeschlossenen Tarifverträge.

 
 

(Schätzung / Hochrechnung ver.di)


Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen sollen Ende 2020 (beziehungsweise in ihren Auswirkungen gegebenenfalls über das Jahr 2021 verteilt) zum Abbau von ca. 2300 Stellen führen.

2022 soll dann der Bereich Global Technology Services (GTS) soll ganz oder in großen Teilen in eine neue Gesellschaft, die NewCo, überführt werden. Die Trennung wird voraussichtlich als Spin-Off erfolgen. Nach Schäzungen sollen in Deutschland zwischen 1600 und 2500 Beschäftigte in die NewCo übergehen. Der Übergang kann dabei sowohl als Betriebsübergang entsprechend der Regeln des §613a BGB geschen als auch als Übergang einer ganzen Gesellschaft durch einen Eignerwechsel (shared Deal). Entsprechend denen in den Gesellschaften ausgeübten Tätigkeiten ist erwartbar, dass Kolleginnen und Kollegen in folgenden Gesellschaften betroffen sein werden:

  • IBM Deutschland GmbH
  • IBM Deutschland AIS GmbH
  • IBM Deutschland AIWS GmbH
  • IBM Deutschland B&TS GmbH
  • IBM Deutschland FMS GmbH
  • IBM Deutschland R&D GmbH
 
 

 
2022 werden aller Voraussicht nach ca. 9000 Beschäftigte für den deutschen IBM-Konzern und andere nicht zum deutschen IBM-Konzern gehörende Gesellschaften sowie für die NewCo arbeiten.
Für alle im deutschen IBM-Konzern beschäftigte Mitarbeiter*innen gelten die zwischen ver.di und IBM abgeschlossenen Tarifverträge.
Ob und in welcher Form in der NewCo Tarifverträge gelten hängt von den Modalitäten des Übergangs in die neue Gesellschaft beziehungsweise deren Tochtergesellschaften ab. Tarifpolitisches Ziel ist es, die im IBM-Konzern geltenden Tarifverträge in der Newco auf dem selben Niveau kollektivrechtlich und dynamisch zur Geltung zu bringen.

 
 

Durchsetzungsstärke entsteht durch eine starke Organisation mit Mitgliedern

ver.di ist nichts anderes als die Summe ihrer Mitglieder. Und je größer die ist, desto mehr kommt am Ende heraus. Denn Durchsetzungskraft hat die Gewerkschaft nur mit engagierten Mitgliedern. Das zeigt jede Tarifauseinandersetzung und jeder betriebliche Konflikt aufs Neue.
Mehr Geld, eine Absicherung oder Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine sichere Zukunft auch im Alter. Mach' mit! Tritt ein! Wirb' ein, zwei, drei, ganz viele Mitglieder!

 

Engagement gegen den Stellenabbau

Neben zahlreichen Hintergrundgesprächen mit der IBM-Geschäftsleitung in denen die Spitzen der ver.di-Tarifkommission und der ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern versuchen Einfluss zu nehmen und Interesssen zu vertreten, organisiert ver.di den Widerstand gegen den Stellenabbau.

 
 

 

Die IBM hat sich entschlossen fast 1000 Mitarbeiter mit hohem Wissen auf die Straße zu setzten. Die Qualifizierung auf strategische Ziele der IBM wurden nicht in Betracht gezogen. Daher protestiere ich.

Dirk Wandtke
Mitglied der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern

 
 
 

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