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Newsletter vom 15.10.2019

Was die Generation Z für ihre Daten will

Die Generation Z gilt als online am wahrscheinlichsten beeinflussbar - sei es durch Werbung, Medien oder Influencer. Die jungen Konsumenten sind auch eher bereit, mit Marken und deren Werbung zu interagieren. Ihre Daten geben sie jedoch nicht so ohne weiteres preis, sondern erwarten eine entsprechende Nutzungserfahrung. Dies sind Ergebnisse der Adobe-Studie 'Across the Ages', für die 1.202 deutsche Verbraucher aus den Altersgruppen Gen Z, Millennials, Gen X und Baby-Boomer befragt wurden. Demnach empfinden 55 Prozent der deutschen Konsumenten die Gen Z (bis 23 Jahre) als die online am wahrscheinlichsten beeinflussbare Generation. Ihrer Anfälligkeit sind sich die Konsumenten aus der Generation Z durchaus bewusst: 62 Prozent glauben, dass sie am ehesten von dem beeinflusst werden, was sie im Internet sehen. Zum Vergleich: Nur 12 Prozent der Befragten glauben, dass dies auf die Generation der Baby-Boomer (55 bis 73 Jahre) zutrifft.

Wenn es allerdings darum geht, welche persönlichen Daten an Marken weitergegeben werden dürfen, agiert die Gen Z laut Studie deutlich sicherer als ältere Generationen. So konfiguriert zum Beispiel jeder vierte Konsument der Gen Z (25 Prozent) seine Einstellungen für das Teilen von Daten in sozialen Medien. Bei den Baby-Boomern tun dies lediglich 15 Prozent.

Generell ist die Gen Z viel eher bereit, mit Marken und deren Werbung zu interagieren (Gen Z: 54 Prozent, Baby-Boomer: 12 Prozent). Für ein besseres Kundenerlebnis würden 62 Prozent aus der Gen Z ihre Daten an eine Marke weitergeben. Diese Bereitschaft nimmt in den folgenden Generationen mit zunehmendem Alter ab (Gen X: 50 Prozent, Baby-Boomer: 43 Prozent). Stimmt die Customer Experience nicht, haben es die Marken in allen Generationen schwer: 15 Prozent der Gen Z würden einem Unternehmen bei einem schlechten Kundenerlebnis keinerlei Daten mehr zur Verfügung stellen. Bei den Baby-Boomern würden die Marke sogar 39 Prozent mit einem Daten-Boykott abstrafen.

 

Finanzmarktexperten halten Digitalwährungen ohne Aufsicht für gefährlich

Die Einführung und Ausgabe von digitalen Währungen wie Facebooks Libra oder Bitcoin ohne strenge gesetzliche Auflagen wird von Finanzmarktexperten überwiegend kritisch gesehen, wie eine Umfrage belegt. Rund 88 Prozent der Experten sind der Überzeugung, dass digitale Währungen ohne enge regulatorische Aufsicht eine Gefahr für die Finanzstabilität darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung unter 193 Finanzmarktexperten. Selbst bei einer richtigen, an die Marktverhältnisse angepassten regulatorischen Ausgestaltung sehen nur 45 Prozent der Umfrageteilnehmer/innen in digitalen Währungen eine wohlfahrtsfördernde Innovation.

 
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Digitalisierungs-Studie: Digitale Reife schlägt sich im EBIT nieder

Die Ergebnisse des Deloitte Digital Maturity Index (DMI) lassen auf einen starken Zusammenhang zwischen dem digitalen Reifegrad von Unternehmen und ihrem finanziellen Erfolg schließen. Digitale Champions verdanken ihren Erfolg klar erkennbaren Erfolgsfaktoren. Aber: Digitaler Fortschritt allein ist noch keine Erfolgsgarantie. Der DMI zeigt, wie reif Unternehmen bei der strategischen Nutzung von digitalen Technologien und Verfahrensweisen sind. Dabei hat sich herausgestellt, dass rund ein Viertel aller Befragten Unternehmen durch Digitalisierung eine beträchtliche EBIT-Steigerung erreicht haben, bestenfalls bis zu 30 Prozent. Allerdings konnten drei von zehn Firmen bislang noch keine spürbaren finanziellen Verbesserungen erzielen. Auch wenn es paradox klingt: Zeit ist keineswegs entscheidend für Digitalisierungserfolg, denn einige der erfolgreichsten Unternehmen haben ihre digitale Transformation erst vor zwei Jahren begonnen. Wichtiger ist vielmehr, den Fokus sowohl auf strategische als auch operative Aspekte der Digitalisierung zu legen und so ganzheitliche digitale Geschäftsmodelle und Ökosysteme bzw. die Digitalisierung von Geschäftsfunktionen und deren Prozessen zu gestalten.

