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  5. | Newsletter vom 10.09.2019

In der IT ist der Gender Pay Gap am geringsten

Als Berufseinsteigerin in Deutschland verdienen Frauen im Schnitt deutlich weniger als männliche Hochschulabsolventen. Besonders gravierend ist der Gender Pay Gap in Vertrieb und Marketing. Das geht aus einer Sonderauswertung des StepStone-Gehaltsreports für Absolventen 2018/19 zum Start des Sommersemesters hervor. Basis sind Gehaltsdaten von mehr als 200.000 Fachkräften. Im Vertrieb verdienen männliche Berufseinsteiger 16 Prozent mehr als ihre Kolleginnen, im Marketing beträgt die Geschlechterlücke 10 Prozent und in der als Männerdomäne verschrienen IT immer noch relativ schlanke drei Prozent. Doch Fakt ist: In keiner der untersuchten Berufsgruppen verdienen Berufseinsteigerinnen im Schnitt mehr als ihre männlichen Kollegen. Durchschnittlich beträgt das deutsche Gender Pay Gap bei Berufseinsteigerinnen sieben Prozent. Entscheidend für die Höhe des Einstiegsgehalts ist auch der Abschluss. Master-Absolventen verdienen über alle Bereiche hinweg rund 15 Prozent bzw. 5.500 Euro brutto mehr im Jahr als ihre Bachelor-KollegInnen. Besonders im Vertrieb macht sich ein Master-Abschluss mit 6.800 Euro jährlich mehr bezahlt.

 

Bundeskartellamt kassiert im Datenstreit Niederlage gegen Facebook

Das Bundeskartellamt ist vorerst mit dem Versuch gescheitert, Facebook daran zu hindern, Nutzerdaten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Das Bundeskartellamt hatte im Februar entschieden, dass der Facebook-Konzern seine Marktmacht missbrauche, wenn er Nutzerdaten auch über die Tochterfirmen WhatsApp und Instagram sowie über fremde Webseiten sammele und zu einem Profil zusammenfüge. Facebook dürfe das nicht ohne explizite Zustimmung der Kunden, verfügte das Kartellamt und forderte das soziale Netzwerk auf, die Geschäftsbedingungen entsprechend zu ändern. Falls dies nicht geschähe drohten Zwangsgelder. Facebook legte gegen die Anordnungen Beschwerde beim Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf ein - und bekam nun recht. Die Anordnungen seien "möglicherweise rechtswidrig" und deshalb "einstweilen außer Vollzug", teilte das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf am Montag mit. Facebook muss die Entscheidung des Bundeskartellamts deshalb zunächst nicht umsetzen. Der Streit wird nun zum Fall für den Bundesgerichtshof (BGH).

 
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Die Deutschen gehen achtsam mit Daten um - nur nicht die Jüngeren

Die Deutschen halten zwar den Schutz ihrer Daten im Netz für wichtig, verlieren aber im Alltag häufig den Überblick. Beim Thema Vertrauen zeigt sich, wer in die "Digitale Revolution" hineingeboren wurde und wer nicht: Freigiebig mit ihren privaten Informationen sind vor allem die Digital Natives zwischen 18 und 39 Jahre: Jeder Fünfte von ihnen gibt alle Daten frei, die angefragt werden. Dies sind Ergebnisse der Postbank-Studie 'Die digitalen Deutschen 2019'. Die Mehrheit ist bei der Freigabe ihrer Daten achtsam: 80 Prozent der Bundesbürger geben für eine App oder Online-Anwendung nur solche Daten frei, die für die Nutzung zwingend erforderlich sind. Weitere elf Prozent der Befragten nutzen solche Anwendungen erst gar nicht, die eine Freigabe der persönlichen Daten erfordern.

Dennoch ist es den Deutschen angeblich nicht egal, was mit ihren Daten geschieht. Die große Mehrheit liest nach eigenen Angaben Datenschutzbestimmungen zumindest grob, bevor sie ihnen per Mausklick zustimmt. Rund jeder Dritte überfliegt sie zumindest flüchtig (36 Prozent). Die Digital Natives unter 40 Jahre gehen im Vergleich mit den Digital Immigrants über 40 Jahre mit der Prüfung recht nachlässig um. 23 Prozent der Jüngeren lesen die Datenschutzbestimmungen nicht durch, bei den Älteren sind es zwölf Prozent.

