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  5. | Newsletter vom 05.01.2018

Zukunft der Arbeit: Fehlende Technologien verhindern neue Arbeitsformen

Mobiles und flexibles Arbeiten wird von Unternehmen vielfältig gefördert, aber dennoch tauscht bislang nur ein kleiner Teil der Mitarbeiter den festen Arbeitsplatz im Unternehmen dauerhaft oder regelmäßig gegen einen anderen Arbeitsort ein. Das ergibt eine repräsentative Citrix-Umfrage unter Mitarbeitern von großen und mittelständischen deutschen Unternehmen. Danach ist fehlende Technologie ein Hauptgrund, weshalb die Mehrheit noch immer einen stationären Arbeitsplatz hat.

90 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Arbeitgeber mobiles und flexibles Arbeiten fördern, wenngleich 20 Prozent der Unternehmen entsprechende Modelle lediglich für bestimmte Jobrollen oder -ebenen anbieten. Genutzt werden die Angebote bislang jedoch lediglich von einer Minderheit. Nur fünf Prozent der Befragten haben gar keinen festen Arbeitsplatz im Unternehmen, sondern arbeiten regulär mobil oder von zuhause aus. Auch ein flexibles Wechseln des Arbeitsorts ist unter den Befragten eher unüblich: Lediglich 12 Prozent tauschen den gewohnten Schreibtisch öfter als einmal pro Woche gegen einen anderen Arbeitsort, 21 Prozent weniger als einmal wöchentlich. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) arbeiten immer vom gleichen Standort aus.

 

Deutscher Mittelstand hat Digitalisierung im Blick - teilweise

Während die digitale Transformation im Jahr 2016 nur bei einem Viertel aller mittelständischen Unternehmen in der Unternehmensstrategie verankert war, sind es mittlerweile 42 Prozent. Das geht aus der Techconsult-Studie ,Digitalisierungsindex Mittelstand' hervor.

Insgesamt ist der Digitalisierungsindex im Mittelstand um zwei Punkte auf 54 von 100 gestiegen. Doch nach wie vor hängt das Transformationstempo von der Größe der Unternehmen und von der jeweiligen Branche ab. Fakt ist jedoch: Alle Unternehmen haben im vergangenen Jahr digital zugelegt und in allen Branchen und in jeder Größenklasse gibt es digitale Vorreiter, die die Möglichkeiten der Digitalisierung bereits sehr gut ausschöpfen. Der Index für IT- und Informationssicherheit und Datenschutz erreicht erneut mit Abstand den höchsten Wert (66 von 100; plus 3). Spionageaktivitäten, Cyber-Attacken oder die strengeren Regeln der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung haben die Unternehmen gezwungen, sich auf diesem Gebiet noch mehr zu engagieren. Anders sieht es auf dem Handlungsfeld Digitale Angebote und Geschäftsmodelle (46 von 100; unverändert), der Königsdisziplin der Digitalisierung, aus. Im Schnitt zielen die Digitalisierungsmaßnahmen der Unternehmen vor allem auf die Verbesserung der Kundenbeziehungen (53 von 100; plus 2) oder der internen Produktivität ab. Die Produktivität im Unternehmen (50 von 100; plus 1) steigern die Unternehmen zum Beispiel mit mobilen Arbeitsmöglichkeiten, mit durchgängig automatisierten Prozessketten, mit Cloud-Services oder Big Data.

 

Digital Cities-Barometer: Berlin landet auf dem letzten Platz

Welches Vertrauen haben Führungskräfte in die digitale Wettbewerbsfähigkeit ihres jeweiligen städtischen Umfelds und wie bewerten sie die Unterstützung der digitalen Ambitionen des Unternehmens? Aufschluss gibt das Digital Cities-Barometer, ein Ranking von 45 Städten bei Innovation und unternehmerische Initiative, Finanzumfeld, Mitarbeiter und Kompetenzen, Entwicklung neuer Technologien sowie  IKT-Infrastruktur.

