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Newsletter vom 21.08.2017

App analysiert Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen: Games sind out

Die Verbreitung von Smartphones und die mobile Internetnutzung dominieren zumeist den Alltag vieler Jugendlicher. Die Generation Z zeigt sich in ihrem Medienkonsum flexibel und nicht selten sehr sprunghaft. Eine Analyse zur Smartphone-Nutzung Jugendlicher hat kürzlich AOK Rheinland/Hamburg mit einer eigens entwickelten App durchgeführt.  Das Tracking über die Messpunkte ergab eine durchschnittliche Smartphonenutzung von 152 Minuten pro Tag. Allerdings spreizt sich die Nutzung stark: 38 Prozent der Jugendlichen nutzen ihr Smartphone unter 30 Minuten täglich und 24 Prozent deutlich mehr als vier Stunden. Diese Werte zeigen, dass sich die Mediennutzung der Generation Z stark unterscheidet und nicht pauschalisiert werden kann.

Keine andere Aktivität weist einen höheren Anteil auf als der Kontakt mit Freunden mittels Messenger und Chat. Für 72 Prozent der Jugendlichen ist dies der häufigste Nutzungsgrund. Überraschend hingegen, dass Spiele auf dem Smartphone zunehmend an Bedeutung verlieren. Gerade einmal elf Prozent der Jugendlichen nutzen laut eigener Angabe das Smartphone noch zum Spielen. Insbesondere für Entwickler von Smartphone-Games wird es immer schwieriger, auf die Geräte der sehr relevanten Generation Z zu kommen. Es wird deutlich, dass eine bewusstere Nutzung der Geräte stattfindet - speicherintensive Apps haben dabei meist das Nachsehen gegenüber Fotos und Videos.

 

Rekordstrafe: Google-Shopping muss umgebaut werden

Weil der Suchmaschinen-Anbieter mit seinem Angebot Google-Shopping die Konkurrenz benachteilige, hat die EU-Kommission eine Rekord-Strafe von 2,42 Milliarden Euro verhängt. Das eigene Shopping-Angebot werde deutlich prominenter dargestellt als andere Produkt- oder Preisvergleichs-Angebote. Dieser Missbrauch seiner Marktmacht soll den US-Internetgiganten nun eine Rekord-Strafe kosten. Außerdem wurde Google aufgefordert, die Darstellung binnen 90 Tagen wettbewerbskonform anzupassen. Anderenfalls werde eine Strafe von bis zu 5 Prozent des Tagesumsatzes fällig. Das US-Unternehmen erwägt nun vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Klage vorzugehen. Das Unternehmen argumentiert damit, dass es nicht über eine marktbeherrschende Stellung verfüge, da die meisten Verbraucher ihre Produktsuche bei Amazon starten.

 

Daimler baut in der Bus-Fertigung auf 3D-Druck

LKW-Hersteller Daimler Buses setzt ab sofort 3D-Druck für die Realisierung von Kundensonderwünschen, Kleinserien und Ersatzteilen der Marken Mercedes-Benz und Setra ein. Möglich sind heute bereits komplexe Bauteile im Omnibus-Innenraum, die sich bislang aus mehreren und teilweise sogar beweglichen Einzelkomponenten zusammensetzten.

Die 3D-Teilefertigung soll kein Einzelfall bleiben: "Wir sehen in den digitalen Produktionstechnologien mittelfristig großes Potenzial, um markt- und kundenflexibel reagieren zu können und zugleich das Investitionsrisiko zu minimieren", so das Unternehmen. Aktuell sind bereits rund 780 Bauteile für Kundenfahrzeuge gedruckt worden, darunter Schubladen, Abdeckblenden, Halteleisten, Adapter- und Einfassringe. Darüber hinaus werden derzeit mehr als 150 unterschiedliche Omnibus-Ersatzteile eingehend auf ihre Umsetzbarkeit als 3D-Druckteile untersucht und validiert. Daimler hat noch viel vor: "Durch die 3D-Drucktechnologie können wir an den weltweiten Produktionsstandorten von Daimler Buses lokale Drucker installieren und vor Ort flexibel auf Kundensonderwünsche und Ersatzteilanfragen reagieren. Während die Teileverfügbarkeit auf diese Weise erheblich beschleunigt wird, können lange Transportwege ebenso vermieden werden wie hohe Transport- und Zollkosten", hofft der Bushersteller.

