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  5. | Newsletter vom 06.11.2019

Acht von zehn Unternehmen planen konkret Einsatz von künstlicher Intelligenz

Die überwiegende Mehrheit (79 Prozent) der deutschen Unternehmen strebt in den nächsten drei Jahren eine Effizienzsteigerung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) oder erweiterten Automatisierungstechnologien an. Dabei stehen die Bereiche Betrieb, Personalwesen, Finanzplanung und Leistung im Fokus. Weniger als ein Fünftel (19 Prozent) der befragten Manager halten KI für nicht praktikabel für das eigene Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Auftrag von Genesys, Anbieter von Omnichannel Customer Experience und Contact-Center-Lösungen, unter deutschen Arbeitgebern durchgeführt wurde.

In Unternehmen, die KI einsetzen, konnte fast die Hälfte (49 Prozent) der Befragten eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit feststellen, da sich die Mitarbeiter nun anspruchsvolleren Aufgaben widmen können. Darüber hinaus sind 60 Prozent der Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten der Ansicht, dass KI ihren Mitarbeitern produktiveres Arbeiten ermöglicht. Die Einstellung zu KI am Arbeitsplatz ist positiv: Über die Hälfte (52 Prozent) der Arbeitgeber gibt an, dass ihre Mitarbeiter die Unterstützung durch KI-basierte Technologien schätzen. Allerdings haben 38 Prozent der Arbeitgeber eine gewisse Skepsis unter den Mitarbeitern beobachtet, ausgelöst durch die Befürchtung, dass KI ihnen einfachere Aufgaben wegnimmt.

 

Deutsche Unternehmen Schlusslicht bei Digitalisierung

3.400 Finanzentscheider in 17 europäischen Ländern wurden zum Thema Digitalisierung befragt: Insgesamt halten 14 Prozent den Digitalisierungsgrad ihrer Unternehmen im Vergleich zu anderen ihrer Branche für sehr hoch (Deutschland: 5) und 35 Prozent für hoch (Deutschland: 21). Damit schätzen die deutschen Manager ihre Unternehmen in Europa klar am schlechtesten ein.

Noch eklatanter ist das Bild in Bezug auf das Mahnwesen: Nur ein Prozent der Firmen in Deutschland verfügt aktuell bereits über vollständig digitalisierte Mahnprozesse, europaweit sind es 17 Prozent. Bei zwei Drittel der deutschen Unternehmen ist der Mahnablauf erst in Teilen (47 Prozent) oder kaum digitalisiert (17 Prozent). Dabei senkt die Digitalisierung des Mahnwesens Zahlungsausfälle signifikant. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters EOS.

 
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Mehr Unternehmen investieren in das digitale Büro

Der Mittelstand verabschiedet sich vom analogen Büro: Fast jedes vierte Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern (23 Prozent) gibt aktuell an, in nächster Zeit Investitionen in eine umfassende Softwarelösung für die digitale Dokumentenverwaltung tätigen zu wollen. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017, wo lediglich 18 Prozent angaben, in diesem Bereich investieren zu wollen. Weitere sieben Prozent planen Ersatz- oder Erweiterungsbeschaffungen für sogenannte Enterprise-Content-Management-Systeme (ECM). Das hat die repräsentative Studie "Digital Office im Mittelstand 2019" unter 613 Unternehmen mit 20 bis 499 Mitarbeitern ergeben. Dabei motivieren vor allem Effizienzsteigerungen zu den Investitionen. 91 Prozent der Unternehmen betonen den schnelleren Zugriff auf Informationen, 88 Prozent die Tatsache, dass so Aufwand und Kosten gesenkt werden. Für ebenfalls 88 Prozent ist eine bessere Sicherheit vor Daten- und Informationsverlust zentral, für 80 Prozent eine bessere Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Die Entscheidung hierfür ist fast immer Chefsache: Bei 9 von 10 Unternehmen (90 Prozent) hat die Geschäftsführung maßgeblich Einfluss darauf, ob in digitale Technologien investiert wird. Bei knapp der Hälfte (49 Prozent) hat die IT-Abteilung hier ein deutliches Mitspracherecht. Anwender aus den Fachabteilungen entscheiden nur in 14 Prozent der Unternehmen mit.

