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Newsletter vom 11.09.2017

Gegen Hacker: Deutscher Wirtschaft entsteht jährlich ein Schaden von 55 Milliarden Euro

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) sind in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. Dadurch ist ein Schaden von rund 55 Milliarden Euro pro Jahr entstanden. Laut einer Studie des Bitkom ist der Anteil der Betroffenen binnen zwei Jahren leicht von 51 auf 53 Prozent gestiegen, der Schaden ist zugleich um rund acht Prozent von 51 auf 55 Milliarden Euro gewachsen. In jedem sechsten Unternehmen (17 Prozent) wurden in den vergangenen zwei Jahren demnach sensible digitale Daten gestohlen. Vor allem Kommunikationsdaten wie E-Mails (41 Prozent) sowie Finanzdaten (36 Prozent) fielen dabei häufig in die Hände der Angreifer. In 17 Prozent der Fälle von Datendiebstahl wurden Kundendaten entwendet, in 11 Prozent Patente oder Informationen aus Forschung und Entwicklung, in 10 Prozent Mitarbeiterdaten.

 

Gegen Zalando: 850 regionale Schuhhändler verbünden sich online

Frei nach dem Motto "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele", also der Kern der genossenschaftlichen Idee, startet zum 1. August 2017 eine regionale Suchplattform für Schuhe. Damit sollen sich für jedes Mitglied der Sabo-Genossenschaft über eine gemeinsame Internetplattform zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten erschließen. Das Ziel liegt in erster Linie nicht darin, E-Commerce zu betreiben, sondern stationär für mehr Frequenz zu sorgen und damit die Verbraucher in die Läden zu lotsen. Hier hat dann jeder Händler die Chance, die Kunden von der Leistungsfähigkeit des stationären Einzelhandels zu überzeugen.

 

Gegen Amazon: Metro-Chef glaubt nicht an Online-Supermärkte

Olaf Koch, Chef der Metro, glaubt nicht, dass Menschen für eine Lebensmittel-Lieferung zahlen wollen. Er baut deswegen lieber auf das Offline-Geschäft. So lange die Kunden wegen ein paar Cent Preisunterschiede den Supermarkt wechseln, werden sie nicht extra für einen Lieferdienst bezahlen wollen, glaubt Metro-Chef Olaf Koch. Weitere Gründe, die nach seiner Meinung gegen Online-Supermärkte sprechen: Die Kunden wollen sich vor Ort inspirieren lassen, bei der Kaufentscheidung beraten lassen und die Qualität selbst überprüfen. Amazon hatte in diesem Monat in Berlin, Hamburg und München mit Amazon Fresh einen taggleichen Lebensmittel-Zustelldienst gestartet.

 

Gegen Facebook und Google: Pro Sieben RTL und United Internet planen gemeinsamen Login-Dienst

Die TV-Gruppen RTL und ProSiebenSat1 schließen sich mit dem Internet-Provider United Internet zu Vermarktungszwecken zusammen. Kern der Zusammenarbeit soll ein zentraler Log-In-Dienst sein, der Internetnutzern die lästige Passwortverwaltung auf verschiedenen Websites abnehmen soll. Auch der Log-In-Dienst erhält in hervorgehobener Position Informationen über das Surfverhalten und kann Profildaten an Werbungtreibende und Publisher verkaufen. Einen ganz ähnlichen Dienst plant auch ein Konsortium rund um Daimler, Deutsche Bank, Allianz und Axel Springer.

 
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Gegen Banken: Deutsche würden zu Fintech wechseln

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen (58 Prozent) kann sich vorstellen, irgendwann zu einer digitalen Bank zu wechseln. Das zeigt eine Studie von Mastercard, für die Verbraucher in elf europäischen Ländern befragt wurden. In keinem anderen Land in Europa ist die Bindung der Kunden an ihre jetzige Bank so gering wie in Deutschland. 27 Prozent der deutschen Verbraucher überlegen, noch innerhalb der kommenden zwölf Monate zu einer digitalen Bank zu wechseln. Im europäischen Durchschnitt liegt dieser Anteil bei lediglich 16 Prozent - in den Niederlanden (7 Prozent) und in Großbritannien (8 Prozent) sogar deutlich darunter.

 

Gegen Filesharer: Bundesgerichtshof erleichtert Verfolgung

Der für Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in einem Urteil (Az. I ZR 193/16) ein Beweisverwertungsverbot abgelehnt, mit dem es dem Rechteinhaber untersagt gewesen wäre, die Personendaten eines illegalen Filesharers vom Netzbetreiber zu erhalten. Mit dem Urteil hat der BGH nun diesen Zugang erleichtert.

 

Umfrage: Jeder fünfe abgelehnte Bewerber bekommt zweite Chance - wenn er nett ist

88 Prozent der Personaler freuen sich über eine höfliche Antwort der Bewerber, denen sie gerade abgesagt haben. Das kann sich für Bewerber lohnen: Jeder vierte Personaler (23 Prozent) merkt derart freundliche Kandidaten für künftige Stellenbesetzungen vor. Dies ist das Ergebnis des Jobware Umfrage-Reports 2017.