Das Barometer zeigt gemischte Ergebnisse für die europäischen Städte, was das allgemeine Vertrauen in das Umfeld betrifft. Die Rangfolge der Städte nach London (9) und Madrid (10) lautet: Barcelona (12.), Kopenhagen (16.), Paris (20.), Oslo (21.), Mailand (24.), Brüssel (25.), Antwerpen (28.), Amsterdam (29.), Marseilles (30.), Stockholm (31.), Birmingham (32.), Rom (35.), Frankfurt (36.) und Rotterdam (41.). Das Vertrauen in das städtische Umfeld allgemein war am geringsten in Berlin, das insgesamt Rang 45 belegt. Die Stadt landete auch bei Innovation und Unternehmertum trotz ihres pulsierenden Startup-Ökosystems auf Platz 45.

Laut Studie waren sich viele einig, dass das städtische Umfeld eines Unternehmens untrennbar mit dem Erfolg seiner digitalen Transformation verbunden ist, und dass Firmen zum Umzug in eine andere Stadt bereit sind, um den digitalen Wandel möglichst souverän zu bewältigen. 75 Prozent der Befragten glauben, dass Faktoren im externen Umfeld genauso wichtig wie ihre internen Ressourcen für den Transformationserfolg sind.

 
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Otto verschenkt Smart Speaker von Google

Versandhändler Otto hat zum Onlineverkaufstag ,Black Friday' Neukunden damit geködert, dass sie einen Smart Speaker von Google geschenkt bekommen. Googles Lautsprecher mit Sprachassistent ist seit Oktober in Deutschland erhältlich und kostet regulär rund 60 Euro. Otto hat sich nach einigen Angaben bereits auf eine große Nachfrage eingestellt und will "mehrere zehntausend" der Geräte in Umlauf bringen.

Ganz uneigennützig ist die Aktion nicht: Ottos größter Konkurrent heißt schließlich Amazon - und das Unternehmen hat mit dem Sprachassistenten Alexa auf den Echo-Geräten einen Überraschungserfolg gelandet. Kein Wunder, dass Otto den Amazon-Geräten einen Assistenten eines neutralen Herstellers entgegensetzen will. Denn: Sprachassistenten gelten als potentiell wichtiges Kundenbindungswerkzeug. Und - wie es der Zufall so will - seit einigen Wochen hat Otto eine sogenannte "Action" für Google Home bereitgestellt. Kunden können damit mit dem Otto-Kundenservice kommunizieren. Die Anwendung ist auf den Geräten der Black-Friday-Aktion bereits vorinstalliert.

 

Smartphone-Nutzer verwendet ausschließlich Apps vom Startbildschirm

35-mal blicken Smartphone-Nutzer eigenen Angaben zufolge durchschnittlich pro Tag auf ihr Smartphone. Immerhin neun Prozent geben an, 100-mal oder häufiger pro Tag auf ihr Smartphone zu schauen. Mit diesen Apps verbringen die Deutschen nach eigenen Angaben dabei die meiste Zeit: WhatsApp (74 Prozent), E-Mail-Programme (35 Prozent), Facebook (29 Prozent), Wetterapps (27 Prozent) und die Google Suche (25 Prozent), so Marktforscher YouGov. 44 Prozent der Smartphone-Nutzer nutzen fast ausschließlich die Apps, die sich auf ihrem Startbildschirm befinden.

 

Industrie 4.0: IoT-Umsätze wachsen bis 2022 jährlich rund 19 Prozent

Der deutsche Industrial-IoT-Markt wird sich in den nächsten fünf Jahren mehr als verdoppeln auf circa 16,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2022. Das entspricht einem zukünftigen Wachstum von rund 19 Prozent pro Jahr, so eine Studie des Providerverbands ECO und Arthur D. Little. Im internationalen Vergleich ist der deutsche Markt für Industrial-IoT laut der Studie hoch entwickelt. Deutschland zählt mit seiner breiten und innovativen Industriestruktur und der hohen Roboterdichte zu den größten Industrie-4.0-Märkten der Welt. Wachstumstreiber für die nächsten Jahre ist vor allem die voranschreitende Digitalisierung von derzeit analogen Produktions- und Lieferprozessen. Laut Studie wächst die Automobilwirtschaft, das größte Marktsegment, dabei mit 20,2 Prozent am schnellsten. Ein starkes Wachstum mit 18,9 Prozent pro Jahr gibt es auch im Maschinen- und Anlagenbau. Beide Segmente machen gemeinsam über 50 Prozent des gesamten Industrial-IoT-Marktes in Deutschland aus. Insgesamt sieben Marktsegmente hat die Studie untersucht.

