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Newsletter vom 09.10.2018

Fachkräftemangel: Recruiting in sozialen Netzwerken sind Ausnahme

Immer häufiger bekommen Unternehmen auf ihre Stellenanzeigen keine geeigneten Bewerbungen, dennoch machen sich nur die wenigsten Personalabteilungen in sozialen Netzwerken aktiv auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Gerade einmal drei von zehn Personalern (30 Prozent) aus mittelständischen und Großunternehmen geben an, in sozialen Netzwerken nach Mitgliedern zu suchen, deren Profil passend für zu besetzende Stellen sein könnte.

Allerdings haben hier gerade kleinere Unternehmen den größten Nachholbedarf. So nutzt nur jeder vierte Personaler (24 Prozent) in Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern soziale Netzwerke für die aktive Kandidatensuche, bei Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern ist es bereits jeder Dritte (33 Prozent). Und in Großunternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten geben sogar 4 von 10 (44 Prozent) Personalverantwortlichen an, gezielt in Netzwerken potenzielle Bewerber anzusprechen. Auch zwischen den Branchen gibt es deutliche Unterschiede: Während in der Industrie und bei Dienstleistungsunternehmen rund jede dritte Personalabteilung (32 Prozent) in sozialen Netzwerken auf die Suche geht, sind es bei Handelsunternehmen gerade einmal 18 Prozent.

 

Automation: Maschinen werden mehr Jobs schaffen als vernichten

Maschinen werden immer mehr Jobs erledigen und damit Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen - aber, so die Studie The Future of Jobs des Weltwirtschaftsforums WEF: Die Zahl der neu geschaffenen Jobs ist um fast das doppelte größer. Einziger Nachteil: Für die neuen Jobs benötigt man zum Teil tiefgehende Kenntnisse:

So soll sich der Bedarf nach Datenanalysten, Wissenschaftler, Softwareentwicklern, E-Commerce- und Social-Media-Spezialisten erhöhen, ebenso wird es eine größere Nachfrage nach menschlichen Qualifikationen geben wie sie etwa Verkaufs- und Marketing-Manager, Innovationsentwickler und Kundenberater besitzen. Schlecht sieht es für klassische Bürojobs aus, hier nennt die Studie vor allem Lohnbuchhalter oder Sachbearbeiter.

 

EU-Parlament will Leistungsschutzrecht

Mit 438 Pro- und 226 Contrastimmen hat das EU-Parlament für ein europaweites Leistungsschutzrecht und für Uploadfilter gestimmt. Damit sind zwei Gesetze auf den Weg gebracht, die zahlreiche Experten als dysfunktional und potentiell gefährlich einstufen für Meinungsfreiheit und internetbasierte Geschäftsmodelle. Der Beschluss ist noch nicht endgültig, sondern wird noch einmal Plenum und Kommission vorgelegt. Nutznießer des Leistungsschutzrecht wird Berechnungen zufolge europaweit fast ausschließlich der Axel-Springer-Verlag sein.

 
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CeBIT wird 2019 auf fünf Tage verlängert

Der CeBIT-Veranstalter Deutsche Messe sieht die zur Kombination von Ausstellung, Konferenz und Networking-Festival umpositionierte neue CeBIT als Erfolg. Und verlängert den Business-Event für Digitalisierung im Juni 2019 auf fünf Tage. Im kommenden Jahr soll die CeBIT aus drei Plattformen bestehen. Eine davon klingt fast wie die Kölner Konkurrenz: "d!expo" steht künftig für die Messe, "d!talk" bildet das Dach für das Konferenzprogramm und "d!campus" für den Festival-Teil. Einen neuen Schwerpunkt wird die CEBIT unter dem Titel "Digitized Services" auf die digitalen Serviceplattformen und Veränderungen im Servicesektor legen. Im Zusammenspiel rund um Künstliche Intelligenz, Blockchain, Data Analytics und Cybersecurity zeigen Anbieter kundenzentrierter Services ihre Lösungen für neue Serviceplattformen.