 

Jedes zweite IT-Systemhaus wünscht sich bessere Unterstützung durch Hersteller

Es gibt über 15.000 IT-Händler und Systemhäuser in Deutschland. Laut Techconsult-Studie investierten deutsche Unternehmen 2016 ca. 93,1 Mrd. Euro in Hardware, Software, ITK-Services, Kommunikation und Verbindungsentgelte. Wie eine Befragung von 2.502 IT-Systemhäusern durch die Kooperationsgemeinschaft IT-Teamworker jetzt ergab, fühlen diese sich durch die Hersteller oft alleine gelassen.  Die Erwartungen an Software-Hersteller, deren Produkte vertrieben werden, sind breit gefächert. Über die "üblichen" Benefits (Margen, Schulungen etc.) hinaus wünschen sich über 50 Prozent der Befragten eine kompetente und schnelle Unterstützung bei Supportanfragen. Auch ein effizientes Leadmanagement ist für jedes zweite Systemhaus ein absolutes Muss. Gefolgt werden diese Anforderungen von der Vertriebsunterstützung vor Ort sowie dem Wunsch nach optimaler Einarbeitung in komplexe Produkte.

 
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Aus für Instant Search: Google beendet seine Vervollständigungs-Funktion

Suchmaschinen-Riese Google bestätigte gegenüber Search Engine Land das Ende einer Ära: Künftig werde man auf die Instant Search verzichten, die bei Eingabe von Keywords oder sogar schon bei Wortfragmenten populäre oder wahrscheinliche Such-Queries vorschlägt. Die Funktion werde abgeschaltet, weil immer mehr Suchanfragen von Mobilgeräten stammen, auf denen Bildschirmgrößen und Suchverhalten anderen Gesetzen gehorchten.

 

Instagram ist eine der drei größten Videoplattformen der Welt

Neben YouTube, Facebook/ Snapchat gehört das Bilder-Netzwerk Instagram zu den drei größten Videoplattformen der Welt. Das hat die Studie Video 2017 von L2 herausgefunden. Von den 7,2 Mrd. analysierten Videoaufrufen geht mit 48,4 Prozent der Großteil an Facebook, gefolgt von YouTube mit 38,2 Prozent. Instagram Videos-generieren aber bereits 13,5 Prozent der Videoeinblendungen - bei einem Drittel der Zahl der Facebook-Nutzer (700 Mio. vs. zwei Mrd.). Längere Videos werden vor allem auf YouTube eingestellt, bei kürzeren Clips haben Facebook bzw. Instagram die Augen vorne - noch dazu, weil sie einen Video-View schon nach einer kürzeren Betrachtungszeit zählen.

 

Industrie 4.0: Jeder zweite Firmenchef setzt auf Roboter-Kollegen

Einer Studie von Avanade zufolge sind mehr als die Hälfte aller befragten Entscheider weltweit der Überzeugung, dass intelligente Automatisierung die Arbeitskraft der Menschen eher mit der von Maschinen verbindet als sie ersetzt. Jedoch 79 Prozent der Befragten sehen in ihrem Unternehmen Vorbehalte gegenüber Veränderungen, die für die erforderlichen Implementierungen Künstlicher Intelligenz (KI) nötig sind; diese Zahl ist mit 84 Prozent in Deutschland nochmals leicht höher als im Rest der Welt.

 

Social-Media-Kommunikation regt zu analogen Gesprächen an

Smartphones machen nicht einsam. Im Gegenteil: Wer aktiv über soziale Netzwerke kommuniziert, führt in der Folge mehr direkte, persönliche Gespräche und zeigt sich auch insgesamt mit seinem Leben etwas zufriedener. Zu diesem überraschenden Ergebnis kamen Medienpsychologen der Universität Hohenheim in einer aktuellen Studie. Sie stellten fest, dass soziale Netzwerke als Kommunikationsinitiator fungieren. Auch die Lebenszufriedenheit durch WhatsApp- und Facebook-Kommunikation steigt leicht.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts 'Privatheit im Wandel' führte die Forschungsgruppe rund um Prof. Dr. Sabine Trepte an der Universität Hohenheim eine bundesweite Umfrage durch, bei der die Kommunikationsgewohnheiten der Menschen an zwei Zeitpunkten erfasst wurden.

 
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Studie: Unternehmen bekommen (mobile) Transformation nicht in Griff

Trotz des exponentiellen Wachstums an vernetzten Geräte weltweit, ringen die Unternehmen damit, das Wirrwarr der Mobilen Transformation in den Griff zu bekommen, insbesondere dort, wo Mobilität geschäftsentscheidend ist. Dies ergab die jüngste Studie von SOTI, die Ansichten von Führungskräften und mobilen Mitarbeitern auf der ganzen Welt ermittelte.

Obwohl 62 Prozent der Befragten aus deutschen Unternehmen den CEO als verantwortlich für mobile Geräte und App-Technologie in guter Qualität sehen, dürften Mobilitätsmanagement-Probleme weiterhin Bestand haben: 45 Prozent der befragten deutschen Mitarbeiter sagen, der CEO verstehe nicht, wie wichtig es ist, die besten mobilen Geräte und Apps zu haben. Die deutschen Studienteilnehmer hatten zudem fast zur Hälfte (47 Prozent) den Eindruck, dass sich die CEOs nur um Business-Mobilität kümmern, wenn es größere Probleme mit mobilen Geräten und Apps gibt, beispielsweise wenn diese nicht mehr funktionieren.

60 Prozent der befragten Mitarbeiter in Deutschland haben das Gefühl, Mobilitäts-Ausfälle beeinträchtigen ernsthaft ihre Arbeitsfähigkeit. Dabei machte fast ein Viertel (24 Prozent) allein im Monat vor der Befragung die Erfahrung, bei akutem Bedarf keinen Zugriff auf eine Unternehmens-App zu haben, und über die Hälfte (51 Prozent) sah sich mit Datensicherheitsherausforderungen konfrontiert.