 

Digitaler Wandel: Was Führungskräfte künftig können müssen

Der digitale Wandel ist in vollem Gange und bringt neue herausfordernde Möglichkeiten sowie Veränderungen für Unternehmen mit sich. Die aktuelle Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half zeigt, dass über 80 Prozent der befragten Führungskräfte zuversichtlich sind, den digitalen Wandel mit dem aktuellen Führungsteam erfolgreich umzusetzen. Gleichzeitig glauben jedoch 70 Prozent von ihnen, dass es schwierig wird, Mitarbeiter in den neuen Technologien zu schulen - eine Diskrepanz zwischen Führungsetage und anderen Abteilungen, die nur durch kluge und klare Kommunikation zu lösen ist.

Die befragten Führungskräfte suchen bei der Umsetzung des Transformationsprozesses im Unternehmen vor allem nach Managern mit technologischem Verständnis (58 Prozent), sehr guten Kommunikationsfähigkeiten (51 Prozent) sowie technischem Know-how (45 Prozent). Ein offener Dialog und stetiger Informationsaustausch gepaart mit Empathie werden über Erfolg und Misserfolg der digitalen Transformation entscheiden, ist der Personaldienstleister überzeugt. Insbesondere müssen Mitarbeiter von ihren Führungskräften motiviert und in den Change-Prozess mit eingebunden werden.

 

Verizon verkauft Tumblr an WordPress

Die Bildblogging-Plattform Tumblr war einmal mit über 450 Millionen Blogs eine der größten Blogging-Plattformen der Welt. Auch dank Pornobildern. Inzwischen ist das Portal ohne wirkliches Geschäftsmodell mehrfach verkauft worden. Jetzt schlägt WordPress-Eigner Automattic zu. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, Axios weiß jedoch von einer "eingeweihten Person", dass dieser "deutlich unter 20 Millionen Dollar" liegen soll - andere Quellen würden von zehn Millionen US-Dollar sprechen. Wenn diese Summe stimmt, wäre das ein Wertverlust von 99 Prozent. Im Jahr 2013 hatte Yahoo Tumblr für 1,1 Milliarden US-Dollar übernommen. Später kaufte Verizon Yahoo und schmiedete mit AOL die ebenfalls eher so mittel erfolgreiche Online-Mediengruppe Oath. Verizon hatte Tumblr schon das ganze Jahr zum Verkauf angeboten - doch bislang hatte nur Pornhub pekuniär spannendes Interesse bekundet. Doch Tumblr hatte zum Jahreswechsel sämtliche Pornografie aus seiner Plattform verbannt (wofür Tumblr berühmt war und was in der Folge für einen dramatischen Rückgang bei Traffic und Aktivität ausgelöst hat). Den Porno-Bann will Automattics CEO Matt Mullenweg jedoch nach eigener Aussage beibehalten.

 

Neue Login-Plattform Mobile Connect startet

Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica haben ihre eigene Login-Plattform Mobile Connect gestartet. Sie erlaubt die Authentifizierung per Mobilfunknummer und soll zum deutschlandweiten Standard für E-Commerce werden. Der neue Dienst der deutschen Netzbetreiber bietet eine geschützte Anmeldung bei Internet-Angeboten per Mobilfunknummer an. Die Eingabe einer Email-Adresse oder eines Passworts entfällt. Dies soll für mehr Sicherheit sorgen und "Datendiebe" ausbremsen. 70 Netzbetreiber in rund 40 Ländern nutzen Mobile Connect bereits. Der Login-Dienst erlaubt die Authentifizierung per Mobilfunknummer nicht nur über das Smartphone, sondern auch auf Desktop-PCs, Notebooks und Tablets. Mobile Connect soll die Verwendung von Benutzernamen und Passwort ablösen und damit für mehr Sicherheit bei der Nutzung von Webangeboten sorgen. Denn Passwörter gelten als Risiko, da Nutzer sie zu selten wechseln und sie zudem oft leicht zu erraten sind. Stattdessen soll die persönliche Handynummer zur eindeutigen digitalen Identität bei Internet-Einkäufen oder Anmeldungen in Online-Portalen werden. Setzt sich Mobile Connect durch, könnte es künftig auch für digitale Behördengänge eingesetzt werden.