 

CRM-Experten scheitern an Datensilos

Eine aktuelle Umfrage unter Marketingverantwortlichen zeigt: Das große Interesse an KI und Marketing Automation wird von der Realität der Datensilos eingeholt.

Beim jährlichen Swiss CRM Forum befragte CRM-Anbieter BSI die rund 300 Marketing- und Entscheidungsträger für Kundenbeziehungen zu den Trends in der Kundenbeziehungspflege und Künstlicher Intelligenz (KI) in Verbindung mit CRM. Customer Experience Management liegt in der Themenpriorisierung ganz weit vorne. Auch die Themen Marketing Automation, Customer Lifecycle Management, Analytics und Personalisierung auf Basis der einzelnen Kundeninteraktionen stehen auf der Agenda vieler der befragten Unternehmen. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt bereits Marketing Automation in Verbindung mit dem CRM, um ihren Kunden personalisierte und speziell für sie kuratierte und relevante Services, Inhalte und Angebote zu übermitteln. 23 Prozent denken über den Einsatz von Marketing Automation nach. 17 Prozent agieren bislang isoliert, sprich ohne CRM-Schnittstelle und 11 Prozent pflegen noch keine Automatisierung im Marketing.

 

Verbraucher misstrauen Amazons Marktmacht

Schlechte Arbeitsbedingungen, Plagiate, gefälschte Bewertungen, Vernichtung von Retouren - Amazon steht wegen dieser Themen immer wieder in der Kritik. Wettbewerbshüter, Verbraucherschützer, Gewerkschaften und Verbände sehen zudem die Marktmacht von Amazon als Problem. Diese Negativschlagzeilen hinterlassen auch Spuren bei den Verbrauchern, wie eine repräsentative Umfrage des Verbraucherforums Mydealz zeigt, für die Statista Mitte September 1.000 Konsumenten befragte.

Demnach finden 43,7 Prozent der Befragten Amazons Marktmacht bedenklich. 87,4 Prozent der Skeptiker kaufen deshalb bewusst weniger bei Amazon ein. Vor allem 16- bis 24-jährige sehen Amazons Marktmacht kritisch. Weniger kritisch bewerten die Situation die 35- bis 44-Jährigen. In allen anderen Altersgruppen sind die Kritiker jedoch in der Mehrzahl.

Befragt nach den Gründen für ihre Skepsis antworten 70,7 Prozent der Skeptiker, dass Amazon seine starke Position missbrauche und andere Online-Händler darunter leiden. 68,2 Prozent fürchten für sich selbst Nachteile und denken, Amazon könne "die Preise so hoch ansetzen wie sie wollen", wenn der Wettbewerb fehlt. Und 68,0 Prozent gaben bei der Umfrage zu bedenken, ein zu starkes Amazon könne Zulieferern die Preise diktieren. Bei dieser Frage waren Mehrfachantworten möglich.

Daran, dass Amazon in Deutschland kaum oder keine Steuern zahlt, stören sich 64,5 Prozent der Skeptiker. 62,5 Prozent von ihnen beanstanden, dass Amazon "kein besonders ethischer Arbeitgeber" sei. Amazons Dominanz hat Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Neun von zehn Verbrauchern (87,4 Prozent), die Amazons Marktmacht als problematisch empfinden, haben ihr Einkaufsverhalten bereits entsprechend angepasst

 

Deutsche Unternehmen zögern bei Plattformen

Plattformen wie Amazon, YouTube, Spotify oder Alibaba verändern derzeit die Welt, viele Unternehmen in Deutschland stehen digitalen Plattformen aber skeptisch gegenüber. Zwar geben 4 von 10 Unternehmen (45 Prozent) an, dass sie digitale Plattformen eher als Chance für das eigene Unternehmen sehen, zugleich halten sie aber 3 von 10 (30 Prozent) für ein Risiko. Jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) misst digitalen Plattformen keine Bedeutung für das eigene Geschäft zu. Zum Vergleich: 96 Prozent halten ganz allgemein die Digitalisierung für eine Chance für das eigene Unternehmen, nur 3 Prozent sehen in ihr ein Risiko. Jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) misst digitalen Plattformen keine Bedeutung für das eigene Geschäft zu. Zum Vergleich: 96 Prozent halten ganz allgemein die Digitalisierung für eine Chance für das eigene Unternehmen, nur 3 Prozent sehen in ihr ein Risiko.

Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bitkom unter mehr als 500 Unternehmen in Deutschland mit 20 oder mehr Mitarbeitern. Insgesamt zeigen sich die Unternehmen mit Blick auf Plattformen gespalten. Rund zwei Drittel (63 Prozent) nehmen an, dass die Nutzung digitaler Plattformen insgesamt mehr Vorteile als Nachteile für sie bringt, aber jedes vierte (27 Prozent) sagt: Digitale Plattformen gefährden unsere Existenz. Eine häufig geäußerte Sorge in der Diskussion über digitale Plattformen ist die Monopolbildung. Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) glaubt, dass sich auf Dauer nur eine Plattform für einen Zweck auf dem Markt halten kann und so ein Monopol entstünde.

 
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Payment: Großteil der Deutschen kennt PSD2 nicht

73 Prozent der deutschen Verbraucher haben bislang noch nie von der neuen Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 gehört - allerdings glauben neun von zehn der Händler in Deutschland, dass Kunden ungefähr oder sogar ziemlich gut darüber Bescheid wissen.

Das zeigt eine neue Umfrage von Riskified, Lösungsanbieter für den E-Commerce, unter 2.000 Verbrauchern und 200 Händlern in Deutschland, UK, Frankreich und Spanien. Die falsche Einschätzung des Handels über den Informationsstand bei ihren Kunden ist über die Länder hinweg ähnlich: Insgesamt kennen mehr als drei Viertel (76 Prozent) der Befragten PSD2 gar nicht, obwohl 88 Prozent der Händler dies glauben.

Die Zahlungsdienstrichtlinie PSD2 sorgt dafür, dass für alle Online-Transaktionen ab 30 Euro neue Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden. Demnach müssen Online-Shopper bei den meisten Internet-Käufen nun eine Multi-Faktor-Authentifizierung durchlaufen, um ihre Identität nachzuweisen.

 

Smartphone-Nutzung wächst immer noch zweistellig

Die Smartphone-Nutzung stieg auch 2019 weiter an: Werktags um 14 Prozent, am Wochenende sogar um 19 Prozent. Vor allem Nutzer mittleren Alters treiben das Wachstum. Der Smartphone-Boom hat sich nochmals verstärkt: Die Deutschen nutzten ihre Smartphones 2019 nicht nur deutlich öfter als im Vorjahr, sondern auch deutlich länger. Das ist eines der Kernergebnisse der Studie "Digitale Nutzung", die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) durchgeführt hat. Demnach wird das Smartphone in allen Altersklassen bereits häufiger genutzt als der Laptop, außer bei den 55-69-Jährigen.

Dabei sind Frauen in Deutschland die Intensivnutzer in Bezug auf Social Media. Zwar sind nicht mehr Frauen in Social Media unterwegs als Männer, sie sind jedoch deutlich länger aktiv, im Schnitt nämlich 106 Minuten pro Tag (Männer: 81 Minuten). Am Wochenende sind Frauen 125 Minuten pro Tag im Social Web aktiv, Männer 96 Minuten (Deutsche im Schnitt: 110 Minuten). Die Nutzung von Netzwerken, Blogs oder Communities ist tendenziell eher zurückgegangen, lediglich die Nutzung des Social-Media-Portals Instagram ist gestiegen.

