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Newsletter vom 06.11.2017

Studie: Digital-Azubis erwarten Bewerbung von ihren Arbeitgebern

Die Rollenverteilung im Bewerbungsprozess kehrt sich um. Die Berufseinsteiger erwarten, dass sich die Arbeitgeber bei ihnen bewerben - nicht umgekehrt. Das zeigt eine Studie der HTWK Leipzig und des Karriereportals get in IT. 78 Prozent der befragten Teilnehmer bevorzugen die initiale Kontaktaufnahme durch den Arbeitgeber bevor es zum eigentlichen Bewerbungsprozess kommt. Für 62 Prozent sollte dieser Erstkontakt dabei sogar über einen Mitarbeiter der IT-Fachabteilung - also auf fachlicher Augenhöhe - erfolgen. Von ihren allgemeinen beruflichen Perspektiven sind die IT-Talente weiterhin entsprechend überzeugt. 89 Prozent von ihnen gehen von guten oder sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus.

 

ITK-Branche wird erstmals größter Industrie-Arbeitgeber

Die Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche (ITK-Branche) schafft 2017 deutlich mehr neue Arbeitsplätze als zunächst erwartet und steigt damit zum größten industriellen Arbeitgeber auf. Laut Branchenerhebung werden in der Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zum Jahresende voraussichtlich 1,077 Millionen Menschen beschäftigt sein. Das entspricht einem Plus von 30.000 Jobs binnen Jahresfrist (+2,9 Prozent) und übertrifft die Erwartungen der Frühjahrsprognose (21.000).

Auch die Umsätze entwickeln sich positiv. Der deutsche Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird im laufenden Jahr voraussichtlich auf 160,8 Milliarden Euro zulegen.

 

Der Medienbranche geht es besser als es scheint

Die Digitalisierung führt zu einer deutlichen Verschiebung der Erlösstrukturen in der deutschen Medien- und Unterhaltungsindustrie. Das geht aus dem German Entertainment & Media Outlook 2017-2021 der Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach könnten die digitalen Erträge bis 2021 im Schnitt um 5,8 Prozent auf dann 36,7 Milliarden Euro steigen - während die analogen Umsätze nahezu auf dem heutigen Niveau verharren. Der digitale Anteil an den Erlösen würde damit in nur fünf Jahren von momentan rund 36 Prozent auf 43 Prozent zunehmen. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 29 Prozent.  Bis 2021 rechnet PwC mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 2,4 Prozent.

Die Umsätze digitaler Zeitungen werden bis 2021 laut PwC-Prognose im Vergleich zu 2016 beim 1,7-fachen liegen, für den digitalen Markt aufgenommene Musik ist sogar fast eine Verdopplung möglich. Dabei gilt es allerdings eine wichtige Unterscheidung zu machen: Während im Musikmarkt (Anteil digitaler Erlös im Jahr 2021: 28 Prozent) und im Buchmarkt (24 Prozent) die Verluste im analogen Bereich durch digitales Wachstum kompensiert werden, reichen die digitalen Steigerungen im Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt hierfür nicht aus. So dürfte der digitale Anteil an den Umsätzen in beiden Segmenten 2021 bei 11 Prozent bzw. 20 Prozent liegen.

 

Industrie 4.0 Index: Deutsche Unternehmen verpassen Chancen digitaler Industrieplattformen

Nicht einmal die Hälfte der deutschen Unternehmen, die sich bereits konkret mit Industrie 4.0 beschäftigen, setzt dabei schon auf industrielle Internetplattformen für den Vertrieb oder die Unterstützung der eigenen Wertschöpfungskette. Und jedes vierte Unternehmen schließt sogar aus, sich damit in nächster Zeit zu befassen. Das zeigt der 'Deutsche Industrie 4.0 Index 2017' der Unternehmensberatung Staufen.  Obwohl Plattformlösungen erheblich an Bedeutung gewinnen werden und Unternehmen mitziehen müssen, wird dieser Trend von zahlreichen Unternehmen unterschätzt, wie die Studie belegt. Einerseits bestätigen 44 Prozent die hohe Relevanz des Plattformthemas und weitere 38 Prozent erkennen zumindest das Potenzial. Wenn es um die Einschätzung von Entwicklungsgeschwindigkeiten geht, sind die Firmen andererseits noch deutlich im analogen Zeitalter verhaftet: Vier Fünftel bezweifeln, dass industrielle Internetplattformen bereits in den kommenden zwei Jahren spürbare Veränderungen in der eigenen Branche anstoßen könnten. Selbst bezogen auf einen Horizont von fünf Jahren überwiegt bei fast der Hälfte noch Gelassenheit.