 

VR-Werbeblock: Google testet erste Konzepte

Der Suchmaschinenkonzern Google will auch in der virtuellen Welt nichts anbrennen lassen: Werbung in Virtuellen Realitäten (VR) lautet ein aktuelles Experimentierfeld. So wird derzeit ein virtueller Würfel getestet, auf dem ein Werbevideo startet, sobald der Nutzer lange genug darauf blickt. Ein Werbeblock im wahrsten Sinne des Wortes.

 
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Start-Ups schaffen im Schnitt 18 Arbeitsplätze

Der Tüftler in der Garage oder der einsame Programmierer im dunklen Keller - das Klischee von Start-ups hat mit der Realität nur noch wenig zu tun. Start-ups sind keine Ein-Mann-Shows, sondern bedeutende Arbeitgeber. Im Schnitt beschäftigt jedes Start-up in Deutschland aktuell 18 Mitarbeiter. Vor einem Jahr waren es erst 15 Mitarbeiter, 2015 sogar nur 13 Mitarbeiter. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Bitkom unter mehr als 250 Start-up-Gründern. Demnach haben zwei Drittel der Gründer (64 Prozent) im vergangenen Jahr neue Mitarbeiter eingestellt, bei rund jedem Vierten (27 Prozent) gab es keine Veränderungen und nur bei vier Prozent musste das Personal reduziert werden. Im laufenden Jahr dürften noch zahlreiche weitere Jobs in Start-ups entstehen. Mehr als drei Viertel der Gründer (77 Prozent) gehen davon aus, dass sie neue Mitarbeiter einstellen werden.

 

Doch keine Roboter? Google verkauft Boston Dynamics

Die Google-Mutter Alphabet hat den Entwickler von humanoiden Robotern, Boston Dynamics, verkauft. Das japanische Unternehmen Softbank hat 100 Millionen US-Dollar dafür bezahlt. Bosten Dynamics sorgte mit Maschinen für Aufsehen, die auf zwei Beinen laufen können. Die Geräte eignen sich auch für militärische Zwecke, was zu Diskussionen führte. Alphabet hatte Boston Dynamics vor dreieinhalb Jahren erworben. Inzwischen glauben die Konzernbosse jedoch, dass von Boston Dynamics in den nächsten Jahren keine vermarktbaren Produkte zu erwarten sind.

 

Digitaler Masochismus: Fast alle Unternehmen glauben, der Konkurrent kann's besser

In Zeiten zunehmender Digitalisierung schafft es die deutsche Konsumgüterindustrie immer noch nicht, das Potenzial der neuen Technologien auszuschöpfen. Es klafft eine Lücke zwischen Wunschleistungen und tatsächlichen Ergebnissen der Marketing- und Vertriebsabteilungen vieler Unternehmen. Das sind die Hauptergebnisse der neuen Roland Berger-Studie Catch the waves in consumer goods, für die rund 100 Entscheidungsträger in deutschen Firmen befragt wurden.  Trotz der Innovationsmöglichkeiten, die sich durch digitale Technologien ergeben, sind satte 83 Prozent der befragten Firmen der Meinung, dass ihre eigenen Marketing- und Vertriebsstrategien nicht in der Lage sind, den Mitbewerbern Paroli zu bieten.

Da wundert es nicht, dass die Studie auch einen großen Mangel in strategischen Fragen zeigt. So ist nicht einmal jeder zweite Marketing- und Vertriebsverantwortliche zufrieden mit der eigenen Strategie. Geht es aber um einen Marktvergleich, so nimmt die Lage dramatische Züge an: 83 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Marketing- und Vertriebsstrategie des Wettbewerbs für überlegen.

 

Umfrage: Die Deutschen sind keine Technikmuffel

Die Deutschen gelten häufig als Technologiemuffel - offenbar zu Unrecht, wie eine repräsentative Umfrage zeigt. Demnach geben 8 von 10 Bundesbürgern ab 14 Jahren (79 Prozent) an, dass sie digitalen Technologien grundsätzlich positiv gegenüberstehen. 18 Prozent sagen, dass sie gegenüber diesen Technologien eine eher negative Haltung haben.