 

Internetnutzung der Generation Z: Politische Recherche statt Daddeln

Die junge Generation betreibt zielgerichtete Internet-Nutzung: Ein Großteil der Generation Z, der Menschen von 16 bis 24 Jahren, nutzt heute Online-Angebote vor allem zu bestimmten Recherchezwecken, um praktische Hilfestellung zu erhalten, etwas Neues zu lernen bzw. neue Ideen zu gewinnen oder, um über das Geschehen auf dem Laufenden zu bleiben. Weltweit konsumieren 45 Prozent der Generation Z häufiger politische Inhalte, 40 Prozent lesen häufiger Inhalte zu sozialen Themen und 50 Prozent interagieren häufiger mit umweltorientierten Inhalten als bei einer Vergleichsstudie im Jahr 2016.

Auf nationaler Ebene zeigt sich zumindest in einem Themenfeld ein anderes Bild als im globalen Vergleich. Politische Inhalte werden in Deutschland im Vergleich zu 2016 weniger stark konsumiert, der Wert ist in der Generation Z um 22 Prozent gesunken. Dem entgegen steht ein wachsendes Interesse an sozialen und ökologischen Themen, die um 21 Prozent (Soziales) bzw. um 11 Prozent (Umwelt) gestiegen sind. Insgesamt ist auch der Online-Konsum in Deutschland heute stärker von einer sinn- und zweckgebundenen Motivation geprägt, 44 Prozent der Befragten nutzen digitale Inhalte zur Recherche eines Interessensgebiets, gefolgt von 32 Prozent, die durch neue Informationen etwas lernen wollen.

 

Facebooks Libra verliert weiter an Boden

Nach PayPal steigen auch Ebay, der Bezahldienst Stripe sowie Mastercard und Visa aus der Allianz für die Digitalwährung aus. Grund für den Rückzug sind laut US-Medien Bedenken aufgrund des massiven regulatorischen Widerstands gegen die umstrittene Digitalwährung. Politiker und Kritiker befürchten durch Libra Eingriffe in die Hoheit von Notenbanken und Verwerfungen auf den Geldmärkten. Auch mögliche Geldwäsche und Terrorfinanzierung werden diskutiert.

Facebook will Libra schon 2020 für Verbraucher verfügbar machen. Es soll bei grenzüberschreitenden Überweisungen zum Einsatz kommen, später dann für E-Commerce und das Bezahlen im stationären Handel. Das Netzwerk sicherte aber zu, Libra erst zu starten, wenn alle Bedenken von Regulierern ausgeräumt sind.

 
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IT-Experten: Datenpotentiale versauern in Silos

Die Hälfte der in einer Studie befragten IT-Professionals braucht Tage oder länger, bis Daten aus den Abteilungen verwertbar aufbereitet sind. Laut einer Befragung des IT-Dienstleisters Ivanti unter 400 IT-Experten bleiben durch das verbreitete Silodenken zwischen IT und Fachabteilungen Potentiale auf der Strecke. So glauben 46 Prozent der Befragten, dass die Möglichkeiten der Automatisierung ausgeschöpft werden. 42 Prozent stellen Einbußen in punkto Benutzerproduktivität und Geschwindigkeit bei der Fehlerbehebung fest und fast genauso viele (41 Prozent) sehen die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt.

Wenn es um Echtzeit-Einblicke in die IT der Abteilungen geht, sind die meisten IT-Experten vor allem am Sicherheitsstatus interessiert. 70 Prozent der befragten IT-Experten bewerten dies als Top-Priorität. Die größte Arbeitsbelastung in den IT-Teams verursacht hingegen die Bereitstellung neuer Anwendungen, gefolgt von der Erstellung von Backups und Einhaltung von Datenschutzvorgaben.

IT-Profis verfügen über enorme Mengen an Daten aus unterschiedlichsten Quellen, müssen aber sehr viel Arbeit investieren, bevor sie diese überhaupt nutzen können. 15 Prozent der IT-Experten geben an, dass sie nicht exakt wissen, über wie viele Datenquellen sie verfügen. Über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) benötigt für die Aufbereitung ihrer Daten ganze Tage. Nur 10 Prozent sehen sich dazu in der Lage, Datenauswertungen innerhalb von Minuten zu erstellen.