 

Healthcare-Studie: Deutsche begeistert von Gesundheits-Apps

Acht von zehn Bundesbürgern (81 Prozent) glauben, dass vor allem Langzeiterkrankungen mithilfe vernetzter digitaler Lösungen besser behandelt werden können. Beispielsweise ließen sich Medikamente exakter dosieren und Fehler durch ein automatisiertes Monitoring von Vital- und anderen Daten vermeiden, so die Auffassung in der Bevölkerung. Rund jeder zweite Patient ist allerdings mit dem aktuellen Angebot von Apps in der Praxis nicht zufrieden. Patienten in Deutschland sind offen für die Unterstützung des Behandlungsverlaufs und Pflege durch digitale Lösungen, so die Studie "European Study on the Digitalisation of the Healthcare Pathways" von Sopra Steria Consulting, für die 1.200 Bürgerinnen und Bürger sowie 35 Gesundheitsexperten aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien befragt wurden. Das gilt auch für aus der Fitness- und Lifestylebranche bekannte Apps zur Optimierung von Bewegung und Ernährung. 59 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich durch den Einsatz vernetzter Geräte wie Smartwatches und die Auswertung von Bewegungs-, Ernährungs- und Schlafdaten durch Apps die Prävention und Behandlung von Krankheiten deutlich verbessern ließe. 53 Prozent sehen zudem Potenzial für mehr Patientenorientierung und Services, beispielsweise wenn Ärzte Sprechstunden per Smartphone oder Tablet anbieten. Praktische Hilfen auf und mit dem Smartphone und der stärkere Einsatz von Wearables in der Behandlung sollten somit aus Sicht der Bevölkerung bei Digitalreformen im Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle einnehmen.

90 Prozent der Deutschen würden laut Studie Smartphone-Erinnerungen an Arzttermine und Hinweise zu möglichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nutzen. 70 Prozent würden Lifestyle-Funktionen wie Diät-Tipps oder eine Sportberatung in Anspruch nehmen. Das jedoch nur, wenn innovative nutzerfreundliche Lösungen zur Verfügung stünden. Gegenwärtig sind jedoch 52 Prozent der Befragten in Deutschland unzufrieden mit der derzeitigen Entwicklung von Monitoring-Apps, 60 Prozent mit den telemedizinischen Beratungsangeboten. Die Folge: Bisher verwenden trotz App-Begeisterung nur elf Prozent der Deutschen Smartwatches und Apps, die ihren Lebenswandel und ihre Gesundheit monitoren. Acht Prozent führen beispielsweise regelmäßig digital Buch über Blutzuckerwerte und Bluthochdruck, um Krankheiten entgegenzuwirken.

 

Amazon listet tausende von verbotenen Produkten

Reichsbürger-Zubehör, Nazi-Devotionalien und rechte Gewaltaufrufe: Auf dem Amazon-Marktplatz sind trotz Filter jede Menge verbotene und gefährliche Produkte zu erwerben. Eine Untersuchung zeigt: Das Problem ist größer als gedacht. In einer Untersuchung hat das Wallstreet-Journal über 4.000 Produkte gefunden, die falsch gekennzeichnet oder verboten sind respektive für unsicher erklärt wurden. Manche Produkte wurden sogar als Amazon-Empfehlung gelistet. Manche der gefundenen Produkte hätten mit einer behördlichen Zulassung geworben, die sie aber überhaupt nicht besessen haben, vor allem Lebensmittel und Arzneien. Die Studie fand Medikamente ohne Sicherheitswarnungen für Kinder, die illegal eingeführt und verschreibungspflichtig waren. Auch Elektronikartikel mit falschen Zertifikaten und gesundheitsschädliche Spielwaren fielen den Prüfern auf. Wie unsicher die Amazon-eigenen Filter sind, zeigt sich an der Tatsache, dass die Prüfer in ihrer Stichprobe knapp 160 Produkte fanden, deren Verkauf Amazon auf dem Marktplatz ausdrücklich untersagt. Mittlerweile hat Amazon auf den Bericht reagiert. Produkte müssten sich an die Gesetze halten. Allein im Jahr 2018 hätte der Konzern über 400 Millionen US-Dollar in den Schutz des eigenen Geschäfts und seiner Kunden investiert. Man habe "robuste Programme entwickelt, um sicherzustellen, dass die angebotenen Produkte sicher, konform und authentisch sind.". Neben der proaktiven kontinuierlichen Überprüfung von Verkäufer-Konten und gelisteter Produkte arbeite man auch mit Sicherheitsbehörden und Branchenorganisationen zusammen. 2018 habe man drei Milliarden verdächtige Listings blockiert. Manche allerdings eben nicht.

