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Tarifrunde 2016

 
Entscheidender Bestandteil des Verhandlungsergebnisses der Tarifrunde 2016 ist die Erhöhung der Tarifgehälter um zwei Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Erhöhung wirkt rückwirkend zum 1. September. Damit wird quasi in die Laufzeit des alten Gehaltsabkommens eingegriffen, das Gehaltserhöhungen zum 1. Januar 2016 regelte und eine Laufzeit bis zum 30. November 2016 hatte. Für IBM-Beschäftigte gibt es damit die zweite Gehaltserhöhung in 2016. Durch ein übertarifliches Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramm, das in der Anlage der Gehaltsabkommen geregelt ist, steigen auch die übertariflichen Gehälter leistungsabhängig in einem Volumen von 1,7 (1,0 Prozent bei der IBM D B&TS GmbH) um mindestens einem Prozent und bis zu 3,5 Prozent (0,5 Prozent bis 2,0 Prozent bei der IBM D B&TS GmbH). Die Differenzierung der IBM D B&TS GmbH war von der ver.di-Verhandlungskommission nicht gewollt. Das Verhandlungsziel der IBM war vielmehr, für die IBM B&TS GmbH überhaupt gar kein übertarifliches Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramm zu vereinbaren. Die ver.di-Verhandlungskommission konnte dieses Ansinnen der Geschäftsleitung abwehren.
Für die IBM D CSS GmbH wurde kein übertarifliches Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramm vereinbart. Hier steigen die Gehälter quasi aller Beschäftigten durch die tabellenwirksame Tariferhöhung.
Die Erhöhung der Tarifgehälter um zwei Prozent wird auch bei der IBM D AIS GmbH und der IBM D AIWS GmbH angewendet.
Weiterer Bestandteil des Verhandlungsergebnisses ist eine Fortsetzung der Altersteilzeit, Wiedereinführung der Altersteilzeit bei der IBM D AIS, eine Mindestabsicherung der Sonderzahlung und ein Budget in Höhe von 1,5 Mio. € für 2017 für Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsschutz, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen.
Auch zu den dual Studierenden bei der IBM wurden Vereinbarungen getroffen. Die Ausbildungsvergütungen steigen ebenfalls um zwei Prozent.
„Zusammen mit der Tariferhöhung im Januar ergibt sich für 2016 insgesamt eine Steigerung um über 4,1 Prozent. Das Verhandlungsergebnis in Deutschland liegt damit deutlich über den internationalen Vorgaben. Hintergrund ist das gute Engagement der ver.di-Betriebsgruppen, die mit starken Aktionstagen für Bewegung am Verhandlungstisch gesorgt haben. Ein großer Dank an alle, die mitgezogen haben“, bewertete ver.di-Verhandlungsleiter Bert Stach das Ergebnis.

 
 

 

 
Zentraler Aktionstag am 26. Oktober 2016

800 IBMerinnen und IBMer demonstrierten am 26. Oktober 2016 vor der deutschen Zentrale des IT-Konzerns für einen guten Tarifabschluss und sichere Arbeit. 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eine gute Beteiligung – auch wenn sie unter den Zahlen des letzten Jahres lag. Bert Stach, ver.di-Verhandlungsleiter, hatte schon im Vorfeld die Erwartungen auf eine neue Rekordbeteiligung – wie 2015 – gedämpft: „Nach dem radikalen Stellenabbau sind einfach weniger IBMerinnen und IBMer übrig geblieben, die demonstrieren können.“

An dem Aktionstag nahmen vor allem Kolleginnen und Kollegen aus der Konzernzentrale selbst und aus dem IBM-Labor in Böblingen teil. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter von ver.di-Betriebsgruppen von anderen IBM-Lokationen waren vor Ort.