In ihrer Haltung gegenüber digitalen Technologien unterscheiden sich die Geschlechter kaum. Während 81 Prozent der Männer angeben, ihnen positiv gegenüber zu stehen, sind es bei den Frauen 78 Prozent. Internet-Nutzer sind mit 82 Prozent dagegen deutlich positiver eingestellt als reine Offliner (69 Prozent). Und wenn man die Altersgruppen vergleicht, so nimmt die Offenheit gegenüber digitalen Technologien erst bei den Älteren messbar ab. So sehen 84 Prozent der 14- bis 29-Jährigen digitale Technologien positiv, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es mit 83 Prozent fast ebenso viele und bei den 50- bis 64-Jährigen liegt der Anteil bei 80 Prozent.

 
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Real stoppt Gesichtsanalyse in Supermärkten, Post macht weiter

Die Supermarktkette Real hat die umstrittene Analyse von Gesichtern ihrer Kundinnen und Kunden nach wochenlanger öffentlicher Diskussion eingestellt. Dies teilte der Verein für Bürgerrechte und Datenschutz Digitalcourage mit. Zuvor hatte der Verband Strafanzeige gestellt. Eine solche Anzeige wurde auch gegen die Post gestellt, die solche Systeme ebenfalls in Testfilialen in Köln, Berlin, Hamburg, München und im Raum Augsburg betreibt. Real und die Post haben Kamerasysteme getestet, die die Gesichter von Kundinnen und Kunden nach Alter, Geschlecht und Blickkontakt zum Werbebildschirm analysierten. Auf diese Weise konnte den Kunden passende Werbeeinblendungen präsentiert werden.

 

Deutsche Wissensarbeiter glauben an starken Wandel in der Arbeitswelt

Die Deutschen erwarten große Veränderungen in der Arbeitswelt - und trauen sich zu, diese zu meistern. 87 Prozent glauben, dass sich ihr Job-Profil binnen fünf Jahren wandeln wird, 40 Prozent rechnen sogar mit starken Veränderungen, aber nur zwei Prozent fühlen sich darauf überhaupt nicht vorbereitet. Das sind Kernergebnisse der aktuellen "Future of Work" Studie 2017, für die Adobe mehrere Tausend Wissensarbeiter in Deutschland, England und den USA befragt hat. Insgesamt gehen 40 Prozent der deutschen Studienteilnehmer davon aus, dass ihr Job im Lauf der nächsten 20 Jahre von Maschinen ausgeführt werden könnte, ebenso viele glauben daran nicht. Jeder Zweite meint, sein Job sei sicher, weil er speziell menschliche Fähigkeiten erfordert.

Jeder Fünfte fühlt sich vor Jobverlust geschützt, weil seine Kunden auch in Zukunft lieber mit Menschen als mit Maschinen interagieren werden. 29 Prozent der Deutschen (UK: 19 Prozent) fühlen sich heute schon sehr gut auf eine Arbeitswelt vorbereitet, in der Technik eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Allerdings sollte der Staat mehr tun, um die Menschen auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten: Nur 21 Prozent der Deutschen (UK: 14 Prozent, USA: 17 Prozent) halten die bisherigen Bemühungen ihrer Regierung für sehr effektiv.

 

Mit digitalen Medien verbrachte Zeit überholt erstmals TV-Zeitbudget

Dieses Jahr soll die Zeit, die deutsche Nutzer mit digitalen Medien verbringen, erstmals das zeitliche TV-Budget überholen, prognostiziert Emarketer.  Deutsche werden dann drei Stunden und 46 Minuten vor digitalen Medien verbringen und gute 3 Minuten weniger vor dem Fernseher. Die Schere klafft in den folgenden Jahren weiter.

