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Amazon nimmt Dash-Buttons aus dem Programm

Amazon stellt den Verkauf seiner Dash-Bestellknöpfe weltweit ein. Als Alternative will der Online-Händler künftig auf verwandte digitale Dienste setzen. Dazu gehören virtuelle Dash-Buttons, die sich Prime-Kunden auf der Website oder App einrichten können. Hersteller von Hausgeräten können nach wie vor über den Amazon Dash Replenishment Service (DRS) Nachbestellfunktionen in ihre Geräte integrieren. Das gerichtliche Verbot habe nichts mit der Entscheidung zu tun, betont der Online-Marktplatz. Amazon will den Rechtsstreit wie angekündigt auch durchfechten.

 
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Onlinewerbung: Quellensteuer vom Tisch

Das Vorhaben, eine Quellensteuer auf Onlinewerbung einzuführen, soll nicht umgesetzt werden. Nach massivem Gegenwind zieht der Bund in Abstimmung mit Bayern den Plan zurück. Bayern hatte die Idee angestoßen, Onlinewerbung, die von ausländischen Displaynetzwerken ausgespielt wird, mit 15 Prozent Quellensteuer zu belegen. Die müsste der Werbetreibende (die Marke) bei der Bezahlung an das Werbenetzwerk (Google, Facebook oder ähnliche) dann einbehalten und an das zuständige Finanzamt in Deutschland abführen. Für eine Schockwelle hatte die Erwägung gesorgt, die Steuer 7 Jahre rückwirkend zu erheben - damit wäre für jeden Advertiser etwa ein durchschnittliches Onlinewerbe-Jahresbudget an Nachzahlungen fällig gewesen, wie iBusiness vorrechnete. Das hätte man sich als Marke dann theoretisch von Google und Co zurückholen können, doch die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Konzerne bezahlen, taxierten Experten bei um die null Prozent.

In einer Pressemitteilung des bayerischen Finanzministeriums heißt es nun: "Die Rechtsfrage, ob bei entsprechenden Zahlungen an ausländische Anbieter vom inländischen Werbetreibenden ein Steuerabzug vorzunehmen ist, hat (...) für Verunsicherung bei den Unternehmen gesorgt. Auf Veranlassung Bayerns wurde (...) eine Klärung auf Bund-Länder-Ebene erreicht. Jetzt steht endgültig fest, dass inländische werbetreibende Unternehmen keinen Steuereinbehalt bei Onlinewerbung vornehmen müssen."

Vor allem der Protest zahlreicher Verbände dürfte dafür verantwortlich sein. Das Ministerium führt außerdem noch 'bürokratischen Mehraufwand' an. Zuvor waren bereits erste Steuerbescheide, die Marken zu massiven Nachforderungen aufforderten, eingefroren worden, weil die Rechtslage national ungeklärt war.

 

Apple Event: Ein großer Schritt für Apple, ein kleiner für die Welt

Apple hat auf einem lang angekündigten Sonderevent eine Reihe neuer Dienste angekündigt. Wie im Vorfeld bereits erwartet wurde, präsentierte das Unternehmen den überfälligen Video-Streaming-Dienst Apple TV+, eine Erweiterung des bereits bekannten Dienstes Apple News sowie eine Spiele-Plattform Apple Arcarde.

Wirkliche Überraschungen gab es nicht. Vielleicht am ehesten diese: Auf beinahe alle Dienste wird man hierzulande noch warten müssen. Apple TV+ soll ab Herbst in mehr als 100 Ländern starten. Nicht einmal einen Preis wollte das Unternehmen bekannt geben. Das Zeitschriften-Angebot Apple News+ ist zwar sofort verfügbar - allerdings nur in den USA. Mit Apple Arcade kündigte Apple außerdem eine Spiele-Plattform für iPhones, iPads, Macs und Apple TV an. Zum Start - ebenfalls erst im Herbst - wird das Angebot laut Apple "mehr als 100 neue und exklusive Spiele" umfassen. Alle darin angebotenen Videospiele sind offline spielbar und werden ohne versteckte Kostenfallen oder In-App-Käufe kommen, hieß es. Der Preis ist ungenannt.