 

EU beschließt Regelungspaket für grenzenlosen Onlinehandel

Die EU-Kommission hat am 20.November 2017 ein Regelungspaket beschlossen, mit dem innerhalb der EU bei Käufen über Onlineshops ausländische Kunden nicht mehr ausgeschlossen werden dürfen. Automatische Umleitungen auf die jeweiligen Länderwebsites werden damit ebenso unterbunden wie Zusatzgebühren beim Kauf von digitalen Dienstleistungen im EU-Ausland. Onlinehändler müssen in Zukunft immer auch an ausländische Kunden vertreiben. Der Ausschluss vom länderspezifischen Onlineshop-Angebot wird mit dem neuen Regelungspaket kaum noch möglich sein. Die EU-Kommission macht damit dem ungeliebten Geoblocking innerhalb der Unionsgrenzen ein Ende. Wie die Kommission mitteilte, werden die Regelungen neun Monate nach ihrer Veröffentlichung im offiziellen EU-Journal in Kraft treten.

 
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Digitalisierung: Steigende Erwartungen erfordern Technologie-Investitionen

Die Ergebnisse der CGI Client Global Insights 2017 zeigen, dass es für Führungskräfte aus den Fachbereichen und der IT zunehmend wichtig ist, die digitalen Erwartungen von Kunden und Bürgern zu erfüllen. 85 Prozent der Befragten ist es zunehmend wichtig, Geschäftsprozesse zu digitalisieren, um die steigenden Kundenerwartungen zu erfüllen (71 Prozent im Jahr 2016). Eine Mehrheit der Führungskräfte digitalisiert Kundenkontaktpunkte und setzt Analysen ein, um Kunden besser kennenzulernen und Geschäftsprozesse zu optimieren. 74 Prozent der Befragten sehen es als notwendig an, ihr Unternehmen vor zunehmenden Cyber-Risiken zu schützen (62 Prozent im Jahr 2016) - Mit dem verstärkten Digitalisierungsbedarf steigt auch die Bedeutung der Cybersicherheit, die als Differenzierungsmerkmal eingestuft wird.

Der wachsende Bedarf an Lösungen, um den digitalen Anforderungen und Erwartungen von Kunden gerecht zu werden, führt dazu, dass Führungskräfte eine unternehmensweite Strategie nicht nur konzipieren, sondern im Unternehmen umsetzen - inzwischen verfolgen 40 Prozent eine unternehmensweite digitale Strategie, 2016 waren es nur 12 Prozent.

 

Telekom bringt eigenen Smart Speaker

Die Deutsche Telekom will mit einem eigenen vernetzten Lautsprecher Amazon, Google und Apple Konkurrenz im Haushalt machen. Das Gerät soll ähnlich wie Alexa oder Siri auch einen eigenen Sprachassistenten bekommen, der auf den Zuruf "Hallo Magenta" reagiert. Die Telekom will mit eigenen Diensten wie dem Fernsehangebot EntertainTV punkten. Außerdem soll die Router-Infrastruktur helfen. Mit ihr soll sich der Lautsprecher direkt verbinden, um Anrufe zu übernehmen. Entwickelt wurde das Geräte gemeinsam mit Forschern des Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie aus Oldenburg. Das Gerät soll im ersten Halbjahr 2018 in Deutschland auf den Markt kommen.

 

Mobiles Ad Blocking verdreifacht sich in kürzester Zeit

Die Ad-Blocking-Rate auf Geräten mit Android-Betriebssystem stieg von durchschnittlich 1,8 Prozent im Oktober 2017 auf 6,3 Prozent Ende November. Dies teilt der Publishing-Dienstleister Contentpass mit. Grund für die Entwicklung sei die Veröffentlichung des Android-Browsers "Samsung Internet v6.2" Ende Oktober. Seither steige die Ad-Blocking-Rate sprunghaft an. Der neue Browser verfügt über einen Tracking Blocker, der auch viele Adserver blockiert. Auch wenn der Browser in der Standardeinstellung Werbung und Tracking weiterhin zulässt, gibt Samsung dem Nutzer die Möglichkeit, sich aktiv gegen Werbung und Tracking zu entscheiden. Die neuen Zahlen zeigen, dass immer mehr Nutzer davon Gebrauch machen. Ähnlich wie Samsung hat Google für das erste Quartal 2018 angekündigt, vergleichbare Mechanismen in seinen Chrome-Browser zu integrieren. Verlage stehen vor der Herausforderung, datenschutzaffinen Nutzern in Zukunft ein faires Angebot zu bieten.

