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Newsletter vom 15.05.2018

Arbeit 4.0: Digitalisierung lässt Bedarf an Weiterbildung steigen

Die Veränderungen in der Arbeitswelt lassen den Bedarf an Weiterbildung steigen, das ergab die aktuelle Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2018" der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD). 82 Prozent der befragten Personalverantwortlichen sind davon überzeugt. Die Zustimmung zu dieser These wächst stetig bei den Personalern - insbesondere bei den mittleren und großen Unternehmen, die offenbar besonders stark mit den Auswirkungen der Industrie 4.0 konfrontiert werden. Zum Vergleich: Vor einem Jahr sahen "lediglich" 74 Prozent der Befragten erhöhten Weiterbildungsbedarf. Bei der Frage, welche Kompetenzen geschult werden müssen, stehen für 95 Prozent der Befragten das kontinuierliche Auffrischen von berufsrelevantem Wissen sowie die Förderung der Bereitschaft zur Veränderung an oberster Stelle. Für 92 Prozent sind der Ausbau von systematischem und kreativem Denken sowie die Fähigkeit zur schnellen Informationsverarbeitung und Datenselektion wichtig. Ähnlich dringlich auf der Schulungsagenda: Abstraktionsfähigkeit (85 Prozent), Beratungskompetenz (82 Prozent), Knowhow im Projekt- und Prozessmanagement (81 Prozent) sowie soziale, kommunikative und interkulturelle Fähigkeiten (79 Prozent).

Mit dem neuen Arbeiten wandeln sich auch die Anforderungen an die berufliche Weiterbildung. Die Personalverantwortlichen setzen dabei vor allem auf individuellen Gestaltungsraum beim Lernen: Für 87 Prozent der Befragten stehen ein flexibel gestaltbares Lerntempo an oberster Stelle, für 86 Prozent mobiles und ortsunabhängiges Lernen sowie frei wählbare Lernmethoden und -medien. 83 Prozent setzen auf flexibel zusammenstellbare Inhalte. Auch das vernetzte Lernen mit anderen und die Möglichkeit, eine Weiterbildung für kürzere oder längere Zeit zu unterbrechen, machen laut 82 Prozent der Befragten Weiterbildungsangebote attraktiv, ebenso die Durchlässigkeit bei der Anerkennung von Abschlüssen. Was die Lernmedien und Formate anbetrifft, halten die befragten HR-Manager einen breiten Mix für sinnvoll: Die wichtigsten Formate sind Web Based Trainings (86 Prozent) und Videos (81 Prozent), gefolgt von E-Books (75 Prozent), Audiodateien (73 Prozent), Online-Campus (73 Prozent), Live-Webinaren (72 Prozent), Printunterlagen (70 Prozent) und Apps (69 Prozent).

 

Vorratsdatenspeicherung nicht mit EU-Recht vereinbar

Die deutsche Vorratsdatenspeicherung ist nicht mit dem Recht der Europäischen Union vereinbar. Dies hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden (Az. 9 K 3859/16). Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln hat eine zentrale Bedeutung für die betroffenen Internet- und Telekommunikationsunternehmen. Die Kölner Verwaltungsrichter entschieden, dass eine nationale gesetzliche Regelung, die eine massenhafte Speicherung von Daten verlangt, ohne diese in konkreten Zusammenhang zur Verbrechensbekämpfung zu setzen, europarechtlich unzulässig sei. Schon im Dezember 2016 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) zur schwedischen und englischen Vorratsdatenspeicherung geurteilt, dass die Speicherung personenbezogener Daten eine Ausnahme bleiben und auf das absolut Notwendige beschränkt werden müsse.

Bei der Vorratsdatenspeicherung werden die Verkehrs- und Standortdaten der Nutzer der meisten Telekommunikationsdienste auf Vorrat ohne Anlass gespeichert.

