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Recruiting: Jeder Fünfte plant Jobwechsel

Welche Faktoren bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers ausschlaggebend sind, hat eine aktuelle Umfrage von Marktforscher YouGov und Jobportal Monster.de herausgefunden. Danach plant jeder Fünfte der befragten Teilnehmer im Jahr 2018 einen Jobwechsel. Die Millennials der Altersgruppe zwischen 25 und 35 Jahren sind dabei am wechselwilligsten. Das ausschlaggebende Argument für die Wahl eines neuen Jobs ist die Entlohnung. Bei der Aussicht auf mehr Gehalt würden satte 61 Prozent sofort zuschlagen. Jeder Dritte würde sich aber auch durch die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung, eine bessere Work-Life-Balance oder die Aussicht auf einen interessanten Ortswechsel, zum Beispiel in eine landschaftlich besonders schöne Region, locken lassen.

Die entscheidenden Kriterien für einen Wechsel variieren, je nach Alter, Geschlecht und Lebensumständen. Young Professionals der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre zieht es zum Beispiel eher in die Städte (50 Prozent). Und der Sprung auf der Karriereleiter ist für 22 Prozent der Männer, aber nur für 14 Prozent der Frauen unter den Studienteilnehmern ein wichtiger Wechselgrund. Männer sind mit 16 Prozent auch eher für materielle Zusatzleistungen (Firmenwagen etc.) zu haben als Frauen mit nur zehn Prozent.

Insgesamt würde sich fast jeder Vierte von einer besseren Work-Life-Balance überzeugen lassen. Den stärksten Anteil an diesem Ergebnis hat dabei mit 35 Prozent die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Auch der Bildungsabschluss beeinflusst in diesem Punkt die Entscheidung. Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist Studenten (46 Prozent) und den Befragten mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss (38 Prozent) besonders wichtig. Und: Mit einer Ausnahme (Gehaltsklasse 4.000 bis 4.500 Euro) lässt sich festhalten, dass das Bedürfnis nach Work-Life-Balance mit dem Verdienst steigt.

Und wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter halten? Durch Zufriedenheit mit dem bestehenden Arbeitsverhältnis: das hält die meisten Befragten davon ab, sich einen neuen Job zu suchen. Sie steigt übrigens mit dem Alter, denn am zufriedensten ist die Generation zwischen 45 und 54 Jahren. Dann ist man offenbar angekommen im Leben und im Job.

 

Deutscher E-Commerce-Umsatz wächst um elf Prozentpunkte

Mit einem Plus von fast elf Prozent ist der Brutto-Umsatz mit Waren im deutschen E-Commerce in 2017 auf 58,5 Milliarden Euro gestiegen. Dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) nach steht damit der reine E-Commerce-Umsatz erstmals für jeden achten Euro im Einzelhandel. Auf Basis der guten Geschäftsergebnisse des Jahres 2017 erwartet der Verband in diesem Jahr für den E-Commerce einen weiteren Zuwachs um 9,3 Prozent auf rund 63,9 Milliarden Euro.

Eine vom BEVH separat in Auftrag gegebene Untersuchung zum Thema "Stadt - Land - E-Commerce - Von Ballungsräumen, Dörfern und Paketen" zeigt die zunehmende Relevanz von E-Commerce in und außerhalb der Metropolen und beziffert die Auswirkungen der resultierenden Paket-Transporte auf den Straßenverkehr. Demnach resultieren fast 60 Prozent des E-Commerce-Umsatzes aus Bestellungen in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern. Dort ist der Umsatz im Jahr 2017 überproportional um 17,1 Prozent gewachsen.

 

EU-DSGVO: Verbraucher wollen ihre Rechte auch nutzen

Eine internationale Studie von Pegasystems hat ergeben, dass eine große Mehrheit der europäischen Verbraucher die neuen Rechte auch tatsächlich ausüben wollen, die sie mit der im Mai in Kraft tretenden europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhalten. Informationen, die Unternehmen über sie sammeln, wollen sie sehen, begrenzen oder auch löschen.