 

Diese Branchen haben die größten Bedenken gegen KI

Die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland (80 Prozent) sehen ihre Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz (KI) nicht gefährdet. Laut der Studie von Genesys stehen dagegen vor allem Arbeitnehmer aus Gastronomie (38 Prozent), Human Resources (35 Prozent) und Fertigung (34 Prozent) neuen Technologien wie KI kritisch gegenüber: Im Vergleich zu den anderen Berufsgruppen fürchten sie deutlich häufiger den Abbau von Arbeitsplätzen und den Wegfall einfacher Tätigkeiten. Besonders positiv sehen Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen und Rechnungswesen (96 Prozent), Medien (92 Prozent) sowie Verwaltung und Kundenservice (je 88 Prozent) die neuen technologischen Möglichkeiten. Die Befragten erwarten, dass KI es ihnen ermöglicht, stärker mit Menschen am Arbeitsplatz zu interagieren, effizienter zu arbeiten und bestehende Geschäftsprozesse zu verbessern.

Gut die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass KI Arbeitsplätze in der Fertigungsindustrie ersetzen wird. Rund ein Drittel erwartet ähnliche Effekte im Bereich der Datenerfassung sowie im Handel. Die Berufe im Gesundheitswesen, in denen Fähigkeiten wie Empathie dringend benötigt werden, sind jedoch weniger besorgt über die Auswirkungen von KI: Nur 7 Prozent der Beschäftigten befürchten, dass KI ihren Arbeitsplatz in den nächsten zehn Jahren gefährdet. In der Fertigungsindustrie haben 43 Prozent der Mitarbeiter Angst, dass ihr Unternehmen ohne den Einsatz von KI und Robotern wettbewerbsfähig bleibt.

 
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Umfrage: DSGVO sorgt noch immer für Schwierigkeiten

Die deutsche Wirtschaft kämpft immer noch mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Eineinhalb Jahre nach Geltungsbeginn haben zwar zwei Drittel der Unternehmen (67 Prozent) die neuen Datenschutzregeln mindestens zu großen Teilen umgesetzt. Dabei hat allerdings erst ein Viertel (25 Prozent) die Umsetzung der DSGVO vollständig abgeschlossen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen aus Deutschland. Weitere 24 Prozent haben die Verordnung teilweise umgesetzt, sechs Prozent stehen noch am Anfang. Rechtsunsicherheit und ein schwer abzuschätzender Umsetzungsaufwand sind für jeweils zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) die größten Herausforderungen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) beklagt fehlende Umsetzungshilfen, gut ein Drittel (37 Prozent) sieht fehlendes Fachpersonal als größte Herausforderung.

 

Digitale Verwaltung: Kommunen kümmern sich kaum um Digitalisierung

Die Mitarbeiter der deutschen Verwaltungen sehen Nachholbedarf bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in ihrer Kommune. Das Onlinezugangsgesetz, das 2017 in Kraft trat, sieht die Digitalisierung sämtlicher Verwaltungsleistungen für Bürger bis zum Jahr 2022 vor. Besorgniserregend ist, dass 42 Prozent der Befragten die Bedeutung des OZG für eine bürgerfreundliche Kommune als gering oder eher gering einschätzen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Dreiviertel der Befragten geben außerdem an, dass das Personal bei der Umsetzung des OZG bisher nur eine untergeordnete Rolle spielt. Etwa ein Viertel der Befragten (23 Prozent) gibt in der Umfrage an, dass sich in der eigenen Kommune nur geringfügig um die Umsetzung des OZG gekümmert wird. Hinzukommt, dass 42 Prozent der Umfrage-Teilnehmer die Bedeutung des Onlinezugangsgesetzes für die bürgerfreundliche Gestaltung der Kommune als gering oder eher gering empfinden. "Dieses Ergebnis ist besorgniserregend und sollte dazu führen, dass für jede Dienstleistung oder jedes Dienstleistungsbündel klare inhaltliche Ziele für die Umsetzung definiert werden", kommentiert Jon Abele, Partner und Leiter des Bereichs Public Services bei BearingPoint. Als größte Herausforderungen bei der Umsetzung des OZG sehen die Verwaltungsmitarbeiter die Anpassung der bestehenden Prozesse und Organisationen (81 Prozent), das Budget (45 Prozent) sowie die Mitarbeitermotivation und Verfügbarkeit von IT-Lösungen und IT-Infrastruktur (jeweils 42 Prozent).