 

Digitalisierung: Deutsche Großunternehmen erwarten mehr Jobs

Führt die Digitalisierung in Deutschlands Großunternehmen zu einem Verschwinden oder Entstehen neuer Arbeitsplätze? Das wollten die GfK und die Digitalberatung Etventure wissen und haben die 2.000 größten Unternehmen in Deutschland ab einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro befragt. Das Ergebnis einer Befragung der 2000 größten Unternehmen:  Eine überwältigende Mehrheit von über 80 Prozent der Unternehmen erwartet stabile bis positive Arbeitsplatzeffekte.

Mehr als jeder vierte Konzern oder große Mittelständler (26 Prozent) prognostiziert sogar einen Zuwachs an Arbeitskräften und die Mehrheit von 57 Prozent geht von einer gleichbleibenden Anzahl aus. Gerade einmal 38 Prozent - und damit sogar vier Prozent weniger als noch im Vorjahr - halten ihre aktuelle Belegschaft für ausreichend qualifiziert für die Veränderungen durch die digitale Transformation.

 

Deutsche wünschen sich strengere Gesetze für mehr Cybersicherheit

Die zunehmende Anzahl an Hackerangriffen und auch der Facebook-Datenskandal verunsichern viele Bürger, weswegen sie nach mehr und härteren Gesetzen rufen. Zu diesem Ergebnis kommen repräsentative Umfragen von Bearingpoint. 88 Prozent der Befragten haben den Datenskandal zumindest am Rande verfolgt. Die Hälfte der Befragten hat zusätzlich nach Informationen zum Datenleck gesucht. Mit 49 Prozent fühlen sich rund die Hälfte der Befragten hier nicht genügend durch den Staat geschützt. Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch, dass die Deutschen bei der Nutzung ihres Smartphones sorgloser mit dem Thema Cybersicherheit umgehen." Lediglich 37 Prozent fühlen sich bei der App-Nutzung über das eigene Mobiltelefon nicht gut genug gegen Cyberkriminalität geschützt (vor dem Facebook-Datenskandal: 33 Prozent).

 
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Social Media: Jeder zweite nutzt Soziale Medien im Job

An fast jedem zweiten Arbeitsplatz spielen Soziale Medien eine entscheidende Rolle: 48 Prozent der erwerbstätigen Deutschen mit Internet-Zugang nutzen Facebook, Twitter, Xing, YouTube und Co. beruflich. Das zeigt der aktuelle, repräsentative Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna. 15 Prozent der berufstätigen Onliner sind im Job wahre "Social-Media-Power-Nutzer" und setzen das Web 2.0 häufig für ihre Arbeit ein. Weitere 22 Prozent tun dies gelegentlich, elf Prozent selten. Insgesamt ist die berufliche Social-Media-Nutzung damit innerhalb eines Jahres um sieben Prozentpunkte von 41 auf 48 Prozent angestiegen. Auf der anderen Seite stehen 42 Prozent der erwerbstätigen Onliner, die Social Media zwar privat, aber nicht beruflich einsetzen. Darin eingeschlossen sind 13 Prozent, die im Job komplett ohne Internet auskommen. Lediglich jeder zehnte nutzt Soziale Medien weder beruflich noch privat.

 

Facebook-Datenskandal: EU will strengere Regeln

Nach Mark Zuckerbergs Entschuldigung vor dem US-Kongress fordert die EU-Justizkommissarin Věra Jourová eine stärkere Regulierung sozialer Netzwerke. Insbesondere die Macht der Algorithmen solle beschränkt, aber auch die Anonymität eingeschränkt werden.  Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte sie, Facebook und andere wüssten, "dass das Spielzeug in ihren Händen schwierig zu kontrollieren ist, dass sie sich eine Menge Macht gekrallt haben". Daher sei eine Regulierung notwendig, "die die Risiken herausfiltert und die Internetsphäre ansonsten nicht weiter beeinträchtigt".