 

Mobile Experience: Studie sieht deutsche Unternehmen mit Nachholbedarf

Knapp jeder dritte Website-Besuch (29,2 Prozent) kommt in Deutschland inzwischen von einem Smartphone (Europa: 30,6 Prozent) - dies entspricht einem Mobil-Wachstum von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Europa: +42,19 Prozent). Jedoch sinkt der Anteil der deutschen Mobil-Nutzer, die auf einer Seite verweilen: In Sachen 'Mobile Stickiness' rangiert Deutschland mit 31,6 Prozent europaweit auf dem letzten Platz (Europa: 34,7 Prozent). Mit negativen Auswirkungen auf die mobile Konversion.  Dies ist das Ergebnis der aktuellen Adobe Digital Insights Best of the Best Europe 2016, für die über 5.000 Internetnutzer befragt sowie über 100 Milliarden Visits ausgewertet wurden.

Wie groß der Nachholbedarf bei der Mobile Experience wirklich ist, zeigt nicht zuletzt die Unzufriedenheit der deutschen Smartphone-Nutzer: Nur 38 Prozent von ihnen sind aktuell der Meinung, dass Marken bei der geräteübergreifenden Bereitstellung von konsistenten und personalisierten Kundenerlebnissen einen guten Job machen (Europa: 44 Prozent). Vor allem die mangelnde Anpassung auf die jeweilige Bildschirmgröße (48 Prozent, Europa: 45 Prozent) und das schlechte Design (28 Prozent, Europa: 31 Prozent) wirken sich ihrer Meinung nach negativ auf das mobile Markenerlebnis aus. Auf den besuchten mobilen Webseiten und in den Apps kommen nicht selten lange Ladezeiten (45 Prozent, Europa: 47 Prozent), schlechte Darstellungen auf dem kleinen Screen (40 Prozent, Europa: 40 Prozent) und eine unübersichtliche Navigation (40 Prozent, Europa: 37 Prozent) hinzu. Auch deshalb verweilen deutsche Mobile Nutzer immer kürzer auf der besuchten Website: Waren es im Vorjahr noch 5,97 Minuten (Europa: 6,07 Minuten), sind es jetzt nur noch 5,83 Minuten (Europa: 5,91 Minuten).

 

Digitalisierung der Arbeitswelt: Wie Arbeitnehmer das Thema Automatisierung sehen

Mit der Digitalisierung ändern sich Tätigkeitsprofile von Berufen einschneidend. Viele Aufgaben, die heute manuell ausgeführt werden, werden in Zukunft automatisiert. Doch die Veränderungen machen den Arbeitnehmern in Deutschland keine Angst. 77 Prozent der Arbeitnehmer glauben, dass sie bei Routineaufgaben entlastet werden und 63 Prozent sind der Auffassung, dass sie dadurch mehr Zeit für anspruchsvolle Tätigkeiten gewinnen, so das Ergebnis der aktuellen Umfrage von HR-Dienstleister Randstad unter rund 1.200 Beschäftigten.

54 Prozent der Befragten erwarten eine wachsende Automatisierung an ihrem persönlichen Arbeitsplatz. Während die große Mehrheit (80 Prozent) nicht davon ausgeht, dass in Zukunft Maschinen ihre Tätigkeit übernehmen und somit ihr Job in Gefahr ist, glauben 55 Prozent der Arbeitnehmer, dass sich der Leistungsdruck erhöhen wird. Die Anforderungen an Arbeitnehmer steigen, denn Technologien ändern sich immer rasanter. In 62 Prozent der Unternehmen hat man sich bei der Aus- und Weiterbildung bereits auf eine zunehmende Automatisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen eingestellt.

Arbeitnehmer sind für Weiterbildung offen. 41 Prozent der Befragten wären bereit umzulernen und sich weiterzubilden, wenn sie damit ihren Job sichern und danach das gleiche oder mehr verdienen würden, so die Studie. Diese Einstellung ist bei Frauen (42 Prozent) und Männern (40 Prozent) gleichermaßen ausgeprägt. Nur zehn Prozent der Befragten würden lieber das Unternehmen wechseln, als sich zu qualifizieren.

 

Digitalisierung und Cybersicherheit: Deutschlands Firmen fehlen Fachkräfte

Für neun von zehn Unternehmen in der Elektro- und IT-Industrie ist die IT-Sicherheit zwar wesentliche Voraussetzung für die Digitalisierung, doch sie finden zu wenige IT-Spezialisten, um die Digitalisierung intern voranzutreiben und die Organisation vor externen Angriffen zu schützen. Das geht aus einer Umfrage des Technologieverbandes VDE hervor. 71 Prozent der Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern gaben zu, bereits Opfer von Cyber-Angriffen geworden zu sein, doch die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Denn lediglich 10 Prozent sind der Meinung, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei IT-Sicherheit führend ist.

 
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Bankenverband: Bargeld wird weniger, aber nicht abgeschafft

Wird Bargeld in Deutschland abgeschafft? Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes gibt Entwarnung. Eher reagiert der Markt auf ein geändertes Kundenverhalten. Diese sind in Deutschland jedoch besonders konservativ.