 
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Digitale Transformation: Investition in Mitarbeiter ist wichtigste Voraussetzung

Digitale Unternehmenskultur sorgt für größere Gewinne und zufriedenere Mitarbeiter, so das Ergebnis der aktuellen Change-Studie von Capgemini Consulting. Um die Digitalisierung erfolgreich voranzutreiben, bedarf es einer festen Verankerung der digitalen Strategie in der Unternehmenskultur. Häufig, so ein Ergebnis der Studie, werden die bestehenden Verhältnisse vehement verteidigt, obwohl 72 Prozent der deutschen Befragungsteilnehmer (international: 62 Prozent) die etablierte Unternehmenskultur als eines der größten Hemmnisse auf dem Weg zu einer digitalen Organisation betrachten. Das heißt, wenn die Digitalisierung in Unternehmen einen messbaren Mehrwert erzeugen soll, dann schafft die Technik lediglich die nötigen Voraussetzungen. Obendrein muss aber auch die Unternehmenskultur entsprechend verändert werden, damit Führungskompetenzen sowie Einstellung und Verhalten der Mitarbeiter in den digitalen Kontext passen.

Ein Großteil (80 Prozent) der fortschrittlicheren Firmen machen die Digitalisierung und die digitale Kultur zur Chefsache, während der Rest diese Aufgabe zu 90 Prozent an Fachabteilungen abgibt. Bessere Ergebnisse erzielt jedoch ein Top-Down-Ansatz, bei dem die Geschäftsleitung federführend agiert. Die Studienergebnisse zeigen weiterhin: Digital fortschrittliche Unternehmen investieren in ihre Mitarbeiter und stellen Ressourcen für entsprechende Coachings und Trainings sowie Wissensmanagement zur Verfügung. Außerdem fördern Unternehmen ihren digitalen Charakter, indem sie mehr Talente mit starkem digitalem Kulturverständnis anheuern.

 

Amazon Key: Smartes Türschloss soll Logistik vereinfachen

Amazon hat ein neues Smarthome-System namens Key vorgestellt, mit dem Paketboten und anderen Dienstleistern bei Abwesenheit Zugang zur eigenen Wohnung ermöglicht werden kann.  Zu dem Paket gehören ein smartes Türschloss, eine vernetzte Sicherheitskamera und eine App. Das Angebot soll Kunden des Abo-Dienstes Prime vorbehalten bleiben und ist zunächst in 37 Metropolregionen der USA verfügbar. Ähnlich wie einer Kofferraumzustellung erhalten die Paketboten einen einmalig gültigen Zugangscode, mit dem sie in einem festgelegten Zeitfenster die Wohnungstüre öffnen können, um ein Paket abzulegen.

 

E-Commerce: Digitale Talente werden händeringend gesucht

Der Bedarf an neuen Mitarbeitern mit digitalen Qualifikationen in der E-Commerce-Branche ist riesengroß. Zugleich besitzen viele Unternehmen aber keine klaren Vorstellungen, welche fachlichen und persönlichen Qualifikationen die Kandidaten mitbringen sollen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Online-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) und des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) unter spezialisierten Personalberatern im Zeitraum Juli/August 2017. Rund 80 Prozent der befragten Recruitingspezialisten erleben eine steigende Nachfrage nach digitalen Talenten bei ihren Klienten im E-Commerce, ein Viertel von ihnen bezeichnete das Wachstum als stark. Das Problem ist aber: Die Unternehmen besitzen häufig nur ein diffuses Anforderungsprofil im Hinblick auf Position und Mitarbeiter, sagt knapp die Hälfte der befragten Personalberater. Häufig werden zum Beispiel ganz allgemein Kandidaten mit Führungserfahrung und Erfahrung im Umgang mit digitalen Technologien gesucht. Für Führungspositionen in den digitalen Geschäftsfeldern suchen die Personalberater für ihre Klienten aktuell besonders Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Hinsichtlich der Anforderungen an Arbeitsmethoden im digitalen Umfeld bleiben noch zu viele Unternehmen vage. Nur knapp die Hälfte fordert von den Kandidaten typische Arbeitsweisen und -methoden, wie zum Beispiel Scrum. Weiterhin erwarten die beauftragenden Unternehmen aus der ECommerce-Branche von Führungskräften in digitalen Geschäftsfeldern einen Master-Abschluss. Dieser Ansicht sind knapp 60 Prozent der Personalberater. Knapp ein Viertel der Recruitingspezialisten erlebt in seiner beruflichen Praxis, dass Kandidaten mit einem Bachelor-Abschluss gewünscht werden.