Vor allem das Personal scheint oft außen vor zu bleiben: 77 Prozent der Befragten geben an, dass das Personalmanagement kein Arbeitsschwerpunkt ihrer Kommune bei der Umsetzung des OZG sei. Auch was die konkreten Anforderungen an die eigene Kommune durch das Onlinezugangsgesetz angeht, herrscht unter vielen Verwaltungsmitarbeitern Unwissenheit. Etwa die Hälfte der Befragten weiß nicht, was durch die Umsetzung des OZG auf die Kommune zukommt. Darüber hinaus fühlen sich viele Kommunen im Stich gelassen: 55 Prozent geben an, dass ihre Kommune sich nicht ausreichend in die Landes- und Bundesaktivitäten einbezogen fühlt und nur 16 Prozent glauben, dass sie mit ihrem aktuellen IT-Dienstleister überhaupt gut auf die Umsetzung des OZG eingestellt sind. Laut der Umfrage wünschen sich die Kommunen von ihren zuständigen Landesverwaltungen vor allem klare und verbindliche Absprachen, verlässliche Zusagen, klare Zuständigkeiten und Standardisierungen.

 

Deutsche erledigen knapp ein Drittel ihrer Einkäufe im Netz

Fast jeder vierte Deutsche erledigt mehr als die Hälfte seiner Einkäufe online. Dabei gibt es kaum jemanden, der nicht bei Amazon einkauft: Bei den Deutschen unter 40 greifen ganze 92 Prozent auf die Dienste von Amazon zurück. Im Schnitt erfolgen 29 Prozent der Besorgungen und Anschaffungen der Deutschen im Netz. Bei den jüngeren Bundesbürgern unter 40 Jahren sind es 36 Prozent. Vor allem die bequeme Zustellung nach Hause, die günstigen Preise und die Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten schätzen die Deutschen am Online-Shopping. Fragen des Umweltschutzes spielen bei den Kunden zunehmend eine Rolle: 46 Prozent sagen, sie würden nur noch Produkte bestellen, die sie wahrscheinlich nicht zurückschicken müssen. 42 Prozent achten darauf, Produkte möglichst gesammelt und in einer Lieferung zu bestellen. Allerdings wollen nur zehn Prozent ihre Online-Käufe künftig der Umwelt zuliebe einschränken. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie 'Die digitalen Deutschen 2019' der Postbank, für die 3.126 Deutsche befragt wurden.

85 Prozent der Online-Shopper bestellen zumindest manchmal beim US-Versandhändler, 56 Prozent bei Ebay. Bei den Deutschen unter 40 sind es sogar 92 Prozent, die auf die Dienste von Amazon zurückgreifen. Auch Online-Shops einzelner Marken wie H&M, Esprit oder Apple punkten besonders bei den Jüngeren.

 

39 Prozent europäischer Unternehmen geben Cyberangriffe zu

Rund 40 Prozent der Unternehmen sind in den vergangenen fünf Jahren wissentlich Opfer eines Cyberangriffs geworden, noch viel mehr vermuten es. Aber: Nur 25 Prozent der Betroffenen haben den Angriff auch gemeldet - trotz entsprechender Pflicht, so die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft RSM International. Fast die Hälfte (46 Prozent) erfolgreicher Cyberangriffe zielen auf unzureichend geschulte Mitarbeiter ab. 75 Prozent der Angriffe wurden nicht öffentlich gemacht, trotz Meldepflicht bei Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung.

Hinzu kommt ein Gefühl der Apathie und Duldung, denn 62 Prozent der Teilnehmer glauben sogar, dass die Angreifer einfallsreicher sind als die Softwareentwickler.