Die EU-Datenschutzgrundverordnung wird den europäischen Konsumenten die Kontrolle über alle Daten geben, die Unternehmen über sie speichern und verarbeiten - von Name, Adresse und Telefonnummer bis zu Kaufhistorie, Web-Browsing-Aktivität und Echtzeit-Standort. Betroffen sind also die Informationen, die Unternehmen typischerweise im Rahmen von CRM-Systemen verwenden.

Wie wichtig für die Konsumenten der Umgang mit persönlichen Daten ist, zeigen diese Antworten: 93 Prozent der Befragten würden das Recht zur Löschung von Daten in Anspruch nehmen, wenn ein Unternehmen persönliche Daten in einer Weise nutzen würde, mit der sie nicht einverstanden sind. 89% der Befragten erklärten, sie würden die Geschäftsverbindung zu einem Unternehmen beenden, wenn dieses persönliche Daten in einer Weise nutzen würde, mit der sie nicht einverstanden sind. Und umgekehrt will mehr als drei Viertel der Befragen (78 Prozent) bevorzugt mit einem Unternehmen Geschäfte machen, das mit ihren Daten offen und transparent umgeht.

Der wichtigste Anlass für Konsumenten, von Unternehmen die Löschung von Daten zu fordern, ist der Austausch von Daten mit anderen Unternehmen oder der Verkauf von Daten. Belästigungen durch Anrufe oder durch andere Marketingmaßnahmen für uninteressante Produkte spielen hier mit 20 Prozent eine geringere Rolle.

Damit Unternehmen besser abschätzen können, was sie diesbezüglich ab Mai 2018 erwartet, hat Pega mehr als 7.000 Konsumenten in sieben EU-Ländern befragt; darunter 1.188 in Deutschland.

 

Bosch will Geschäfte mit Smart Cities machen

Automobilzulieferer Bosch hat ein neues IoT-Geschäftsfeld entdeckt: Das Geschäft mit der smarten Stadt. "Wir müssen Städte neu denken. Ein Schlüssel sind Technologien, die Cities smart und lebenswert machen", sagte Dr. Stefan Hartung, Mitglied der Bosch-Geschäftsführung auf der CES in Las Vegas. "Ohne Intelligenz wird keine Stadt auf Dauer überleben - ihr droht der Kollaps."

Manche Metropolen sind bereits heute Synonym für eine Smart City - etwa Barcelona, Seoul oder London. Auf der ganzen Welt investieren große und kleine Gemeinden in Smart-City-Technologien. Nach einer von Bosch in Auftrag gegebenen Studie wächst der Markt jährlich um 19 Prozent und wird 2020 ein Volumen von 800 Milliarden US-Dollar (680 Milliarden Euro) erreichen. Bosch verspricht sich davon große Chancen und setzt auf Smart Cities: Das Unternehmen ist derzeit an 14 umfassenden Smart City-Projekten beteiligt, unter anderem in San Francisco, Singapur, Tianjin, Berlin und Stuttgart. Weitere sollen folgen. In bereichsübergreifenden Projekten hat das Unternehmen innerhalb der vergangenen zwei Jahre seinen Umsatz bereits verdoppelt auf gut eine Milliarde Euro - mit weiter steigender Tendenz.

In San Leandro bei San Francisco beispielsweise hat das Unternehmen rund 5 000 Straßenlaternen mit intelligenter LED-Beleuchtung und einer Fernverwaltung des Beleuchtungssystems ausgestattet. So gehen die Leuchten nur dann an, wenn tatsächlich Licht gebraucht wird. Mit dieser Lösung kann San Leandro in den kommenden 15 Jahren rund acht Millionen Dollar einsparen. Zudem kann mithilfe der Sensoren die Luftqualität in der 100 000-Einwohner-Stadt gemessen und analysiert werden, während die Kameras den Verkehr im Falle eines Staus selbständig umleiten können.

