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Newsletter vom 05.04.2017

Recruiting: IT-Fachkräfte wollen flache Hierarchien und klare Ansagen

Vier von fünf Fachkräften in Deutschland möchten in Unternehmen mit flachen Hierarchien arbeiten. Zugleich wollen sie aber nicht auf klare Vorgaben verzichten. Das zeigt eine gemeinsame Studie von StepStone und Kienbaum. 65 Prozent der 12.000 Befragten geben an, dass sie sich einen Vorgesetzten wünschen, der klare Anweisungen gibt. Wie ein Unternehmen aufgebaut ist, hat für Arbeitnehmer eine große Bedeutung. Drei von Vier meinen, dass die Struktur des Unternehmens wichtig für ihre generelle Jobzufriedenheit ist. Die befragten Vorgesetzten erkennen ihre Bedeutung für die Zufriedenheit der Mitarbeiter. 95 Prozent der Führungskräfte stimmen der Aussage zu, dass eine gute Führungskultur einen großen Einfluss auf die Mitarbeiterbindung hat. Insgesamt wünschen sich drei Viertel der befragten Fachkräfte mehr Verantwortung in ihrem Job.

 

Recruiting: Unternehmen investieren 40 Prozent mehr in Online-Anzeigen

Egal ob Print oder Online - Stellenanzeigen stehen in Deutschland immer höher im Kurs, wenn es darum geht, neue Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu finden. Nach einer aktuellen Auswertung der Berliner Stellenmarktexperten von Index lagen 2016 die Gesamtausgaben deutscher Unternehmen für Stellenanzeigenschaltungen bei über 2,2 Milliarden Euro.

Demnach investierten Arbeitgeber 2016 für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen in Zeitungen und Jobbörsen 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Online stiegen die Ausgaben für Stellenanzeigen um 40 Prozent und in Print-Medien um 4 Prozent. Am höchsten waren die Investitionen für die Suche nach IT- und Technikspezialisten, Vertriebsmitarbeitern sowie Projektmanagern.

 

E-Health: Deutsche offen für digitale Übermittlung von Gesundheitsdaten

Überfüllte Wartezimmer könnten schon bald der Vergangenheit angehören. Die breite Mehrheit der Deutschen (82 Prozent) kann sich vorstellen, in einer bestimmen Situation Körperfunktionsdaten elektronisch direkt an den Arzt zu übermitteln.  Dies zeigen die Ergebnisse der Studie Internet 4.0: Smart Health & Smart Care des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Am häufigsten können sich demnach die Befragten eine elektronische Weitergabe der Körperfunktionsdaten an ihren Arzt bei chronischer Krankheit vorstellen (51 Prozent), fast genauso viele bei akuten Krankheiten (50 Prozent). Weniger bereit zur Datenübermittlung sind die Deutschen bei der Reha- oder Therapiebegleitung, oder um einen geringeren Krankenversicherungsbeitrag zu bezahlen (jeweils 26 Prozent).

Darüber hinaus sagen rund 40 Prozent der Bundesbürger, dass ihnen der ständige Austausch von Gesundheitsdaten die Sicherheit gäbe, jederzeit gesundheitlich überwacht zu sein. Deutlich wird dabei besonders eines: Chronisch Kranke stimmen dieser Aussage mit 46 Prozent deutlich eher zu als nicht chronisch Kranke mit 32 Prozent.

 

Digitalisierung: Nur jedes dritte Unternehmen sieht Chancen für neue Produkte oder Geschäftsmodelle

E-Mail für die Geschäftskorrespondenz, das digitale Dokumentenarchiv, Online-Bewerbungen oder ein Social-Media-Auftritt für den Vertrieb gehören für viele Unternehmen in Deutschland heute zum Alltag, doch Digital-Potenzial für das eigene Kerngeschäft sehen bislang nur wenige. So gibt nur etwas mehr als jedes dritte Unternehmen an, die Digitalisierung habe mittleres oder großes Potenzial, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln (38 Prozent) oder die Entwicklung neuer Produkte und Dienste voranzubringen (37 Prozent). Dagegen sehen jeweils rund drei Viertel der Unternehmen entsprechendes Potenzial, um die Kundenakquise voranzubringen (75 Prozent) oder den Kundenservice zu verbessern (73 Prozent). Sechs von zehn Unternehmen (58 Prozent) erwarten dieses Potenzial für eine allgemeine Effizienzsteigerung, die Hälfte für die Internationalisierung (48 Prozent) und vier von zehn für Gewinnsteigerung (44 Prozent) bzw. Kostensenkung (40 Prozent) sowie die Mitarbeitergewinnung (45 Prozent).