So gebe es auch keinen Rückgang bei der Zahl der Geldautomaten. Dagegen sinke die Zahl der Bankfilialen weiter. In Deutschland lieben die Menschen Bargeld, anders als etwa in Skandinavien. Dies sei eine "kulturelle Tradition" so Kemmer. An Kassen und Automaten werde noch überwiegend bar bezahlt. 78 Prozent der Transaktionen und 50 Prozent des Umsatzes werden in bar abgewickelt.

Allerdings sind die Zahlen rückläufig. Im Jahr 2008 seien noch 82 Prozent Barzahlungen gewesen, mit denen 58 Prozent des Umsatzes gemacht worden seien. Zudem fallen durch die Bargeldhaltung hohe Kosten für Mitarbeiter, Anschaffungskosten für Geldautomaten, Zählmaschinen und Echtheitsprüfung, Transport oder Versicherungen an. Je geringer die Anzahl der Transaktionen, desto größer der Fixkostenblock pro Transaktion. Viele Geldhäuser gehen daher dazu über, einen Teil der Bargeldkosten an die Kunden auszulagern.

 

Fachkräftemangel: Jedes zweite Start-up kann Stellen nicht besetzen

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt auch deutsche Start-ups vor Probleme: Mehr als jedes zweite Start-up (53 Prozent) gibt an, dass bereits mindestens einmal eine Position nicht besetzt werden konnte, weil sich kein qualifizierter Bewerber gefunden hat.  Vor allem IT-Jobs sind dabei schwer zu besetzen, so ein weiteres Ergebnis der Bitkom-Umfrage. Rund zwei Drittel der Gründer (65 Prozent) geben an, dass es besonders schwer sei, qualifizierte IT-Experten einzustellen. 17 Prozent haben Probleme, Vertriebsmitarbeiter zu finden, 10 Prozent sehen Probleme im Bereich Marketing und Kommunikation. Nur rund jedes zwanzigste Unternehmen sieht die größten Probleme bei der Besetzung von Management- und Geschäftsführungs-Positionen (5 Prozent) bzw. im Projektmanagement (4 Prozent).

Mit Blick auf die IT-Positionen sind bei den Start-ups vor allem Entwickler Mangelware. 17 Prozent der Gründer geben an, dass Backend-Entwickler besonders schwer zu finden sind, 13 Prozent beklagen allgemein ein Fehlen von Entwicklern und Programmierern. Acht Prozent finden keine Javascript-Entwickler, sieben Prozent keine Front-End-Entwickler und ebenso viele keine Mobile-Entwickler. Auch bei den Top-Themen der Branche gibt es Schwierigkeiten bei der Mitarbeiter-Suche. So geben sechs Prozent der Gründer an, dass es besonders schwer ist, Big-Data- und Data-Science-Experten einzustellen, bereits heute sehen drei Prozent einen gravierenden Mangel bei Fachleuten für Künstliche Intelligenz und Machine Learning.

 

Umfrage: Mittelstand offen für Blockchain-Technologie

Die Blockchain setzt sich für bestimmte Anwendungsfälle und Branchen in der Breite durch - das denken 44 Prozent der Mittelständler laut einer Befragung des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

Neun Prozent der befragten Unternehmen planen bereits konkret den Einsatz einer Blockchain im eigenen Unternehmen. 17 Prozent denken immerhin über den Einsatz in ihrem Unternehmen nach, aber nur drei Prozent der Mittelständler nutzt die Blockchain bereits. Die niedrige Anwendungsquote muss aber keineswegs heißen, dass die Technologie keine Zukunft hätte. Obwohl die Experimentierphase noch nicht vorüber ist, glauben nur 26 Prozent nicht an diese Technologie.

 

Virtuelle Mitarbeiter: Künstliche Intelligenz beschleunigt digitale Transformation am Arbeitsplatz

Die digitale Transformation am Arbeitsplatz schreitet voran - und sorgt für die Umsetzung neuer Arbeitsplatzkonzepte, wie eine neue Studie von Dimension Data zeigt. Das sorgt für flexible Arbeitsplätze sowie den Einsatz von innovativen Analyse-Technologien und künstlicher Intelligenz. Vor allem die Verbesserung der eigenen Geschäftsprozesse und das Generieren eines Wettbewerbsvorteils stehen für viele Organisationen dabei ganz oben auf der Prioritäten-Liste, gefolgt von der Verbesserung der Kundenbeziehungen und der Realisierung von agileren und flexibleren Arbeitsstilen.

Der Report zeigt weiter auf, dass die digitale Transformation an Tempo stark zunimmt und weit mehr ist als ein schlichtes Anpassen vorhandener Technologien. Vielmehr geht es darum, hier neue und vorhandene Technologien sinnvoll miteinander zu kombinieren und neue digitale Wege zu erschließen. Damit soll den Mitarbeitern ein produktiveres und flexibleres Arbeiten ermöglicht werden. 62 Prozent der Studienteilnehmer sind davon überzeugt, dass sich in den nächsten zwei Jahren virtuelle Berater in ihren Unternehmen etablieren und ihre Mitarbeiter von Basisarbeiten freispielen werden. Die Unternehmen erhoffen sich dadurch eine Entlastung ihrer Mitarbeiter, eine Steigerung der Produktivität und eine Verbesserung der Kundenservices. Konkret geben 58 Prozent der Befragten an, in den nächsten zwei Jahren in Technologien investieren zu wollen, die diese virtuellen Berater möglich machen.