 

Social Media: Deutsche im Vergleich negativer eingestellt

In Deutschland ist man deutlich abschätziger eingestellt als in anderen Ländern, wenn es um die Bedeutung von Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter geht. Nach einer aktuellen Ipsos-Studie, die im Auftrag der BBC unter mehr als 19.700 Befragten aus 27 Ländern durchgeführt wurde, stimmen die Befragten in 25 Ländern mehrheitlich der Aussage zu, dass Facebook und Twitter Menschen die Chance geben, sich an gesellschaftlichen Diskussionen zu beteiligen, die sich normalerweise nicht äußern würden. In Deutschland sehen nur 45 Prozent diesen Aspekt. Auch der Nutzen von Social Media, die Barrieren zwischen der Öffentlichkeit und den Regierenden zu verringern, wird von den Deutschen eher als unerfüllt gesehen: nur 28 Prozent der Deutschen denken, dass Social Media dabei hilft, diese Barrieren zu überwinden.

Weniger kritisch sehen die deutschen Befragten die Spaltung der Öffentlichkeit durch Social Media. Nur knapp die Hälfte aller Deutschen (45 Prozent im Vergleich zu 54 Prozent global) gibt an, dass Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter dazu führen, dass Diskussionen über soziale Anliegen die Gesellschaft mehr spalten als früher, allerdings ist auch hier ein deutlicher Unterschied zwischen jung (48 Prozent) und alt (39 Prozent) zu erkennen.

 

Mehr als zwei Drittel der Deutschen versenden Sprachnachrichten

Eine repräsentative Studie zeigt, dass 69 Prozent der Deutschen schon Sprachnachrichten per Smartphone verschickt haben, 30 Prozent haben sich bisher aber verweigert.

32 Prozent der Deutschen nutzen Sprachnachrichten mehrmals pro Woche, 69 Prozent zumindest gelegentlich. Sprachnachrichten werden in erster Linie an Freunde (65 Prozent) und Familie (55 Prozent) verschickt. Nur 18 Prozent der Befragten verschicken Sprachnachrichten an Arbeitskollegen.

 
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Digitale Transformation: Finanzdienstleister hinken hinterher

Banken und Versicherungen haben die Digitale Transformation offenbar unterschätzt. In der Studie des Capgemini Research Institute berichten Banken und Versicherungen von einem sinkenden Vertrauen in ihre digitalen Fähigkeiten. Des Weiteren bekunden sie unzureichende Fachkenntnisse und Führungsqualitäten sowie das Fehlen einer Vision, die für die Gestaltung ihrer digitalen Zukunft erforderlich wäre.

Herausforderungen stellen sowohl für Banken als auch für Versicherungen das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle, die Definition klarer Visionen und Ziele sowie das Etablieren einer digitalen Kultur und die Einbeziehung der Mitarbeiter dar.

 

Analysten: Amazons Eigenmarken sind (fast alle) Flops

US-Analysten haben 23.000 Produkte unter die Lupe genommen, die Amazon unter eigenem Label vertreibt. Ergebnis: Unter Markengesichtspunkten sind die meisten Flops. In der Untersuchung kommen die Experten der ECommerce-Beratung Marketplace Pulse zu dem Ergebnis, dass Amazon-Kunden auch dann nicht dazu neigen, Amazon Eigenmarken zu kaufen, wenn diese in den Suchergebnissen hervorgehoben oder absichtlich besser platziert werden. "Die Vorstellung, dass Amazon ein Produkt einführen und allein durch die Magie seiner Daten die Kategorie anschließend dominieren kann, ist einfach nur eine Verschwörungstheorie", schreiben die Autoren.