Große Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern sprechen dabei der Digitalisierung ein größeres Potenzial für grundlegende Veränderungen zu. Unter ihnen sagen 44 Prozent, die Digitalisierung biete Chancen für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, 45 Prozent sehen Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

 

IT-Branche schafft in diesem Jahr 21.000 neue Jobs

Die Digitalisierung sorgt in Deutschland weiter für neue Arbeitsplätze. 2017 entstehen voraussichtlich 21.000 zusätzliche Jobs in der ITK-Branche. Demnach werden Ende 2017 in der Branche 1.051.000 Menschen beschäftigt sein. Das entspricht einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2016. Die Branche verzeichnet insgesamt ein stabiles Wachstum. Die Umsätze sollen 2017 um 1,3 Prozent auf 161,4 Milliarden Euro steigen. Das teilt der Digitalverband Bitkom mit. Demnach treibt die Informationstechnik das Wachstum der Branche an. Der Teilmarkt legt dieses Jahr nach der Bitkom-Prognose um 2,7 Prozent auf 86,0 Milliarden Euro zu. Am stärksten wächst dabei das Software-Segment mit einem Plus von 6,3 Prozent auf 23,0 Milliarden Euro. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen, die unter anderem das Projektgeschäft und IT-Beratung umfassen, verzeichnen mit 2,3 Prozent ebenfalls ein überdurchschnittliches Wachstum und steigen auf 39,0 Milliarden Euro.

Der ITK-Markt insgesamt entwickelte sich im vergangenen Jahr etwas schwächer als zunächst erwartet. Die Umsätze stiegen um 1,0 Prozent auf 159,3 Milliarden Euro, während die frühere Prognose auf 1,7 Prozent lautete. Die Umsätze mit Servern, Halbleitern und Smartphones blieben 2016 hinter den Erwartungen zurück.

Auf dem Arbeitsmarkt wird die positive Entwicklung durch den steigenden IT-Fachkräftemangel getrübt. Nach einer Bitkom-Studie gab es Ende vergangenen Jahres 51.000 offene Stellen für IT-Experten. Das entspricht einem Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit damals 43.000 unbesetzten Jobs. Der Fachkräftebedarf wuchs zuletzt schneller als die Zahl neuer Informatikstudierenden. 2015 begannen gut 37.000 Erstsemester ein Informatikstudium, das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Telemedizin: Jeder Dritte würde Video-Sprechstunden besuchen

Mehr als jeder dritte Bundesbürger würde bei einem ihm unbekannten Arzt eine Video-Sprechstunde besuchen. Fast ebenso viele zeigen sich sogar grundsätzlich offen für die medizinische Behandlung durch einen Roboter.  Gleichzeitig legen 90 Prozent der Deutschen aber weiterhin großen Wert auf das ausführliche Gespräch und den persönlichen Vor-Ort-Besuch bei einem Arzt. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

 

Deutsche bestellen Arzneimittel online

Rund 61 Prozent der deutschen Verbraucher haben in den letzten sechs Monaten Arzneimittel im Internet bestellt. Jeder fünfte Online-Käufer bestellt auch rezeptpflichtige Medikamente bei zugelassenen Online-Apotheken. Dies ergab die aktuelle bevölkerungsrepräsentative Verbraucherbefragung der Creditreform Boniversum GmbH zur Nutzung von Online-Apotheken und zum Kauf von frei verkäuflichen und rezeptpflichtigen Arzneimitteln.

Frauen (62 Prozent) sind unter den Online-Apotheken-Kunden nur leicht stärker vertreten als Männer (59 Prozent). Hingegen nutzen eher junge Verbraucher (30 bis 39 Jahre: 70 Prozent), Verbraucher mit höherem Einkommen ("Gutverdiener" mit mehr als 2.500 Euro Haushaltsnettoeinkommen: 69 Prozent) und Verbraucher aus Haushalten, in denen Kinder leben (66 Prozent), die Möglichkeit überdurchschnittlich, Arzneimittel im Internet einkaufen zu können. Zudem gilt: Frauen kaufen überdurchschnittlich stark frei verkäufliche Arzneimittel in Online-Apotheken, Männer geben stärker als Frauen an, rezeptpflichtige Arzneimitteln in Online-Apotheken einzukaufen.