 

Smart Home Index 2017: Noch immer kein Massenmarkt

Das Innovationszentrum Connected Living hat in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Mücke, Sturm & Company in einer Studie knapp 1.000 Teilnehmer zur Verbreitung und dem Stand der Technologie von smarten Geräten in deutschen Haushalten befragt. Dabei kennen 80 Prozent der Befragten zwar den Begriff Smart Home, 40 Prozent besitzen jedoch kein smartes Gerät. Smart Home-Nutzer verfügen im Durchschnitt über Geräte aus 4,1 von insgesamt 19 Produktgruppen, wobei derzeit Lösungen aus den Segmenten Entertainment und Energie am häufigsten eingesetzt werden. Der Intelligenzgrad der genutzten smarten Geräte wird als hoch eingeschätzt, was den Rückschluss erlaubt, dass die Steuerung von Smart Home-Systemen im Durchschnitt bereits regelbasiert erfolgt. Für Endnutzer sind besonders die einfache Bedienung und Datensicherheit wichtige Kriterien beim Kauf smarter Lösungen.

 
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Google plant neue Smart Devices

Nachdem Amazon eine Reihe smarter Alexa-Geräte vorgestellt hat, darunter eine Art Radio-Wecker mit kleinem Display, will nun Google nachziehen. Einem Bericht des US-Blogs Techcrunch zufolge arbeitet Google ebenfalls an einem Gerät, das mit einem 7-Zoll-Display ausgestattet sein soll. Das Device mit dem Codenamen "Manhattan" soll sich zur Steuerung von Smart-Home-Geräten nutzen lassen und für Google-Dienste wie Photos, Youtube und Videotelefonie geeignet sein. Dem Bericht zufolge plante Google, zunächst ein Gerät mit größerem Display auf den Markt zu bringen. Nach Amazons Produktvorstellung sei nun aber dem kleineren Device höhere Priorität eingeräumt worden.

 

Messenger und SMS: Jugendliche texten lieber statt zu telefonieren

Telefonieren ist bei jungen Deutschen out. Statt dessen kommunizieren Kinder und Jugendliche lieber per Messenger oder SMS. 77 Prozent der jungen Generation halten so den Kontakt zu Freunden. Besonders ältere Jugendliche bevorzugen diese Kommunikationsform.  Während sich bei den 10- bis 12-Jährigen 66 Prozent via Messenger mit ihren Freunden unterhalten, sind es bei den 13- bis 15-Jährigen bereits 82 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 81 Prozent. Das zeigt die Kinder- und Jugendstudie des Bitkom. Auf dem zweiten Rang folgen persönliche Gespräche (68 Prozent): 65 Prozent der Jungen und 71 Prozent der Mädchen halten so häufig Kontakt zu ihren Freunden. Abgeschlagen auf dem dritten und vierten Rang stehen das Telefongespräch per Handy (37 Prozent) und Festnetz (24 Prozent). Internettelefonie und Videochats, etwa via Skype, bevorzugen 14 Prozent bei der Kontaktpflege, lediglich 6 Prozent schreiben E-Mails, 2 Prozent Briefe.