 

Online-Möbelmarkt: Sperriges nur selten im Einkaufskorb

Eine Auswertung aus mehr als 350.000 Gartenmöbel-Bestellungen bei Amazon zeigt: Die Produktkategorie wird von Kleinartikeln bestimmt. Großmöbel landen nur selten im Warenkorb. In welchem Stadium sich der Online-Möbelmarkt gerade befindet, hat Market Genius im Frühjahr untersucht. Weil im April die lukrative Freiluftsaison gestartet ist, konzentriert sich die Marktanalyse auf den saisonalen Schwerpunkt Gartenmöbel. Dafür hat das Unternehmen die Nachfrage in der Amazon-Kategorie "Gartenmöbel & Zubehör" sowie zwölf Unterkategorien untersucht. Obwohl Marktbeobachter dem Online-Möbeleinkauf seit einiger Zeit den unmittelbar bevorstehenden Durchbruch voraussagen, kann sich die breite Masse der Amazon-Kunden noch nicht zum Kauf größere Möbelstücke und sperriger Güter durchringen. Ein zuverlässiges Indiz hierfür ist der niedrige realisierte Durchschnittspreis, der im Rahmen dieser Untersuchung bei nur 63,49 Euro gelegen hat. Dieses Ergebnis spricht eher nicht für teurere Online-Anschaffungen.

 
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Geldtransfer mit dem Smartphone: Deutsche finden es überflüssig

Im Fernsehen läuft bereits heftig Werbung für den Service, die Deutschen sind nicht überzeugt: Peer-to-Peer-Überweisungen von einer Privatperson zur anderen - bargeldlos über das Smartphone. Nur 15 Prozent der Bundesbürger können sich überhaupt vorstellen, solch einen Dienst zu nutzen. Die restlichen bestätigen einmal mehr, dass Deutschland ein Bargeldland ist.  Laut Bitkom-Studie haben sich neun Prozent dazu noch keine Meinung gebildet, jeder Fünfte (21 Prozent) glaubt, dass er auf einen solchen Dienst eher nicht zurückgreifen wird. Und mehr als jeder Zweite (56 Prozent) sagt aktuell, er würde ihn auf keinen Fall nutzen.

 

Apple: Mehr 70 Milliarden US-Dollar an App-Entwickler ausgeschüttet

Seit Start des App Stores im Jahr 2008 hat Apple nach eigenen Angaben über 70 Milliarden US-Dollar an Entwickler ausgeschüttet. In den vergangenen zwölf Monaten sei die Zahl der Downloads allein um über 70 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit.  Besonders erfreulich scheint sich das Abonnement-Geschäftsmodell zu entwickeln, das Entwicklern inzwischen in allen 25 App-Kategorien zur Verfügung steht. Die Zahl der aktiv bezahlten Abonnements im App Store sei gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent gestiegen.  Daneben gehören Foto- und Video-Apps mit einem Wachstum von knapp 90 Prozent sowie Lifestyle-, Gesundheit und Fitness-Apps mit einem Plus von über 70 Prozent zu den ebenfalls am schnellsten wachsenden Kategorien. Absolut betrachtet bleiben allerdings Spiele und Unterhaltung die umsatzstärksten Kategorien.

 

Amazon kauft 460 Bio-Supermarkt-Filialen

Für umgerechnet 12,3 Milliarden Euro übernimmt Amazon Whole Foods. Damit besitzt Amazon schlagartig 460 Filialen der US-Bio-Supermarktkette. Nach Bekanntgabe des Deals sackten erstmal die Aktienkurse der großen Konkurrenz-Supermarktketten ab. Amazon setzt mit dem Zukauf die Strategie fort, vermehrt ins Stationärgeschäft zu investieren.

 

Online-Werbe-Dämmerung: PG und Unilever metzeln ihre Digital-Etats nieder

Proctor & Gamble und Unilever haben offenbar massive Kürzungen an ihren Digitaletats vorgenommen. Laut MediaRadar kürzte P&G seine Ausgaben für Banner um 41 Prozent von 2016 auf 2017 und Unilever im gleichen Zeitraum um 59 Prozent. Die Kürzungen schlagen sich auch in der Zahl der Seiten nieder, auf denen Ads geschaltet werden: Zwischen Januar und Mai 2016 reduzierte P&G hier von knapp 1500 auf rund 1000 Seiten (also um gute 33 Prozent), während Unilver von 660 auf nur noch 540 Seiten kürzte (ein Zehntel weniger). Gründe für die Budgetkürzungen sei die dauerhafte Unzufriedenheit der Advertiser mit der Transparenz der digitalen Werbung.