 

Finanzministerium gibt Digitalsteuer auf

Das Finanzministerium von SPD-Vizekanzler Olaf Scholz gibt die Einführung einer Digitalsteuer ("Facebook-Steuer") auf. Die "Dämonisierung der großen Digitalunternehmen" sei "nicht zielführend", heißt es in einem vertraulichen Papier.  Weiter: "Die öffentlich noch häufig vernehmbare Aussage, dass Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Amazon keine Steuern auf ihre Gewinne zahlen würden, ist nicht mehr haltbar", heißt es in der vom Minister unterschriebenen Vorlage. Gewinne sollten auch weiterhin nur dort versteuert werden, wo eine Firma ihren Sitz hat. Alles andere bringe dem Exportland Deutschland sonst große Nachteile. Im Scholz-Papier heißt es, man solle auf internationaler Ebene eine solche Besteuerung verhindern.

 

Die meisten Unternehmen hadern immer noch mit der DSGVO

Vier Monate nach Fristablauf hadert die deutsche Wirtschaft weiterhin mit der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Erst ein Viertel (24 Prozent) der Unternehmen in Deutschland hat die DSGVO vollständig umgesetzt. Weitere 40 Prozent haben die Regeln größtenteils umgesetzt, drei von zehn (30 Prozent) teilweise. Gerade erst begonnen mit den Anpassungen haben fünf Prozent der Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen aus Deutschland des Bitkom.

Die große Mehrheit der Unternehmen beklagt höhere Aufwände durch die DSGVO im laufenden Betrieb. Acht von zehn Unternehmen (78 Prozent) geben dies an, davon 45 Prozent einen deutlichen Mehraufwand. Nur jedes fünfte befragte Unternehmen (19 Prozent) rechnet mit gleichbleibendem Aufwand im laufenden Betrieb, bei einer Befragung vor vier Monaten waren es noch 34 Prozent. Vor allem die erweiterten Dokumentations- und Informationsplichten machen den allermeisten zu schaffen. So hat für 96 Prozent der Aufwand für die Erfüllung der Dokumentationspflichten zugenommen, 87 Prozent bestätigen dies für die Erfüllung der Informationspflichten.

 
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Jeder Dritte installiert gelöschte Apps wieder neu

Jeder dritte Nutzer, der eine App deinstalliert, ist danach bereit, die App erneut zu installieren. Das geht aus einer Studie des Mobile-Analytics-Unternehmens Adjust hervor. Der durchschnittliche Nutzer wartet zwischen dem letzten Öffnen der App und der Deinstallation knapp sechs Tage. Dabei variiert die Zeitspanne stark zwischen den einzelnen App-Kategorien - von weniger als drei Stunden bis zu etwa 15 Tagen. Entertainment- und Lifestyle-Apps werden besonders schnell verworfen, ihre Nutzer deinstallieren Apps im Durchschnitt nach einem halben bis ganzen Tag. ECommerce- und Reise-Apps hingegen haben eine wesentlich längere Lebensdauer und werden in der Regel 10 bis 11 Tage nach der letzten Session eines Nutzers gelöscht.

Nicht alle Nutzer, die eine App deinstallieren, sind für immer verloren. Tatsächlich kommt ein hoher Anteil der Nutzer innerhalb von 12 Monaten wieder zurück zur App. Games, Social Media und Publications haben mit rund 40 Prozent die höchste Rate an Reinstallationen.

 

Walmart setzt auf Blockchain zur Lebensmittelkennzeichnung

Die amerikanische Supermarktkette Walmart will mittels Blockchain Lebensmittelskandalen vorbeugen. Dazu soll die gesamte Lieferkette von Grundnahrungsmitteln transparenter werden und - beispielsweise - der Ursprung von Krankheitserregern schneller identifiziert werden. Bereits bei der Ernte bzw. Herstellung von Produkten sollen die Lebensmittel mit einem Code markiert und in einer Blockchain erfasst werden. An jedem Punkt der Lieferkette - und auch beim Endverbraucher - kann so in Sekunden der Ursprung eines Lebensmittels oder einer Zutat exakt ermittelt werden. Derzeit dauert es bis zu sieben Tage, bis die Herkunft eines Produkts zurückverfolgt werden kann. Oft müssten daher große Mengen an Lebensmitteln auf Verdacht vernichtet werden. Bei der Umsetzung des Systems kooperiert Walmart mit IBM.