 

Deutsche Unternehmen sehen sich als Blockchain-Kenner - rein theoretisch

Rund jede zweite für eine Studie befragte Fach- und Führungskraft in Deutschland weiß, was Blockchain ist. 61 Prozent der Kenner haben sich bereits intensiver mit der fachlichen Materie befasst: Sie wissen beispielsweise über die unterschiedlichen Konsensverfahren Bescheid. Das ergibt die "Potenzialanalyse Blockchain" von Sopra Steria Consulting, für die 204 Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen verschiedener Branchen befragt wurden.  

Die Mehrheit der Befragten, die Blockchain kennen, besitzt derzeit vor allem ein theoretisches Basiswissen. Acht von zehn der für die Studie Befragten verstehen nach eigener Einschätzung das Grundprinzip des Austauschs über dezentral gespeicherte und chronologisch aneinandergereihte Datenblöcke. Sechs von zehn sind schon tiefer in der Materie und wissen, wie Hashing, digitale Signatur und Konsensverfahren zusammenwirken. Konkrete Erfahrungen haben deutlich weniger vorzuweisen. 39 Prozent der Befragten haben schon mit mindestens einer Blockchain-Anwendung gearbeitet.

Die Branchen, die laut Umfrage besonders viele Blockchain-Kenner und -Praktiker in den eigenen Reihen haben, sind Finanzdienstleister. In Versicherungen verfügen 84 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte ein tieferes Wissen über die Technologie, in Banken gibt mehr als jeder zweite Befragte an, bereits praktische Anwenderkenntnisse zu besitzen. In der Industrie, bei Energieversorgern und in der öffentlichen Verwaltung ist die Zahl der Mitarbeiter mit ausgeprägtem Blockchain-Know-how geringer.

 
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Studie: Jedes dritte Unternehmen nutzt Internet der Dinge

Bereits heute nutzen fast ein Drittel der Unternehmen IoT in ihrem Produktions- und Arbeitsalltag. Damit hat sich der Anteil der IoT-Unternehmen innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt das Vodafone IoT-Barometer 2017 - eine Studie zu Trends in der Nutzung von IoT-Technologien in acht Branchen. Das Marktforschungsinstitut Circle Research hat für die Untersuchung im Auftrag von Vodafone Unternehmen aus Deutschland und zwölf weiteren Ländern zum Einsatz von IoT-Anwendungen befragt.

95 Prozent aller Anwender gaben an, durch IoT unmittelbar positive Ergebnisse erzielt zu haben. Den Fokus legen 55 Prozent der Nutzer auf die Effizienzsteigerung betrieblicher Prozesse. Offensichtliche Vorteile sehen die Befragten aber auch in der Einsparung von Kosten, der Risikosenkung und Umsatzsteigerung. Die Studie bestätigt, dass diese Rechnung aufgeht: mehr als die Hälfte aller Nutzer konnte ihre Umsätze durch intelligente Lösungen steigern oder neue Umsatzquellen erschließen.

 

Mittelstands-Studie: IoT-Daten können bei Finanzierung helfen

Etwa jedem zweiten mittelständischen Industriebetrieb fehlen sowohl das Wissen als auch die technische Ausstattung, um industrielle Daten auswerten zu können. Da bereits drei Viertel der Unternehmen Maschinenwerte beim Kunden erfassen oder eigene Daten an ihre Ausrüster liefern, bleiben demnach viele dieser Informationen ungenutzt beziehungsweise werden falsch interpretiert. Laut Mittelstandsfinanzierer Creditshelf arbeiten 47 Prozent der mittelständischen Industrieunternehmen in Deutschland bei Investitionsentscheidungen bereits mit einem Modell, das industrielle Daten in einen Zusammenhang zu den Finanzkennzahlen stellt. Weitere 42 Prozent der befragten Firmen sind gerade dabei, so ein Modell aufzubauen.