 

Stundensätze von IT-Freelancern auf Rekordhoch

Der Durchschnittsstundensatz von IT- und Engineering-Freelancern im deutschsprachigen Raum ist so hoch wie noch nie. Das geht aus der aktuellen GULP Freelancer Studie hervor. Laut Studie ist die durchschnittliche Honorarforderung um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit beträgt der durchschnittlich ermittelte All-inclusive-Netto-Stundensatz (ohne MwSt.) der IT- und Engineering-Freelancer 89,87 Euro. Auch absolut handelt es sich dabei um eine Rekordsteigerung: 6,39 Euro liegt der diesjährige Wert über dem Stundensatz des Vorjahres. Die Steigerung wird vor allem vom starken Anstieg im hochpreisigen Segment getragen. 14,6 Prozent der Umfrageteilnehmer trugen einen Stundensatz ein, der höher als 130 Euro ist - im Vorjahr waren dies nur 4,6 Prozent.

 

Jeder vierte Internetnutzer besucht keine Bankfiliale mehr

Jeder zweite Onliner geht nur noch sporadisch zur Bank. Finanztipps werden vor allem im Internet gesucht, erst dann kommen Bankberater und Versicherungsvertreter. Die überwältigende Mehrheit vertrauen Familie und Freunden bei Geldfragen. Geld wird zunehmend digital verwaltet und angelegt: Rund jeder vierte Internetnutzer (24 Prozent) regelt Bankgeschäfte ausschließlich online. Das entspricht gut 14 Millionen Menschen in Deutschland. Sie besuchen keine Bankfiliale mehr. 47 Prozent der Internetnutzer geben an, ihrer Bank zumindest hin und wieder trotz Online-Banking einen Besuch abzustatten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.009 Bundesbürgern.

 
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Digitalisierung: Deutsche erwarten persönliche Vorteile

Nie zuvor haben so viele Menschen in Deutschland mit dem digitalen Wandel Hoffnungen verbunden. Drei von vier Befragten sehen durch die Digitalisierung Vorteile für unser Land, 63 Prozent auch direkte persönliche positive Auswirkungen. Laut repräsentativer Umfrage des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) wollen 83 Prozent, dass sich die neue Bundesregierung um den Ausbau des schnellen Internets kümmert. Und 84 Prozent der Befragten ist es sehr oder eher wichtig, dass Deutschland auf dem Gebiet der Digitalisierung eine Spitzenposition einnimmt.

Die Zahl der Skeptiker und Gleichgültigen im Hinblick auf Digitalisierung und Internet ist dagegen gering. So glauben lediglich 15 Prozent, dass Deutschland durch die Digitalisierung eher Nachteile haben wird. Genau so gering ist der Anteil derjenigen, denen es gleichgültig ist, ob sich die neue Bundesregierung um den Ausbau des schnellen Internets kümmert. Und noch niedriger (12 Prozent) ist die Anzahl jener, denen es unwichtig oder sehr unwichtig ist, ob Deutschland bei der Digitalisierung eine Spitzenposition einnimmt. Die Umfrage zeigt auch, dass die insgesamt bereits überwiegend positive Einstellung zur Digitalisierung in der Gruppe der Menschen mit dem höchsten Schulabschluss (Abitur, Fachhochschulreife) noch über dem Durchschnitt liegt. Besonders auffällig sind hier zwei Werte: 82 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass Deutschland durch die Digitalisierung eher Vorteile hat, 72 Prozent sehen die bei sich persönlich.

 

Nur jeder zehnte Jugendliche kann programmieren

Programmierkenntnisse werden in der digitalen Welt immer wichtiger, aber nur wenige können schon im Jugendalter selbst coden: Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann eigene Programme schreiben oder Webseiten erstellen, wie eine repräsentative Befragung des Bitkom unter 10- bis 18-Jährigen ergab.

 

Deutsche IT-Start-ups erwirtschaften drei von vier Umsatzeuros im Inland

Fest verankert im eigenen Land: Deutsche IT-Start-ups generieren durchschnittlich 78,7 Prozent ihres Umsatzes in der Bundesrepublik. Das belegt der neue Startup-Monitor 2017. Am deutschen Markt etabliert, streben viele Start-ups nach einer neuen Herausforderung. So planen 82,7 Prozent der Gründerteams eine Expansion in internationale Märkte.