 
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Markt für Smartphones wächst ungebrochen

Die weltweite Smartphone-Nachfrage wuchs laut GfK im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 347 Millionen Geräte. Die Schwellenländer Asiens waren mit einem Anstieg um 13 Prozent treibende Kraft, gefolgt von Mittel- und Osteuropa (11 Prozent) und Lateinamerika (10 Prozent). Der Marktwert erhöhte sich aufgrund des steigenden durchschnittlichen Verkaufspreises um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt in Westeuropa schrumpfte das dritte Quartal in Folge um vier Prozent bei der Stückzahl und um ein Prozent beim Umsatz.

 

B2B-Einsatz: Google Glass kommt zurück

Offiziell eingestellt wurde das Projekt Google Glass nie. In der Vergangenheit war es jedoch still um die Augmented-Reality-Brille, sodass der Großteil der Branche das Projekt längst abgeschrieben hatte. Doch nun erlebt die rudimentäre AR-Brille ein Revival im Verborgenen. Wie das Branchenmagazin Wired berichtet, haben mehrere Dutzend Unternehmen, darunter Größen wie Volkswagen, DHL, Boeing oder General Electric, die Brille im Business-Einsatz. Verwendet wird eine verbesserte Enterprise-Version der Brille, die unter anderem eine längere Akkulaufzeit bietet.

 

Freiberufler sind es gerne

Freiberufler sind zufrieden mit ihrer Tätigkeit und wollen auch nicht zurück in die Festanstellung. Schwierigkeiten bereitet die Projektakquise. Das ist das Ergebnis der Marktstudie Der Weg in die Freiberuflichkeit  Fast alle der Befragten üben ihre freiberufliche Tätigkeit gerne aus, 93,3 Prozent gaben dies an. Als größtes Hindernis zu Beginn der Freiberuflichkeit wird die "Kundenakquise bzw. das Marketing" von der Hälfte der Befragten genannt. Knapp dahinter liegen die "schlechte Planbarkeit" mit 46,9 Prozent und "rechtliche Unklarheiten" mit 38,2 Prozent. Drei von Zehn Umfrageteilnehmer gaben "Steuern bzw. Buchhaltung", zu viel "Bürokratie" und "wirtschaftliche Unsicherheit" als Herausforderung an.

Für acht von zehn Freiberuflern sind Projektportale bzw. Business-Netzwerke die beliebteste Art der Projektakquise, gefolgt von Projektdienstleistern, die von drei Viertel genannt wurden. Zwei von drei Umfrageteilnehmer erhalten nach Projektende direkt einen Folgeauftrag oder nutzen ihre persönlichen Kontakte für neue Aufträge. Mit großem Abstand dahinter folgen die eigene Webseite bzw. der eigene Blog und Konferenzen, die beide noch von über zehn Prozent der Befragten genannt wurden. Print-Werbung spielt faktisch keine Rolle mehr, nur 0,3 Prozent der Befragten setzt diese ein.

 

Zahl der verkauften Digitalgeräte sinkt

2017 werden weltweit über 2,3 Milliarden PCs, Tablets und Smartphones ausgeliefert, 0,3 Prozent weniger als 2016, so die aktuelle Prognose von Marktforscher Gartner. Im nächsten Jahr soll der Markt wieder um 1,6 Prozent wachsen.

 
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Providerverband: Brexit könnte Datenübertragung erschweren

Der Brexit wird die rechtlichen Bedingungen für den Transfer personenbezogener Daten zwischen Großbritannien und den EU-Ländern verändern. Bislang gilt das Datenschutzniveau eines Mitgliedsstaats ohne weitere Prüfungen als angemessen. Innerhalb der Europäischen Union sind Datenübermittlungen also rechtlich genauso zu behandeln wie Datenübermittlungen innerhalb Deutschlands. Weiterer Prüfungen oder gesonderter Vertragskonstrukte, wie sie beispielsweise mit den USA bestehen, bedarf es nicht.

Nach dem Brexit wird Großbritannien zum Drittland. Hierfür gilt datenschutzrechtlich zurzeit noch § 4 b BDSG und zukünftig Art. 44 ff. der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Wer personenbezogene Daten in ein Drittland übermitteln möchte, der muss sicherstellen, dass der Zielstaat ein angemessenes Datenschutzniveau gewährleistet.

"Ob ein Land ein angemessenes Datenschutzniveau hat oder nicht, stellt die EU-Kommission fest. Wenn dem so ist, dann ist eine Übertragung in dieses Drittland ohne weitere Prüfungen verantwortlicher Stellen möglich", sagt Rechtsanwältin Katharina Küchler, Legal Department des ECO e.V.. Einen solchen Status strebt die britische Regierung offensichtlich an.

Das Problem der Datenübermittlung trifft Unternehmen, die im Rahmen von geschäftlichen Beziehungen Daten nach Großbritannien übermitteln wollen und Unternehmen mit Standorten dies- und jenseits des Ärmelkanals. Weder das BDSG noch die DSGVO kennen Ausnahmen im Sinne eines Konzernprivilegs. Datenschutzbeauftragte in Unternehmen mit einer britischen Konzernmutter etwa sollten sich daher auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten und aktuelle Datenflüsse überprüfen - insbesondere vor dem Hintergrund erhöhter Bußgelder, die mit der Datenschutzgrundverordnung ab Mai 2018 drohen könnten.

 

Umfrage: Die Deutschen sind keine Technikmuffel

Die Deutschen gelten häufig als Technologiemuffel - offenbar zu Unrecht, wie eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Demnach geben 8 von 10 Bundesbürgern ab 14 Jahren (79 Prozent) an, dass sie digitalen Technologien grundsätzlich positiv gegenüberstehen. 18 Prozent sagen, dass sie gegenüber diesen Technologien eine eher negative Haltung haben.