Konkret schwebt ihr vor, dass die EU in Zukunft auch Algorithmen reguliert. Sie mache sich Sorgen über die Art und Weise, wie die Menschen durch die sozialen Medien "einsortiert und auch diszipliniert werden". Ein weiteres Problem stelle die Anonymität dar, hinter der sich die Autoren von Hassbotschaften oft verstecken. Jourová findet: "Wenn ich etwas schreibe, das Tausende Menschen beeinflusst, sollte ich dafür mit meinem Namen einstehen müssen".

 

KI kann das Geschäft von Banken deutlich verbessern

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie "Enhanced Bankers - The Impact of AI", die der Marktforscher Tabb Group im Auftrag vom Augmented-Intelligence-Anbieter Squirro durchführte: Künstliche Intelligenz (KI) ist heute der wichtigste "Disrupter" für Banken. Die Tabb Group befragte 200 weltweite Tier-1- und Tier-2-Banken. Die Studie zeigt auch, dass 83 Prozent der Befragten noch unsicher sind, wie sie KI und Maschinenlernen zur Optimierung von Geschäftsprozessen einsetzen können.

 

Studie: Bevölkerung bei KI-Empfehlung unkritisch

Bundesbürger halten KI-Empfehlungen vor allem bei der Reiseplanung und bei der Auswahl von Online-Suchergebnissen für sinnvoll und stehen den maschinellen Vorschlägen unkritisch gegenüber.  Drei Viertel der Bundesbürger befürworten KI-basierte Empfehlungen für die optimale Reiseverbindung. Sieben von zehn Bundesbürgern (69 Prozent) freuen sich, wenn sie bei der Internetsuche mit KI-Hilfe die vermutlich besten Suchergebnisse ganz weit oben erhalten. Je fast zwei Drittel halten die KI-Empfehlung von Restaurants und Hotels (65 Prozent) oder von Filmen und Serien (62 Prozent), zum Beispiel bei ihrem Streaming-Anbieter, für sinnvoll. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

 
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Ein Drittel aller Cyber-Angriffe in Deutschland erfolgen auf verarbeitendes Gewerbe

Der Global Threat Intelligence Report 2018 von NTT Security zeigt, dass sich in Deutschland 36 Prozent aller Cyber-Attacken gegen die Fertigungsindustrie richten.  Zentrales Ergebnis des Reports für Deutschland ist, dass vor allem Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe von Cyber-Angriffen betroffen sind. Mehr als die Hälfte der Angriffe haben dabei ihren Ursprung in China.

Im Ranking auf Platz zwei der am häufigsten angegriffenen Branchen folgen mit 29 Prozent der Finanzsektor und mit 28 Prozent der Technologiesektor. Auf diese drei Bereiche entfallen somit 93 Prozent aller Angriffe. Ein anderes Ergebnis zeigt sich auf globaler Ebene. Hier lautet die Reihenfolge: Finanzsektor (26 Prozent), Technologiesektor (19 Prozent) und Business und Professional Services (10 Prozent).

Bei der genutzten Malware dominieren in Deutschland zu zwei Dritteln (68 Prozent) eindeutig Spyware und Keylogger. Auch auf globaler Ebene liegen sie an erster Stelle, allerdings mit lediglich 26 Prozent. Hier folgen nahezu gleichauf Trojaner beziehungsweise Dropper zu einem Viertel und Viren und Würmer mit 23 Prozent.

 

Menschliche Faktoren beim Kundenservice wichtiger als Technik

Freundlicher Service ist noch wichtiger als perfekte technologische Umsetzung, zeigt eine PwC-Umfrage unter 15.000 Konsumenten. Drei von vier Befragten wünschen sich in der Interaktion mit den Anbietern wieder mehr menschliche Kommunikation - und würden dafür sogar mehr zahlen.