 

Fakes und Abuse: Google musste 2018 rund 2,3 Milliarden Ads löschen

Die Diskussion um Fake-News, Manipulation, aber auch schlichtem Missbrauch von Werbemitteln hat Wirkung gezeigt - und offenbart ein erschreckendes Ausmaß: Mehr als 2,3 Milliarden Anzeigen hat allein Google aus seinem Werbenetzwerk entfernt, nachdem das Unternehmen 31 neue Richtlinien aufgestellt hat.  Darunter waren 58,8 Millionen Phishing-Anzeigen, von denen die meisten bereits vor ihrer Ausspielung blockiert wurden. Weitere 207.000 gelöschte Anzeigen stammen von Wiederverkäufern von Veranstaltungstickets. Mithilfe verbesserter Machine-Learning-Technologie konnten insgesamt Millionen von unzulässigen Werbekonten gesperrt werden. Die Diskussion um Fake-News, Manipulation, aber auch schlichtem Missbrauch von Werbemitteln hat Wirkung gezeigt - und offenbart ein erschreckendes Ausmaß: Mehr als 2,3 Milliarden Anzeigen hat allein Google aus seinem Werbenetzwerk entfernt, nachdem das Unternehmen 31 neue Richtlinien aufgestellt hat.  Darunter waren 58,8 Millionen Phishing-Anzeigen, von denen die meisten bereits vor ihrer Ausspielung blockiert wurden. Weitere 207.000 gelöschte Anzeigen stammen von Wiederverkäufern von Veranstaltungstickets. Mithilfe verbesserter Machine-Learning-Technologie konnten insgesamt Millionen von unzulässigen Werbekonten gesperrt werden.

 

Kartellwächter: Amazon muss entbündelt werden

Die dominierende Wettbewerbsposition des Online-Konzerns Amazon ruft die EU-Wettbewerbshüter auf den Plan. "Man könnte bei Amazon in Richtung einer Entbündelung auf Produktebene denken", sagte Achim Wambach, der Vorsitzende der Monopolkommission gegenüber der Zeitung "Welt am Sonntag". Insbesondere das Kundenbindungsprogramm Amazon Prime ist ihm ein Dorn im Auge. Wambach zog einen Vergleich zum Unternehmen Google, das seine Kunden mit seinem Betriebssystem Android an zahlreiche Dienste binden wollte, was von der EU verboten wurde. "Auch Amazon Prime verknüpft verschiedene Leistungen", zog Wambach eine Parallele.

 
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Zalando schafft Apple Pay wieder ab

Weil die Wahl unterschiedlicher Versandarten, die Lieferung an Packstationen oder Paketshops sowie das Einlösen von Gutscheinen und Geschenkkarten mit dieser Bezahlart aktuell technisch nicht realisierbar ist, hat der Onlinehändler die als "Test" deklarierte Einführung nach drei Monaten wieder beendet. Ob und wann eine künftige Wiedereinführung geplant sei, darüber konnten Zalando-Offizielle keine Auskunft geben. Man arbeite daran, hieß es lediglich.

 

Streaming für Influencer: Google startet Gaming-Plattform Stadia

Mit Stadia hat Google auf der Game Developers Conference 2019 in San Francisco eine Streaming-Plattform für Videospiele vorgestellt, mit der Nutzer jederzeit auf allen Endgeräten zocken können - egal, ob auf dem Fernseher, Laptop, Desktop-PC, Tablet oder Smartphone. Die Spiele werden bei Stadia auf den Google-Servern gespielt, die das Bild dann über den Chrome-Browser an das Endgerät schicken. So kann man auch ohne teure Hardware aktuelle Titel spielen. Google verspricht, dass Spiele in echter 4K-Auflösung mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde laufen sollen.

Noch 2019 will Google mit Stadia in ausgewählten Ländern starten, darunter die USA, Kanada und Großbritannien sowie in "vielen weiteren europäischen Ländern". Vor allem mit der Integration in YouTube will Google punkten. Mit "State Share" können Youtuber aktuelle Spielposition, Level und Items speichern und als Link teilen. Zuschauer können dann die aktuelle Spielsituation nachspielen. Für Entwickler ergibt eine solche Funktion zusätzliche Ansätze beim Spieldesign. Über "Crowd Play" können die Vorführspieler ihre Zuschauer außerdem direkt in ihre Multiplayer-Partie holen. Einen eigenen Game-Controller will Google zusätzlich anbieten. Dieser bietet das altbekannte Button-Layout, unterscheidet sich aber dadurch, dass er direkt per WLAN mit dem entsprechenden Server verbunden ist. Das reduziert die sonst für Bluetooth-Controller übliche Latenz, da der PC als Mittelsmann ausgeschaltet wird.