 

Social Media überholt Print und wird zum drittgrößten Werbekanal

Laut den Prognosen des 'Advertising Expenditure Forecasts' von Zenith geben Werbetreibende in diesem Jahr erstmals mehr für Social-Media-Plattformen aus als für Printmedien. Die Werbeausgaben für soziale Medien werden in diesem Jahr um 20 Prozent auf 84 Milliarden US-Dollar steigen, während die Sparte Print um 6 Prozent sinkt und auf 69 Milliarden US-Dollar zurückfallen wird. Mit 13 Prozent Anteil an den globalen Werbeausgaben wird Social Media der drittgrößte Werbekanal, hinter Fernsehen (29 Prozent) und Paid Search (17 Prozent), sein. Dieses Wachstum verlangsamt sich mit der Zeit. Es wird voraussichtlich 17 Prozent im Jahr 2020 und 13 Prozent 2021 betragen und dann 16 Prozent aller globalen Werbeausgaben ausmachen.

Auch in Deutschland steigen die Investitionen in Social-Media-Werbung, allerdings nicht in den gleichen Größenordnungen wie global. Hierzulande dürften dieses Jahr rund 1,2 Milliarden Euro in Social-Media-Werbung investiert werden. Das ist etwa so viel, wie in Außenwerbung fließt. Die Investitionen in Zeitschriften sind mit 2,7 Milliarden Euro aber mehr als doppelt so hoch, die in Zeitungen mehr als dreimal so hoch, nämlich 3,9 Milliarden Euro. Im globalen Vergleich ist Deutschland also immer noch ein Print-Land.

 

Führungskräfte sehen schwarz im Kampf gegen Cyberkriminalität

Nach einer europaweiten Umfrage zur Cybersicherheit unter 597 Unternehmen, die im Rahmen der European Business Awards für das Beratungsnetzwerk RSM durchgeführt wurde, glauben fast 61 Prozent der befragten Führungskräfte, dass Hacker den Cyber-Kampf gewinnen - und dass viele Unternehmen das Problem Cyberkriminalität ignorieren. 60 Prozent der Vorstandsmitglieder glauben, dass möglicherweise ohne ihr Wissen Sicherheitslecks auftraten, 73 Prozent sehen sich durch Cyberkriminalität gefährdet und nur 31 Prozent glauben, dass ihre Sicherheitsstrategie sie vor einem Cyberangriff schützen wird. 21 Prozent der Unternehmen verfügen über gar keinen Cybersicherheitsplan.

Insbesondere im oberen Management werde der Bedrohung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. So wird Cybersicherheit derzeit nur selten oder nur gelegentlich auf Vorstandsebene in 54 Prozent der Unternehmen diskutiert. Jeder dritte (33 Prozent) der befragten leitenden Vorstandsmitglieder ist der Meinung, dass die Cybersicherheit keine weitere Diskussion erfordert. Uneinigkeit herrscht darüber, wer letztendlich für die Sicherheit der Unternehmen verantwortlich ist. Nur 31 Prozent der Unternehmen sehen die Verantwortung für die Bekämpfung der Cyberkriminalität beim CEO, 20 Prozent sagen, dass es die Aufgabe des IT-Managers ist.

 

Megatrend Audio-Inhalte: Jeder Dritte hört Podcasts und Hörbücher

Die Zahl der täglichen Hörbücher- und Podcasts-Hörer steigt und verdoppelt sich innerhalb eines Jahres auf acht Millionen. Insgesamt hat ein Drittel der Menschen über 14 Jahren in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten Hörbücher, Hörspiele oder Podcasts genutzt. Bei den unter 40-jährigen hört sogar die Hälfte.