 
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Smart Home und Assistenten: Vorbehalte gegen Alexa und Co schrumpfen

Ein Viertel der Bundesbürger ab 14 Jahren (26 Prozent) würde Sprachassistenten im Smart Home nutzen. Das hat eine Befragung des Bitkom unter 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren ergeben, darunter 824 Internetnutzer. 14 Prozent der Befragten würden per Stimme Verkehrsnachrichten abrufen, 13 Prozent möchten sich E-Mails oder Kurznachrichten vorlesen lassen. 11 Prozent der Befragten würden digitale Sprachassistenten einsetzten, um allgemeine Informationen von Suchmaschinen abzurufen. Ebenso viele (11 Prozent) möchten Sportergebnisse per Stimme erfahren. Jeder elfte Bundesbürger (9 Prozent) würde Waren im Internet bestellen und ebenso viele (9 Prozent) würden die intelligenten Lautsprecher nutzen, um Musik abzuspielen.

Weniger Sorgen als im vergangenen Jahr machen sich die Befragten um den Datenschutz bei den Sprachassistenten. So sagt knapp die Hälfte der Befragten (52 Prozent), die kein Interesse an einem Sprachassistenten haben, dass sie Angst haben, dass Dritte die Sprachassistenten hacken. Im vergangenen Jahr waren es noch 61 Prozent.

 

Digital Natives: Nur jeder zehnte Teenager kann programmieren

Schüler sind digital durchaus kompetent - es sei denn, es geht um Sicherheit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 663 Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren. Demnach können neun von zehn Befragten alleine ins Internet gehen (92 Prozent). Auch Text-Dokumente erstellen und bearbeiten sowie E-Mails versenden ist für die meisten (jeweils 75 Prozent) selbstverständlich. Je sechs von zehn Jugendlichen können außerdem Fotos bearbeiten (62 Prozent) sowie Präsentationen (61 Prozent) und Tabellen (57 Prozent) erstellen und bearbeiten. Nachholbedarf gibt es dagegen bei den Kompetenzen in Datenschutz und Datensicherheit. Mit Sicherheitsprogrammen kann nur gut ein Viertel (27 Prozent) der Befragten umgehen. Dateien oder E-Mails verschlüsseln beherrscht lediglich jeder Siebte (14 Prozent). Weniger verbreitet sind auch spezielle Informatikkenntnisse. Jeweils 11 Prozent können Programme schreiben oder Webseiten erstellen. Programme, Spiele oder Webseiten 'hacken' können 4 Prozent der Jugendlichen.

 

Zwei Drittel glauben: Künstliche Intelligenz ist ein Jobvernichter

Zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen erwarten, dass durch den Einsatz von intelligenten Maschinen in den kommenden Jahren ganze Berufsgruppen verschwinden. Ob jung oder alt - diese Befürchtung zieht sich durch alle Altersklassen der Befragten. Das ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Trusted Shops.  Uneinig sind sich die befragten Deutschen allerdings darüber, ob Künstliche Intelligenz auch Einfluss auf ihr Leben insgesamt haben wird: So sind 43 Prozent der Auffassung, dass sich ihr Dasein in den nächsten 10 bis 15 Jahren durch KI dramatisch verändern wird, wohingegen 40 Prozent künstlicher Intelligenz keinen einschneidenden Einfluss auf ihr Leben zuschreiben.

 

Gaming: Der deutsche Durchschnitts-Spieler wird immer älter

In Deutschland finden Games auch zunehmend ältere Spieler - oder es sind dieselben Leute, die nur älter geworden sind. Lag das Durchschnittsalter der Gamer hierzulande 2011 noch bei 31 Jahren, ist der durchschnittliche Spieler von Computer- und Videospielen heute 35,5 Jahre alt. Das sind 4,5 Jahre mehr als noch 2011. Hintergrund des steigenden Durchschnittsalters ist das starke Wachstum der Spieler in der Altersgruppe 50+: Die Zahl der Gamer in diesem Alterssegment wuchs innerhalb von nur zwölf Monaten um eine halbe Million auf insgesamt 8,7 Millionen Menschen. Damit stellt die Gruppe nicht nur ein Viertel (25 Prozent) aller Spieler von Games in Deutschland, sie ist damit auch die größte Gruppe an Gamern überhaupt. Das geht aus Daten des BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware und des Marktforschers GfK hervor.