Steffen Liebert, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe Böblingen-Ehningen, eröffnete die Kundgebung und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Wolfgang Zeiher, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission prangerte das „drakonische Personalabbauprogramm“ an und stellte fest: „Es fehlt seit Jahren an einer Kultur der Wertschätzung, der Motivation und der Förderung von Spirit. Wir als ver.di fordern deshalb eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, deutliche Einkommenssteigerungen, Investitionen in die Zukunft und vor allem auch in die Skillentwicklung unserer Belegschaft!“

„ver.di steht mit allen Kräften hinter uns“, rief Bettina Bludau, Vorsitzende der Bundesfachgruppe IT/DV und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission, in ihrem Beitrag den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Aktionstages zu. Sie stellte vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen fest, dass die Zeiten bei IBM immer schwerer würden und appellierte an die IBMerinnen und IBMer: „Es ist um so wichtiger, dass wir noch mehr zusammenhalten!“

Bert Stach, ver.di Verhandlungsleiter, zitierte die deutsche Konzernchefin Martina Koederitz, die im September in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung erklärt hatte, dass das Arbeiten bei IBM cool sei und fragte: „In welcher Welt lebt Frau Koederitz? Cool? Für immer mehr IBMerinnen und IBMer ist das Arbeiten bei IBM zum Arbeiten in einer kalten Umgebung geworden.“ Er verwies auf die weiter sprudelnden Gewinne des Konzerns und forderte die IBM auf: „Return value to the employees statt return value to the investors!“ Ein lautes Pfeifkonzert unterstrich die ver.di-Forderungen.

Die IBM muss sich nun am Verhandlungstisch bewegen, damit wieder Ruhe in den Konzern einkehren kann. Das vorliegende Angebot über eine Tariferhöhung von einem Prozent und ein leistungsabhängiges übertarifliches Gehaltsprogramm wird dazu nicht ausreichen.

Vielen Dank für die Teilnahme an alle, die dabei waren.

 
 

 
Der 6. Aktionstag zur Tarifrunde 2016 am 24. Oktober in Frankfurt wäre beinah ins Wasser gefallen. Trotz strömenden Regens kamen ca. 50 IBMerinnen und IBMer vor die Lokation in Frankfurt um für einen ordentlichen Tarifabschluss und sichere Arbeitsplätze bei IBM zu demonstrieren.
Felix Koop sprach als Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe Frankfurt beschirmt von seinem Stellvertreter Jörg Heinzig zu seinen Kolleginnen und Kollegen. Aus seinen Erfahrungen als Mitgied der ver.di-Verhandlungskommission IM IBM-Konzern forderte er die IBM zu mehr Entgegenkommen in den Tarifverhandlungen auf und erklärte: „Die IBM will offensichtlich schon seit Jahren bei den Gehältern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sparen. Tarifverhandlungen sind ein sehr schwieriges Ringen um jeden Cent und fast jede Nachkommanachkommastelle geworden.“ In seiner Rede wies er auch die unterschiedliche Behandlung der IBM-Tochtergesellschaften in Deutschland explizit zurück.

 
 

Auch am IBM Standort in Chemnitz beteiligten sich wieder IBMerinnen und IBMer am 5. ver.di-Aktionstag am 21. Oktober 2016 zur Tarifrunde 2016. Sie demonstrierten für einen ordentlichen Tarifabschluss und sichere Arbeitsplätze bei IBM.
Enrico Zemke, zuständiger ver.di-IT-Betreuungssekretär forderte in seiner Rede Bewegung der IBM am Verhandlungstisch.

 
 

 
Mehr als 70 Beschäftigte beteiligten sich am 4. Aktionstag zur Tarifrunde IBM am 19. Oktober 2016 am Standort Erfurt. Lautstark wurden die aktuellen Angebote der IBM für die CSS als respektlos ausgepfiffen. Die Beschäftigten der IBM D CSS sollen in der Tarifrunde genauso behandelt werden, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der anderen IBM-Gesellschaften.

An der Aktion beteiligten sich auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MODIS IT Outsourcing GmbH, die erst vor wenigen Wochen durch Betriebsübergang von der IBM zu dem Adecco-Tochterunternehmen gewechselt waren. Das ist wichtig, denn für die MODIS-Beschäftigten gelten die zwischen ver.di und IBM abgeschlossenen Tarifverträge weiter – inklusive Tariferhöhungen.