IoT ist auf dem Vormarsch, Bosch will davon profitieren: Laut Gartner-Studie sollen weltweit bis 2020 rund 230 Millionen Häuser intelligent vernetzt sein - das sind rund 15 Prozent aller Haushalte. Der Markt wird auf 250 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 geschätzt. Zum gleichen Zeitpunkt werden mehr als 20 Milliarden Geräte weltweit miteinander vernetzt sein - Rauchmelder, Alarmanlagen, Stromzähler, elektrische Helfer in Küche und Waschkeller und vieles mehr. Hartung: "Bereits heute sind mehr als die Hälfte unserer elektronischen Produktgruppen vernetzbar - bis 2020 sollen es alle sein. Und nicht nur das: Zu jedem Produkt wollen wir darauf basierende Services anbieten." Ein weiterer Treiber für die rasante Entwicklung von Smart Cities ist die Künstliche Intelligenz (KI). Bosch will die Forschung in diesem Bereich weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen ein Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet, das heute rund 100 Mitarbeiter an den Standorten Renningen, Palo Alto und Bengaluru beschäftigt. Bis 2021 investiert Bosch rund 300 Millionen Euro in den Ausbau. Das Unternehmen geht davon aus, dass in zehn Jahren kaum ein Produkt ohne KI denkbar sein wird.

 
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Digitalisierung: Vier von zehn Unternehmen sehen Deutschland vorne

Deutsche Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft bei der Digitalisierung auf einem guten Weg und stellen ihr im internationalen Vergleich ein positives Zeugnis aus. So sehen 36 Prozent die deutsche Wirtschaft in der Spitzengruppe, weitere 2 Prozent positionieren sie sogar weltweit auf Rang 1. Praktisch niemand hält sie für abgeschlagen und nur 13 Prozent geben an, dass die deutsche Wirtschaft zu den digitalen Nachzüglern gehört, 44 Prozent sehen sie im Mittelfeld. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 505 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern im Auftrag des Bitkom.

Auch mit Blick auf die nahe Zukunft sehen die Unternehmen die Wirtschaft bei der Digitalisierung gut aufgestellt. Gefragt nach einer Prognose für das Jahr 2030 sieht jeder Zehnte (10 Prozent) die deutsche Wirtschaft weltweit führend, weitere 38 Prozent erwarten eine Position in der Spitzengruppe. Nur mehr jeder Dritte (32 Prozent) erwartet, dass die deutsche Wirtschaft dann im Mittelfeld zu finden sein wird, 12 Prozent sehen sie unter den Nachzüglern. Immerhin 5 Prozent erwarten aber, dass Deutschland dann im internationalen Vergleich abgeschlagen sein wird.

 

Digitale Zwillinge: Accenture kauft digital weiter zu

IT-Integrator Accenture kündigt die Übernahme von Mackevision an, einem führenden Anbieter für Computer Generated Imagery. Die Übernahme ergänzt das Portfolio von Accenture Interactive im Bereich digitale Services um die Fähigkeit zur Visualisierung auf der Basis von Datenmodellen realer Produkte, dem sogenannten 'digitalen Zwilling' - nötig für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse..

Mackevision wurde im Jahr 1994 gegründet und beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter. Der Hauptsitz ist in Stuttgart mit weiteren Standorten in München und Hamburg sowie in den USA, Großbritannien, China, Südkorea und Japan. Mit seinem Angebot an Dienstleistungen ist Mackevision vor allem in der Automobilbranche erfolgreich. Ziel ist die Entwicklung smarter vernetzter Produkte, digitaler Plattformen und neue Geschäftsmodelle sowohl für die Automobilbranche, aber auch den Maschinenbau, Konsumgüterhersteller oder den Handel. Systemhaus Accenture baut mit Accenture Interactive seit einiger Zeit sein Digital-Portfolio aus, zuletzt mit der Übernahme der E-Commerce-Agentur SinnerSchrader.

 

Unternehmen schöpfen mangels Mitarbeitern Analytics-Potenzial nicht aus

Deutsche Unternehmen haben das Geschäftspotenzial, das in ihren Daten verborgen ist, mehrheitlich erkannt. Doch noch fehlt es an gut geschultem Personal, um die anfallenden Datenmengen in den kommenden Jahren zu bewältigen.