In ihrer Haltung gegenüber digitalen Technologien unterscheiden sich die Geschlechter kaum. Während 81 Prozent der Männer angeben, ihnen positiv gegenüber zu stehen, sind es bei den Frauen 78 Prozent. Internet-Nutzer sind mit 82 Prozent dagegen deutlich positiver eingestellt als reine Offliner (69 Prozent). Und wenn man die Altersgruppen vergleicht, so nimmt die Offenheit gegenüber digitalen Technologien erst bei den Älteren messbar ab. So sehen 84 Prozent der 14- bis 29-Jährigen digitale Technologien positiv, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es mit 83 Prozent fast ebenso viele und bei den 50- bis 64-Jährigen liegt der Anteil bei 80 Prozent.

 

Sozialwirtschaft tut sich schwer mit Digitalisierung

Wie fit die Sozialwirtschaft für eine aktive Gestaltung des digitalen Wandels ist, zeigt die jetzt erschienene Ausgabe des "IT-Reports für die Sozialwirtschaft". Demnach mangele es in sozialen Einrichtungen teils noch an wichtigen Grundlagen, um die jeweiligen Abläufe in einem IT-System widerzuspiegeln.  Der Studie zufolge fehle es insbesondere an einer ausreichenden Reife des Prozessmanagements. Mit den Funktionen der angebotenen Softwarelösungen seien die Anwender zwar weitgehend zufrieden. Jedoch tun sich bei der Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit der Programme zwischen den Wünschen der Nutzer und der Umsetzung in der aktuell eingesetzten Software noch große Lücken auf. Darüber hinaus seien erst 68 Prozent der befragten Leitungskräfte und IT-Verantwortlichen mit ihrem eigenen Kenntnisstand zufrieden. In den Leitungsgremien werde IT am häufigsten im Zusammenhang mit Datenschutz und IT-Sicherheit sowie mit Beschaffung von Hard- und Software thematisiert. Eine Auseinandersetzung mit der eigenen IT-Strategie finde dort hingegen nur selten statt. Erstmals untersuchte der IT-Report auch das Thema Telefonie: Hier zeigt sich ein sehr durchwachsenes Bild: alte und neue Technologien halten sich die Waage, jedoch werden moderne Formen der Integration von Telefonie und Computer bislang eher selten genutzt.

 

Drei von vier Unternehmen setzen Social Media ein

Die meisten Unternehmen wissen, dass sie an sozialen Netzwerken nicht mehr vorbeikommen: 73 Prozent nutzen heute Social Media für Marketing und Kommunikation. Je größer ein Unternehmen, desto häufiger setzt es soziale Plattformen ein.  Bei großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern setzen nahezu alle auf soziale Medien, bei den Unternehmen mit 100 bis 499 Beschäftigten sind es 88 Prozent, bei den kleineren ab 20 Mitarbeitern 68 Prozent. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bitkom.

 
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Junge Konsumenten kehren zum Fernsehen zurück

Die zweite Auflage des Monitorings zum digitalen Konsumentenverhalten ‚Vielfalt online‘ zeigt eine überraschende Entwicklung: Vor allem bei jungen Konsumenten, die Streaming-Dienste ausprobiert haben, ist eine Rückkehr zum traditionellen Fernsehen feststellbar.  Ein Kernergebnis: Die Nutzer von Musik- und Videostreaming-Diensten werden immer bequemer. Diese Bequemlichkeit mag einer der Gründe dafür sein, dass vor allem bei den ganz jungen Konsumenten einige wieder zum klassischen Fernsehkonsum zurückkehren. So scheint es einfacher zu sein, sich berieseln zu lassen, als selbst zu entscheiden, welchen Film oder welche Serie man sich anschauen möchte. Die Bequemlichkeit wirkt sich darüber hinaus auch auf Einstellungen zum Datenschutz aus. Der Schutz von persönlichen Daten ist für die Deutschen weiterhin wichtig, gleichzeitig zeigen sich einige Nutzer aber durchaus bereit, auf Datenschutz zu verzichten, wenn sie dafür gleich finden, was ihnen gefällt. Im Vergleich zum Vorjahr ist auch die Bereitschaft, für Streaming-Dienste Geld auszugeben, gestiegen. Der Anteil der Konsumenten, die bereit sind, für Musik-Streaming zu bezahlen, hat sich von 2015 bis 2016 um fast ein Drittel erhöht und liegt nun bei etwa 30 Prozent.

 

Deutsche haben 8,2 Milliarden Stunden in Apps verbracht

Während in Südkorea, Mexiko, Brasilien, Japan und Indien die Top 20 Prozent der Smartphone-Nutzer über vier Stunden täglich mit Apps verbrachten, bilden die Deutschen gemeinsam mit den Franzosen mit durchschnittlich 142 Minuten am Tag die Schlusslichter. Das zeigt eine Analyse der Nutzung mobiler Services in dem Zeitraum Januar bis Mai 2017.  Die beliebtesten Top 5 Apps der Deutschen waren von Januar bis Mai WhatsApp, Facebook, Facebook Messenger, Amazon und Instagram.

 

Große Mehrheit der Beschäftigten im Urlaub erreichbar

Sieben von zehn Berufstätigen (71 Prozent) sind beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar, so eine repräsentativen Umfrage. Im Vergleich zum Vorjahr (67 Prozent) ist die Erreichbarkeit leicht gestiegen. Knapp sechs von zehn Berufstätigen (59 Prozent) lesen Kurznachrichten wie iMessage und WhatsApp, ebenso viele (58 Prozent) sind telefonisch erreichbar. Knapp vier von zehn (38 Prozent) lesen geschäftliche E-Mails.