 

Studie: So sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus

New Work, Office 4.0, Digitale Transformation - die Arbeitswelt und die Art der Zusammenarbeit verändern sich so schnell wie nie zuvor. Im Zentrum steht die zunehmende Vernetzung zwischen verschiedenen Teams, Abteilungen, Standorten und Stakeholdern. Das führt zu einem steigenden Bedarf an Absprachen, weshalb Mitarbeiter immer mehr Zeit in Meetings verbringen: Aktuell sind es rund 25 Stunden pro Monat, wie eine europaweite Studie zeigt.

Dabei empfindet mehr als die Hälfte der Befragten Besprechungen als langweilig (56 Prozent) oder als nicht zielführend (59 Prozent), so die Studie im Auftrag von Sharp. Die am häufigsten genannten Gründe: Mangelnde Abwechslung in den Abläufen, ungeeignete Räumlichkeiten und überholte technologische Ausstattung.

 

Europäische Union: Nur jede dritte Führungskraft ist eine Frau

Es gibt in der Europäischen Union (EU) nahezu 9,4 Millionen Personen in Führungspositionen: 6,0 Mio. Männer (64 Prozent aller Führungskräfte) und 3,4 Mio. Frauen (36 Prozent). Darüber hinaus stellten Frauen im Jahr 2018 etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Vorstandsmitglieder von in der EU börsennotierten Unternehmen und weniger als ein Fünftel (17 Prozent) der Geschäftsführenden. In Deutschland sind es 32 Prozent.

 
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Digitalisierung: Asien erringt Technologieführerschaft

Ob Künstliche Intelligenz (KI), die digitale Patientenakte oder E-Government: Große wie kleine Wirtschaftsnationen weltweit haben sich ehrgeizige Ziele für die Digitalisierung gesetzt. Germany Trade & Invest (GTAI) hat in 35 Ländern untersucht, welche Strategien einzelne Staaten beim Thema Digitalisierung verfolgen.

Ergebnis der Untersuchung: Die USA verfolgen bislang keine umfassende Strategie, um KI zu fördern. Das Feld bleibt bisher weitgehend den Technologiekonzernen überlassen. Gerade Daten gelten als entscheidender Treibstoff für die Forschung im Bereich der KI. Chinesische Unternehmen können in diesem Sektor auf die uneingeschränkte Unterstützung der Regierung setzen und auf riesige Datenmengen zurückgreifen. Daher könnte China bei der digital gestützten Mobilität mit Konzepten wie autonom fahrenden Autos und Busflotten schon bald seine Stärken ausspielen, meinen die Studienautoren. Die Entwicklung schreite hier deutlich schneller als anderswo. Insgesamt mische China sehr weit vorne mit, und das nicht nur bei KI, sondern auch bei disruptiven Technologien wie Blockchain.

Auch im restlichen Asien sind die Weichen in Richtung digitale Zukunft gestellt: Japan treibt die Entwicklung zur "Society 5.0" voran und will bei der KI vorn dabei sein. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung könnten in zehn bis zwanzig Jahren fast 50 Prozent der Arbeitskräfte in Japan durch Roboter oder KI ersetzt werden. Und während in vielen Staaten noch die Vorbereitungen für die Einführung von 5G laufen, wird in Südkorea im ersten Halbjahr 2019 voraussichtlich eines der ersten 5G-Netze weltweit eingeführt. Auch im E-Government wird Südkorea in diversen Rankings als weltweit führend eingestuft.