Nachdem sich der Audio-Boom in Deutschland in den vergangenen Jahren vor allem bei der Anzahl der Hörer zeigte - von 18 Millionen in 2017 auf 22 Millionen in 2018 und nun 23 Millionen -, liegt der Fokus nun auf einer stärkeren regelmäßigen Integration in den Medien-Alltag: Knapp acht Millionen (7,8 Millionen) hören täglich und damit annähernd doppelt so viele wie noch im Vorjahr (4,2 Millionen) und fast vier Mal so viele wie 2016 (2,1 Millionen). Auch hier zeigt sich, dass Audioinhalte bei den unter 40-Jährigen bereits stärker im Alltag integriert sind (19 Prozent tägliche Hörer im Vergleich zu 11 Prozent im Bevölkerungsdurchschnitt). Der Audio-Boom mit doppelt so vielen täglichen Hörern wird auch angetrieben von einer Zeitenwende bei den Endgeräten, die eine häufigere Nutzung unterwegs fördert. Erstmals in Deutschland gibt es mehr Hörer, die ihre Geschichten digital auf Smartphones oder Tablets erleben (59 Prozent) als CD-Hörer (32 Prozent). Diese Entwicklung hat sich bereits in den Vorjahren abgezeichnet, doch 2016 war das Verhältnis noch umgedreht (damals 57 Prozent CD und 35 Prozent Smartphones/Tablets).

 
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70 Prozent der Deutschen nutzen Online-Banking

Die Nutzung digitaler Services wie Online-Banking wird für immer mehr Bundesbürger zur Selbstverständlichkeit. Dies zeigt die repräsentative Studie "Digital Finance 2019 - Die Transformation der Finanzindustrie in Zahlen". 7 von 10 Bundesbürgern nutzen aktuell Online-Banking, 2014 lag der Anteil erst bei 53 Prozent. Nur Ältere zögern noch beim Online-Banking. So nutzt erst jeder Fünfte ab 65 Jahre (21 Prozent) dieses Angebot, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es dagegen fast alle (93 Prozent). Der Trend geht zum Mobile-Banking: Erstmals nutzt mehr als die Hälfte der Online-Banking-Nutzer (52 Prozent) auch das Smartphone für die Bankgeschäfte, 2015 waren es erst 34 Prozent. Jeder dritte Online-Banking-Nutzer (31 Prozent) besucht überhaupt keine Filiale mehr.

 

Ransomware-Attacken gegen KMU: Kosten und Häufigkeit explodieren

Die Anzahl von Ransomware-Attacken gegen KMU steigt. 85 Prozent der Managed Service Provider (MSP) berichten von Angriffen gegen KMU in den letzten zwei Jahren, 2018 waren das noch 79 Prozent. Allein in der ersten Jahreshälfte 2019 berichteten 56 Prozent der befragten MSPs von Attacken gegen KMU-Kunden. Die Bedrohung durch Ransomware wird außerdem nicht immer ernst genommen. 89 Prozent der MSP berichten, dass KMU 'sehr besorgt' angesichts der Bedrohung durch Ransomware sein sollten. Allerdings sagen nur 28 Prozent der MSPs, dass KMU auch tatsächlich 'sehr besorgt' sind.

Die Kosten der Schäden sind beträchtlich. 64 Prozent der MSPs bestätigen einen Verlust der Unternehmensproduktivität ihrer KMU-Kunden nach einem erfolgreichen Ransomware-Angriff, 45 Prozent berichten über geschäftsbedrohende Ausfallzeiten bei ihren Kunden. Die Kosten für die Ausfallzeit der IT-Systeme betragen durchschnittlich 121.500 Euro, was einem Anstieg von mehr als 200 Prozent gegenüber den Angaben aus dem Vorjahr entspricht (2018: 40.500 Euro). Das zeigt die vierte Ausgabe des jährlichen Globale Ransomware Report des IT-Lösungs-Herstellers für Managed Service Provider Datto. Daraus geht ebenfalls hervor, dass die Kosten für Ausfallzeiten über 23-mal höher sind als die Lösegeld-Forderung der Cyber-Kriminellen, die durchschnittlich bei circa 5.070 Euro liegt. Es ist allerdings keinesfalls gewährleistet, dass die Daten auch wieder freigegeben werden, wenn das Lösegeld gezahlt wird.