 
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Games-Markt wächst auf 4,7 Milliarden Euro

Die Gesamterlöse im deutschen Games-Markt legten 2018 um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu, auf nun 4,74 Milliarden Euro. Die PwC-Analyse 'German Entertainment and Media Outlook 2019 - 2023' prognostiziert dem Markt weiteres Wachstum: Zwischen 2019 und 2023 soll das Videospielesegment um 5,2 Prozent pro Jahr zulegen und 2023 einen Gesamtumsatz in Höhe von 6,1 Milliarden Euro erzielen. Wichtigster Umsatztreiber in der Spielebranche ist App-basiertes Gaming, aber auch E-Sport legt deutlich zu. Ebenfalls im Trend liegen Cloud Gaming und Streaming-Abos.

 

Smartphones brechen historischen Rekord

Der Umsatz mit Smartphones in Deutschland steht vor einem neuen Rekord. Laut einer Prognose des Bitkom werden 2019 in Deutschland mit Smartphones 11,9 Milliarden Euro eingenommen, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2018. Die Anzahl der verkauften Geräte bleibt mit 22,4 Millionen Smartphones auf hohem Niveau stabil (2018: 22,6 Millionen). Es dominieren Smartphones ab einer Display-Größe von 5,5-Zoll den Markt - sogenannte Phablets. 18,4 Millionen verkaufte Geräte fallen in diese Kategorie. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen beruflicher und privater Nutzung gerade im hochpreisigen Segment zunehmend.

Die Umsätze mit Geräten wie Fernsehern, Digitalkameras, Audio-Anlagen oder Spielkonsolen gehen im laufenden Jahr voraussichtlich um 7,7 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2015 hatte das Marktvolumen erstmals die 10-Milliarden-Marke unterschritten. Mit einem Anteil von 45 Prozent stellen TV-Geräte nach wie vor das größte Segment in diesem Markt. 2019 wird sich der Umsatz mit Fernsehern laut Bitkom auf voraussichtlich 3,8 Milliarden Euro belaufen, ein Minus von 6 Prozent zum Vorjahr. Die Zahl der verkauften Fernseher geht mit einem Minus von 4 Prozent für das Jahr 2019 leicht zurück.

 

Startups beteiligen Mitarbeiter nur selten am Unternehmen

Wer früh in ein Startup einsteigt, kann schnell reich werden - so lautet ein gängiges Klischee. Doch tatsächlich beteiligt nur rund ein Viertel der Startups Mitarbeiter überhaupt am Unternehmen (27 Prozent). In rund jedem zweiten Startup (46 Prozent) halten nur die Gründer Anteile. Werden Anteile an Mitarbeiter abgegeben, so werden in den allermeisten Fällen (72 Prozent) nur ein bis maximal vier Mitarbeiter beteiligt. Allerdings sind es nicht nur die Gründer, die ihre Anteile nicht teilen wollen. Jedes vierte der Startups ohne Beteiligung außerhalb des Gründerteams sagt, dass die Mitarbeiter klassische Gehaltszahlungen bevorzugen.

 

Alexa, Siri & Co: Sprachassistenten haben in Deutschland immenses Wachstumspotenzial

Während für Größen aus dem Silicon Valley bereits länger klar ist, dass Sprachsteuerung das "nächste große Ding nach den Smartphones" ist, sind deutsche Konsumenten eher zurückhaltend. Dennoch ist das Potenzial hierzulande riesig. Nur 26 Prozent der Deutschen haben in den letzten vier Wochen einen Sprachassistenten genutzt. Die Ergebnisse zeigen dennoch: Alexa ist der am intensivsten genutzte Sprachassistent und wird fast von der Hälfte der befragten Nutzer mindestens einmal am Tag verwendet. Siri und Google Assistant kommen im direkten Vergleich deutlich seltener zum Einsatz. Dabei werden die digitalen Assistenten bislang vorrangig für recht einfache Funktionen verwendet. Drei von vier Nutzern (72 Prozent) suchen nach Informationen zum Wetter, Sport oder Berühmtheiten. Auch die Einrichtung von Erinnerungen oder Terminen wird gerne mithilfe der Assistenten erledigt.