 

Digitalisierung ist zu selten Chefsache

Nur in 4 von 10 Unternehmen stößt die Geschäftsleitung Digitalisierungsprojekte an, ergibt eine Umfrage von Tata. Immerhin geben drei von vier Unternehmen an, über eine Digitalisierungsstrategie zu verfügen.  Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen geht die Digitalisierung strategisch an, nur eine Minderheit macht das Thema aber zur Chefsache. Zwar geben aktuell drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) an, dass sie eine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels haben. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Anteil damit allerdings nicht verändert. Zugleich werden nur noch in 42 Prozent der Unternehmen Digitalisierungsprojekte und digitale Innovationen vom Vorstand oder der Geschäftsleitung angestoßen, vor einem Jahr war dies noch in 51 Prozent der Unternehmen der Fall. Überwiegend kommen die Initiativen in 86 Prozent der Unternehmen aus der IT-Abteilung (2016: 78 Prozent).

So sind jeweils rund drei Viertel der Befragten interessiert und aufgeschlossen gegenüber Cloud Computing (77 Prozent) und Big Data Analytics (72 Prozent), jeder Zweite gegenüber dem Internet der Dinge (46 Prozent). Rund jedes dritte Unternehmen interessiert sich für Technologien wie Virtual und Augmented Reality (37 Prozent), 3D-Druck (36 Prozent), Künstliche Intelligenz (35 Prozent) oder Robotik (29 Prozent). Nur sieben Prozent geben an, dass sie gegenüber der Blockchain-Technologie interessiert und aufgeschlossen seien.

Der Einsatz innovativer digitaler Technologien hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So wollen 11 Prozent der Unternehmen die Stelle eines Cloud Engineers im Unternehmen schaffen, 8 Prozent wollen diese Qualifikation über einen externen Dienstleister nutzen. Jeweils 5 Prozent der Unternehmen planen, Stellen für Data Scientists und Application Developer zu schaffen. Externe Dienstleister wollen dazu 4 bzw. 9 Prozent nutzen. Die größte Nachfrage besteht allerdings nach IT-Sicherheitsexperten. Eine solche Stelle im Unternehmen wollen 15 Prozent besetzen, 20 Prozent wollen das Know-how extern beziehen.

 

Mehrheit nutzt digitale Sprachassistenten

Drei von vier Deutschen (75 Prozent) haben bereits Erfahrungen mit digitalen Sprachassistenten gesammelt oder können sich vorstellen, diese zu nutzen. Die Befragten schätzen vor allem den schnellen Zugriff auf Informationen, fürchten sich aber vor Datenmissbrauch und Überwachung. Dabei haben jüngere Nutzer mehr Bedenken als ältere. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von Kantar TNS im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor.

Hoch im Kurs steht Google Assistant beziehungsweise Google Now - 29 Prozent der Deutschen haben hiermit schon Erfahrungen gemacht. Außerdem häufig genannt werden Apples Siri (22 Prozent), Cortana von Microsoft (14 Prozent) und Amazon Alexa (12 Prozent). Insgesamt 56 Prozent der Befragten haben schon mal digitale Sprachassistenten genutzt, weitere 19 Prozent können sich vorstellen, das in Zukunft zu tun.

 
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Knapp jeder Dritte will 2018 eine Virtual-Reality-Brille haben

Virtuelle Realität kommt bei den Deutschen gut an. Das belegt eine repräsentative Umfrage von NextMedia Hamburg. Rund 20 Prozent der Befragten planen für dieses Jahr eine Anschaffung im privaten oder beruflichen Umfeld. Da acht Prozent aller Deutschen bereits eine VR-Brille besitzen, wird somit 2018 fast jeder dritte Deutsche die Technologie nutzen.

Eine große Hürde für den Einstieg in die Welt der virtuellen Realität, scheinen die noch hohen Anschaffungskosten zu sein. Über die Hälfte der Befragten ist nicht bereit, mehr als 200 Euro in die Technik zu investieren, nur ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer würde 400 Euro ausgeben. Zwar gibt es auch VR-Brillen für unter 200 Euro, allerdings kosten die Produkte der qualitativ hochwertigeren Brillen immer noch deutlich mehr.

 

E-Health: Deutsche aufgeschlossen gegenüber Pflegesystemen

Um im Alter länger selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können, würden 72 Prozent der Deutschen auf technische Assistenz-Systeme setzen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von YouGov. Unabdingbar ist bei solchen Lösungen jedoch ein ethischer Umgang mit den sehr sensiblen Daten - 89 Prozent derjenigen Befragten, die die Nutzung eines technischen Assistenzsystems in Betracht ziehen, sagen laut Umfrage, diese Lösungen dürfen ausschließlich in Notfällen die gesammelten Gesundheitsdaten herausgeben, um schnell Maßnahmen einzuleiten. Eine ständige Übertragung detaillierter Gesundheits-Informationen an Pflegedienste oder Angehörige sehen viele Nutzer skeptischer, damit wären 46 Prozent einverstanden. Der Übermittlung des Zustands in Form einer Ampelkennzeichnung (grün, gelb, rot) stimmen 66 Prozent der Befragten zu.