Auch im digitalen Zeitalter bleibt der menschliche Touch entscheidend für ein positives Kundenerlebnis. Das zeigt die Studie "The Future of Customer Experience" von Berater PwC. So sagen 48 Prozent der befragten Konsumenten, für sie sei ein freundlicher Service der wichtigste Faktor - während sich nur 32 Prozent im Zweifel für den Anbieter mit der besseren Technologie entscheiden. Sogar 75 Prozent wünschen sich wieder mehr menschliche Interaktion, wenn sie mit einem Unternehmen kommunizieren. Dazu passt, dass rund die Hälfte der Befragten das Kundenerlebnis bei den meisten Firmen für verbesserungsfähig hält.

 

Trotz Kritik an Datenschutz: Justizministerium schaltet Facebook-Werbung

Ungeachtet seiner scharfen Kritik am laxen Datenschutz bei Facebook zählt das Bundesjustizministerium zu den Top-Werbekunden des US-Unternehmens innerhalb der Bundesregierung. So  gab das Justizressort unter Ex-Minister Heiko Maas (SPD) von Januar 2014 bis Februar 2018 über Agenturen knapp 450.000 Euro für Facebook-Werbung aus. Damit lag das Justizministerium auf Platz zwei der Facebook-Kunden nach dem Verteidigungsministerium. Das Wehr-Ressort gab von Januar 2013 bis Februar 2018 insgesamt 3,34 Mio. Euro für Werbung auf Facebook aus. Auf Platz drei folgt das Gesundheitsministerium, das für Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rund 400.000 Euro investierte.

 

Teure Datentarife schränken die Smartphone-Nutzung ein

In Deutschland sind mobile Datenverbindungen besonders teuer. Das hinterlässt im Alltag Spuren: Wer unterwegs Videos auf Instagram oder Snapchat verfolgt, YouTube anschaut und Bilder über Messenger-Apps verschickt, verbraucht schnell sein mobiles Datenvolumen. Um dieser Situation aus dem Weg zu gehen, verzichten drei von fünf Social-Media-Nutzern, die ein Smartphone nutzen, hin und wieder unterwegs auf ihre sozialen Netzwerke. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar rund vier von fünf (77 Prozent). Dass sie auf ihren Datenverbrauch achtgeben, sagen in der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen 58 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 48 Prozent und bei den über 65-Jährigen 37 Prozent. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) verzichtet dagegen nicht auf die mobile Nutzung sozialer Netzwerke, um den Datenverbrauch zu reduzieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

 
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Arbeitsmarkt und Digitalisierung: Es entstehen mehr Jobs als vernichtet werden

Der digitale Wandel schafft mehr Arbeitsplätze, als er zerstört, stellt dabei jedoch Arbeitskräfte und Betriebe vor große Herausforderungen. Zu diesem zentralen Ergebnis kommt das Projekt 'Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit' des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Auf Basis einer Betriebsbefragung zum Einsatz neuer digitaler Technologien in deutschen Betrieben sowie einer modellbasierten Abschätzung der relevanten makroökonomischen Wirkungsmechanismen wurde für das Projekt untersucht, wie sich Gesamtbeschäftigung, Arbeitslosigkeit und Löhne im Zuge der Digitalisierung in Deutschland verändern.

Den Resultaten der ZEW zufolge nutzt rund die Hälfte der deutschen Betriebe bereits Industrie 4.0-Technologien. Klassische industrielle Produktion wird dort also bereits mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) verzahnt. Der Anteil dieser Technologien an allen Arbeitsmitteln der Betriebe beträgt zwar lediglich fünf Prozent der Produktions- sowie acht Prozent der Büro- und Kommunikationsmittel. Der Trend der vergangenen Jahre weist jedoch klar darauf hin, dass digitale Technologien in der betrieblichen Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnen.

 

Keine Automatisierungs-Strategie in deutschen Büros

Obwohl sich Mitarbeiter gerade bei bei Routine-Aufgaben mehr technologische Unterstützung wünschen, besitzen Unternehmen mehrheitlich keine übergreifende Automatisierungsstrategie oder eine solche nur für einzelne Abteilungen. Das zeigt der aktuelle Wrike Digital Work Report 2018, in dem der Automatisierungsbedarf von rund 3.000 Wissensarbeitern in Deutschland, Großbritannien und Frankreich abgefragt wurde.