 

Nur einer von zehn DAX-Konzern-Auftritten ist völlig DSGVO-konform

Eine stichprobenartige Untersuchung der Datenschutzexperten von eBlocker von Internetseiten der zehn umsatzstärksten DAX-Unternehmen ergab: Nur eine setzt die Anforderungen der Aufsichtsbehörden überhaupt um.  Der Großteil hält sich allerdings nicht an alle Vorgaben der DSGVO. Einer der wichtigsten Punkte der DSGVO: Nutzer müssen explizit ihre Einwilligung zur Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke abgeben, solange kein berechtigtes Interesse vorliegt. Seitenbetreiber und Onlinedienste müssen eine Erlaubnis einholen, wenn sie oder Dritte im Auftrag Website-Besucher tracken und Persönlichkeitsprofile bilden. In diesem Punkt tun sich aber auch die Großen schwer, wie die Untersuchung von eBlocker zeigt. Nur einer von zehn DAX-Konzernen setzt diese Informations- und Zustimmungspflicht korrekt durchgängig um.

 
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Shareconomy: Knapp die Hälfte der deutschen Konsumenten nimmt Leihangebote wahr

Im Rahmen der Studie 'Online Mietservice Monitor' befragte das Marktforschungsinstitut Splendid Research insgesamt 1.014 Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren online nach ihrem Interesse an Mietservices. Knapp die Hälfte der deutschen Konsumenten fühlt sich von Angeboten angezogen, bei dem man Produkte zunächst mieten kann - solange es die Option auf einen späteren Kauf gibt.

Dabei sind es vor allem die bekannten Marken wie OBI, Media Markt und Tchibo, die diese Services anbieten, die den Kunden geläufig sind. Nicht alle der insgesamt 130 getesteten Produkte sprechen Kunden gleich stark an. Das größte Interesse liegt demnach im Elektronikbereich, 40 Prozent der interessierten Verbraucher könnten sich das Mieten vorstellen. Smart TV und Smartphone sind dabei die beliebtesten Artikel. Ähnlich hoch wie im Elektronikbereich liegt übrigens der Gesamtinteressentenanteil an Produkten aus der Kategorie Heimwerken. Auf Platz drei liegt die Kategorie Einrichtungsgegenstände, für die über 35 Prozent Interesse bekunden, gefolgt von Kleidung, Kinderausstattung sowie Sportartikel, die jeweils gut ein Viertel ansprechen. Kostenlose Serviceleistungen - das heißt Lieferung, Reparatur und Rückversand - sowie die Neuartigkeit der Produkte verleiten potenzielle Kunden übrigens am ehesten zur Miete. Dies gilt für alle Bereiche gleichermaßen.

 

Lost in Digitalization: Mitarbeiter kennen Digitalstrategie ihrer Unternehmen nicht

Fast die Hälfte der Angestellten deutscher Unternehmen empfindet das Vorgehen zur Digitalstrategie im Unternehmen als nicht transparent. Sie wissen weder, warum und wohin sich das Unternehmen verändern will, noch, welche Rolle sie selbst dabei spielen. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Digitalisierungsmonitor der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Es zeigt sich auch ein deutlicher Unterschied zwischen Führungspersonal und Mitarbeitern: Während sich die Mehrheit der einfachen Mitarbeiter nicht ausreichend über die Digitalstrategie informiert fühlt, fehlt es Führungskräften deutlich seltener an Informationen. Deutliche Defizite gibt es zudem im Bereich Schulungen. So fehlt es in vielen Unternehmen noch an Weiterbildungsangeboten zur Digitalen Transformation und an der Vermittlung notwendiger Kompetenzen wie beispielsweise analytischer Fähigkeiten.

 

B2B-Commerce: Neun von zehn Einkäufern begrüßen Digitalisierung

Laut einer aktuellen Umfrage von B2B-Marktplatz „Wer liefert was“ unter 1.413 Einkaufsmanagern glauben 87 Prozent, dass die Fortschritte der Digitalisierung den Einkauf verbessern werden - nur acht Prozent zweifeln daran. Über die Hälfte der befragten Einkaufsmanager (53 Prozent) denkt, dass die Automatisierung der Supply Chain den größten Einfluss auf die Veränderung des Berufsbildes des Einkäufers hat. Auf Platz zwei landet mit 14 Prozent die Verwendung von Künstlicher Intelligenz. Augmented und Virtual Reality empfinden nur zwei Prozent als nennenswerte Technologien für den Einkauf. Daran, dass Chatbots im Einkauf zukünftig eine wichtige Rolle spielen werden, glaubt hingegen fast niemand (0,78 Prozent).