Das Potenzial der Datenanalyse haben deutsche Unternehmen erkannt, wie eine aktuelle Umfrage von IDG Research Services im Auftrag von Tableau Software belegt. Demnach hält mehr als die Hälfte der 162 befragten Entscheider die Fähigkeit ihres Unternehmens, Daten zu analysieren, für "sehr wichtig", 16 Prozent sogar für "geschäftsentscheidend". Und 37 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass diese Fähigkeit in fünf Jahren "geschäftsentscheidend" sein wird. Optimierungspotenziale beim Einsatz von Analytics sehen die Befragten in vielen Bereichen - vor allem aber im Vertrieb und im Marketing, in der IT-Abteilung, dem Bereich Finanzen/Controlling sowie in der Geschäftsleitung.

Doch die meisten Fachbereiche werten ihre Daten nach wie vor nicht selbst aus, wie die Umfrage zeigt: In nur 14 Prozent der Unternehmen ziehen alle Mitarbeiter die für sie relevanten Informationen selbst aus der Datenmenge, um sie zu untersuchen und in Erkenntnisse mit geschäftlichem Nutzwert zu verwandeln. Immerhin in einem Fünftel der Firmen kann "ein großer Teil" der Mitarbeiter Daten selbst analysieren. Der relativ geringe Teil der aktiv an der Datenanalyse beteiligten Mitarbeiter lässt sich unter anderem mit der mangelnden Qualifikation im Unternehmen begründen: So gaben rund 38 Prozent der befragten Entscheider an, dass kaum oder nur sehr wenige ihrer Mitarbeiter über die nötigen Fähigkeiten verfügen, um Daten zu analysieren.

 

Digitalisierungsgrad steigt - digitale Spaltung bleibt bestehen

Die deutsche Gesellschaft ist so digital wie nie zuvor, so der von der Initiative D21 e. V. erstellte D21-Digital-Index 2017/2018. Trotz Verbesserungen befindet sich der Digitalisierungsgrad der Deutschen weiterhin nur auf mittlerem Niveau.

Bei der Auswertung des D21-Digital-Index zeigt sich eine Teilung der Bevölkerung in drei Hauptgruppen (mit sieben Nutzertypen): 34 Prozent sind den Digitalen Vorreitern zuzuordnen. Für sie ist Digitales alltäglich und sie halten mit den aktuellsten Entwicklungen Schritt. Den größten Anteil nehmen mit 41 Prozent die Digital Mithaltenden ein. Diese bewegen sich laut Studie gelegentlich in der digitalen Welt und finden sich einigermaßen zurecht. Hingegen wird ein ganzes Viertel der Bevölkerung - rund 16 Millionen Menschen - in der Kategorie der Digital Abseitsstehenden eingeordnet. Diese partizipieren gar nicht oder nur in sehr geringem Umfang an der digitalen Welt.

72 Prozent der Befragten betrachten flexible Arbeitszeiten als Teil einer modernen Arbeitswelt. Allerdings arbeitet trotz zunehmender Verbreitung digitaler, tragbarer Arbeitsmittel nur ein Sechstel der Berufstätigen in Deutschland (zumindest teilweise) mobil von unterwegs oder flexibel von zu Hause aus. Gleichzeitig erhält ein Viertel der Berufstätigen ohne Homeoffice oder Telearbeit generell nicht die Voraussetzungen dafür vom Arbeitgeber. Potenziale für flexible Arbeit, moderne Arbeitsstrukturen oder die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben werden dadurch nicht ausgeschöpft. Auch hier zeigt sich eine Spaltung in der Gesellschaft: Am häufigsten bekommen die 30 bis 49-Jährigen vom Arbeitgeber entsprechende Geräte und technische Zugänge gestellt - Männer profitieren davon zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen. Diese Altersgruppe ist auch die aktivste, wenn es um E-Commerce und Online-Handel geht.

Für den D21-Digital-Index führte Kantar TNS 20.424 Interviews in Deutschland mit hier wohnenden Personen ab 14 Jahren.