 
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Cybersicherheit: In IT-Abteilungen leidet das Tagesgeschäft

Unternehmen werden ständig von Hackern angegriffen und haben Mühe, deswegen den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die meisten nehmen zeitraubende Sicherheitsuntersuchungen vor und scheitern am effektiven Schutz. Das geht aus einer Studie von Software-Plattform-Betreiber Splunk hervor. Die Umfrage unter 600 hochrangigen Sicherheitsfachkräften in den USA und Europa hat folgendes ergeben: Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Sicherheitsteams sammeln genügend Informationen über auftretende Vorfälle (Incidents), um ein geeignetes oder entschiedenes Handeln zu ermöglichen.

In Unternehmen kommen durchschnittlich 40 Zwischenfälle pro Woche vor, aber nur ein Viertel (27 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass sie diese Arbeitsbelastung relativ gut bewältigen. Ein Drittel (33 Prozent) gibt an, dass es Schwierigkeiten hat oder ständig dabei ist, Gefahren abzuwehren. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten sagt, dass bestehende Personalressourcen zu sehr mit Routineaufgaben und Untersuchungen von Vorfällen beschäftigt sind. Das schränke am meisten dabei ein, die Sicherheitsprozesse zu verbessern.

Die Menge der Vorfälle stellt eine Herausforderung dar. Unternehmen sind durchschnittlich mit 40 Sicherheitsmeldungen pro Woche konfrontiert. Im Finanzsektor steigt die Zahl auf 77, im Telekommunikationsumfeld auf 124. Die meisten Unternehmen melden der Geschäftsführung einen Sicherheitsvorfall erst, wenn es nicht mehr anders geht. Auf die Frage, in welchen Fällen Firmen einen Sicherheitsvorfall an das Management melden, gaben sie die folgenden Auslöser an: 66 Prozent bei sensiblen Datenschutzverletzungen, 57 Prozent, wenn es um Kundendaten geht und 52 Prozent bei einer vorgeschriebenen Benachrichtigung an eine Regulierungsinstanz.

 

Studie: Industrie 4.0 kann Ressourceneffizienz steigern

Die Themen Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz behandeln die meisten Unternehmen getrennt voneinander. Dabei lassen sich die Technologien der digitalen Transformation auch dafür einsetzen, die Ressourceneffizienz zu steigern. Die Studie "Ressourceneffizienz durch Industrie 4.0 ", die das Fraunhofer IPA und Partner im Auftrag des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) durchgeführt haben, beleuchtet erstmals die Chancen dieser Wechselwirkungen.

Eines der wichtigsten Studienergebnisse ist, dass Industrie-4.0-Technologien ein hohes Potenzial für die Steigerung der Ressourceneffizienz mit sich bringen, Unternehmen dieses aber kaum nutzen. So ist Industrie 4.0 bei KMU zwar bekannt, aber noch nicht ausreichend verbreitet. Viele Unternehmen verfügen nicht über die nötigen IT-Standards, haben ein Informationsdefizit oder keine Investitionssicherheit.

Auch fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Unternehmen bislang kaum Daten über den Verbrauch ihrer Industrie-4.0-Technologien erheben. Da keine Informationen über die Aufwände vorliegen, lässt sich auch der Nutzen nicht bilanzieren, kritisieren die Studienautoren.

Die Studie umfasst 270 Seiten und kann kostenlos auf der Website des VDI ZRE heruntergeladen werden.

http://www.ressource-deutschland.de/

 

EU-Datenschutz-Grundverordnung: Viele Unternehmen unvorbereitet

Für die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU müssen in weniger als einem Jahr Unternehmen ihre IT-Sicherheit aktualisieren, um Strafen zu vermeiden. Doch nur rund die Hälfte der Unternehmen sind auf die Vorgaben adäquat vorbereitet. Nach einer Erhebung des Sicherheitsanbieters CyberArk kennt nahezu die Hälfte der europäischen Kunden des Sicherheitssoftware-Anbieters die konkreten Auswirkungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung nicht. Viele Unternehmen tun sich schon schwer mit der exakten Definition des elementaren Begriffs "personenbezogene Daten".