Die Teilnehmer sehen dabei großes Potential für Produktivitätssteigerung: Mehr als jeder vierte Büroangestellte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien könnte nach eigener Einschätzung 25 Prozent mehr pro Woche leisten, wenn entsprechende Technologie bereitstünden. 23 Prozent würden sogar bis zu 50 Prozent mehr leisten. 45 Prozent der Befragten sind ferner überzeugt, dass Automatisierung ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bringt. 31 Prozent sehen diesen Vorteil nicht und 23 Prozent sind sich nicht sicher.

 

Unternehmen wollen die Blockchain für Behörden

Für den schnelleren und effizienteren Austausch mit staatlichen Stellen fordern Unternehmensentscheider Lösungen auf der Basis der Blockchain-Technologie. 68 Prozent der Entscheider denken, Blockchain verbessert die Sicherheit beim Datenaustausch mit Verwaltung und Behörden. Das zeigt eine Umfrage von eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. und dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov, das Anfang März 2018 rund 500 Unternehmensentscheider befragt hatte.

Über 82 Prozent der befragten Führungskräfte in Unternehmen pflegen laut der Studie beruflichen Kontakt zu deutschen Behörden und staatlichen Stellen. Viele arbeiten etwa mit Finanzbehörden zusammen, mit der Bundesagentur für Arbeit, mit kommunalen Verwaltungen und mit der Deutschen Rentenversicherung. Meist ist der Austausch mit staatlichen Stellen telefonisch (76 Prozent) oder persönlich (68 Prozent), rund 34 Prozent nutzen digitale Formulare im Internet. Die vorhandenen Möglichkeiten reichen den meisten Unternehmen jedoch nicht aus: Rund 81 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, Behörden und staatliche Stellen sollten mehr Möglichkeiten für den sicheren digitalen Datenaustausch bieten. Laut Umfrage haben rund 30 Prozent der Befragten Zweifel an der Sicherheit der Datenübertragungen mit aktuellen Lösungen, 43 Prozent der Befragten sind diese auch nicht effizient und schnell genug.

Mehr als zwei Drittel der Befragten (69 Prozent) möchten, dass Staat und Verwaltung durch den Einsatz von Technologien wie der Blockchain als Vorreiter für innovative Informationstechnologien auftreten. Die Blockchain kann die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Verwaltung nachhaltig sicher darstellen, sind sich 61 Prozent der Befragten sicher. Die Befragten sehen zahlreiche Schnittstellen zur öffentlichen Verwaltung, die sich mithilfe von Blockchain-Technologie optimieren ließen. Etwa mehr Sicherheit beim Einreichen digitaler Formulare, von Steuererklärungen (58 Prozent), bei Kraftfahrzeug An- und Ummeldungen (54 Prozent) und bei der Automatisierung von Verwaltungsprozessen wie Gewerbeanmeldungen (44 Prozent).

 

Cloud-Computing: KMUs nutzen Potenzial nicht aus

Capterra hat untersucht, ob klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) an der richtigen Stelle in Cloud-Technologien investieren und wo entscheidende Wettbewerbsvorteile aufgeholt werden können. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:  2018 werden in Deutschland Investitionen in die Digitalisierung von 34 Prozent geplant, was sogar 6 Prozent über dem internationalen Durchschnitt liegt. CRM, ERP und Supply-Chain-Management Cloud-Technologien haben den größten Mehrwert für Unternehmen, werden jedoch von KMU wenig genutzt, wodurch Potenziale verschenkt werden.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind die Vorbehalte gegenüber Cloud-Software in Deutschland noch sehr hoch. Trotz breiter Auswahl an deutschen Cloud-Produkten, tun sich Unternehmen schwer, ihre Unternehmensprozesse in die Cloud auszulagern. 88 Prozent der deutschen KMU investieren nicht in Software as a Service (SaaS) aufgrund von Datensicherheitsbedenken. Vorbehalte zur Datensicherheit in Cloud-Technologien sind bei Nichtnutzern in den letzten beiden Jahren sogar von 60 auf 91 Prozent gestiegen.