 
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Pilotprojekt: Apothekenverbände installieren öffentliche Rezeptscanner

Im Saarland und in Baden Württemberg sind zwei digitale Rezeptscanner in Betrieb gegangen. Kunden können an den öffentlichen Automaten ihre Rezepte einscannen und an die Betreiber-Apotheken senden. Die Apotheke bearbeitet die Bestellung und liefert die Arzneimittel per Kurierdienst aus.

Falls eine Beratung erwünscht ist, ermöglicht außerdem eines der beiden Terminals die Kontaktaufnahme zur Apotheke per Telefon oder Textnachricht. Verantwortlich für das Pilotprojekt zeichnen sich der Landesapothekerverband Baden-Württemberg und die Apothekerkammer des Saarlandes. Der Medikamentenhandel befindet sich derzeit in einem rapiden Digitalisierungsprozess. In der letzten Auswertung der Top-1.000-Shops konnte das Retail-Institut EHI die meiste Bewegung in diesem Segment feststellen.

 

Infrastruktur: Bundesnetzagentur bemängelt miese Internet-Übertragungsraten

Die Ergebnisse des aktuellen Jahresberichts der Bundesnetzagentur zur Breitbandmessung in deutschen Fest- und Mobilfunknetzen sind ernüchternd: Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden nach wie vor oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen die Anbieter in Aussicht gestellt haben. Obwohl die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich ausfallen, zeigen sie insgesamt weiterhin deutlichen Handlungsbedarf.

Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 71,6 Prozent der Nutzer immerhin mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate; bei 12 Prozent der Nutzer wurde diese sogar voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Werte annähernd gleich geblieben (2015/2016: 70,8 Prozent der Nutzer erhielten mindestens die Hälfte, 12,4 Prozent mindestens die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate).

Abhängig von den Bandbreiteklassen erreichten 4,6 bis 23,3 Prozent der Endkunden 100 Prozent und mehr der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde weiterhin in der überwiegend von ADSL-Anschlüssen geprägten Bandbreiteklasse von 8 bis kleiner 18 Mbit/s erzielt. Auch zwischen den Anbietern gab es mit Blick auf das Erreichen der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate Unterschiede. Bezogen auf die 41 einzeln dargestellten Anbieter reichte die Spanne von 0 bis 37,1 Prozent der Endkunden.

Im Vorfeld der Messung wurde die Kundenzufriedenheit abgefragt. Wie bereits im Vorjahreszeitraum waren lediglich rund 65 Prozent der Kunden mit der Leistung ihres Anbieters zufrieden und bewerteten diese mit "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend". Bedeutet im Umkehrschluss: 35 Prozent der Kunden waren nicht zufrieden. Bei den mobilen Breitbandanschlüssen lag das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vereinbarter maximaler Datenübertragungsrate erneut unter dem von stationären Anschlüssen. Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 18,6 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate; lediglich bei 1,6 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind insgesamt geringere prozentuale Datenübertragungsraten gemessen worden (2015/2016: 27,6 Prozent der Nutzer erhielten mindestens die Hälfte, 3,4 Prozent die volle vereinbarte maximale Datenübertragungsrate und mehr).

Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017. Für stationäre Breitbandanschlüsse wurden 437.192 und für mobile Breitbandanschlüsse 245.143 valide Messungen berücksichtigt.

 

Jobsuche: Nur ein Drittel redet in sozialen Medien darüber

Die Jobsuche ist ein großes Tabuthema in sozialen Netzwerken, geht es nach dem Ergebnis einer aktuellen Studie des Jobportals Indeed, für die mehr als 10.000 Bewerber in neun verschiedenen Ländern befragt wurden. Bei deutschen Social Media-Nutzern kommt ein Posting zur Jobsuche noch hinter solchen zu Finanzen oder Religion in Netzwerken wie Instagram, Facebook oder Snapchat. Ein Drittel ist gar nicht auf Social Media Plattformen aktiv.