Enrico Zemke, zuständiger ver.di-IT-Betreuungssekretär führte aus, dass die IBM sich in den letzten Jahren stark verändert habe: „Der IBM geht es blendend. Die Gewinne sprudeln, doch davon profitieren inziwschen nur noch die Konzernleitung und die Aktionäre!“

 
 

 
Bei der IBM D AIWS in Flensburg wird fast vollständig im Schichtbetrieb gearbeitet und quasi die ganze Schicht kam am 18. Oktober 2016 mittags vor die Tür, um sich für die ver.di-Forderungen stark zu machen. 70 Kolleginnen und Kollegen sendeten ein deutliches Signal in das weit entfernte Ehningen.

Zuerst ging es um die Tarifrunde 2016. Die Ankündigung der IBM, in diesem Jahr keine Gehaltserhöhungen bei der AIWS durchführen zu wollen stieß auf Unverständnis. „Die Kolleginnen und Kollegen in Flensburg tragen mit großem Engagement zum Geschäftserfolg der IBM bei. Hier hat es niemand verdient, von der Gehaltsentwicklung abgekoppelt zu werden.“, sagte Bert Stach, der ver.di-Verhandlungsleiter, der nach Flensburg gekommen war.

Bert Stach mahnte auch die Tarifierung der AIWS an. „Vor mehr als einem Jahr hat die IBM eine Absichtserklärung zur Tarifierung unterzeichnet“, erinnert Bert Stach, „aber jetzt geht es nicht voran. Die IBM scheint eine Tarifierung blockiert zu wollen.“

Auch Wolfgang Zeiher, Vorsitzender des Konzernbetriebsrates, Jörg E. Heinzig, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der IBM AIWS, Monika Hannig, von der Konzernschwerbehindertenvertretung und Sven Vandersee, Betriebsratsvorsitzender bei der AIWS in Flensburg sprachen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kundgebung und betonten die Wichtigkeit einer schnellen Tarifierung der IBM D AIWS.

 
 

 
„Das erste Angebot der IBM reicht offensichtlich nicht!“ stellte Michael Urbschat vom ver.di-Landesbezirk Hessen fest und begrüßte die ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die am 17. Oktober 2016 vor die IBM Lokation in Kelsterbach gezogen waren. Bei dem zweiten ver.di-Aktionstag zur Tarifrunde 2016 sendeten sie ein deutliches Zeichen nach Ehningen!
„Die IBM kann sich ordentliche Tariferhöhungen gut leisten! Das pro-Kopf-Net-Income der IBM ist auf Rekordniveau.“, beschrieb Michael Urbschat die Situation des Konzerns. Gleichzeitig appellierte er an die IBM, endlich den Weg zu einer Tarifierung der IBM D AIWS frei zu machen und Seriösität in die Verhandlungen mit der AIS einziehen zu lassen. Es könne nicht sein, dass die IBM dem Gesamtbetriebsrat der IBM D AIS Versprechungen zur Altersteilzeit mache, die sie bei Tarifverhandlungen dann nicht einhalten wolle.

 
 

 
Die Tarifrunde bei IBM geht in die heiße Phase. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen am 10. Oktober 2016 in Hamburg vor die IBM-Lokation, um sich hinter die Forderungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft zu stellen und ein angemessenes Angebot einzufordern.
Bert Stach, ver.di-Verhandlungsleiter, kritisierte die Unternehmenspolitik der IBM scharf: „Nach wie vor werden Milliarden für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgegeben. Dafür ist Geld da. Da heißt es dann so schön: ,We return value to our Investors‘. Ich fordere die IBM auf: ,Return value to the IBMers!‘ Das geht ganz einfach - zum Beispiel mit guten Gehaltssteigerungen!“
Mit einem lauten Pfeifkonzert ließen die IBMerinnen und IBMer die Geschäftsführung laut und deutlich hören, dass die ver.di-Forderungen in der Tarifrunde 2016 angemessen sind und ein vernünftiges Angebot fällig sei!