 
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Open Source ist in der deutschen Wirtschaft angekommen

Open-Source-Software wird bereits heute in der großen Mehrheit der größeren Unternehmen in Deutschland eingesetzt - und auch der verbliebene Rest könnte künftig auf solche frei verfügbaren Programme zurückgreifen. Das hat eine Umfrage unter mehr als 800 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland im Auftrag des Bitkom ergeben. Die Lizenz von Open-Source-Software erlaubt es, die Programme frei auszuführen, den Quellcode zu analysieren und anzupassen sowie die Software auch in modifizierten Varianten weiterzugeben. Drei Viertel der Unternehmen (75 Prozent) bezeichnen sich selbst an Open Source interessiert und dem Thema gegenüber als aufgeschlossen. Nur vier Prozent sagen, dass sie Open Source grundsätzlich kritisch sehen oder ablehnen. Jedes Fünfte (19 Prozent) ist noch unentschieden. Und schon heute gibt nur jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) ab 100 Beschäftigten an, Open Source nicht zu nutzen. Zwei Drittel (69 Prozent) setzen dagegen bewusst Open-Source-Software ein. Vermutlich nutzen sogar noch viel mehr Unternehmen Open-Source-Lösungen, ohne es zu wissen - sei es als Smartphone-Betriebssystem oder als Softwarebasis für Webserver. Open Source kommt vor allem bei neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder Blockchain eine entscheidende Bedeutung zu, weil dort das Entwicklungstempo besonders hoch ist.

Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) ab 100 Mitarbeitern sehen Vorteile beim Einsatz von Open-Source-Software. Fragt man nach dem wichtigsten Vorzug, so nennen 17 Prozent Kosteneinsparungen, da keine Lizenzgebühren anfallen. Mit etwas Abstand folgen eine Vielzahl weiterer Gründe wie hohe Sicherheit durch zeitnahe Updates und Unabhängigkeit von einzelnen Software-Anbietern (je 9 Prozent) sowie die breite Auswahl an Open-Source-Komponenten, der Zugriff auf den Quellcode und einfache individuelle Anpassungen an der Software (je 7 Prozent). Daneben gelten offene Standards (6 Prozent), die Kompatibilität zu weiteren eingesetzten Tools und eine aktive Community für den Wissensaustausch (je 5 Prozent) als entscheidende Vorteile von Open Source. Allerdings sehen auch 8 von 10 größeren Unternehmen (79 Prozent) Nachteile beim Einsatz von Open Source. Als größten Nachteil nennen dabei 12 Prozent fehlende Fachkräfte, also Experten im Unternehmen, um zum Beispiel die Software an den individuellen Bedarf anzupassen und weiterzuentwickeln. Dahinter folgen mangelnde Akzeptanz im Unternehmen (7 Prozent) sowie die unklare Gewährleistungssituation, fehlende Schulungsangebote, fehlende Lösungen für den eigenen Anwendungsfall, die aufwändige Umstellung von der bisherigen Software auf Open Source sowie eine zu große und damit unüberschaubare Auswahl an Open-Source-Lösungen (je 6 Prozent). 5 Prozent beklagen zudem einen hohen Schulungs- und Einarbeitungsaufwand.

 

Recruiting: Bewerber unzufrieden mit Intransparenz bei Gehaltsfragen

Aktuell lassen Arbeitgeber im Hinblick auf das Gehalt erst sehr spät die Katze aus dem Sack - das zeigt eine aktuelle Umfrage, an der 4.145 Bewerber teilgenommen haben. Demnach werden zahlreiche Jobkandidaten aktuell künstlich zu lange im Bewerbungsverfahren festgehalten, obwohl Gehaltswunsch und -angebot nicht zueinander passen. Arbeitgeber verbrennen so unnötige Ressourcen und schädigen ihr Image. Im Zuge der New Work-Debatte wird immer wieder die Forderung nach Gehaltstransparenz im Unternehmen erhoben. Einige Unternehmen haben ihre Gehaltsstruktur transparent gemacht - und öffentlich darüber gesprochen. Eine Umfrage von Softgarden hat untersucht, wie Bewerber dazu stehen: 50,6 Prozent der Befragten finden das gut, 28,9 Prozent schlecht. Auch im Bewerbungsprozess zeigt sich der Wunsch nach Transparenz: 31,3 Prozent der Bewerber würden gerne schon in der Stellenanzeige über das Gehalt informiert werden. In der Praxis erhalten jedoch nur 9,7 Prozent der Bewerber diese Information zu solch einem frühen Zeitpunkt. Mehr als jeder fünfte Bewerber erfährt aktuell sogar erst nach dem ersten Vorstellungsgespräch, was er verdienen würde. Bei Bewerbern mit Hochschulabschluss ist der Anteil derjenigen, die sich Angaben zum Gehalt schon in der Stellenanzeige wünschen, mit 40,2 Prozent besonders groß.