Laut Umfrage erzählen gerade einmal 53 Prozent der deutschen Jobsucher ihrem Partner von einer Jobsuche. Gegenüber Freunden äußern sich lediglich 31 offen dazu. Ebenso verhält es sich, wenn ein konkretes Jobangebot im Raum steht: Nur 53 Prozent reden darüber mit ihrem Partner, 29 Prozent mit Freunden und 32 Prozent mit ihren Eltern. Dies gilt auch für einen Erfolg bei der Jobsuche: Rund ein Drittel (31 Prozent) der Jobsucher in Deutschland würden es auch dann nicht in einem sozialen Netzwerk posten, wenn bereits die Zusage dafür da ist.

Für 91 Prozent der Befragten ist es wichtig, persönliche und berufliche Themen voneinander zu trennen, 43 Prozent halten das sogar für extrem wichtig. Fast zwei Drittel (63 Prozent) nutzen indes überhaupt keine sozialen Netzwerke für ihr berufliches Leben. Ganze 38 Prozent fürchten sich davor, dass Kollegen oder Arbeitgeber so von ihrem Interesse an einer neuen Herausforderung erfahren könnten. Im internationalen Vergleich sind es 40 Prozent, die diese Sorge teilen. Weitere 31 Prozent befürchten, einen Job nicht zu bekommen, wenn sie ihre Jobsuche im Vorfeld öffentlich thematisieren.

 

IT-Freelancer-Dichte in Ballungsgebieten besonders hoch

Der deutsche Arbeitsmarkt ist im Wandel: Das Verhältnis von Freien zu Festangestellten verschiebt sich immer mehr zugunsten der Freelancer. Die Anzahl der Selbständigen in freien Berufen hat sich seit der Jahrtausendwende von rund 705.000 auf 1,38 Millionen im Jahr 2017 nahezu verdoppelt.

In dem gleichen Zeitraum wuchs die Anzahl von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nur um ungefähr zehn Prozent auf rund 32 Millionen. Diese Entwicklung läuft in Deutschland nicht überall gleich schnell ab, wie Freelance.de und das Geomarketing-Unternehmen Nexiga in ihrer Freelancer-Karte darstellen.

Die Freelancer-Dichte ist vor allem in Ballungsgebieten sehr hoch. Im Rhein-Main-Gebiet, in Köln, Düsseldorf, Hamburg, Berlin sowie in München und Umgebung kommen besonders viele Freie auf feste Stellen. In weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs und in der Oberpfalz in Bayern sind kaum Freelancer zu finden.

 
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Jeder Zweite nutzt E-Learning

Knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) hat bereits digitale Lernformate genutzt, um sich privat weiterzubilden. Jeder Fünfte (20 Prozent) lernt mit kostenpflichtigen Angeboten. Die Bereitschaft, für digitales Lernen zu zahlen, ist am größten bei Nutzern von Blended-Learning-Formaten (77 Prozent), also einem kombinierten Angebot aus Präsenzveranstaltungen und einem digitalen Lernformat. Auch Nutzer von Lern-Apps für Smartphone und Tablet wie zum Beispiel Babbel (75 Prozent) und von interaktiven E-Books (64 Prozent) geben dafür mehrheitlich Geld aus, seltener ist das der Fall bei PC-Lernprogrammen und -spielen (22 Prozent) und Online-Kursen (15 Prozent).

Für Nutzer digitaler Lernformate liegen die Vorteile auf der Hand. Neun von zehn (87 Prozent) schätzen besonders, sich dank digitaler Technologien immer und überall weiterbilden zu können. Sechs von zehn (59 Prozent) sind überzeugt, mit digitalen Formaten schneller und zielgerichteter zu lernen. Und immerhin vier von zehn (43 Prozent) meinen, dass digitales Lernen mehr Spaß macht als klassische Lernformate.  Allgemein gibt es eine große Bereitschaft, sich privat weiterzubilden. Drei von vier Bundesbürgern (76 Prozent) nutzen private Weiterbildungsangebote, sei es in klassischen oder digitalen Formaten.

Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage aus dem August 2017 unter 1.010 Bundesbürgern ab 14 Jahren befragt, darunter 459 Nutzer digitaler Lernformate.