 
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Agiles Projektmanagement: Scrum ist der König

Der Einsatz agiler Methoden im Projektmanagement nimmt Jahr für Jahr zu. Und das aus gutem Grund: Die Mehrheit der deutschen Unternehmen (65 Prozent) hält Projekte, die agil durchgeführt werden, für erfolgreicher. Sie erlauben demnach eine einfachere Zusammenarbeit mit freiberuflichen Spezialisten, die heute bereits rund ein Viertel des gesamten Arbeitsvolumens in IT-Projekten übernehmen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von mehr als 300 Unternehmen ab 500 Mitarbeitern hervor.

Entsprechend weit ist agiles Projektmanagement in der Praxis verbreitet: Jedes zweite Unternehmen (50 Prozent) ist im IT-Bereich bereits auf agiles Projektmanagement umgestiegen. Bei den Unternehmen mit 2.000 Beschäftigten und mehr sind es bereits 56 Prozent. Weitere 15 Prozent aller Unternehmen planen den Einsatz in den kommenden 12 Monaten, 18 Prozent diskutieren ihn. Lediglich für knapp jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) sind agile Methoden im Projektmanagement derzeit kein Thema. Im direkten Vergleich der agilen Methoden zeigt sich: Der König unter den Methoden des agilen Projektmanagements ist Scrum. Insbesondere im Handel ist Scrum klarer Spitzenreiter: 9 von 10 Unternehmen (91 Prozent), die agile Methoden anwenden, setzen auf Scrum. Insgesamt nutzen acht von zehn Unternehmen (79 Prozent), die agile Methoden einsetzen oder dies konkret planen, Scrum. Unternehmen, die agile Methoden bereits anwenden, sehen vor allem qualitativ bessere Projektergebnisse (72 Prozent) sowie die einfachere Zusammenarbeit mit IT-Freelancern (53 Prozent) als entscheidende Vorteile. Auch die schnellere Umsetzung von Projekten (50 Prozent), das schnellere Erkennen und Reagieren auf auftretende Probleme (47 Prozent) sowie die höhere Flexibilität im Projekt (41 Prozent) sind Argumente, die für deutsche Unternehmen klar für den Einsatz agiler Methoden sprechen. 38 Prozent der Unternehmen, die agiles Projektmanagement betreiben, meinen außerdem, dass die Mitarbeitermotivation durch mehr Verantwortung und selbstständiges Arbeiten steigt.

 

IT-Branche rechnet mit 22 Prozent Umsatzwachstum durch Künstliche Intelligenz

Für einen Großteil der Geschäftsmodelle in der Digitalen Wirtschaft spielt Künstliche Intelligenz (KI) eine wichtige Rolle. Das geht aus den Ergebnissen einer BVDW- Studie hervor. 78 Prozent der befragten Experten geben an, dass KI schon jetzt eine wichtige oder eher wichtige Rolle für ihre Geschäftsmodelle spielt. Im Durchschnitt rechnen die Digitalunternehmen mit einem Umsatzwachstum von 22 Prozent.

 

Payment-Studie: Zwei Drittel brechen Online-Einkauf ab

Vier von fünf Deutsche kaufen mindestens einmal im Monat online ein. Doch zwei Drittel haben schon einmal ihren Online-Einkauf abgebrochen, weil die bevorzugte Bezahlart nicht zur Verfügung stand (39,8 Prozent), der Bezahlvorgang zu kompliziert war (14,2 Prozent), der Vorgang nicht funktioniert hat (9,1 Prozent) oder dem Bezahlverfahren nicht vertraut wurde (3,6 Prozent). Dies ergab eine aktuelle Studie von Arlington Research zum Online-Shopping-Verhalten der Deutschen für PPRO. Im Vergleich zu 2014 hat sich die Situation damit gebessert. Damals brachen sogar 80,8 Prozent der Befragten Online-Einkäufe ab. Auch damals war der Hauptgrund, dass die gewünschte Zahlart fehlte (48,7 Prozent).