 

Studie: Fast alle Unternehmen scheitern an der Datenaufbereitung

86 Prozent von Marken und Unternehmen messen der Personalisierung einen hohen Stellenwert bei, haben jedoch Probleme, bei der Verwaltung und Analyse von Kundendaten, um Customer Experience-Strategien zu entwickeln und dem Anspruch der Personalisierung gerecht zu werden. Infolgedessen geben die Kunden an, dass die Personalisierung bei vielen Marken schlecht ist und dass es sich bei näherer Betrachtung noch nicht einmal um echte Personalisierung handelt. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Studie, die der Anbieter von Marketing-Software Sitecore durchgeführt hat. Demnach sind 95 Prozent der befragten Verbraucher der Meinung, dass es schlechte Personalisierung gibt, und nennen als Beispiele Marken, die veraltete Daten von ihnen verwenden (63 Prozent in Deutschland, 59 Prozent global), Marken, die falsche Kundendaten verwenden (60 Prozent in Deutschland, 57 Prozent global), und Marken, die Annahmen über die Wünsche der Kunden von einzelnen Interaktionen ableiten (48 Prozent in Deutschland, 54 Prozent global).

 
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Karstadt: Breite Marktplatzoffensive soll Handelskonzern retten

Der Karstadt-Konzern will mit einer breit angelegten Marktplatzstrategie den Anschluss an das Onlinezeitalter finden. Wie der Marktplatz-Blog Wortfilter unter Berufung auf ein internes Schreiben berichtet, soll das Handelsunternehmen seine Produkte ab Mitte Oktober auf Hood, Amazon und Ebay listen. Auch eine Zusammenarbeit mit Drittservices wie Amazon Pay sei geplant. Karstadt hat erst vor wenigen Monaten den Marktplatz Hood übernommen.

 

Studie: Digitale Services mischen Automobilmarkt auf

Automobilhersteller müssen sich zunehmend mit strukturellen Veränderungen auseinandersetzen: Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie digitale Geschäftsmodelle kreieren und implementieren. Die Kompetenz, das auf Basis von Daten umzusetzen, wird entscheidend. Auch die Einstellung der Kunden hat sich gewandelt. Das geht aus einer Studie der Fokusgruppe Connected Mobility im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Durch die Digitale Transformation und den Vormarsch datenbasierter Geschäftsmodelle konkurrieren sie plötzlich mit Unternehmen, die über keinerlei Kompetenz im Bereich Automobil verfügen oder diese gerade erst aufbauen. In einer Gemeinschaftsstudie haben der BVDW und Accenture Digital sich dieser Konkurrenzsituation gewidmet und aufgezeigt, welche Rolle neben den Produkten selbst die Geschäftsmodelle und digitale Services spielen können.

 

Fast alle Automobilunternehmen befürworten Car2Car-Kommunikation

Man könnte mit ihnen andere Fahrer auf kommende Gefahrenstellen hinweisen oder vor dem Stau hinter der nächsten Kurve warnen: den von Autos unterwegs gesammelten Daten. Rund 9 von 10 Unternehmen der Automobilbranche (86 Prozent) fordern daher eine gesetzliche Verpflichtung zur Bereitstellung anonymisierter Fahrzeugdaten. Dabei sagt jedes vierte Unternehmen (25 Prozent), es sollten alle Daten bereitgestellt werden müssen, 61 Prozent plädieren für ausgewählte Daten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bitkom unter 177 Unternehmen der Automobilindustrie mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Vor allem anonymisierte Wetter- und Staudaten sollen nach Ansicht der großen Mehrheit der Automobilunternehmen (je 98 Prozent), die eine gesetzliche Verpflichtung befürworten, gesammelt werden. 80 Prozent plädieren für die Bereitstellung von Positionsdaten des Fahrzeugs, drei Viertel (76 Prozent) für die Nutzung von Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Bremsvorgänge. 4 von 10 Unternehmen (42 Prozent) halten auch eine Auswertung von Daten über den technischen Zustand des Fahrzeugs auf gesetzlicher Grundlage für sinnvoll.