 
 

Die Forderungen für die Tarifrunde 2016

In 14 Mitgliederversammlungen wurden zwischen dem 28. Juni und 25. Juli 2016 die Forderungen der Tarifrunde intensiv vorbereitet. Im Vordergrund der Diskussion stand dabei die Empörung über die angekündigten betriebsbedingten Kündigungen der IBM. Dabei war den ver.di-Mitgliedern weitestgehend klar, dass es offensichtlich nur durch einen Arbeitskampf gelingen kann, den Kurs der IBM zu beeinflussen. Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in den aktuellen Beschlüssen der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern wieder, die am 28. Juli 2016 bis in den Abend tagte.

Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern hat als Konsequenz des aktuellen Stellenabbaus beschlossen, die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag zur Beschäftigungssicherung bei IBM sofort zu erheben, sobald Arbeitskampffähigkeit durch einen Organisationsgrad von mindestens 50% hergestellt ist.

Als Forderungen für die Tarifrunde 2016 wurde beschlossen:

  • Erhöhung der Tarifgehälter um 4,5% mit analoger Regelung für die AIWS
  • Tarifvertragliche Altersteilzeitregelung zu verbesserten Konditionen
  • Mindestabsicherung der Sonderzahlung in Höhe von 1500€
  • Ein Budget in Höhe von 1,5 Mio. € für 2017 für Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsschutz, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen

Auch für die Ausbildung bei IBM wurden Beschlüsse gefasst:

  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 4,5%
  • 100 duale Studienplätze für 2017
  • Übernahmeregelung für Dual-Studierende
  • Die Fortsetzung der Vereinbarung über Laptops für Dual-Studierende auch für MacBooks

In ihrer Sitzung hat sich die Tarifkommission ebenfalls mit weiteren tarifpolitischen Themen befasst, die in den Mitgliederversammlungen angesprochen wurden. Dabei ging es darum, zu prüfen, ob die Geltungsbereiche der Tarifverträge auch auf übertarifliche Gehaltsbänder (Band 9 etc.) ausgeweitet und inwieweit auch die Arbeits- und Gehaltsbedingungen der Master-Studierenden tarifiert werden können. Beschlossen wurde die Einrichtung einer entsprechenden Arbeitsgruppe.

Alle Beschlüsse der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern waren einstimmig.

Der ver.di Bundesfachgruppenvorstand IT/DV hat in seiner folgenden Sitzung die Tarifforderungen für den IBM-Konzern bestätigt.

 

Vorbereitung und Forderungsfindung Tarifrunde IBM 2016

 

Im Intranet der IBM findet sich eine klare Aussage für die Gehaltsprogramme 2016: "Beginning in 2016 we will have one salary program effective September 1. This consolidates the Top Contributor Reward (TCR) program, previously rolled out in April, and the Market Based Adjustment (MBA) program, previously rolled out year end."
Es ist also an der Zeit, die Vorbereitungen für die Tarifrunde 2016 zu starten.
Die Tarifrunde 2016 wird allerdings auch unter dem Eindruck des angekündigten Abbaus von fast 1000 Stellen stehen, bei dem betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. Hintergrund war eine sogenannte strategische Entscheidung der IBM-Geschäftsführung, zu der weder mit Betriebsräten noch mit ver.di nach Alternativen gesucht wurde. Betroffen sind die Gesellschaften IBM D B&TS GmbH, IBM D GBS GmbH und IBM D MBS GmbH. Betriebsteile der IBM D CSS GmbH sollen verkauft werden. Gleichzeitig erwirtschaftet die Corporation nach wie vor gigantische Gewinne - im Jahr 2015 konnte in der Konzernbilanz ein Net Income von fast 15 Mrd. $ ausgewiesen werden.
Welche Forderungen für die Tarifrunde 2016 anstehen und wie diese durchgesetzt werden können, möchten wir diskutieren:

 
 

In der IT-Branche stehen wir vor immer neuen Herausforderungen – auch in Bezug auf die Arbeitsrahmenbedingungen. Wichtiges Thema ist momentan der Umgang mit Arbeitszeiten, die immer stärker ausufern. Wir dagegen wollen unsere Arbeitsfähigkeit bis zur Pensionierung sicherstellen. Dabei unterstützt uns ver.di.

Felix K. Produktmanager, Karlsruhe

 
 
 

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