 

Zwei Fünftel der Nutzer streamt Musik - aber nur jeder Zehnte zahlt

44 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren nutzen Musik-Streaming-Dienste wie Spotify und Co. Rund ein Viertel (27 Prozent) der Streamer bezahlt für diese Musik-Angebote, um alle Funktionen ohne Werbung zu nutzen. Das bedeutet im Umkehrschluss: 33 Prozent der Internet-Nutzer streamen, ohne zu bezahlen.

Vor allem bei den Jüngeren ist Online-Musik-Streaming beliebt. So nutzen 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen einen Musik-Streaming-Dienst. Unter den 30- bis 49-Jährigen und den 50-bis 64-Jährigen sind es je 40 Prozent. Bei den über 65-Jährigen streamt rund jeder Vierte (24 Prozent) Audio-Dateien im Internet.

 

Nutzung von Cloud-Computing in Unternehmen boomt

Zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud-Computing eingesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Cloud-Nutzer in Unternehmen von 54 Prozent um 11 Prozentpunkte angestiegen. Im Jahr 2014 waren es erst 44 Prozent.  Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der KPMG unter 554 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.

Gab es bislang noch ein großes Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen, hat sich der Anteil der Cloud-Nutzer inzwischen stark angeglichen. In Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern ist die Cloud-Nutzung im Jahr 2016 um 12 Prozentpunkte auf 64 Prozent gestiegen. In Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern legte sie um 7 Punkte auf 69 Prozent zu. Bei großen Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitern liegt der Anteil der Cloud-Nutzer bei 67 Prozent (minus 2 Punkte). Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzten 44 Prozent der Unternehmen im Jahr 2016 Private Cloud-Computing. Im Jahr davor waren es 38 Prozent. Bei einer Private Cloud befindet sich die benötigte Infrastruktur wie Server-Computer oder Datenspeicher entweder im Unternehmen oder in einem externen Rechenzentrum. Der Trend in den Unternehmen geht seit einigen Jahren dahin, den Betrieb von Private Clouds an externe IT-Dienstleister zu vergeben. Nur noch 13 Prozent der befragten Unternehmen betreiben Private Clouds komplett in Eigenregie. Vor vier Jahren war der Anteil mit 26 Prozent noch doppelt so hoch.

 

3D-Druck ist im Mainstream angekommen - fast

Der großen Mehrheit der Bundesbürger ist die 3D-Druck-Technologie bekannt. Fast 9 von 10 Befragten (87 Prozent) haben in einer repräsentativen Umfrage angegeben, schon einmal von 3D-Druck gehört oder gelesen zu haben. Doch wo sie einen 3D-Druck anfertigen lassen können, wissen viele nicht.

Rund die Hälfte (53 Prozent) kann sich vorstellen, ein 3D-Selfie zu machen. 45 Prozent der Befragten würden mit einem 3D-Drucker Accessoires oder Schmuck herstellen, 44 Prozent Spielzeug. Auch Deko-Artikel (40 Prozent) und Ersatzteile (36 Prozent) stehen hoch im Kurs. Lebensmittel mit dem 3D-Drucker herzustellen können sich dagegen nur wenige vorstellen (14 Prozent).

Fablabs, also offene Werkstätten, und 3D-Labore an Universitäten kennt nur rund jeder vierte Befragte (28 Prozent). 22 Prozent ist keine einzige Möglichkeit bekannt, einen 3D-Druck anzufertigen. 3D-Drucker zum Kauf sind zwei Dritteln der Verbraucher (64 Prozent) noch zu teuer. Jeder Dritte (34 Prozent) würde dafür nicht mehr als 500 Euro bezahlen, ebenso viele sogar nur bis zu 100 Euro (30 Prozent). Nur ein schwindend geringer Anteil von 2 Prozent würde 1.000 Euro oder mehr in die Hand nehmen. Allerdings ist das Interesse an der Nutzung der Technologie auch ohne eigenes Gerät bei den Endverbrauchern groß: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sagt, dass sie gerne einen 3D-Copyshop nach dem Vorbild klassischer Copyshops nutzen würden.