 

Deutsche Wirtschaft: Blockchain noch nicht marktreif

Die Verbreitung der Blockchain-Technologie in der Wirtschaft gewinnt an Fahrt. 47 Prozent der für eine neue Studie befragten Unternehmen, die Blockchain kennen, prüfen den Einsatz im eigenen Haus, 21 Prozent arbeiten an Prototypen. Einsatzszenarien sind die schnellere Zahlungs- und Kaufabwicklung sowie das Managen von Identitäten. Der Mehrheit fehlt es allerdings noch an Erfahrungswerten. Nur sieben Prozent der Fach- und Führungskräfte halten die Technologie aktuell für marktreif. Für rund jeden Zweiten befindet sie sich in einem Experimentierstadium. Die Mehrheit der Unternehmen möchte den Blockchain-Zug nicht verpassen, auch wenn praktische Anwendungen sich erst durchsetzen müssen. Knapp neun von zehn befragten Unternehmen, die Blockchain kennen, befassen sich mit der Technologie. Der Großteil von ihnen sammelt derzeit vor allem Informationen und tüftelt an möglichen Anwendungsfällen. Das ergibt die aktuelle Studie von Yougov "Potenzialanalyse Blockchain", für die 204 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen verschiedener Branchen befragt wurden. Übergreifend hapert es noch an den praktischen Ideen und am Gespür, ob Blockchain die richtige Technologie ist. Jede zweite befragte Fach- und Führungskraft sieht die Chance auf komplett neue Geschäftsmodelle, 29 Prozent wollen sich Vorteile gegenüber Wettbewerbern verschaffen. Jeder Fünfte tut sich allerdings noch schwer damit, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten zu finden. Fehlende Anwendungsfälle für das eigene Unternehmen sind ein zentrales Argument gegen den Blockchain-Einsatz.

 
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Internet und Sicherheit: Jeder Dritte ist aus Angst nicht bei Facebook

Zwei von drei Internetnutzern (67 Prozent) geben an, dass sie aus Sicherheitsgründen bewusst auf bestimmte Online-Aktivitäten verzichten.  Verglichen mit dem Vorjahr ist der Anteil allerdings zurückgegangen, damals hatten die Frage noch rund drei Viertel (74 Prozent) bejaht.

Aktuell gibt von den Internetnutzern, die auf Online-Aktivitäten verzichten, rund jeder zweite (56 Prozent) an, keine vertraulichen Informationen oder wichtigen Dokumente per E-Mail zu verschicken,  29 Prozent haben sich aus Sicherheitsgründen nicht bei Sozialen Netzwerken angemeldet und jeweils rund jeder Vierte verzichtet auf die Nutzung von Cloud-Diensten (26 Prozent) oder Online-Banking (25 Prozent).

 

E-Reading: Das E-Book kommt nicht vom Fleck in Deutschland

Der große E-Book-Boom bleibt in Deutschland weiter aus. Derzeit liest ein Viertel (23 Prozent) aller Bundesbürger digitale Bücher. Im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren ist der Anteil der E-Book-Leser an der Gesamtbevölkerung damit nahezu konstant geblieben. Demnach lesen vor allem die Jüngeren digitale Bücher: 35 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen E-Books. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 27 Prozent und unter den 50- bis 64-Jährigen 24 Prozent. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Leser nur bei 8 Prozent.

Hintergrund für die nur geringfügig kostengünstigeren E-Books ist unter anderem die Ungleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer. Die Steuer für E-Books liegt bei 19 Prozent, während auf gedruckte Bücher der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent fällig wird.

 

Deutsche Unternehmen schlecht für die Chancen der Digitalisierung aufgestellt

Zwei Drittel der Führungskräfte in Deutschland glauben, die Digitalisierung kann den Wandel ihres Unternehmens beschleunigen. Aktuell bewerten jedoch 60 Prozent der deutschen Manager die Innovationsreife ihres Unternehmens bei digitalen Projekten nur als mittelmäßig oder sogar schwächer. Das sind Ergebnisse der Studie 'Digitale Agenda 2020' des IT-Dienstleisters DXC Technology. Zu den wichtigsten Stolpersteinen bei der Umsetzung digitaler Projekte zählen die Manager, dass es den Chefetagen an Visionen fehlt, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln - davon ist knapp jede zweite Fach- und Führungskraft überzeugt (48 Prozent). Für den Fall, dass digitale Projekte tatsächlich initiiert wurden, ist das Risiko in der Praxis groß, dass traditionelle Bereichsleiter des Unternehmens dagegen ihr Veto einlegen. Der Grund: Häufig sind diese Mitarbeiter sehr reserviert, wenn es darum geht, einen etablierten Prozess für die Zukunft zu verändern, der derzeit noch reibungslos läuft. Ein Effekt, von dem rund 60 Prozent der Unternehmen zu berichten wissen.