 

Digitale Verwaltung: Die Nutzung in Deutschland steigt nur langsam

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) nutzt E-Government-Angebote oder digitale Verwaltungsdienste. Dies ist ein Anstieg um 8 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr. Insbesondere die mittlere Altersgruppe zwischen 35 und 54 Jahren entdeckt digitale Behördendienste zunehmend für sich, hier gibt es den größten Anstieg seit 2012. Trotzdem liegt die Nutzungsquote damit weiterhin deutlich unter der von Vergleichsländern wie Österreich (70 Prozent) und der Schweiz (58 Prozent). Im EU-Vergleich liegt Deutschland an 24. Stelle und damit weit unter dem EU-Durchschnitt. Im Langzeittrend konnten die BürgerInnen bisher kaum zu einer verstärkten Nutzung motiviert werden (2012: 45 Prozent zu 2019: 48 Prozent). Dies ist das Ergebnis der Studie 'E-Government Monitor 2019', die die Initiative D21 und Fortiss veröffentlicht haben.

 

Mitarbeiter genervt von IT-Sicherheit

Regelmäßige Passwortwechsel, komplizierte Authentifizierung, gesperrte USB-Ports oder fehlerhaft agierende Spamfilter: 58 Prozent der Unternehmen in Deutschland geben an, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig genervt sind, weil sie bestimmte IT-Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 503 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern. Der TÜV-Verband rät Unternehmen bei der IT-Sicherheit die Benutzerfreundlichkeit im Blick zu behalten, um die notwendige Akzeptanz bei den Anwendern zu schaffen. So könne beispielsweise die Eingabe langer Passwörter oder Ziffernfolgen durch biometrische Verfahren wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Iris-Scan ersetzt werden. Darüber hinaus sollten Unternehmen verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

 
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Social Media: Twitter bekommt ein Lex Trump

Der Micro-Blogging-Dienst und Medienschaffenden-Chatroom Twitter bekommt eine neue Regelung verpasst, die vor allem Politikern Reichweite nehmen soll, die gegen Richtlinien verstoßen: etwa die Unterstützung von Terrorismus, Androhung von Gewalt oder das Weitergeben von zur Privatsphäre zählenden Informationen. Tweets mit diesen Inhalten sollen nicht geliked, beantwortet oder ohne Kommentar retweetet werden können - allein das Zitieren ist dann noch zulässig.

 

Hacker treffen 2019 vor allem den Handel und Mobilgeräte

Der Einzelhandel rückt verstärkt ins Visier der Cyberkriminalität: E-Crime-Kampagnen, ganz besonders mit erpresserischer Ransomware, sind überall auf dem Vormarsch. Bewegte sich der Einzelhandel in den vergangenen Jahren noch unter dem Radar cyberkrimineller Akteure, hat er sich in 2019 zu einem lukrativen Angriffsobjekt entwickelt. Insgesamt am häufigsten wurden sowohl in 2018 als auch in 2019 Unternehmen der Branchen Technologie, Telekommunikation und Finanzdienstleistung angegriffen.

Weitere Erkenntnisse aus dem 'OverWatch-Halbjahresbericht' zu Cyberkriminalität:

Massive Steigerung gezielter, finanziell motivierter Angriffe (E-Crime): Im ersten Halbjahr 2019 machten diese Aktivitäten - anders als bisher - die Mehrheit der beobachteten Attacken aus. Dies bedeutet nicht, dass nationalstaatlich motivierte Angriffe gesunken sind, sondern vielmehr, dass kriminell motivierte Hacker(gruppen) sich gezielt lohnende Ziele suchen, statt weit gestreute aber leicht verpuffende Angriffe zu fahren.

China bleibt einer der aktivsten Angreifer: Ähnlich wie in den letzten Jahren waren staatlich organisierte Angreifer aus China die aktivsten. Es war zu beobachten, dass dabei fast alle Branchen ins Visier genommen wurden - darunter Chemie, Gaming, Gesundheit, Industrie, Technologie und Telekommunikation.