 

Automatisierung: Unternehmen wollen bis 2019 massiv investieren

Der Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) verspricht Unternehmen Kostenersparnisse von bis zu 75 Prozent und Automatisierungsraten von bis zu 99 Prozent.  Laut der jüngsten Studie "ISG Automation Index" der Information Service Group (ISG) planen bis zum Jahr 2019 72 Prozent der befragten Unternehmen, RPA im laufenden Betrieb oder als Test in Pilotprojekten einzusetzen. 68 Prozent der befragten Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sehen die größten Einsparungs- und Veränderungspotentiale im Bereich der IT-Operations innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Dabei erwarten die Befragten eine Reduzierung der Ressourcen für Finanzen, Buchhaltung und HR mit 37 Prozent. Vorrangig erwarten die Befragten eine Automation von Tasks, was zugleich eine Aufwertung der Aufgaben für Mitarbeiter, die von solchen Funktionen entlastet werden, mit sich bringt. Wichtig sei nach Ansicht des PRA-Softwareanbieters Another Monday allerdings die ganzheitliche Betrachtung der Prozesse, ohne die weder Einsparungen noch Ressourcenfreisetzungen erreicht werden könnten.

 

Ländlicher Raum: Breitbandanschluss entscheidet über Unternehmenserfolge

Ein Breitbandanschluss trägt entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Das ist ein Ergebnis der Studie "Die Bedeutung des Breitbandausbaus von Gewerbegebieten für Standortattraktivität und Unternehmenserfolg".  Unternehmen mit einem breitbandigen Internetanschluss wachsen demnach schneller und sind innovativer als ihre Wettbewerber mit langsamem Internetzugang. Laut Ergebniszusammenfassung der Studie der Micus Strategieberatung kann die Breitbandversorgung sogar die Standortnachteile des ländlichen Raums ausgleichen.

Viele Unternehmen nannten insbesondere den Rückgang von Geschäftsreisen und deren Ersatz beispielsweise durch Videotelefonie als klaren Effizienzgewinn durch Breitbandinternet. Auch die Faktoren Kommunikation und Innovationsfähigkeit seien positiv beeinflusst worden. 70 Prozent der breitbandig ausgestatteten Unternehmen gaben in der Untersuchung an, ihre Umsätze und Gewinne im letzten Jahr gesteigert zu haben. Bei den schmalbandigen Unternehmen waren es hingegen nur 40 Prozent. Bei der Unternehmensbefragung konnten 40 Datensätze erhoben werden, die eine Up-/Downstream-Rate unter 30 Mbit/s und 23 Datensätze, die eine Up-/Downstream-Rate von über 30 Mbit/s haben. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen mit einem Breitbandanschluss sind mit ihrer Internetzugangsgeschwindigkeit sehr bis mittelmäßig zufrieden, hingegen sind es nur ca. 24 Prozent der Unternehmen mit einem Schmalbandanschluss.

Insbesondere bei der Frage, ob die Internetbandbreiten zu einem reduzierten Ressourcenverbrauch geführt hätten, zeigen sich deutliche Unterscheide: Unternehmen mit einem Breitbandanschluss stimmen der Aussage zu 60 Prozent voll bis teilweise zu, Unternehmen ohne Breitbandanschluss jedoch nur zu 35 Prozent voll bis teilweise zu. Für circa 75 Prozent der Unternehmen ist ein Internetanschluss zur Grundversorgung sehr wichtig. Weitere 19 Prozent bewerten dies als mittelmäßig wichtig. Nur sechs Prozent der Unternehmen bewerten dies als eher unwichtig. Kein Unternehmen gab an, dass der Internetanschluss gänzlich unwichtig sei.

In der Studie wurde ebenfalls abgefragt, wie wichtig die Internetbandbreite für die Beurteilung der Konkurrenzfähigkeit gegenüber Unternehmen in Ballungsgebieten ist und insofern die Attraktivität des Gewerbestandorts ausmacht. 30 Prozent der Unternehmen ohne einen Breitbandanschluss gaben an, voll oder teilweise der These zuzustimmen, dass dieser entscheidenden Einfluss hat. Hingegen lag die volle bis teilweise Zustimmung bei Unternehmen mit einem Breitbandanschluss bei 63 Prozent.