 

Mehrheit der Deutschen befürwortet digitale Schulbücher

Digitale Schulbücher werden in Schulen kaum genutzt - obwohl die große Mehrheit der Bundesbürger deutliche Vorteile in der Digitalvariante des Schulbuchs sieht.  Aus einer Umfrage des Bitkom geht hervor, dass mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Bundesbürger sagen, Schulen sollten mehr in digitale Schulbücher investieren. Besonders verbreitet ist diese Ansicht unter den 14- bis 29-Jährigen. Hier sagen 77 Prozent, dass die Schulen dies tun sollten, davon sagt sogar knapp die Hälfte (46 Prozent), dass dies auf jeden Fall geschehen sollte.

Als wichtigsten Vorteil der E-Books für die Schule sehen 65 Prozent der Befragten, dass die E-Books stets auf dem aktuellen Stand sind und laufend verbessert beziehungsweise korrigiert werden können. 53 Prozent sagen, dass dank digitalen Schulbüchern die Schlepperei des Schulranzens entfällt. Mehr als jeder zweite Befragte (51 Prozent) meint, dass digitale Schulbücher individuelles Lernen ermöglichen, weil Inhalte an den Lernfortschritt des einzelnen Schülers angepasst werden können. 38 Prozent sagen, dass es sich mit digitalen Schulbüchern besser lernt, da sie ein besseres Verständnis des Lerninhalts fördern. Lediglich 13 Prozent der Befragten sehen in keinem dieser Argumente einen Vorteil.

 
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Snapchat-Mutter bleibt auf hunderttausenden von Brillen sitzen

Der Hype um die Fotobrille Spectacles von Snapchats Mutterkonzern Snap scheint ein reines Nerd- und Medienspektakel gewesen zu sein: Der Konzern bleibt laut Bericht von The Information auf hunderttausenden unverkaufter Exemplare sitzen. Das steht in gewissem Widerspruch zu Angaben aus dem Management, die Zahl 150.000 bereits verkaufter Exemplare habe die eigenen Erwartungen übertroffen.

 

Ebay und Thalia verbünden sich gegen Amazon - mit einer E-Book-Flatrate

In einer Kooperation, die sich nur als Bündnis gegen Amazon begreifen lässt, schließen sich Ebay und Thalia zusammen: Kunden des Amazon-Prime-artigen Premiumabos von Ebay, Ebay Plus, können künftig E-Books für Thalias Lesegerät Tolino gratis ausleihen (zunächst mal vier pro Monat aus einer Auswahl von immerhin 40 kuratierten Titeln, danach eventuell mehr, das planen die Unternehmen derzeit noch). Außerdem gibt es einen Coupon für Kunden von Ebay Plus um Thalias E-Reader günstiger zu kaufen.

 

Cyber-Attacken: Deutschen Unternehmen fehlt Notfallplan

Unternehmen in Deutschland sind auf Angriffe von Hackern nicht ausreichend vorbereitet. Lediglich 19 Prozent der Firmen besitzen eine Cyber-Resilience-Strategie und damit einen Notfallplan, wie sie nach Attacken auf ihre IT-Systeme handlungsfähig bleiben und sicher weiterarbeiten können.  Laut einer Mimecast-Umfrage unter 100 deutschen Firmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern, erkennen immer mehr Unternehmen, dass sie einen Krisenplan gegen Cyber-Attacken benötigen. 36 Prozent der befragten Mittelständler und Konzerne sagen, sie würden aktuell eine Cyber-Resilience-Strategie entwickeln. Weitere 34 Prozent antworteten, sie hätten zumindest erste Schritte eingeleitet, Risiken unternehmensintern besser beherrschen zu können. Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten gaben unwesentlich häufiger als kleinere Organisationen an, dass sie bereits über eine Cyber-Resilience-Strategie verfügen.