Endgeräte als Einfallstore für Cyberkriminalität: Die gesammelten Daten zeigen, dass ungeschützte mobile Endgeräte oft die Einfallstore für Angreifer sind und herkömmliche Schutzmechanismen nicht mehr ausreichen. Es gilt, sich gegen raffinierte Bedrohungen zu schützen, die über klassische Malware wie dateilose Angriffe, Zero Day Exploit-Attacken (ZETA) oder andere ausgeklügelte Techniken hinausgehen. EDR-Lösungen (Endpoint Detection & Response), die Cloud-basiert mit intelligenten Algorithmen auf den Endgeräteschutz konzentriert sind, kombiniert mit interdisziplinären Threat Hunting Teams aus erfahrenen Spezialisten helfen dabei, auch raffinierteste Bedrohungen schnell zu entdecken, zu analysieren und unschädlich zu machen. CrowdStrike bietet seinen Kunden mit Falcon eine Plattform für Endgeräteschutz, die auch von Gartner als "Leader" ausgezeichnet wurde.

Für den Report hat Schutz-Software-Anbieter Crowdstrike mehr als 120 staatsnahe und kriminelle Hackergruppen überwacht und erfasst ständig mehr als zwei Billionen sicherheitsrelevante Vorfälle pro Woche.

 

Digitalisierung: Mittelstand zieht langsam nach

Das digitale Büro erobert allmählich den Mittelstand. Knapp jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) setzt nicht mehr nur auf Papier, sondern organisiert und verwaltet seine Dokumente digital. Gegenüber 2017 ist das ein deutlicher Anstieg: Hier setzten noch 33 Prozent auf das sogenannte Enterprise Content Management (ECM), wie eine solche ganzheitliche Strategie, die die Erstellung, Bearbeitung und Speicherung umfasst, genannt wird. Dabei geht es heute nicht mehr nur um klassische Office- oder PDF-Dateien, die jeweils bei 92 Prozent und damit bei so gut wie allen Unternehmen im Mittelstand digital organisiert werden. Sondern etwa auch um Bilder (57 Prozent), Audio-Dateien (25 Prozent) oder Videos (18 Prozent). Das hat die repräsentative Studie "Digital Office im Mittelstand 2019" ergeben. Das digitale Büro kommt dabei zunehmend aus der Cloud. Mehr als jedes zweite Unternehmen (58 Prozent) verwaltet seine digitalen Dokumente mittlerweile dort, das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2017. Die Zahl der Unternehmen, die ihre ECM-Software im eigenen Unternehmen ("on premise") betreiben, ging im gleichen Zeitraum von 59 Prozent auf 44 Prozent zurück.

 

Und da war noch Alexa-Sex: Amazon-Mitarbeiter sichten auch Video-Bilder

Amazon lässt auch Videos aus Überwachungskameras von Mitarbeitern auswerten. Diese bekommen mitunter Sex-Szenen zu sehen. Amazon-Mitarbeiter werten nicht nur Audio-Dateien aus, die von der Sprachassistentin Alexa gesammelt werden, sondern auch Video-Aufnahmen aus Überwachungskameras, berichtet Bloomberg. Der Nachrichtendienst beruft sich dabei auf fünf ehemalige Mitarbeiter. Dutzende Angestellte in Indien und Rumänien überprüfen demnach, ob die KI-Algorithmen der Kameras zuverlässig arbeiten und verdächtige Bewegungen von unverdächtigen unterscheiden können.

Amazon betont, dass die Aufnahmen von Testmitarbeitern stammen oder von Kunden, die die Aufnahmen freiwillig eingereicht haben. Die ehemaligen Mitarbeiter zweifeln jedoch daran, da in einigen Fällen auch Personen in kompromittierenden Situationen, etwa beim Sex, gezeigt wurden.

In seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen behält sich Amazon das Recht vor, Bild-, Audio- und Video-Dateien der Geräte zu nutzen, um seine Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Die im Bericht genannte Kamera dient ausdrücklich Überwachungszwecken und ist bisher nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz erhältlich und kostet 120 US-Dollar. Außerdem ist ein monatliches Abonnement für den Service notwendig. Die Videotelefonkameras von Alexa-Geräten sind nicht betroffen.

 
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Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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