 
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Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt: Nicht nur die Technik ist entscheidend

Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt - aber nicht nur die Technik, auch wirtschaftliche und soziale Faktoren spielen dabei eine Rolle: Wie sich Innovationen, Beschäftigung und Arbeitsplatzqualität wechselseitig beeinflussen, untersuchte das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einem internationalen Forschungsprojekt. Innovative Betriebe schaffen mehr und stabilere Arbeitsplätze als ihre traditionell aufgestellten Mitbewerber, so das Ergebnis der Auswertung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE). Davon profitieren allerdings vor allem qualifizierte Arbeitskräfte, die Zahl gering qualifizierter Beschäftigter geht zurück. Das bedeutet aber nicht, dass Innovationen durchgängig mit höheren Qualifikationen und besserer Arbeit einhergehen, wie Fallstudien in zwei Wachstumsbranchen - der Handelslogistik und der Computerspielbranche - zeigen.

Dabei können auch einfache Routine-Tätigkeiten zunehmen, die durch die neuen Technologien noch stärker zerlegt und abgewertet werden, wie das Beispiel der Handelslogistik zeigt. Umgekehrt sind auch kreative Tätigkeiten mit steigenden Qualifikationsanforderungen kein Garant für 'gute Arbeit'. Das zeigt sich etwa in der Computerspielbranche, wenn die Entlohnung gering, die Arbeitszeiten lang und die Beschäftigung unsicher sind.

Die Ursache dafür sehen die Autoren vor allem in den aktuellen Marktdynamiken in beiden Branchen. Die Digitalisierung läuft eben nicht im luftleeren Raum ab, sondern trifft auf einen ökonomischen Kontext, der sich negativ auf die Arbeitsqualität niederschlägt, heißt es in dem Bericht.

Fazit: Gerade in Wirtschaftsbereichen jenseits der traditionellen Kernbranchen der deutschen Wirtschaft fehlt es vielfach an Rahmenbedingungen und durchsetzungsfähigen Akteuren. Sie könnten die Impulse, die von Arbeitskräftemangel und demographischem Wandel ausgehen, in verbesserter Arbeitsqualität ummünzen.

 

T-Systems will größter Digitalanbieter Deutschlands werden

T-Systems bündelt unter seinem Dach künftig drei Geschäftsbereiche: Die Management- und Technologieberatung Detecon, den Digitaldienstleister T-Systems Multimedia Solutions und die digital ausgerichteten Bereiche der T-Systems Global Systems Integration.

Der neue Portfolio-Bereich umfasst 4.800 Mitarbeiter, die 2017 insgesamt über 4.000 Digitalisierungsprojekte umgesetzt haben. Damit sei man nun der größte Digitalanbieter Deutschlands. Das Angebot ist Teil der Portfolio-Strategie von T-Systems. Ziel ist es, Kunden Digitalisierungslösungen für unternehmensspezifische Anforderungen zu bieten.

 

Oath verkauft Flickr an Smugmug

Flickr gehörte seit 2005 zu Yahoo. Mit der Übernahme von Yahoo durch Verizon verschmolz der ehemalige Internetgigant im vergangenen Jahr mit AOL zu Oath. Flickr soll nach wie vor als alleinstehendes Portal weiter existieren. Obwohl auch Smugmug ein Fotodienst ist, sei nicht geplant Nutzerkonten oder Nutzerfotos zusammenlegen, so Smugmug in einem FAQ zur Übernahme von Flickr. Lediglich die Technik werde nach und nach in die Infrastruktur von Smugmug überführt. Die kostenlose Nutzung von Flickr soll bestehen bleiben, während zahlende Pro-User ebenfalls wie gehabt ihren Flickr-Account nutzen können.