Die Datenschutz-Grundverordnung bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die auf den Schutz personenbezogener Daten abzielen. Darunter versteht die Verordnung "alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (...) beziehen“. Gefordert wird explizit, dass geeignete technische und organisatorische Maßnahmen getroffen werden, die eine Umsetzung der Datenschutzgrundsätze sicherstellen. Bei Sicherheitsvorfällen, die auf eine Nichtbeachtung der Vorgaben zurückzuführen sind, drohen hohe Strafen (bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise vier Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes).

 

Social Bots: Deutsche Nutzer glauben Parteien ihre Abstinenz-Versprechen nicht

Die politischen Parteien haben zwar erklärt, keine Bots in Sozialen Medien zu verwenden. Jedoch herrscht bei den Wählern Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser selbst auferlegten Selbstverpflichtung: Nur jeder Zweite glaubt daran, dass sich die Parteien auch daran halten werden.  Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Befragung von Fittkau & Maaß Consulting unter 1.200 deutschen Internet-Nutzern.

42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht unterscheiden können, ob ein Beitrag von einer natürlichen Person oder einem Bot stammt. Entsprechend kritisch stehen deutsche Nutzer diesem Thema gegenüber: 59 Prozent glauben, dass bereits viele Meldungen bzw. Accounts in Sozialen Medien Fakes sind und für Stimmungsmache missbraucht werden. 57 Prozent der Befragten begrüßen es, dass Parteien von der Social Bot-Nutzung im Wahlkampf absehen. An der Glaubwürdigkeit der Selbstverpflichtung herrscht jedoch Zweifel: 51 Prozent glauben nicht daran, dass sich alle Parteien daran halten werden. Mehr als jeder Zweite ist der Ansicht, dass Social Bots eine Gefährdung für den Meinungsbildungsprozess in einer Demokratie darstellen. Und sogar 60 Prozent machen sich Sorgen, dass Social Bots in Zukunft immer öfter Menschen und Entscheidungen manipulieren werden.

 
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Digitalbranche: Jedes fünfte Unternehmen ignoriert Datenschutzgrundverordnung

In weniger als einem Jahr drohen Unternehmen in Deutschland Millionen-Bußgelder, wenn sie die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nicht umgesetzt haben. Doch immer noch gibt jedes fünfte IT- und Digitalunternehmen (19 Prozent) an, sich noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben. Laut einer Untersuchung hat jedes dritte (34 Prozent) Unternehmen zumindest bereits erste Maßnahmen angefangen oder sogar schon umgesetzt. Vier von zehn Unternehmen (42 Prozent) beschäftigen sich aktuell mit dem Thema, haben aber noch keine Maßnahmen begonnen, und fünf Prozent wollten oder konnten keine Angaben machen. Von den IT- und Digitalunternehmen, die aktuell bereits erste Maßnahmen begonnen haben, hat jedes Dritte (31 Prozent) nach eigener Einschätzung gerade einmal höchstens 20 Prozent der notwendigen Arbeiten erledigt.

 

Digitale Transformation: Auch große Betriebe haben wenig Strategie

Die eigenen Mitarbeiter fortzubilden ist für viele Unternehmen in Deutschland ein wichtiges Anliegen. Doch nur wenige Betriebe setzen auf eine zentrale Strategie, wenn es um Weiterbildungsmaßnahmen zu Digitalthemen geht.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 305 Unternehmen aus Deutschland. Danach verfügt nur jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) ab 50 Mitarbeitern über eine zentrale Strategie, um die Digitalkompetenzen ihrer Mitarbeiter auszubauen. Drei von vier Unternehmen (75 Prozent) ab 50 Mitarbeitern arbeiten ohne zentrale Strategie, wenn sie Mitarbeiter zu Digitalthemen weiterbilden lassen.