 
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Cyberkriminalität: Immer mehr Nutzer schürfen nach Bitcoins - unwissentlich

Der Hype um Kryptowährungen schlägt sich auch in Cybercrime-Statistiken nieder: Explosionsartiges Wachstum gab es bei Malwares, die Krypto-Mining betreiben, so der McAfee Labs Threats Report: September 2018. Dabei werden Rechnerkapazitäten oder die CPUs von IoT-Geräten angezapft, um damit für die Cyberkriminellen Bitcoins zu schürfen - ein Trend.

Neuerdings werden IoT-Geräte als Plattformen für Krypto-Mining angezapft, die bis vor kurzem noch zu geringe CPU-Geschwindigkeiten besaßen, um eine solche Leistung zu unterstützen. Heute stellt die schiere Menge solcher Geräte mit schwachen Passwörtern eine attraktive Plattform für Krypto-Mining dar.

 

IT-Budgets wandern in die Cloud

Laut dem Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden bis 2022 rund 28 Prozent der Ausgaben in den wichtigsten IT-Märkten für Unternehmen in die Cloud verlagert, gegenüber 19 Prozent im Jahr 2018. Das Wachstum der IT-Ausgaben für Cloud-basierte Angebote in Unternehmen wird dabei schneller sein als das Wachstum traditioneller, nicht Cloud-basierter IT-Angebote. Doch trotz dieses Wachstums werden traditionelle Angebote im Jahr 2022 noch 72 Prozent des adressierbaren Umsatzes für Enterprise IT-Märkte ausmachen, so die aktuelle Prognose.

 

Digitale Verwaltung: Welche Services Bürger wirklich wollen

Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich eine digitale Verwaltung und würde Online-Verwaltungsangebote gerne nutzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Bitkom. Der Umfrage zufolge haben vor allem digitale Bürgerdienste für Familien großes Potenzial.

Jeweils sechs von zehn Bürgern wünschen sich, dass das Kindergeld (62 Prozent) sowie der Kitaplatz (61 Prozent) auch online beantragt werden können. Auch die Anträge auf Elterngeld wollen vier von zehn Befragten (41 Prozent) gerne online stellen. Ähnliches gilt für Urkunden, wie etwa die Geburtsurkunde (33 Prozent). Befragt nach weiteren Bürgerdiensten, die digital angeboten werden sollten, geben 83 Prozent an, dass sie Mängel wie Schlaglöcher gern online melden würden. 74 Prozent wollen via Internet ihren Wohnsitz an- bzw. ummelden. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) würde gerne online ein Führungszeugnis beantragen können. Auch für Bürgerdienste wie die KFZ-Zulassung (48 Prozent) oder die Beantragung des Personalausweises (45 Prozent) möchten viele Bundesbürger nicht mehr extra aufs Amt.

An Online-Verwaltungsdienstleistungen schätzen die Bürger vor allem die Transparenz. So stimmen acht von zehn Befragten (79 Prozent) der Aussage zu, dass es während der Bearbeitung von Anträgen möglich sein sollte, den aktuellen Stand und die voraussichtliche Dauer der Bearbeitung jederzeit online einsehen zu können. Diese Erwartung existiert inzwischen quer durch alle Altersklassen. So sagen 83 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, 86 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 84 Prozent der 50- bis 64-Jährigen, dass dies möglich sein sollte. Selbst bei der Generation 65 Plus sind es 63 Prozent.

 
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Deutschen vertrauen Digitalkonzernen nicht

Globale Big Player wie Google, Facebook oder Amazon sind die großen Treiber der Digitalisierung und haben enormen Einfluss auf unsere Gesellschaft. Doch: 80 Prozent der Deutschen haben derzeit wenig oder gar kein Vertrauen in die großen Digitalkonzerne. Insbesondere junge Menschen vertrauen den digitalen Big Ships immer weniger (81 Prozent). 79 Prozent der Deutschen sind daher der festen Überzeugung, dass Google, Facebook & Co. in Zukunft stärker reguliert werden sollten.