 

Home Office ist eine Generationenfrage

In Deutschland fühlen sich vor allem Arbeitnehmer zwischen 25 und 45 Jahren vom Home Office angesprochen. Bei älteren Arbeitnehmern überwiegt die Skepsis, wie die Ergebnisse des aktuellen Arbeitsbarometers von Randstad zeigen.

Von den Arbeitnehmern zwischen 25 und 45 Jahren würden etwa 58 Prozent das Büro ab und an gegen die eigenen vier Wände oder einen anderen Ort tauschen.  Die Generation 45+ dagegen ist nicht überzeugt: Etwa 61 Prozent von ihnen können sich nicht vorstellen, von zu Hause oder einem anderen Ort außerhalb des Büros zu arbeiten. Gegner des Home Office legen mehr Wert darauf, Beruf und Freizeit klar voneinander zu trennen. Mobil zu arbeiten bedeutet für sie nicht Balance, sondern die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben aufzuweichen.

Die Entscheidung, ob sie lieber zu Hause oder im Büro arbeiten wollen, wird vielen Arbeitnehmern allerdings noch abgenommen. Rund 50 Prozent der über 45-Jährigen bekommen von ihrem Arbeitgeber nicht die nötige Ausrüstung für das Home Office. Unter den 25 bis 45-Jährigen sind es noch 36 Prozent. Unternehmen statten ältere Angestellte seltener als ihre jüngeren Kollegen für die Arbeit von Zuhause aus.

 
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Einfluss von Arbeitgeber-Bewertungsportalen steigt

Mehr als jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) hat sich schon einmal Online-Bewertungen von Arbeitgebern durchgelesen. Für berufstätige Internetnutzer sind Arbeitgeber-Bewertungen im Netz besonders interessant: Hier sagt beinahe jeder Zweite (45 Prozent), dass er im Internet entsprechende Bewertungen liest. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bitkom. Arbeitgeberportale gewinnen beim Recruiting immer mehr an Bedeutung. Seit 2015 ist die Zahl derjenigen, die sich auf Online-Plattformen wie Kununu.com, Meinchef.de, Jobvote.com oder Companize.com informieren, um sieben Prozentpunkte gestiegen. Vor drei Jahren informierten sich noch 29 Prozent darüber, wie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ein Unternehmen bewerten. Besonders relevant sind die Online-Bewertungen offenbar für die jüngeren Berufstätigen. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen hat jeder Zweite (52 Prozent) schon einmal Online-Arbeitgeberbewertungen gelesen, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 46 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 39 Prozent.

 

Spracheingabe und Endgeräte-Zukunft: Forscher arbeiten am 'stummen' Headset

Das renommierte Massachusetts Institute of Technology arbeitet an einem 'stummen Headset' - das Sprachinterface erlaubt die lautlose Eingabe von Texten in ein Mobilgerät, berichtet Newsatlas. Der Nutzer muss im Grunde nur Kiefer und Sprechapparat bewegen -vergleichbar einer Mischung aus Flüstern und den unbewussten Mundbewegungen beim stummen Lesen eines Textes. Marktreif könnte das Gerät die Nutzungsbarrieren überwinden, die dem Mainstream-Durchbruch von Voice-Interfaces noch im Wege stehen - besonders der Scheu vor einer Nutzung im öffentlichen Raum.

 

IoT/Machine Learning: Firmen setzen mehr auf vorausschauende Wartung

Eine aktuelle Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens PAC ergab: 83 Prozent der europäischen Hersteller- und Verkehrsunternehmen wollen ihre Ausgaben für Predictive-Maintenance-Lösungen bis 2020 erhöhen. So wollen sie ihre Instandhaltungsprozesse neu definieren sowie die operative Effizienz steigern. Im Kern geht es darum, große Mengen an operativen Daten zu sammeln, mit denen sich plötzliche Ausfälle von Maschinen und Fahrzeugen vorhersagen lassen. Eine Umfrage unter mehr als 230 Unternehmens- und IT-Leitern ergibt, dass die Unternehmen in Europa hinsichtlich der Effizienz der Instandhaltungsprozesse ihrer Industrieanlagen oder Fahrzeuge nicht allzu zuversichtlich sind: 96 Prozent erachten sie als nicht sehr effizient.

Knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen (55 Prozent) führt derzeit bereits ein Predictive-Maintenance-Projekt durch. Für fast ein Viertel zahlen sich solche Initiativen jetzt schon aus, während der Rest noch die Chancen auslotet. Die Verringerung der Reparaturzeiten und ungeplanter Ausfälle wird als eines der Hauptziele von Predictive-Maintenance-Projekten betrachtet (91 Prozent der befragten Unternehmen). 86 Prozent gaben an, betagten Betriebsmitteln zu neuem Schwung verhelfen zu wollen, während 70 Prozent eine verbesserte Kundenzufriedenheit anstreben.

 

Initiative 'Applied AI' will Anwendung von Künstlicher Intelligenz vorantreiben

Die neue Initiative Applied AI hat es sich zum Ziel gesetzt, die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in Deutschland voranzutreiben. Sie will ein breites Verständnis von KI, ihrer Bedeutung und ihrer Anwendungsmöglichkeiten vermitteln und Know-how bei Mitarbeitern von Unternehmen und Studierenden aufbauen. Außerdem möchte die Initiative Interessierten den einfachen Zugang zur Technologie ermöglichen und die schnelle Umsetzung von Prototypen sowie den Erfahrungsaustausch fördern.

Die Initiative zählt mit den Technologie-Partnern, ausgewählten Start-ups sowie über 100 engagierten Studenten aktuell zu den größten Initiativen in Europa im Bereich angewandter künstlicher Intelligenz.

 

http://appliedai.de

 

Und da war noch: Düsseldorf ist Deutschlands Homeoffice-Hauptstadt

In Düsseldorf gibt es bei 3,4 Prozent aller Stellenangebote die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten - so viel, wie in keiner anderen deutschen Stadt. Das ergab eine Analyse von rund 900.000 aktuellen Stellenangeboten in den 20 größten deutschen Städten. Hinter Düsseldorf belegt Bochum den zweiten Platz des Rankings. Bei insgesamt 2,4 Prozent aller 9.217 angebotenen Arbeitsstellen kann hier das Wohnzimmer zum Büro werden. Das dritthöchste Home-Office-Stellenangebot gibt es in München und Stuttgart. In jeweils 2 Prozent der Inserate wird Arbeitssuchenden die Option offeriert, die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Auch Frankfurt am Main (1,9 Prozent) schneidet in der Studie überdurchschnittlich ab.

 

Berlin landet nur im Mittelfeld des Rankings. In der Hauptstadt wird Arbeitssuchenden nur in 1,5 Prozent aller Jobinserate die Möglichkeit geboten, von zu Hause aus zu arbeiten. In Hamburg liegt der Anteil an Home-Office-Stellen bei 1,6 Prozent. Damit landen die beiden größten deutschen Städte unter dem Durchschnitt des Gesamt-Rankings von WBS. In insgesamt 1,7 Prozent aller 889.674 untersuchten Stellenangebote wurde die Option vermerkt, von zu Hause aus arbeiten zu können. Die letzten Ränge des Rankings belegen Wuppertal und Duisburg. In den zwei Städten aus der Metropolregion Rhein-Ruhr wird Arbeitssuchenden nur in weniger als einem Prozent aller Jobinserate angeboten, im Home-Office zu arbeiten. In Wuppertal liegt die Quote bei 0,5 Prozent, in Duisburg bei 0,6 Prozent. Die Hansestadt Bremen landet mit einem Angebot von 0,9 Prozent Home-Office-Jobinseraten auf dem drittletzten Platz.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Lothar Schröder.
 
 

Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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