 

Digitalkompetenz: Berufstätige nicht für digitale Arbeitswelt gerüstet

Die meisten Berufstätigen sehen sich nicht optimal für die digitale Arbeitswelt gewappnet. Der Mehrheit fehlt es für Weiterbildungen an Zeit und Angeboten, um im Job mit den Anforderungen der Digitalisierung Schritt halten zu können. Sieben von zehn der abhängig Beschäftigten (72 Prozent) beklagen, dass während der Arbeit keine Zeit für eine Weiterbildung zum Umgang mit neuen, digitalen Technologien bleibt. Sechs von zehn (59 Prozent) sagen, dass ihr Arbeitgeber keine Weiterbildungen zu Digitalthemen anbietet. Und vier von zehn (39 Prozent) erklären, dass ihr Arbeitgeber vermehrt auf neue, digitale Technologien setzt, ohne in die dafür erforderliche Weiterbildung seiner Mitarbeiter zu investieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Drei von vier Erwerbstätigen (77 Prozent) sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz für ihren Arbeitsplatz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. 8 Prozent meinen, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird. Dabei sagen acht von zehn Erwerbstätigen (80 Prozent), dass digitale Technologien wie Computer, Internet oder digitale Produktionsmaschinen für ihre tägliche Arbeit eine große Bedeutung haben. Je nach Thema haben die Erwerbstätigen einen unterschiedlichen Nachholbedarf. Jeder Dritte (32 Prozent) hat bereits eine Weiterbildung zur richtigen Bedienung von Standardprogrammen zum Beispiel von Microsoft, SAP oder Datev gemacht. Jeder Vierte (27 Prozent) dagegen hat dazu noch keine Weiterbildung absolviert, obwohl es im Job hilfreich wäre. Zur allgemeinen Handhabung digitaler Technik hat sich jeder Fünfte (19 Prozent) weitergebildet und ein weiteres Drittel (31 Prozent) hielte das für hilfreich. Seltener bilden sich Erwerbstätige weiter zu Datenschutz im Internet (13 Prozent), Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft (13 Prozent), technischen Grundlagen wie Programmiersprachen (9 Prozent), rechtlichen Grundlagen im Internet wie Urheberrecht (8 Prozent) und richtigem Verhalten in Chats und Sozialen Netzwerken (3 Prozent).

 

Digitale Sprachassistenten sind in Unternehmen noch Neuland

Eine aktuelle Umfrage von Zendesk unter Mitarbeitern mit Kundenkontakt zeigt, dass Kunden immer selbstverständlicher Amazon Alexa, Google Home & Co. nutzen, die Unternehmen jedoch deutlich hinterher hinken beim Einsatz. Zendesk befragte 200 Arbeitnehmer, die in ihren jeweiligen Unternehmen eine Position mit direktem Kundenkontakt bekleiden, nach ihrer Prognose zur Nutzung von digitalen Sprachassistenten. Immerhin 48 Prozent denken, dass sehr viele Kunden innerhalb der nächsten zwei Jahre die digitalen Helfer wie Google Home oder Amazon Alexa nutzen werden. Die Theorie scheint klar, während es in der Praxis noch hapert: Nur zehn Prozent der befragten Arbeitnehmer belegen heute schon den Einsatz der Technik für den Kundenkontakt in ihren eigenen Unternehmen.

Ein knappes Viertel der Befragten (22 Prozent) gibt an, dass im Kundenservice ihres Unternehmens zwar noch keine Möglichkeit für Kunden besteht, über Assistenten Kontakt aufzunehmen, dass sich das jedoch in den kommenden ein bis zwei Jahren ändern soll. Im Gegenzug berichtet ein knappes Drittel, dass es keinerlei Pläne in ihren Unternehmen gibt, die Technik einzuführen. Telefon und E-Mail werden dort als ausreichend angesehen.