Auch wenn ein Sprachassistent bereits vielen Nutzern theoretisch zur Verfügung steht, bedeutet dies längst nicht, dass er tatsächlich genutzt wird. Cortana könnte beispielsweise bereits von fast 60 Prozent der deutschen Konsumenten genutzt werden, tatsächlich nutzen ihn aktuell aber nur vier Prozent der Deutschen. Doch nicht alle Konsumenten, die einmal einen Sprachassistenten ausprobiert haben, bleiben der Technik treu: Etwa jeder fünfte Deutsche hat zumindest schon einmal einen der Assistenten ausprobiert, die Nutzung aber eingestellt. Gründe liegen vor allem in der schlechten Erkennung der Sprachbefehle (32 Prozent) oder daran, dass das Sprechen mit einer Maschine schlicht als unangenehm empfunden wurde (23 Prozent). Die Hersteller dieser Systeme müssten es schaffen, die Funktionalität zu steigern, die Interaktion menschlicher zu machen und vorhandene Sicherheitsbedenken zu entkräften.

 
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Jeder fünfte Arbeitnehmer digital gestresst

Jeder fünfte Arbeitnehmer empfindet laut Studie starken digitalen Stress durch seinen Beruf. Die Folgen: Digital Gestresste denken öfter daran, die Arbeitsstelle oder den Beruf zu wechseln, zeigen eine schlechtere Leistung und sind unzufriedener mit ihrer Arbeitsstelle.

Wie hoch ist der digitale Stress in Deutschland, was beeinflusst ihn und wer ist besonders gefährdet? Das wollten die Wissenschaftler erfragen. Aus der Studie heraus konnten 12 verschiedene Belastungsfaktoren bei der Arbeit mit digitalen Technologien und Medien identifiziert werden. Dazu gehört beispielsweise die Omnipräsenz, das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit und einer kürzeren Reaktionszeit durch das Auflösen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben. Ein weiterer Belastungsfaktor, die Überflutung, beschreibt das Gefühl, aufgrund der höheren Menge an bereitgestellten Informationen mehr und schneller arbeiten zu müssen. Von den Befragten werden am häufigsten Leistungsüberwachung sowie die Verletzung der Privatsphäre als Belastungsfaktor für digitalen Stress genannt. Bemerkenswert ist nicht nur, dass jeder dritte Befragte mindestens einem der Belastungsfaktoren sehr stark ausgesetzt ist, sondern auch, dass fast jeder fünfte aufgrund des Belastungsfaktors sehr starken digitalen Stress wahrnimmt. Außerdem fühlen sich viele Menschen mittlerweile als "gläserne Person", weil sie ihre Privatsphäre durch die berufliche Nutzung digitaler Technologien und Medien in Gefahr sehen.

 

Mobile Payment: Die Hälfte der Deutschen hat schon mal kontaktlos bezahlt

Jeder Zweite (49 Prozent der Befragten) gab an, in den letzten zwölf Monaten schon einmal oder mehrfach in einem Geschäft an der Kasse kontaktlos mit Karte oder Smartphone bezahlt zu haben. Das zeigt eine neue repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Der große Mehrwert des kontaktlosen Bezahlens sei die Schnelligkeit, sagen vor allem die jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren (57 Prozent). 38 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es an der Kasse schneller gehen würde und Schlangen vermieden werden könnten, wenn kontaktlos mit Karte oder Smartphone bezahlt wird - die einfache Handhabung überzeugt ein Drittel der Deutschen (33 Prozent).

 

Gaming: SpielerInnen klagen über sexistische Spiel-Elemente

43 Prozent der Bundesbürger spielen zumindest gelegentlich Computer- oder Videospiele. Und viele davon stoßen sich an sexistischen Darstellungen in Games. Nach einer repräsentativen Umfrage ist Gaming nicht nur bei Männern (45 Prozent) und Frauen (41 Prozent) gleichermaßen beliebt, sondern auch quer durch alle Altersklassen. Gleichwohl fühlen sich Nutzer von der Branche diskreditiert: So geben mehr als 8 von 10 Gamerinnen (82 Prozent) an, die Darstellung von Frauen in den Games sei weder angemessen noch zeitgemäß. Bei den Männern sagen dies 52 Prozent. 49 Prozent der Frauen, die zumindest gelegentlich spielen, wünschen sich mehr starke weibliche Figuren - und 38 Prozent der Männer.