Für die Studie wurden Unternehmen unabhängig von deren Branchenzugehörigkeit und Größe, mit und ohne Breitbandanschluss (> 30 Mbit/s), die in Gewerbegebieten in den Regionen Münsterland und Ostwestfalen angesiedelt sind, in einer standardisierten empirischen Untersuchung befragt. Zwischen Anfang Juni bis Mitte Juli 2017 antworteten rund 15 Prozent der insgesamt 431 Unternehmen.

 

Jeder Fünfte will sich gegen Cyberkriminalität versichern

Phishing-Attacken, Schadsoftware oder Kreditkartenbetrug: Viele Onliner erwägen deshalb, mit Versicherungen gegen solche kriminelle Attacken vorzusorgen. Beinahe jeder fünfte Internetnutzer (19 Prozent) kann sich vorstellen, eine Versicherung für kriminelle Vorfälle im Internet abzuschließen.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1017 Internetnutzern im Auftrag des Bitkom. Fünf Prozent der Befragten sagen zudem, dass sie sich auf jeden Fall gegen Cyberkriminalität versichern wollen. Die Mehrheit der Internetnutzer sieht jedoch keinen Bedarf für solche Versicherungen. Jeder Zweite (52 Prozent) gibt an, er werde sich auf keinen Fall gegen kriminelle Vorfälle im Internet versichern. Vor allem für ältere Onliner sind solche Policen kein Thema. 59 Prozent der über 65-jährigen schließen solch einen Versicherungsschutz für sich aus.

 
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Datenschutz: Deutsche zweifeln an Datensicherheit

Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, die Kontrolle über persönliche Daten zu haben. So das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Studie des Markt- und Sozialforschungsinstituts Sinus. 56 Prozent der Deutschen bezweifeln, dass ihre persönlichen Informationen innerhalb und außerhalb des Internets ausreichend geschützt sind. Fast genauso viele (55 Prozent) haben das Gefühl, keine Kontrolle über ihre Daten im Internet zu haben. Gleichzeitig sind sich so gut wie alle Deutschen (93 Prozent) einig, dass der Schutz persönlicher Daten wichtig ist. 64 Prozent finden sogar, dass man diesem Thema gar nicht genug Bedeutung zuschreiben kann. Dagegen finden 29 Prozent, dass dem Datenschutz mittlerweile eine zu hohe Wichtigkeit beigemessen wird.

Immerhin: Die Deutschen versehen ihre Nutzerkonten mit verschiedenen Passwörtern. Nur zwei Prozent sichern mit demselben Passwort. 82 Prozent der Social-Media-Nutzer haben die Privatsphäre-Einstellungen ihres Profils angepasst. Und 60 Prozent der Deutschen, glauben über die wichtigsten technischen Entwicklungen im Internet Bescheid zu wissen.

 

Und da war noch: Wann Nutzer eher Maschinen als Menschen vertrauen

Es gibt mehrheitsfähige Szenarien, in denen Bundesbürger eher einer Künstlichen Intelligenz vertrauen würden als sich oder einem anderen Homo Sapiens. So geben in einer Bitkom-Studie 15 Prozent an, sie würden eher die Entscheidung einer KI akzeptieren als die eines Menschen, wenn es um die Beantragung eines Kredits bei der Bank geht. 10 Prozent würden sich vor Gericht zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall lieber einer KI als einem menschlichen Richter stellen. 9 Prozent würden die Frage nach einer Gehaltserhöhung lieber von einer KI als von ihrem Chef entscheiden lassen und ebenso viele halten die Entscheidung einer KI bei einem Streit mit ihrem Partner oder ihrer Partnerin für sinnvoll, wenn man sich zum Beispiel über eine größere Anschaffung nicht einigen kann.

 
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Durch die Umwälzungen innerhalb der Arbeitsprozesse geht der Zusammenhalt untereinander verloren, alle werden zu Einzelkämpfern. Deshalb bin ich bei ver.di. Nur mit starken Gewerkschaften können wir Zukunft sichern und überzogenen Forderungen der Arbeitgeberseite entgegentreten. Gemeinsam.

Dirk W., IT-Kundenservice, Erfurt

 
 
 

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