Dabei sehen sie sich auch selbst in der Pflicht: Mehr als drei Viertel (79 Prozent) fordern, dass Kunden ihre Macht gegenüber den führenden Digital-Unternehmen stärker nutzen und im Zweifel zu einem der kleineren Wettbewerber wechseln sollten. In der täglichen Praxis wird von dieser Möglichkeit jedoch bislang nur bedingt Gebrauch gemacht. Vor allem die eigene Bequemlichkeit hindert die Deutschen noch immer daran, andere Anbieter als Google, Facebook oder Amazon zu nutzen (28 Prozent). Weitere 13 Prozent kennen keine anderen Anbieter. Zwölf Prozent halten die kleineren Wettbewerber für schlechter. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Civey unter 5000 Bundesbürgern.

 

Alibaba will Cloud aus Quantencomputer bauen

Die Alibaba Group hat im Rahmen ihrer Cloud Computing Conference im chinesischen Hangzhou ihre Entwicklungs-Roadmap für die nächsten fünf Jahre vorgestellt. Sie beinhaltet unter anderem Zukunftstechnologien wie Quantencomputer und Chips für die Anwendung im Bereich KI.

Die Academy hat begonnen, ihre eigenen Quantenprozessoren zu entwickeln. Das in Hangzhou ansässige Hardware-Team entwickelt dazu hochpräzise, mehrere Qubit verarbeitende Quantenprozessoren. In der Zwischenzeit wird die Academy weiterhin die Quantenentwicklung vorantreiben: Sie baut Cloud-zugängliche, quanten-klassische heterogene Systeme, um Quantenrechenleistung als Utility zur Verfügung zu stellen; außerdem erforscht sie superschnelle, quanten-klassischen Hybridalgorithmen, um grundlegende Probleme zum Beispiel des Machine Learning oder physikalischer Simulationen zu lösen. Zudem will die Academy ihr Partnernetzwerk in Branchen wie E-Commerce, Logistik, Finanzen, Material oder Pharmazie weiter pflegen.

Die Academy plant, im zweiten Halbjahr 2019 ihren ersten selbst entwickelten KI-Inferenz-Chip - "AliNPU" - auf den Markt zu bringen, von dem sich Alibaba "enormes Potential" für die Anwendung in Bereichen wie Autonomes Fahren, intelligente Städte und Logistik birgt. Außerdem wird die Academy ihre Entwicklung von KI-Chips für Trainings in der Cloud und IoT-Anwendungen verstärken. Ziel ist es, eine robuste, Cloud-basierte IoT-Infrastruktur zu schaffen, die die Rechenleistung für die Rechenzentren des Unternehmens bereitstellt und zugleich das von Smart Home bis zur intelligenten Logistik reichende IoT-Geschäft voranbringt.

 

Jedes dritte Unternehmen digitalisiert seine Post

Immer mehr Unternehmen wollen auf Briefpost verzichten und setzen zunehmend auf digitale Kommunikation. So haben 30 Prozent ihre Briefpost bereits durch digitale Post ersetzt. Vor zwei Jahren waren es 25 Prozent. Bei weiteren 44 Prozent trifft dies in Teilen bereits zu.

Besonders digital aufgestellt in Sachen Kommunikation sind die Großunternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr. Dort sagen bereits 52 Prozent, dass es in ihrem Unternehmen gelingt, Briefpost durch digitale Kommunikation zu ersetzen (2016: 29 Prozent). Bei den kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern gelingt dies bereits 30 Prozent (2016: 26 Prozent). Bei den Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern haben 24 Prozent (2016: 23 Prozent) schon umgestellt. Nur in 14 Prozent der Unternehmen wird die Umstellung von analoger Briefpost auf digitale Kommunikation aktuell nicht diskutiert. Das zeigt der Digital Office Index 2018 - eine repräsentative Befragung von 1.106 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern.

 
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E-Health kränkelt in Deutschland und Österreich

Deutschland und Österreich sind in Sachen E-Health noch Entwicklungsländern, so offenbart eine Studie mit einem Vergleich zwischen den beiden Ländern sowie Hong Kong, Südkorea, USA, Schweden und Finnland.