Vor allem unter jüngeren Arbeitnehmern ist es eher verbreitet, im Urlaub ganz vom Job abzuschalten. Knapp vier von zehn Berufstätigen (37 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren wollen dann nicht erreichbar sein. In der Gruppe der Über-30-Jährigen ist es dagegen jeder Vierte (25 Prozent). Erfahrungsgemäß sind es vor allem die Kollegen, die sich während des Urlaubs melden. Sechs von zehn der im Urlaub erreichbaren Berufstätigen (61 Prozent) erhielten im vergangenen Jahr einen Anruf oder eine Nachricht von einem Kollegen. Bei jedem Vierten (23 Prozent) war es der Chef. Kunden meldeten sich bei jedem achten Berufstätigen (13 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) blieb trotz erklärter Erreichbarkeit ungestört.

 

Digitale Wirtschaft: Drei von vier Arbeitnehmern dürfen Homeoffice machen

Homeoffice ist in der Digitalen Wirtschaft längst nicht mehr nur ein Zusatzangebot, sondern bereits Standard. Drei Viertel (75 Prozent) der in einer BVDW-Studie befragten Arbeitnehmer geben an, von Zuhause arbeiten zu dürfen. Allerdings ist die Regelung nur bei 24 Prozent im Arbeitsvertrag geregelt. Häufig handele es sich um Kulanzregelungen ohne festgelegte Kriterien. Vor allem in größeren Unternehmen gibt es aber offizielle Betriebsvereinbarungen, in denen die Bedingungen festgelegt sind, so die Studienautoren. Nach der BVDW-Umfrage sind die technischen Möglichkeiten in 95 Prozent der Unternehmen gegeben.

Ein Drittel der Befragten (34 Prozent), die das Angebot für Homeoffice nicht in Anspruch nehmen, geben an, dass der Arbeitgeber es nur ungern sehe, wenn von Zuhause gearbeitet wird. Dabei ist die Erwartungshaltung groß: 92 Prozent der Befragten, denen Homeoffice nicht angeboten wird, wünschen sich die Möglichkeit, von Zuhause arbeiten zu können - besonders, um konzentrierter arbeiten zu können (72 Prozent), sich die Fahrzeit zur Arbeit zu sparen (63 Prozent) und sich die Arbeitszeit selbstständig einteilen zu können (62 Prozent). Immerhin fast jeder Zweite (44 Prozent) möchte durch Homeoffice die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Aber hier geben drei von zehn Befragten (31 Prozent) an, für sich persönlich nicht genau zwischen Arbeitszeit und Freizeit abgrenzen zu können.

Fast drei Viertel (73 Prozent) geben an, während ihrer Freizeit per Telefon oder Mail erreichbar zu sein - in 94 Prozent der Fälle werktags nach der Arbeit. Während des Urlaubs bearbeiten 63 Prozent der befragten berufliche E-Mails oder führen berufliche Telefonate. Insgesamt führt das zu einer höheren Arbeitsbelastung: Fast die Hälfte (47 Prozent) gibt an, mehr zu arbeiten als noch vor drei Jahren.

 
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Buh, Digitale Transformation: Wandel macht nur noch wenigen Angestellten Angst

Arbeitnehmer in Deutschland sehen sich für die digitale Transformation mehrheitlich gut gerüstet. Skeptischer sind sie, was den entsprechenden Reifegrad ihrer Arbeitgeber betrifft. Das geht aus der Arbeitsmarktstudie von Personalvermittler Orizon 2017 hervor, für die über 2.000 Arbeitnehmer befragt wurden. Zwar stimmen rund 30 Prozent der befragten Arbeitnehmer schon heute der Aussage zu, die Digitalisierung zwinge sie, schneller zu arbeiten. Die jüngeren Altersgruppen bis 29 Jahre bejahen das dabei deutlich häufiger als die älteren Generationen. Aber: 75 Prozent aller Befragten trauen sich zu, sich die geforderten digitalen Fähigkeiten aneignen zu können. Lediglich 13 Prozent fühlen sich durch die technologische Entwicklung überfordert. Besonders erfreulich: Das Selbstbewusstsein der Arbeitnehmer geht mit nur kleinen Schwankungen quer durch alle Altersgruppen.

Nur rund 14 Prozent der Befragten fürchten, ihr konkreter Arbeitsplatz könne durch die Digitalisierung wegfallen.

 

Smartphone: Immer weniger Urlauber nehmen noch die Kamera mit in den Urlaub

Das Smartphone ist die Nummer eins für digitale Urlaubsfotos. Rund sieben von zehn Bundesbürgern ab 14 Jahren (68 Prozent) machen im Urlaub Fotos mit dem Smartphone, es folgt das Tablet mit 27 Prozent. Jeder Vierte (26 Prozent) macht Fotos mit einer digitalen Kompaktkamera, etwa jeder Achte (12 Prozent) nutzt eine digitale Spiegelreflexkamera und jeder Neunte (11 Prozent) eine digitale Systemkamera, so eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

 

Gewerbeflächen: Digitale Infrastruktur wichtiger als Mietpreis

In Zeiten digitaler Kommunikation, datengetriebener Geschäftsmodelle, global und in der Cloud agierender Unternehmen ist eine gute Internetverbindung bei der Büroauswahl wichtiger als die Höhe der Miete. So lautet eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage. YouGov hat im Auftrag des Unternehmens WiredScore 339 deutsche Infrastruktur-Entscheider befragt: Jeder Zehnte Befragte gab an, dass sein Unternehmen aufgrund von Konnektivitätsproblemen bereits Kunden verloren habe. 88 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass es für das Geschäftsmodell ihres Unternehmens sehr wichtig sei, dass ihre Mitarbeiter eine hochverlässliche, schnelle und skalierbare Internetverbindung haben.