 

IT als Wachstumsbremse: Deutsche Firmen weit weg von agil

Nur einer von sieben (14 Prozent) deutschen IT-Chefs denkt, dass seine Firma bereits agil arbeitet. Das belegt Clouddienstleister Citrix in einer aktuellen Umfrage. Die Gründe dafür sind einerseits in veralteter Infrastruktur zu suchen: 71 Prozent der Befragten geben an, dass die Infrastruktur, die sie beim Antritt ihrer Stelle vorfanden, ihre Arbeit erschwert. Andererseits wird die IT oft aber auch nicht genügend von der Unternehmensführung unterstützt. 54 Prozent der CIOs wünschen sich beispielsweise mehr Risikofreude bei technologischen Investitionen.

In der Umfrage geben 48 Prozent der CIOs an, dass eine unzureichende IT zu eingeschränktem Wachstum führt. Für 47 Prozent wird dadurch die Produktivität eines Unternehmens geschmälert. Jeder dritte IT-Verantwortliche sieht zudem die Zukunft der eigenen Firma dadurch gefährdet, dass die Technologie nicht zuverlässig funktioniert. Das dürfte sich in Zukunft noch verstärken, da alle Prozesse im gesamten Unternehmen immer mehr von digitaler Technologie abhängen - auch außerhalb der IT. Das zeigt sich auch daran, dass die befragten CIOs das Internet der Dinge (52 Prozent) und Industrie 4.0 (43 Prozent) für die aktuell wichtigsten Technologien halten. Diese beziehen sich jeweils auf das gesamte Unternehmen und finden nicht nur in der IT-Abteilung statt.

 

50 deutsche Städte sind auf dem Weg zur Smart City

Digitale Behörden, intelligente Netze und smarte Services: In Deutschland machen sich immer mehr Kommunen auf den Weg in die digitale Welt. 50 Städte haben bereits Smart-City-Initiativen gestartet. Das ist das Ergebnis des Smart-City-Atlas, den der Bitkom in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE) und 13 weiteren Partnern erstellt hat. Voraussetzung für die Aufnahme in den Altas war, dass in der Kommune eine integrierte Digitalstrategie entwickelt, eine ressortübergreifende Organisationseinheit geschaffen oder ein lokales Partnernetzwerk für die Digitalisierung etabliert wurde.

Die 50 untersuchten Städte befinden sich jeweils in unterschiedlichen Phasen. 19 haben bereits eine Digitale Agenda verabschiedet und 29 sind dabei, eine solche zu entwickeln. Wichtigste Themenfelder sind die Digitalisierung von Verwaltung (98 Prozent), Mobilität (92 Prozent) sowie Energie und Umwelt (86 Prozent). Leuchtturmprojekte, die die Städte selbst benennen, werden vor allem in den Themenfeldern Verwaltung (74 Prozent), Mobilität (60 Prozent) und Datenplattform (36 Prozent) realisiert.

 

Jeder zweite PC-Nutzer fing sich 2018 Schadsoftware ein

Fast jeder Zweite (46 Prozent) war im vergangen Jahr Opfer von Schadprogrammen. Damit ist der heimische PC/Laptop ein besonders gefährdetes Einfallstor, um an dort verwahrte, kritische Informationen aus dem Berufsleben der Betroffenen zu gelangen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.120 PC-Nutzern in Deutschland. Um den Heim-PC zu schützen, setzen Verbraucher auf unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen. Am häufigsten kommt ein Virenschutzprogramm zum Einsatz. 84 Prozent der Nutzer haben so ein Programm installiert. Zwei Drittel (65 Prozent) haben eine Firewall aktiviert. Ein Viertel (25 Prozent) bedient sich Anonymisierungsdiensten wie Proxys oder dem Tor-Netz. Jeder Fünfte (21 Prozent) hat seine PC-Kamera abgedeckt, 17 Prozent nutzen einen Passwort-Safe. Und jeder sechste PC-Nutzer (16 Prozent) verwendet zusätzlich installierte Verschlüsselungssoftware für Daten, jeder Zehnte (9 Prozent) nutzt dies für E-Mails. Nur 1 Prozent nutzt überhaupt keine Sicherheitsdienste für den Heimcomputer.