 

Roland Berger: Blockchain-Technologie wird in drei bis fünf Jahren relevant

Die Blockchain-Technologie, die beispielsweise als Rückgrat der digitalen Währung Bitcoin dient, wird in den kommenden Jahren eine tragende Rolle in der Finanzbranche erhalten und die digitale Transformation der Geschäftsmodelle zusätzlich verstärken. Dieser Überzeugung ist die Unternehmensberatung Roland Berger. Durch die Technologie werden schnell neue Geschäftsmodelle entstehen, Finanzdienstleister werden hohe Kosten sparen und viele Geschäftsbereiche werden einen tiefgreifenden Wandel erfahren, sind die Unternehmensberater überzeugt.

Allerdings gehen die Analysten davon aus, dass die breite Marktreife frühestens in drei bis fünf Jahren beginnen wird. Zu den Hürden, die noch zu überwinden sind, zählen die Experten unter anderem einheitliche Standards als Voraussetzung für die Kooperation über Länder-, Branchen- und Unternehmensgrenzen hinweg. Zudem sind rechtliche Grundlagen und Sicherheitsaspekte wesentliche Faktoren, damit sich die Blockchain etablieren kann.

 

Digitale Unternehmenskommunikation: Fax schlägt Facebook

Deutsche Unternehmen kommunizieren zunehmend digital. Drei von fünf Unternehmen (58 Prozent) nutzen zur internen und externen Kommunikation häufig das Handy oder Smartphone. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 51 Prozent. Auch die Nutzung anderer digitaler Kommunikationskanäle ist gestiegen.  Allerdings: 70 Prozent der Unternehmen verwenden noch immer häufig das Faxgerät, um mit Kunden, Kollegen oder Geschäftspartnern zu kommunizieren. Im letzten Jahr betrug der Anteil sogar noch 79 Prozent. Besonders viel gefaxt wird dabei in kleinen Betrieben mit 20 bis 49 Mitarbeitern (77 Prozent) und von Dienstleistern (81 Prozent).

 

Digitalisierung: IT-Budgets deutscher Handelsunternehmen steigen

Die Investitionen des Handels in neue Technologien steigen weiter an. Dabei wollen die Händler vor allem die Digitalisierung der Stores voranbringen. Omnichannel-Projekte stehen weit oben auf der Prioritätenliste. In engem Zusammenhang damit stehen die Erneuerung beziehungsweise Optimierung bestehender Warenwirtschaftssysteme und die Erneuerung der Kassen-Hard- und Software. Zudem gehören für die Verantwortlichen CRM und Analytics zu den wichtigen Projekten in der Handels-IT. Das geht aus der aktuellen Studie IT-Trends im Handel 2017 des EHI hervor.

Im Vergleich zu den Vorjahren sind die IT-Budgets der befragten Händler weiter gestiegen. So liegt das durchschnittliche IT-Budget in 2017 über alle Branchen hinweg bei 1,35 Prozent vom Nettoumsatz. 2015 lag der Wert noch bei 1,24 Prozent. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Unternehmen prognostiziert für die kommenden Jahre, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Für mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten IT-Verantwortlichen haben solche Projekte oberste Priorität, die in engem Zusammenhang mit der Umsetzung von Omnichannel-Strategien des Unternehmens stehen. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Digitalisierung des Stores. Dementsprechend findet sich auch bei 57 Prozent der Händler die Optimierung bzw. Erneuerung der Warenwirtschaft und bei 46 Prozent der Kassen-Hard- und/oder Software weit oben auf der Investitionsagenda. Aktuell implementierte Lösungen, die oftmals eine durchgängige Omnichannel-Strategie nicht in erforderlichem Maße unterstützen würden, machen diese Investitionen erforderlich.