 

Digitales Arbeiten: Alle wollen New Work, kaum einer hat Angst um den Job

Neun von zehn Arbeitnehmern stehen New-Work-Konzepten sehr oder eher aufgeschlossen gegenüber. Die allermeisten Berufstätigen möchten einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen und stellen an ihren Arbeitgeber hohe moralische Ansprüche, etwa was die soziale Verantwortung angeht. Eng damit verbunden ist die Digitalisierung der Arbeitswelt: Schon neun von zehn Berufstätigen (91 Prozent) messen digitalen Technologien eine große Bedeutung für ihr Arbeitsleben bei (2017: 80 Prozent). Die Mehrheit (55 Prozent) rechnet damit, dass sich ihr Arbeitsplatz bis 2030 durch neue Technologien verändern wird - Sorge vor einem Job-Verlust haben aber nur die wenigsten (8 Prozent). Insgesamt sehen zwei Drittel (66 Prozent) in der Digitalisierung eine Chance für ihre berufliche Situation, ein Drittel (32 Prozent) eine Gefahr.

Schon drei von zehn Berufstätigen (30 Prozent) meinen, Digitalkompetenz werde künftig die wichtigste Fähigkeit überhaupt für ihren Arbeitsplatz sein. 2017 waren es erst 8 Prozent. Sieben von zehn (68 Prozent; 2017: 77 Prozent) glauben, Digitalkompetenz werde zumindest genauso wichtig sein wie fachliche oder soziale Kompetenz. Dass Digitalkompetenz künftig von untergeordneter Bedeutung sein werde, glaubt mittlerweile niemand mehr. 2017 waren es noch 11 Prozent. Entsprechend positiv sind die allgemeinen Einstellungen gegenüber der Digitalisierung der Arbeitswelt und des eigenen Arbeitsplatzes. Jeweils eine Mehrheit der Berufstätigen sagt, digitale Technologien seien unerlässlich, um die Arbeit zu erledigen (78 Prozent), würden bei der Arbeit motivieren (67 Prozent) und die Arbeit produktiver machen (62 Prozent). Jeweils eine Minderheit sieht die Nachteile, dass digitale Technologien oft nicht so funktionieren, wie sie sollten (34 Prozent), für zu viele Informationen auf zu vielen Kanälen sorgen (23 Prozent) und Stress hervorrufen (11 Prozent) würden.

Auf persönlicher Ebene möchten sich nahezu alle (96 Prozent) ihre Arbeitszeit frei einteilen können. 94 Prozent sagen, dass es ihnen wichtig ist, einer sinnstiftenden Tätigkeit nachzugehen. 93 Prozent wünschen sich flache Hierarchien. 90 Prozent möchten ihre Leistungs- und Lernziele selbst festlegen. 82 Prozent wollen eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Und 71 Prozent befürworten regelmäßig wechselnde Arbeitsaufgaben, also Job-Rotation. Auf gesellschaftlicher Ebene haben Berufstätige hohe Ansprüche an Arbeitgeber. 96 Prozent bekräftigen, ihr Arbeitgeber sollte Werte vertreten, mit denen sie sich identifizieren können. 92 Prozent finden, ihr Arbeitgeber sollte gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Und 72 Prozent sind der Ansicht, dass auch Führungskräfte in Teilzeit arbeiten können sollten.