 

Internet der Dinge: Deutsche Manager weiter als US-Kollegen

Europäische Entscheider treiben das Internet der Dinge mehr voran als ihre US-amerikanischen Kollegen - zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie 'Finding Europe's Edge in the Internet of Things'. Für sie hat die Managementberatung Bain & Company weltweit 500 Führungskräfte befragt. Danach sind viele europäische IT-Unternehmen bereits aus der Experimentierphase heraus und machen das Internet der Dinge für ihre Kunden nutzbar. Zu den Innovationstreibern gehört unter anderem die deutsche Automobilindustrie.

Laut Bain-Studie sind europäische Führungskräfte generell mehr auf Sicherheit bedacht als ihre US-amerikanischen Kollegen. So sind in Europa für 39 Prozent der Kunden Sicherheitsbedenken das größte Hindernis bei der Nutzung von Technologien rund um das Internet der Dinge. In den USA sind es lediglich 27 Prozent. Ähnlich verhält es sich in Bezug auf Compliance: Probleme bei diesem Thema bewerten 22 Prozent der Europäer als kritisch, aber nur acht Prozent der US-Amerikaner.

 

Zalando greift den ECommerce-Lösungs- und Dienstleister-Markt an

Bei der Hauptversammlung des Unternehmens hat das Management von Zalando angekündigt, der Modeshop werde sich stärker als Dienstleister positionieren - vergleichbar mit Amazons Webservices. Zalando bietet bereits Logistik- und Analytics-Dienstleistungen an. Nun sei der Ehrgeiz, ein Betriebssystem für den gesamten Modehandel zu werden.

 
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Wertvollste Unternehmen: Amazon und Facebook verdrängen Exxon

Apple, Google, Microsoft, Amazon und Facebook sind Spitze: Die fünf wertvollsten Konzerne der Welt sind US-Technologieunternehmen. Mit einer Marktkapitalisierung von 751 Milliarden Dollar führt Apple die Rangliste der Unternehmensberatung EY an. Dahinter Google-Alphabet auf Platz zwei und Microsoft auf Platz drei. Amazon und Facebook belegen erstmals die Plätze vier und fünf und verdrängen die Investmentholding Berkshire Hathaway und den Ölriesen Exxon Mobile.

 

Und da war noch: Bei E-Health nervt die Ärzte nur Dr. Google

Sieben von zehn Ärzten sehen die Digitalisierung als große Chance für die Gesundheitsversorgung. Das ergab eine Umfrage des Ärzteverbands Hartmannbund. Demnach sagen 67 Prozent der Ärzte, dass Arztpraxen und Krankenhäuser ihre Kosten mithilfe digitaler Technologien senken können. 62 Prozent meinen, dass digitale Technologien die Prävention verbessern werden und jeder Dritte (34 Prozent) geht sogar davon aus, dass sie die Lebenserwartung der Menschen verlängern.

Allerdings werden in den Praxen der niedergelassenen Ärzte digitale Angebote nur selten genutzt: Nur 3 Prozent (Krankenhaus: 9 Prozent) verwenden beispielsweise die Online-Patientenakte, 7 Prozent haben einen Auftritt in sozialen Netzwerken (Krankenhaus: 30 Prozent).

 

Immer mehr Patienten informieren sich vor ihrem Arztbesuch online. Zwar sagen knapp zwei Drittel der Ärzte (64 Prozent), dass sie den Umgang mit Patienten, die sich im Internet vorinformiert haben, als anstrengend empfinden. Allerdings gibt umgekehrt jeder Zweite an, dass er durch den Austausch mit gut informierten Patienten schon einmal hinzugelernt hat (51 Prozent). Ebenfalls jeder Zweite (48 Prozent) sagt, dass die Patienten durch Informationen aus dem Internet mündiger werden.

 
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In der schnelllebigen IT-Branche ist es wichtig, dass auch Senioren in einer starken Gewerkschaft aktiv bleiben. Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Zukunft zu gestalten. Altes Wissen mit neuem zu verbinden, hält Ältere aktiv. Somit ergänzen sich ver.di und die Senioren ideal.

Jupp H., Senior, Rüsselsheim / Mainz

 
 
 

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