 
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Frauen in der IT: Eine Bewerberin auf sieben Kandidaten ist zu wenig

Die IT-Branche will mehr Frauen-Positionen gewinnen, aktuell ist nur jeder siebte Bewerber (15 Prozent) auf eine Stelle für IT-Spezialisten weiblich. Außerdem studieren auch wieder weniger Frauen Informatik: 2017 nahmen 8.792 Frauen ein Erststudium im Fach Informatik auf - ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8.966).

Das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche macht deutlich, dass es auch in Zukunft schwer sein wird, mehr Frauen in die Branche zu bringen und zu halten. Doch das möchten die meisten Arbeitgeber der Branche nach Aussagen der Umfrage: 55 Prozent erklären, sich intern das Ziel gesetzt zu haben, den Frauenanteil unter den eigenen IT-Fachkräften steigern. Mit der Größe des Unternehmens steigt auch die Bereitschaft, mehr Frauen in IT-Positionen zu beschäftigen. Unter den Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern hat sich jedes zweite (51 Prozent) intern das Ziel gesteckt, den Anteil weiblicher IT-Fachkräfte zu erhöhen, bei den Unternehmen mit 50 bis 199 Mitarbeitern sind es gut zwei Drittel (68 Prozent) und bei den Unternehmen ab 200 Mitarbeitern acht von zehn (80 Prozent). In den kommenden fünf Jahren wollen sie die Frauenquote unter den IT-Spezialisten auf durchschnittlich 25 Prozent steigern. Derzeit liegt der Anteil bei 17 Prozent.

Mehr Frauen für IT-Positionen zu gewinnen, wird auch in Zukunft eine Herausforderung bleiben. Der Anteil weiblicher Informatik-Studierender ist zurückgegangen. Im Kalenderjahr 2017 nahmen 8.792 Frauen ein Erststudium im Fach Informatik auf - ein Minus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (8.966). Dagegen stieg die Zahl männlicher Studienanfänger von 30.052 (2016) um 1,3 Prozent auf 30.430 (2017). Damit sank 2017 die Frauenquote im Informatik-Erststudium auf 28,9 Prozent. Noch geringer ist die Quote bei den Absolventen: 2017 schlossen 26.394 Studierende ein Informatikstudium ab, lediglich jeder fünfte davon (19 Prozent) war weiblich.

 

EU stärkt Verbraucherrechte beim Online-Kauf

Verbraucher in der gesamten EU haben beim Online-Kauf künftig die gleichen Rechte wie im stationären Handel. Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Staaten und der EU-Kommission haben sich auf neue Regeln geeinigt, die es sowohl Kunden als auch Händlern - vor allem bei grenzüberschreitenden Einkäufen - einfacher machen sollen. Erstmals haben Verbraucher einheitliche Rechte beim Kauf digitaler Inhalte wie dem Download oder dem Streamen und Musik.

Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass Händler bei nicht funktionierenden Produkten entweder für gleichwertigen Ersatz sorgen, reparieren oder das Geld zurückzahlen müssen. Dieses Recht haben Verbraucher für mindestens zwei Jahre. Bei digitalen Inhalten, die nicht funktionieren, haben die Anbieter zunächst die Chance, das Problem zu lösen, ehe der Vertrag wieder aufgelöst werden kann. Gegenstände mit digitaler Komponente - ein smarter Kühlschrank oder Fernseher etwa - müssen in einem "vernünftigen Zeitraum" auf den neusten Stand gebracht werden. Das soll die Sicherheit der Geräte gewährleisten. Die Einigung muss noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden, ehe sie in Kraft treten soll.

 

Digitalisierung: Lehrer sehen deutsche Schulen abgehängt

Die Mehrheit der Lehrer steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen. Denn fast alle Lehrer sehen Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken.