 

Jeder Dritte besitzt Smart-Home-Komponenten

Obwohl Smart Home bereits seit einigen Jahren zum Trend ausgerufen wurde, haben lediglich 3 von 10 Bundesbürgern (31 Prozent) in ihrem Zuhause wenigstens eine Smart-Home-Anwendung installiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil immerhin geringfügig angestiegen: 2018 lag der Anteil noch bei 26 Prozent. Intelligente Lampen und Leuchten sind dabei besonders gefragt (18 Prozent), ebenso smarte Heizkörperthermostate (14 Prozent). Ebenfalls 14 Prozent besitzen eine intelligente Alarmanlage und 12 Prozent ein vernetztes System zur Videoüberwachung.

 
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Gehalts-Ranking: Diese IT-Spezialisten verdienen besonders gut

IT-Fachkräfte sind aktuell so gefragt wie nie zuvor. Megatrends wie die Digitalisierung und die Automatisierung lassen die Nachfrage von Unternehmen nach diesen Experten weiter steigen. So wurden im ersten Halbjahr 2019 41 Prozent mehr offene Stellen in IT-Berufen ausgeschrieben, als das noch vor fünf Jahren der Fall war.

Aus dem StepStone-Fachkräfteatlas, für den die Online-Jobplattform seit 2012 auf Basis von rund zwei Millionen Stellenanzeigen monatlich analysiert, geht hervor, dass besonders viele IT-Fachkräfte aktuell in Hamburg, Berlin und Hessen gesucht werden. Auch in Bayern (65.300 Euro) und Baden-Württemberg (65.600 Euro), die besonders hohe Gehälter zahlen, ist die Nachfrage hoch.

Führungskräfte auch in IT-Berufen bekommen das höchste Gehalt. IT-Manager verdienen durchschnittlich 81.200 Euro brutto im Jahr. Je nach Führungsebene und Personalverantwortung können sie ihr Gehalt nochmal deutlich steigern. In der unteren Managementebene, zum Beispiel als Teamleiter, erhalten sie im Schnitt ein Jahresbruttogehalt in Höhe von 72.400 Euro. Als Abteilungsleiter sind 16 Prozent mehr Gehalt drin. Das Durchschnittsgehalt in IT-Berufen liegt bei 61.800 Euro brutto im Jahr, was rund 31 Prozent weniger ist als IT-Manager im Schnitt verdienen.

Ebenfalls gut bezahlt sind Software-Architekt/in (77.400 Euro), SAP-Inhouse-Consultant (73.400 Euro), Senior Software Engineer (72.000 Euro) und Senior Developer (71.700 Euro).

 

Die Cyber-Bedrohungslage 2019: Fake-News sind das größte Problem

Die größten Cyber-Bedrohungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik bestehen in Fake News, Datenbetrug, -diebstahl und -missbrauch sowie durch Bedrohungen für kritische öffentliche Infrastrukturen und für die Privatsphäre des Einzelnen durch die zunehmende Vernetzung der Haustechnik. Das stellt der Cyber Security Report 2019 von Deloitte und dem Institut für Demoskopie Allensbach fest.

85 Prozent aller mittleren und großen Unternehmen in Deutschland sehen sich Cyber-Angriffen ausgesetzt. 28 Prozent der Firmen berichten von täglichen Angriffen, bei weiteren 19 Prozent kommt das mindestens einmal wöchentlich vor. Besonders häufig haben große Unternehmen mit Cyber-Attacken zu tun - Firmen mit 1.000 und mehr Mitarbeitern zu 40 Prozent täglich. Die Frequenz der Angriffe hat im Vergleich zu den Vorjahren weiter zugenommen. Bei rund jedem fünften Unternehmen haben solche Angriffe bereits spürbare - in einigen Fällen sogar massive - Schäden verursacht. Neben Angriffen auf die IT-Systeme erwachsen Unternehmen auch aus den sozialen Netzwerken diverse Bedrohungen. Bei rund einem Viertel gab es bereits Versuche, den Ruf der Firma durch gezielte Falschinformationen im Internet zu schädigen. Dennoch verfolgt nur rund die Hälfte systematisch, was in sozialen Netzwerken über ihre Organisation geäußert wird.

In gut zwei Dritteln der mittleren und großen Unternehmen hat das Thema Cyber Security in den letzten Jahren deutlich, in einem weiteren Viertel leicht an Bedeutung gewonnen. Dennoch räumt gut ein Viertel ein, dass es bei ihnen zur Identifikation und Bewertung von Cyber-Risiken keine definierten Prozesse gibt. Bei 37 Prozent der Unternehmen wird die Führungsebene ausschließlich anlassbezogen über den Stand der Cyber-Sicherheit im eigenen Unternehmen informiert, in nur rund einem Viertel passiert das fortlaufend. Rund die Hälfte der Führungskräfte hält die Widerstandsfähigkeit des eigenen Unternehmens im Falle eines erfolgreichen Angriffs für ausreichend. 42 Prozent sehen ihre Firma nur teilweise darauf vorbereitet, die Folgen einzudämmen und die Schäden zu minimieren.