 

Musikindustrie: Streaming erstmals stärkstes Umsatzsegment nach CD

Das Wachstum der deutschen Musikindustrie 2016 hat die ersten Hochrechnungen übertroffen: Mit einem Plus von insgesamt drei Prozent fällt das Endergebnis um 0,6 Prozentpunkte besser aus als noch zu Jahresbeginn kalkuliert. In Summe wurden mit dem Verkauf von CDs, Schallplatten und Downloads sowie den Einnahmen aus dem Audio-Streaming 1,593 Milliarden Euro umgesetzt. Mit Abstand größter Umsatzgenerator bleibt die CD mit einem Marktanteil von 53,8 Prozent; Platz zwei jedoch belegt mit 24,1 Prozent erstmals das Audio-Streaming, das dank des weiterhin kräftigen Wachstums (+ 72,7 Prozent) die Downloads auf Platz drei (Marktanteil: 12,2 Prozent) verweist.

 

Sitebetreiber fürchten Hacks, tun aber nichts dagegen

Um die Sicherheit deutscher Online-Präsenzen ist es schlecht bestellt. Wie der Hosting-Provider Host Europe in einer Umfrage unter 6.000 deutschen Website-Betreiber ermittelt hat, ergreifen 53 Prozent keinerlei Maßnahmen zur Website-Sicherheit. Ein Großteil - knapp 60 Prozent - hat Open-Source-Software wie WordPress im Einsatz. Gerade die Beliebtheit macht WordPress-Seiten zu einem Ziel für Hacker-Angriffe, die bekannte Schwachstellen ausnutzen.

Website-Betreiber sind sich der Risiken eines Hacking-Angriffs durchaus bewusst: Der Ausfall der Website und der damit einhergehende Reputationsverlust sind dabei die größten Sorgen. Die befragten Seitenbetreiber schätzen die Kosten eines Hacks auf 979 Euro für den Ausfall zuzüglich 1.505 Euro für die Beseitigung des Reputationsschadens.

 
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Urteil gefallen, Gesetz geplant: Wie soziale Netzwerke mit Hassbotschaften umgehen sollen

Soziale Netzwerke müssen nicht aktiv nach Hasspostings suchen, um diese zu entfernen, urteilt das Landgericht Würzburg. Geklagt hatte ein syrischer Flüchtling, der bei Facebook in einer Fotomontage als Terrorist verleumdet worden war.  Dennoch will die Regierung den Druck auf soziale Netze weiter erhöhen: So soll ein Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden, nach dem Rechtsbrüche in sozialen Medien binnen eines Tages entfernt werden müssen - die SPD denkt außerdem darüber nach, ob man Staatsanwaltschaften und Gerichte um spezielle Abteilungen für Hassverbrechen in sozialen Medien erweitern könne.

 

Digitalisierung: Angst schwindet, Knowhow der Firmen wächst

Die Mehrheit der Deutschen erwartet mehr Wohlstand von der Digitalisierung: 56 Prozent gehen von einem Wachstum aus, nur 33 Prozent rechnen mit einem abnehmenden Wohlstand. Das geht aus einer Umfrage des Bitkom hervor.  Gleichzeitig sagen fast zwei Drittel der Deutschen ab 14 Jahre (63 Prozent), dass die Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft eine Chance ist, 33 Prozent sehen sie als Gefahr.  86 Prozent der Befragten sagen, die Digitalisierung sei notwendig, damit Deutschland seine Stellung auf dem Weltmarkt verteidigen könne, 80 Prozent meinen, Unternehmen gehen unter, wenn sie sich der Digitalisierung verweigern.

Der Umfrage zufolge werden die Ängste vor den Auswirkungen der Digitalisierung geringer, je konkreter sie für die Befragten zu fassen sind. So geben 56 Prozent der Bundesbürger an, die Digitalisierung gefährde Arbeitsplätze in Deutschland, aber nur 11 Prozent der Erwerbstätigen sehen ihren eigenen Arbeitsplatz bedroht. Und fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) glaubt, dass die Digitalisierung die Existenz von Unternehmen in Deutschland bedroht - aber nur jeder vierte Erwerbstätige (26 Prozent) sorgt sich in dieser Hinsicht um seinen eigenen Arbeitgeber.

Neun von zehn Geschäftsführern und Vorständen (90 Prozent) in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern sagen, dass die Digitalisierung für das eigene Unternehmen eher Chancen biete, nur 7 Prozent sehen sie vor allem als Risiko. Damit hat sich die digitalisierungsfreundliche Stimmung verglichen mit dem Vorjahr noch einmal leicht gesteigert.