 
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Security: Das sind die Cybercrime-Trends 2018

In diesem Jahr stellen Browser-basiertes Crypto-Jacking, PowerShell-basierte Angriffe, Hacker, die Sicherheitssoftware als Backdoor nutzen, adaptive Wurm-Angriffe und die wachsende Konnektivität in allen Branchen die größten Gefahren dar. Vor allem der Bildungsbereich und der Gesundheitssektor werden beliebte Ziele sein. Zu diesem Ergebnis kommt der Security-Anbieter Malwarebytes in seinen Security Trends 2018.

 

Landwirte mehrheitlich für das digitale Zeitalter gewappnet

Laut Ergebnissen einer von Produkt + Markt durchgeführten repräsentativen Befragung unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern verfügen zwei Drittel der Landwirte über befriedigende bis sehr gute Digitalkompetenzen. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin noch für ausreichend.

Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Der Umgang mit Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung wird von jüngeren Betriebsleitern wesentlich positiver eingeschätzt als von älteren. Ähnlich wie die eigene schätzen die landwirtschaftlichen Betriebsleiter die Digitalkompetenz ihrer Mitarbeiter, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, ein - sofern sie welche haben. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede unter den Altersgruppen. Unter den Mitarbeitern bis 35 Jahren gelten 92 Prozent als mehr oder minder fit und bekommen mindestens die Schulnote befriedigend; bei den Mitarbeitern ab 50 Jahren sind es dagegen nur 37 Prozent. Einem guten Drittel der Gruppe der Älteren (35 Prozent) wird sogar eine mangelhafte oder ungenügende Digitalkompetenz attestiert. Es sind vor allem die jüngeren Landwirte, die fast alle angeben, mit den digitalen Neuentwicklungen in der Landwirtschaft sehr gut oder gut zurecht zu kommen (87 Prozent). Und trotzdem ist für 46 Prozent von ihnen klar, dass sie noch mehr Digitalkompetenz für ihren Betrieb brauchen.

 

IT-Fachkräfte weiterhin Mangelware: Diese Fähigkeiten wünschen sich Arbeitgeber

In Deutschland gibt es derzeit laut Bitkom  55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Das entspricht einem Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  In der IT- und Telekommunikationsbranche geben drei von vier Unternehmen (75 Prozent) an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es noch 70 Prozent. Mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen (56 Prozent) erwartet, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Auch in den Anwenderbranchen werden IT-Spezialisten händeringend gesucht. Zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) beklagen einen Mangel an IT-Spezialisten. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Von den 55.000 freien Stellen entfallen 23.500 auf die IT- und Telekommunikationsbranche. Den größten Bedarf haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20.800 offenen Stellen. Anbieter von Produkten aus den Bereichen Hardware, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik melden demgegenüber lediglich 2.000 freie Jobs. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es nur noch 700. In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt.

Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent), die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler. Von ihnen wird vor allem Know-how in Big Data (57 Prozent, +10 Punkte im Vergleich zu 2016), Industrie 4.0 (46 Prozent, +11 Punkte) und Cloud Computing (45 Prozent, +5 Punkte) erwartet. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent, + 10 Punkte), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent, + 2 Punkte) und Sicherheit (28 Prozent, + 8 Punkte). Neben Software-Entwicklern suchen die ITK-Unternehmen vor allem Anwendungsbetreuer/Administratoren (21 Prozent), IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent) und IT-Berater (19 Prozent).

 

Und da war noch: Uber versucht vergeblich Datenleck mit Geld zu stopfen

In der Regel haben Tech-Firmen viel Ahnung von Technik und versuchen Probleme daher eher ingenieursgetrieben zu lösen. Bei Uber hingegen versucht man Probleme mit Geld zu lösen. Diesen Eindruck erweckt das Unternehmen zumindest mit seinem Vorgehen im Falle eines Hackerangriffs, der jetzt publik wurde. Bereits im Jahr 2016 wurde Uber Opfer eines Datendiebstahls, bei dem unter anderem Namen, Mail-Adressen und Telefonnummern von rund 57 Millionen Uber-Nutzern und -Fahrern kopiert wurden. Statt seine Anwender zu schützen, setzte das Unternehmen auf die Vogel-Strauß-Taktik und zahlte den Angreifern 100.000 US-Dollar. Im Gegenzug sollten diese versprechen, alle erbeuteten Daten zu löschen und Stillschweigen über den Angriff zu bewahren. Allein: Der Plan ging nicht auf.

 
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Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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