 

Cyberattacken: Handwerksbetriebe immer öfter im Fokus

Das deutsche Handwerk wird immer häufiger online von Hackern attackiert. Die Signal-Iduna-Gruppe hat 500 digital angeschlossene Betriebe in einer Studie befragt. Während bereits jeder fünfte Betrieb (18 Prozent) betroffen war, schätzen drei Viertel (74 Prozent) ihr eigenes Risiko immer noch als gering ein. Handwerksbetriebe sind meist Opfer von Breiten-Angriffen. Das bedeutet, dass Trojaner, Viren und Co. nach dem Gießkannenprinzip gestreut werden und den Computer über eine Sicherheitslücke oder über eine versehentlich heruntergeladene Datei erreichen. Wie die Studie zeigt, sind sich 370 von 500 digital angeschlossenen befragten Betrieben der Gefahren jedoch nicht bewusst.

Besonders kleinere Betriebe sehen sich keiner Gefahr ausgesetzt. Die häufigste genannte Begründung (75 Prozent): Das Unternehmen sei zu klein, um in den Fokus von Internetkriminellen zu geraten. 68 Prozent der Handwerker schätzen ihre Daten als uninteressant ein. Ein Trugschluss, denn beispielsweise Online-Terminkalender geben Aufschluss über zahlreiche personenbezogene Daten. 15 Prozent der Betriebe vermuten außerdem keinerlei Auswirkungen eines Cyberangriffes und sind gerade wegen dieser Annahme und häufig fehlender Schulungen in IT-Sicherheit angreifbar. 81 Prozent der befragten Betriebe identifizieren als größte Gefahrenquelle schwache Passwörter sowie geschäftliche E-Mails, in denen versehentlich schadhafte Anhänge heruntergeladen werden.

 

Fußball-Konsum auf Internet-Geräten gewinnt an Boden

Noch schauen die meisten Fußball-Fans am liebsten am heimischen Fernseher (47,9 Prozent). Das Smartphone nutzen 19,6 Prozent, Tablet 9,4 Prozent, Laptop 17,3 Prozent und Smart-TV 25,6 Prozent. Über 70 Prozent der Anwender greifen somit regelmäßig auf internetfähige Geräte zurück. Das sind rund 30 Prozent mehr als zur WM im letzten Jahr. Erfreulicherweise spielt das Thema IT-Sicherheit bei Fans in dieser Saison eine größere Rolle. Fast 42 Prozent gaben an, dass sie bei ihren internetfähigen Geräten Vorkehrungen wie die Installation einer Anti-Virensoftware treffen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Internetnutzern des europäischen IT-Security-Hersteller ESET.

 
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Türöffner IoT: 90 Prozent der Firmware-Dateien enthalten kritische Sicherheitslücken

Die Sicherheit von IoT-Geräten wird nach wie vor stark vernachlässigt. Firmware wimmelt in der Regel nur so vor Schwachstellen - ganz zur Freude der Cyberangreifer. Wie eine aktuelle Untersuchung der Firmware-Analyseplattform IoT Inspector gezeigt hat, weisen mehr als 90 Prozent der Firmwaredateien kritische Sicherheitslücken auf. Dazu zählen fest programmierte Passwörter im Firmware-Dateisystem, Schwachstellen in der Systemkonfiguration oder SSH Host-Keys. Die am häufigsten identifizierten Schwachstelle - und damit Sicherheitslücke Nr.1 - sind laut dem Report jedoch versteckte Standard-User-Credentials.

Exemplarisch ist dabei die Untersuchung einer Netzwerkkamera eines amerikanischen Anbieters von Überwachungssystemen. Hier konnte die statische und dynamische Firmware-Analyse des IoT Inspector insgesamt 26 verschiedene User-Accounts identifizieren, und das, obwohl das dazugehörige Handbuch insgesamt nur drei entsprechende Accounts aufgeführt hat. Über 20 Backdoors machen so eine Netzwerkkamera, die eigentlich zu Sicherheitszwecken eingesetzt werden soll, zum trojanischen Pferd.