Eine gute Internetverbindung ist das am häufigsten genannte Kriterium bei der Auswahl von Büro- und Gewerbeflächen (84 Prozent der Umfrageteilnehmer). Eine breite Abdeckung durch das Mobilfunknetz wurde ebenfalls als "äußerst wichtig" oder "sehr wichtig" bewertet (76 Prozent), dicht dahinter folgt die Höhe der Miete auf Platz drei der wichtigsten Kriterien (74 Prozent).

 

Digitalisierung: Jedes dritte Unternehmen nimmt IT-Risiken in Kauf

32 Prozent der IT-Entscheider berichten, dass im eigenen Unternehmen neue Technologien in Einzelfällen auch dann eingeführt werden, wenn vorab noch nicht alle möglichen Sicherheitsrisiken bekannt und bewertet sind. So ein Ergebnis der Studie Potenzialanalyse Digital Security von Sopra Steria Consulting. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen branchenübergreifend unter enormen Digitalisierungsdruck stehen. Das führt dazu, dass Entscheider im Einzelfall digitale Projekte absegnen, ohne vorher alle Sicherheitsrisiken zu kennen.

In fast jedem zweiten Unternehmen (49 Prozent) muss vor Fertigstellung einer IT-Anwendung ein Sicherheitskonzept vorliegen. Elf Prozent der Entscheider geben an, dass die IT-Sicherheitsstrategien erst nach der Einführung einer App oder anderen Technologie erarbeitet werden. In der Automobil- und Energiebranche sowie der öffentlichen Verwaltung hat die Sicherheit am häufigsten Vorrang vor der schnellen Markteinführung. Jeder zweite Entscheider in dieser Branche gibt an, dass IT-Projekte nur gestartet werden dürfen, wenn Schutzbedarfsanalyse, Risikobewertung und Abwehrmaßnahmen vorliegen.

 
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Weitere Stellenstreichungen bei Startups: Soundcloud entlässt 173 Mitarbeiter

Anfang Juli hat Marktplatz Dawanda ein Viertel seiner Mitarbeiter entlassen. Nun scheppert es bei dem nächsten Berliner Startup: Soundcloud baut 40 Prozent aller Arbeitsplätze ab.  Der Berliner Musikstreamingdienst  entlässt 173 seiner 420 Beschäftigten, schreibt Mitgründer Alex Ljung im Firmenblog. Das Unternehmen werde demnach die Büros in San Francisco und London schließen. Die operativen Aktivitäten bündelt Soundcloud demnach auf die Standorte Berlin und New York. Grund dafür sind "Kosteneinsparungen".

 

IT-Sicherheitsstudie: Insider- und Drittanbieterzugriffe sind Hauptbedrohung

Bomgar, Enterprise-Anbieter für Zugriffslösungen, hat in der internationalen Sicherheitsumfrage 2017 Secure Access Threat Report ermittelt, dass Insider- und Drittanbieterzugriffe auf IT-Systeme zu den größten Herausforderungen für die Unternehmenssicherheit zählen. In der Sicherheitsstudie identifizieren die Befragten zwei Hauptbedrohungen für die Unternehmenssicherheit: Insider- und Drittanbieterzugriffe. Der Report belegt, dass 90 Prozent der Sicherheitsexperten den eigenen Mitarbeitern mit privilegierten Zugriffsrechten zumeist vertrauen, aber nur 41 Prozent vollständig. Paradoxerweise vergeben Sicherheitsverantwortliche weitreichende Zugriffsrechte an Mitarbeiter, obwohl sie sich der Gefahr durch interne Sicherheitsverletzungen durchaus bewusst sind.

Zwar sorgt sich die Mehrheit nicht wegen böswilliger Insider-Angriffe, aber es gibt berechtigte Sorgen, dass Datenschutzregeln unbeabsichtigt verletzt werden oder aber Administratorrechte und privilegierte Zugangsdaten in die Hände von Cyberkriminellen gelangen könnten. Trotzdem fehlt bei 37 Prozent der befragten Unternehmen die erforderliche Visibilität auf Mitarbeiteraktivitäten, und 33 Prozent der Umfrageteilnehmer befürchten, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf das Unternehmensnetz haben könnten.

 

Und da war noch: Mit Streetview kann man jetzt die internationale Raumstation ISS besuchen

Ab sofort  können Internet-Nutzer mit Street View die Internationale Raumstation (ISS) erforschen. Google hat einen entsprechenden Service jetzt gestartet.  Thomas Pesquet, Astronaut der ESA (Europäische Weltraumorganisation) verbrachte sechs Monate an Bord der Internationalen Raumstation (ISS). Währenddessen hat er in Zusammenarbeit mit Google Street View einzigartige Aufnahmen der Raumstation eingefangen. Nun kann man die ISS erkunden und außerdem einen Blick auf die Erde werfen.

https://www.google.com/streetview/#international-space-station/

 
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Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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