 

Mehrheit befürwortet Drohnen-Führerschein

Gefragt nach den Regelungen, die für den Einsatz von zivilen Drohnen notwendig sind, sprechen sich 85 Prozent für eine Kennzeichnung beziehungsweise Registrierung von Nutzer und Drohne ähnlich wie beim Auto aus. 84 Prozent plädieren für einen Kenntnisnachweis, eine Art Drohnen-Führerschein. Drei Viertel (77 Prozent) wünschen sich eine Versicherungspflicht für Drohnenpiloten. Ein generelles Flugverbot über besiedelten Gebieten halten 43 Prozent für sinnvoll. Und 6 Prozent sind dafür, Drohnen generell zu verbieten. 4 Prozent finden dagegen den Einsatz ziviler Drohnen bereits heute ausreichend reguliert. Laut Bundesverkehrsministerium gibt es derzeit circa 500.000 private Drohnen.

 

Nur ein Bruchteil der Beschäftigten nutzt das Homeoffice

Fifty/fifty: Eine neue Studie von Regus, dem Anbieter flexibler Arbeitsräume, kommt zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland mehr als die Hälfte der Arbeitszeit außerhalb des Unternehmens arbeitet. Bei der Frage nach dem Arbeitsort geben indes nur 34 Prozent an, meistens von zu Hause aus zu arbeiten.  Die Studie, an der sich mehr als 650 Geschäftsleute in Deutschland beteiligten, soll eine Momentaufnahme der aktuellen Arbeitssituation liefern. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis, dass flexibles Arbeiten zwar eindeutig zur Norm geworden ist, jedoch nicht zwingend bedeutet, dass man von zu Hause aus arbeitet. Nur eine überschaubare Minderheit (6 Prozent) arbeitet ausschließlich im Home-Office. Stattdessen geben die Beschäftigten an, dass sie außerhalb ihres Büros arbeiten, um beispielsweise auf Reisen von und zu Meetings produktiv zu bleiben (62 Prozent). Nur 6 Prozent der flexibel arbeitenden Beschäftigten arbeiten ausschließlich und die ganze Woche über von zu Hause aus.

 

Industrie 4.0: Zahl der Anbieter hat sich verdoppelt

Mehr als vier von zehn IT-Unternehmen (43 Prozent) bieten bereits Dienstleistungen und Produkte für Industrie 4.0 an. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) plant solche Angebote derzeit konkret oder kann sich vorstellen, dies zu tun. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom. Damit haben die IT-Unternehmen ihre Aktivitäten im Bereich Industrie 4.0 innerhalb von drei Jahren fast verdoppelt. Bei einer Befragung im Jahr 2014 erklärten lediglich 23 Prozent, dass sie bereits Industrie-4.0-Anwendungen im Portfolio haben. 2015 war es immerhin schon jedes dritte Unternehmen (31 Prozent).

 

Digitale Transformation: Hohes Marktpotenzial im öffentlichen Dienst

Veraltete Technologien hindern die öffentliche Hand daran, alle Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts Censuswide im Auftrag von Fujitsu. Nahezu alle Unternehmen im öffentlichen Dienst halten massive Veränderungen für überlebenswichtig. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Entscheider in der öffentlichen Verwaltung glaubt, dass ihre Organisation in vier Jahren nicht mehr in ihrer jetzigen Form existieren wird. 82 Prozent halten einen fundamentalen Wandel für notwendig, da die Digitalisierung wesentliche Änderungen der Abläufe in allen Bereichen vorantreibt.

93 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre Einrichtungen wandeln müssen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Fast alle (96 Prozent) sind jedoch zuversichtlich, dass sie diese Herausforderung meistern werden. Tatsächlich zeigten sich nur 14 Prozent besorgt über Veränderungen durch die digitale Transformation. Und mehr als ein Viertel (26 Prozent) der befragten Führungskräfte bezeichnen sich als Vorreiter der Digitalisierung. Auf die Frage, welche Organisationen in puncto Digitalisierung führend sind, nannten Entscheider der öffentlichen Hand vor allem etablierte Unternehmen, wie etwa Google und Amazon (33 Prozent).