 

Digitalisierung: Das deutsche Finanz- und Rechnungswesen entdeckt KI. Langsam.

Deutsche Unternehmen machen bei der Digitalisierung ihres Finanz- und Rechnungswesens deutliche Fortschritte. Dies geht aus der Studie 'Digitalisierung im Finanz- und Rechnungswesen 2019‘ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor. 29 Prozent der befragten Unternehmen halten den Technologieeinsatz in ihrem Finanz- und Rechnungswesen für "progressiv" oder "sehr progressiv". 2017 hatten sich nur 21 Prozent der Befragten so geäußert. Demgegenüber bezeichnen 26 Prozent ihren Technologieeinsatz als "konservativ". Dementsprechend planen Unternehmen mittlerweile viel häufiger, neue Technologien in ihrem Finanz- und Rechnungswesen einzusetzen. Dabei nannten sie als konkrete Anwendungen vor allem die Belegerkennung (83 Prozent gegenüber 22 Prozent Ende 2017), den direkten Datenaustausch bzw. die direkte Datenverarbeitung (74 Prozent statt 20 Prozent) sowie den Zahlungsverkehr (70 Prozent gegenüber 19 Prozent). PwC hat 100 Groß- und mittelständische Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt.

 

Datenschutzbeauftragter wohl bald keine Pflicht mehr für Kleinbetriebe

Um kleine Betriebe und Vereine zu entlasten, verdoppelt der Bundestag den Schwellenwert für die Ernennung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Ursprünglich galt: Wenn sich 10 Mitarbeiter ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen, ist ein DSB notwendig. Mit dem neuen Gesetzentwurf wurde dieser Schwellenwert auf 20 Mitarbeiter heraufgesetzt.

Allerdings: Der neue Schwellenwert gilt nicht für Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, die zur Bewertung der Persönlichkeit des Betroffenen, seiner Leistungen oder seines Verhaltens beitragen. "Das beträfe beispielsweise einen Hörgeräteakustiker oder auch einen Orthopädiemechaniker. Personenbezogene Daten werden von ihnen verarbeitet und zur Bewertung des Betroffenen genutzt. Dementsprechend müssen sie auch dann einen Datenschutzbeauftragten ernennen, wenn sie unter dem Schwellenwert liegen. Dasselbe gilt für Betriebe, die hoheitliche Aufgaben verfolgen, etwa dem Schornsteinfeger.

 

Leichtes Wachstum bei Digital-Investitionen

Die Ausgaben für Informationstechnik (IT) und Telekommunikation sind in Deutschland im Jahr 2018 um zwei Prozent auf 1.584 Euro pro Einwohner gestiegen. Im Durchschnitt der 26 EU-Staaten wurden 1.248 Euro ausgegeben, was ebenfalls einem Anstieg von zwei Prozent entspricht, so aktuelle Daten des European Information Technology Observatory (EITO).

Je nach Land verteilen sich die Ausgaben für IT einerseits und Telekommunikation andererseits sehr unterschiedlich. So wuchsen in Deutschland die Ausgaben für IT (873 Euro, +2 Prozent) doppelt so schnell wie die in Telekommunikation (711 Euro, +1 Prozent). Deutschland liegt auf Platz 8.

 
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CRM-Markt wächst 2018 auf 48,2 Milliarden US-Dollar

Der weltweite Markt mit Customer Experience- und Relationship Management-Software (CRM) wuchs 2018 laut Gartner um 15,6 Prozent, von 41,7 Milliarden US-Dollar 2017 auf 48,2 Milliarden US-Dollar 2018. Mit einem Marktanteil von 19,5 Prozent liegt Salesforce unter den Anbietern vorn.

Im Bereich Unternehmensanwendungssoftware ist die Kategorie CRM die am schnellsten wachsende Sparte des Bereichs. Beim Umsatz hat CRM bereits 2017 den Bereich Datenbank-Management-Systeme (DBMS) überholt. Mit 72,9 Prozent der größte Treiber sind und bleiben die SaaS-Angebote. Gartner erwartet hier ein Wachstum von 75 Prozent für 2019. Bei den Top-5-Anbietern gibt es einige Veränderungen. Microsoft verdrängte Genesys von Platz 5 im Ranking. Salesforce und Adobe konnten ihren Marktanteil erhöhen, Oracle verliert leicht.