Die Cyber-Kriminalität nimmt zu - branchenübergreifend. Insgesamt verzeichnen Firmen deutlich mehr Angriffe auf ihre Systeme als früher, ergab die Studie. Attacken richten sich genauso gegen die Finanzindustrie wie gegen Dienstleistungs-, Einzelhandels-, Logistik- und Produktionsunternehmen. Beispielsweise registrierten 50 Prozent der befragten Firmen einen leichten oder sogar deutlichen Anstieg der Angriffe mit Phishing-E-Mails, die einen manipulierten Link enthalten. Betrug mit nachgeahmten oder gefälschten Identitäten (Impersonation) kommt ebenfalls deutlich häufiger vor. So verzeichneten 43 Prozent der Firmen eine Zunahme von Identitätsbetrug, der darauf abzielt, Nutzer zu einer Geldzahlung zu veranlassen. Fast jedes zweite Unternehmen sieht eine Zunahme von Impersonation-Attacken, die es auf vertrauliche Daten abgesehen haben. Ransomware-Angriffe wie WannaCry haben aus Sicht von 37 Prozent der Unternehmen zugenommen.

 

Verkaufspreise für Smartphones auf Rekordhöhe

Weltweit wurden im dritten Quartal 367 Millionen Smartphones verkauft. Das entspricht einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Außerdem stieg der durchschnittliche nicht subventionierte Verkaufspreis im dritten Quartal weiter an, und zwar um einen Rekordwert von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In Westeuropa lag die Nachfrage nach Smartphones im dritten Quartal 2017 bei insgesamt 30,9 Millionen Geräten. Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kombination aus zwei Faktoren führte bereits im vierten Quartal in Folge zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr: ein gesättigter Markt und die verspätete Markteinführung des iPhone X. Die Nachfrage in Deutschland wird 2017 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um sieben Prozent sinken und sowohl in Großbritannien als auch in Frankreich wird ein Rückgang um acht Prozent erwartet. Der Umsatz in der Region stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent an. Das wiederum lag an einem um elf Prozent höheren durchschnittlichen Verkaufspreises. Für die GfK zeichnet sich die Verschiebung hin zu Highend-Geräten in Westeuropa als klarer Trend ab: Eins von acht im dritten Quartal 2017 verkauften Smartphones kostete über 900 US-Dollar, im Vergleich zu nur einem von 16 Geräten im Vorjahreszeitraum.

 
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Und da war noch Künstliche Intelligenz: Deutsche zwischen Angst und Roboter-Sex

Fast jeder vierte Deutsche denkt (23 Prozent) mit Angst an die Folgen von Künstlicher Intelligenz (KI). Dabei steht für 16 Prozent der Befragten die Sorge um fehlende Kontrolle im Vordergrund. Dies sind einige Kernergebnisse der Studie 'Sex, Lies and A.I.' der Agenturgruppe Syzygy. So glauben 41 Prozent der Deutschen, künstliche Intelligenz könne eine Bedrohung für das Überleben der Menschheit darstellen. Außerdem befürchten 25 Prozent der Menschen in Deutschland, dass 30 Prozent ihres heutigen Arbeitsplatzes innerhalb der nächsten fünf Jahre durch den Einsatz von KI ersetzt werden könnte. 51 Prozent der Deutschen hoffen, dass ihr Leben durch KI einfacher wird. 38 Prozent rechnen etwa mit Zeitersparnis durch den Einsatz intelligenter Technologien.

38 Prozent nutzen bereits A.I. in Form von virtuellen Assistenten wie Siri und Alexa. Darüber hinaus sind in Deutschland nur 32 Prozent für Polizeiarbeit, die KI nutzt, um Verdächtige vorzeitig zu identifizieren und präventiv zur Vermeidung von Verbrechen zu verhaften. Experimentierfreudig wären die Deutschen aber beim Sex: 52 Prozent der Männer würden durchaus Sex-Roboter ausprobieren. Wobei 64 Prozent der deutschen Frauen dies als Betrug empfänden.

 
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Durch die Umwälzungen innerhalb der Arbeitsprozesse geht der Zusammenhalt untereinander verloren, alle werden zu Einzelkämpfern. Deshalb bin ich bei ver.di. Nur mit starken Gewerkschaften können wir Zukunft sichern und überzogenen Forderungen der Arbeitgeberseite entgegentreten. Gemeinsam.

Dirk W., IT-Kundenservice, Erfurt

 
 
 

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