In Deutschland und Österreich können viele Ärzte und Pflegekräfte Daten ihrer Patientinnen und Patienten digital erfassen, insbesondere in Krankenhäusern und Arztpraxen. Während in Österreich wichtige medizinische Daten davon landesweit verfügbar sind, ist dies in Deutschland noch nicht der Fall. Patienten in beiden Ländern und ihre pflegenden Angehörigen haben dabei selbst noch keinen Zugriff auf die Daten. Die Studienautoren sind überzeugt, dass die technischen Möglichkeiten und die notwendigen IT-Standards schon jetzt ausreichend vorhanden sind und sehen Chancen für eine zügige Verbesserung der Situation in ihren Ländern, damit Deutschland und Österreich auch hier wieder zu den Spitzenreitern zählen können. In der Studie wird zudem betont, dass beide Länder grundsätzlich eine gute Gesundheitsversorgung haben, dass aber bei diesem durchaus wichtigen Aspekt Nachholbedarf besteht, der in erster Linie politisch verschuldet sei.

 

Versicherung 4.0: Jeder Dritte würde sich für Rabatte digitale Fahrtenschreiber einbauen

Digitale Technologien könnten künftig die Übermittlung von Daten zum Fahrverhalten an die Versicherung ermöglichen: Wer vorsichtig fährt, bekommt von seiner Kfz-Versicherung einen Rabatt. Jeder dritte Bundesbürger (33 Prozent) findet solche Versicherungsangebote interessant und würde sich überlegen, sie zu nutzen.  Dabei sagt jeder Vierte (25 Prozent), dass er sich vorstellen könnte, einen solchen Tarif zu nutzen. 8 Prozent sind sich sogar sicher, dass sie auf jeden Fall einen solchen Vertrag abschließen würden. Jüngere sind solchen individuellen Tarifen gegenüber deutlich aufgeschlossener als Ältere. So geben 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen an, dass sie solche Angebote auf jeden Fall nutzen wollen oder es sich zumindest vorstellen können. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 34 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 30 Prozent und unter denjenigen ab 65 Jahre immerhin noch 26 Prozent.

 

Ein Drittel der Arbeitnehmer sortiert eine Stunde täglich E-Mails

Eine aktuelle Studie der OTRS Group zeigt, Arbeitnehmer verbringen einen Großteil ihrer Arbeitszeit mit administrativen Tätigkeiten, ohne sich ihren Kernaufgaben widmen zu können:  82 Prozent verwenden eine halbe Stunde ihrer Arbeitszeit allein darauf, nach Informationen zu suchen, die sie zur Erledigung ihrer Arbeit benötigen. Bei über 23 Prozent davon sind es sogar mehr als zwei Stunden täglich. Insbesondere E-Mails scheinen Arbeitnehmer immer wieder von ihren eigentlichen Aufgaben abzulenken: Über 32 Prozent geben an, dass sie durchschnittlich eine Stunde am Tag benötigen, um ihre E-Mails zur sortieren.

 
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Und da war noch: Werdende Eltern wählen Namen des Kindes nach Domainverfügbarkeit aus

Eltern der Generation Y wählen bevorzugt Babynamen, für die noch Domain-Namen verfügbar sind. Das ist das Ergebnis einer von OnePoll im Auftrag von GoDaddy in den USA durchgeführten Untersuchung, die die Befragung von 1000 Eltern der Generation Y (24-38 Jahre), sogenannte Millennials, und 1000 Eltern der Generation X (39-53 Jahre) umfasst.

Die Bedeutung einer eigenen Internetpräsenz für Kinder hat sich bei den Eltern zwischen den Generationen fast verdoppelt - 48 Prozent der Millennials halten es für wichtig, dass ihr Kind schon früh im Leben online präsent ist, dieser Aussage stimmten nur 27 Prozent der Befragten aus der Generation X zu.

Die Ergebnisse liefern einen aufschlussreichen Einblick, wie das Internet eine stetig wachsende Präsenz im Leben eines Kindes einnimmt - beispielsweise bekommt das Kind eines Millennials durchschnittlich 107 Fotos von sich selbst online gestellt, bevor es überhaupt gehen kann. Die Eltern der Generation X sind auch hier zurückhaltender, sie posten bloß halb so viele Fotos des Neugeborenen online.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Lothar Schröder.
 
 

Die IT-Branche wächst wie noch nie. Und Outsourcing ist auch in der IT-Branche immer wieder ein großes Thema. Ich setze mich gemeinsam mit ver.di dafür ein, dass alle in dieser Branche zu guten Konditionen eingesetzt werden!

Daniela C., Projektmanagerin, Frankfurt / M

 
 
 

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