 

Attacken gegen Banking-Nutzer verdoppelt

Ob über das Smartphone oder den PC - digitale Banking-Nutzer standen in jüngster Zeit verstärkt im Visier von Cyberkriminellen. Laut dem Kaspersky-Report "Wie gefährlich ist Online-Banking?" wurden auf deutschen Windows-Geräten zwischen Januar und Juni 2019 mehr als doppelt so viele Banking-Trojaner (mit einem Zuwachs um knapp 130 Prozentpunkte) erkannt und blockiert als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Auch auf Android - mit nahezu 99 Prozent Ziel Nummer eins im Bereich mobiler Schädlinge - haben sich die Erkennungszahlen mit einem Anstieg um 97 Prozentpunkte im ersten Halbjahr 2019 fast verdoppelt. Die Experten von Kaspersky gehen davon aus, dass, wie in den vergangenen Jahren auch, die Angriffe gegen Nutzer von Online-Transaktionen in der zweiten Jahreshälfte noch um ein Vielfaches zunehmen werden. Finanz-Malware, gemeinhin als Banking-Trojaner bezeichnet, richtet sich gegen Finanzdienstleister wie Banken und deren Kunden. Das Ziel der Hintermänner: Finanzielle Ressourcen oder Finanzdaten einzelner Nutzer wie etwa deren Zugangsdaten für das Online-Banking, Konto- und Kreditkartennummern oder Kryptowährungen sowie der möglicherweise noch lukrativere Zugriff auf die Infrastruktur und Ressourcen von Finanzdienstleistern, wie beispielsweise Geldautomaten oder Online-Bezahl- beziehungsweise Banking-Systeme.

Laut Kaspersky-Report entspricht der signifikante Anstieg von Attacken durch Finanz-Schädlinge gegen Nutzer in Deutschland auch den weltweit erhobenen Zahlen: So wurden im ersten Halbjahr 2019 weltweit 430.000 Anwender von Finanz-Malware (Banking-Trojanern) attackiert. Auch die mobile Gefährdungslage hat sich in der ersten Jahreshälfte verschärft: In Deutschland hat Kaspersky fast doppelt so viele Erkennungen mobiler Banking-Trojaner registriert (97 Prozentpunkte mehr) wie im Vorjahreszeitraum; weltweit gab es sogar einen Anstieg um 107 Prozentpunkte - mit mehr als 3,7 Millionen mobilen Finanzattacken zwischen Januar und Juni 2019. Hinzu kommt, dass viele Nutzer mobil unter der Ausnutzung großer Brands von Finanzdienstleistern und Banken attackiert wurden.

Fake-Mails im Namen der Bank, Spam und Phishing bleiben weiter die typischen Angriffsvektoren für Finanz-Malware. So zählten die Kaspersky-Experten in der ersten Jahreshälfte 2019 weltweit über 339.000 Phishing-Versuche mit Hilfe gefälschter Webseiten, die sich als Startseiten großer Finanzinstitute ausgaben. Im ersten Quartal 2019 wurde jede von Kaspersky entdeckte vierte Phishing-Attacke im Namen einer Bank ausgeführt. Damit liegen die Kunden von Banken im Bereich Phishing auf Rang eins, vor Webportalen und Bezahlsystemen.

 

Und da war noch: Youtuber knackt Marke von 100 Millionen Abonnenten

Eine Nachricht, die belegt, welch hohen Stellenwert Computerspiele im Alltagsleben heute haben: Der YouTube-Kanal des Schweden Felix Kjellberg alias Pewdiepie knackt als erster die Marke von 100 Millionen Abonnenten. Pewdiepie zockt und kommentiert auf seinem Kanal hauptsächlich Games. Er ist die erste Einzelperson, die die Marke knackt. Bisher übersprang lediglich der Kanal des indischen Labels T-Series die magische Zahl.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Lothar Schröder.
 
 

Durch die Umwälzungen innerhalb der Arbeitsprozesse geht der Zusammenhalt untereinander verloren, alle werden zu Einzelkämpfern. Deshalb bin ich bei ver.di. Nur mit starken Gewerkschaften können wir Zukunft sichern und überzogenen Forderungen der Arbeitgeberseite entgegentreten. Gemeinsam.

Dirk W., IT-Kundenservice, Erfurt

 
 
 

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