 

Autonomes Fahren: Niedersachsen macht Autobahn-Teile zur Teststrecke

In Niedersachsen werden Teststrecken für autonom fahrende Autos errichtet. Dafür kooperiert das Bundesland mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).  Die Investitionen für die insgesamt 280 Kilometer langen Streckenabschnitte sollen fünf Millionen Euro betragen, mit integriert sind Teile verschiedener Autobahnen und Bundesstraßen (wie etwa der A 2, A 7 oder der B 3) und Teile der Stadt Braunschweig.

 

Und da war noch: Jeder Scheiß wird digital: Das Internet der Dinge erreicht das WC

Im Wortsinn jeder Scheiß wird früher oder später digital. Nun wurde auf der ISH in Frankfurt das erste app-gesteuerte IoT-Klo vorgestellt.  Mit dem 'Biotracer' hat Duravit jetzt das weltweit erste App-gesteuerte WC vorgestellt, das vollautomatisch den Urin analysiert. Die Analysewerte werden dazu in einer App auf dem Smartphone oder Tablet bereitgestellt. "Benutzer können so jederzeit ihre biologischen Parameter überprüfen und ihre Fitness- und Ernährungsprogramme entsprechend anpassen", jubelt das Unternehmen. Die Toilette messe "vollautomatisch und hygienisch" zehn Indikatoren im Urin, "die für ein optimales Fitness- und Ernährungsprogramm wichtig sind".

Das WC nimmt automatisch eine Urinprobe von wenigen Millilitern, die in einen verschlossenen Teststreifen injiziert wird. Unter dem WC-Körper befindet sich eine auswechselbare Kartusche mit etwa 100 Teststreifen. Nach jedem Test wird das gesamte System mit destilliertem Wasser ausgespült, die Kartusche dreht die Teststreifen eine Position weiter und der Biotracer ist für die nächste Messung einsatzbereit. Gemessen werden Glukosegehalt, Leukozytenzahl, Blutanteil, Proteinwert, Ketonwert, Nitritwert, Urinbilinogenwert, Bilirubinwert, pH-Wert und spezifisches Gewicht.

 

Drohnen gegen Hundekot

Tinki.de, eine Vergleichsseite für Hundeliebhaber hat gemeinsam mit Space53, dem internationalen Drohnentestzentrum, zwei Dogdrones entwickelt, die das Hundekot-Problem bekämpfen sollen. Die zwei Dogdrones kombinieren Drohnentechnologie - zu Luft und Lande. Die beiden unabhängigen Roboterdrohnen arbeiten zusammen, um Hundekot zu erkennen und aufzuräumen. Die Flugdrohne ist mit Kamera und Wärmebildtechnik ausgerüstet. Die Technologie wurde bisher benutzt, um beispielsweise Rehkitze anhand ihrer Körpertemperatur in Grasfeldern aufzuspüren und vor Mähdreschern zu retten. Mit identischer Technik ortet Watchdog Hundekot mithilfe einer Heatmap, um anschließend mit der Bodendrohne Patroldog aufzuräumen.

Um die Massen an Hundekot aufzuräumen wollen Space53 und Tinki.de zunächst einen Aufruf unter Hunde- und Drohnenliebhabern starten. Sie bieten Interessierten an, sich als Testpilot für die Dogdrones anzumelden.

 

Anerkennung für Betriebs- und Personalräte: „Spiros Simitis Award“ 2017!

 

Betriebs- und Personalräte haben in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, sich für den „Spiros Simitis Award“ 2017 zu bewerben. Zum dritten Mal vergibt die dtb Kassel diesen Preis für vorbildlichen Arbeitnehmerdatenschutz, zusammen mit dem DGB, dem Bund-Verlag und dem Verein Digitalcourage. „Für die Preisträger der letzten beiden Jahre war das eine große Anerkennung ihrer Arbeit und hat ihnen auch gegenüber dem Arbeitgeber nachhaltig einen besseren Stand eingebracht,“ fasst Matthias Wilke (dtb) die Rückmeldungen der Ausgezeichneten zusammen. Von der öffentlichen Anerkennung profitieren schließlich alle Seiten.

 

Bis 30. September 2017 können Betriebs- und Personalräte ihre Projektbeschreibungen einreichen, per Post oder E-Mail an die dtb Kassel, Theaterstraße 1, 34117 Kassel, info@dtb-kassel.de

 

Die Preisverleihung findet im Rahmen des 12. Technologieforums am 8. November 2017 in Berlin statt.

 
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Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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