Mehr als die Hälfte der Lehrer (54 Prozent) würde gerne häufiger digitale Medien einsetzen, scheitert aber aus verschiedenen Gründen daran. Größtes Hemmnis ist fehlende Technik. 58 Prozent sagen, dass es an den nötigen Geräten für die Nutzung im Unterricht mangelt. Dahinter folgt die Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt (36 Prozent). Auch ein fehlendes pädagogisches Konzept (13 Prozent) und unzureichende Technik-Kenntnisse (12 Prozent) spielen eine Rolle.

Viele Schulen verfügen nur über eine digitale Grundausstattung. Beamer (99 Prozent), Notebook (82 Prozent) und stationärer PC (87 Prozent) sind Standard, jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar. Zwei von drei Schulen (65 Prozent) verfügen über interaktive Whiteboards, also elektronische Tafeln mit Bildschirmsteuerung, allerdings fast ausschließlich in einzelnen Fachräumen. In jeder dritten Schule (31 Prozent) gibt es Tablets, die absolute Ausnahme sind hingegen Virtual-Reality-Brillen (2 Prozent).

 

Mitarbeiter über Datensicherheit am Arbeitsplatz besorgt

Laut einer neuen Studie von McAfee ist eine der schwerwiegendsten Sorgen deutscher Arbeitnehmer eine Datenschutzverletzung oder einen Cyber-Angriff in ihrem Unternehmen zu verursachen.

Angesichts der steigenden Tendenz zum mobilen Arbeiten nannten die Befragten WiFi-Hotspots (30 Prozent), Cloud-Speicher/-Anwendungen (26 Prozent) und Geräte, die mit Mobilfunknetzen verbunden sind (14 Prozent), als die größten Sicherheitsrisiken, denen sie ausgesetzt sind.

 
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Internet of Things: Verbraucher zurückhaltend bei intelligenten Stromnetz

Gerade einmal jeder Dritte (37 Prozent) kann sich vorstellen, ein Elektroauto so in das Stromversorgungssystem einzubinden, dass ein gesteuertes Laden und die Batterie dabei helfen, das Stromnetz zu stabilisieren. Etwas mehr als jeder Zweite (56 Prozent) möchte Strom direkt von einem Zusammenschluss von Betreibern kleinerer Solarstrom-Anlagen beziehen. Und immerhin zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten würden Geräte wie elektrische Heizungen oder Kühlgeräte automatisch so steuern lassen, dass das Stromnetz stabilisiert wird und Ressourcen geschont werden.

 

Und da war noch E-Commerce: Retouren reichen dreimal um den Erdball

286 Millionen Pakete werden im weltweiten Onlinehandel pro Jahr zurückgeschickt. Würde man alle Pakete, die pro Jahr weltweit als Rücksendung zurück an den Absender gehen, aneinander reihen, könnte man damit bei einer angenommenen Kantenlänge von 40 Zentimetern 2,9 Mal die Erde umrunden. Mehr als jeder zweite Kunde schickt online bestellte Ware wieder zurück, weil sie den Erwartungen nicht entsprach. Bei immerhin 29 Prozent war die Ware allerdings auch beschädigt. Jeder Fünfte bestellt von vornherein mehrere Alternativen zur Auswahl. Fünf von 100 Onlinekunden bereuen ihre Impulskäufe bei Werbeaktionen und schicken die Bestellung deshalb zurück. Unter den hohen Retourenquoten haben die Modehändler am meisten zu leiden. Bei 27 Prozent von ihnen kommt jeder zweite verschickte Artikel wieder zurück. Im Bereich Wohnen und Einrichten halten sich die Kunden mit Rücksendungen eher zurück. Hier berichten 55 Prozent der Onlinehändler von Retourenquoten bis zu zehn Prozent.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Lothar Schröder.
 
 

In der schnelllebigen IT-Branche ist es wichtig, dass auch Senioren in einer starken Gewerkschaft aktiv bleiben. Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Zukunft zu gestalten. Altes Wissen mit neuem zu verbinden, hält Ältere aktiv. Somit ergänzen sich ver.di und die Senioren ideal.

Jupp H., Senior, Rüsselsheim / Mainz

 
 
 

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