Die Gleichstellung der Geschlechter ist Berufstätigen ein wichtiges Anliegen. Praktisch alle (97 Prozent) fordern, dass Frauen und Männer für gleiche Arbeit auch gleich bezahlt werden sollten. Diese Forderung wird von Frauen und Männern gleichermaßen erhoben. Acht von zehn (79 Prozent) meinen, dass divers zusammengesetzte Teams, etwa mit Unterschieden in Geschlecht, Alter oder Herkunft, bessere Arbeitsergebnisse liefern. In den Chefetagen ist das Thema nach Meinung der meisten angekommen: Neun von zehn (87 Prozent) sagen, ihr Arbeitgeber nehme das Thema Gleichstellung ernst. Allerdings erklären lediglich sechs von zehn (57 Prozent), bei ihrem Arbeitgeber gebe es Frauen in Führungspositionen.

Neben kulturellen Aspekten beinhalten New-Work-Konzepte auch die Neugestaltung der Arbeitsräume. Neue Raumkonzepte setzen sich allmählich in deutschen Büros durch. Jeweils drei von zehn abhängig Beschäftigten verfügen am Arbeitsplatz über Rückzugsmöglichkeiten zum Stillarbeiten (31 Prozent), Grünflächen mit Sitzgelegenheiten beziehungsweise eine Dachterrasse (30 Prozent) oder einen Lounge-Bereich (27 Prozent). Eine Seltenheit sind aber weiterhin Design-Thinking-Räume (6 Prozent), Telefonkabinen (5 Prozent) und Sport- oder Fitnessräume (4 Prozent). Häufiger findet man dagegen Klassiker wie Kaffeeküche (94 Prozent) und Kantine (31 Prozent). Das Einzelbüro ist mittlerweile nicht mehr Standard, nur noch jeder vierte Büroarbeiter ist allein in seinem Büro (27 Prozent). Jeder Zehnte (10 Prozent) verfügt nicht einmal mehr über einen festen Arbeitsplatz, sondern nutzt einen sogenannten Shared Desk oder ein non-territoriales Büro. Die meisten teilen sich ihr Büro mit Kollegen. 37 Prozent haben ihren Arbeitsplatz in einem Mehrpersonenbüro mit zwei bis vier Mitarbeitern, 22 Prozent arbeiten in einem Großraumbüro mit fünf und mehr Mitarbeitern. Großraumbüro-Erfahrungen haben sieben von zehn Büroarbeitern (68 Prozent) bereits gesammelt. Das Konzept ist umstritten: Während die eine Seite in Großraumbüros die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern für besser hält (66 Prozent) und einen stärkeren Zusammenhalt im Team (45 Prozent) und eine größere Zufriedenheit der Mitarbeiter sieht (45 Prozent), bemängelt die andere Seite mehr soziale Kontrolle (56 Prozent) und beklagt eine stärkere Ablenkung und geringere Produktivität (48 Prozent).

 

Umfrage: So nutzen die Deutschen ihre Smartphones

Rund drei Viertel der Deutschen verwenden ihr Smartphone neben Telefonaten auch für Messenger Dienste. Das ergab eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des Vergleichsportals Check24. 48 Prozent nutzen ihr Smartphone vielseitig im Alltag (z. B. für Telefonate, Messenger Dienste, Social Media, Email, Online Banking, Navigation, Mobilitätsangebote) und zwölf Prozent neben Telefonaten und Messenger Diensten auch für Social Media. Elf Prozent der deutschen Verbraucher nutzen ihr Handy überwiegend nur für Telefonate. Fünf Prozent gaben an, ihr Mobiltelefon nur im Notfall zu verwenden.

 
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DSGVO: Delivery Hero muss 195.000 Euro Strafe zahlen

Delivery Hero hat offenbar das bislang höchste DSGVO-Bußgeld erhalten: Insgesamt 195.407 Euro hat der Berliner Datenschutzbeauftragte wegen einer ganzen Reihe von Einzelverstößen erlassen. Die Mehrzahl der Fälle betraf die Nichtachtung der Betroffenenrechte, wie das Recht auf Auskunft über die Verarbeitung der eigenen Daten, das Recht auf Löschung der Daten sowie das Recht auf Widerspruch, wie aus einer Pressemitteilung des Datenschützers hervorgeht. Allerdings: Auch wenn Delivery Hero die Verstöße begangen hat - bezahlen muss sie der neue Eigentümer Takeaway.com.

 

Startups: Jeder fünfte Mitarbeiter kommt aus dem Ausland

Ohne Mitarbeiter aus dem Ausland würde in vielen deutschen Startups das Licht ausgehen. Im Durchschnitt hat jeder fünfte Mitarbeiter (20 Prozent) keine deutsche Staatsbürgerschaft. In großen Startups mit 20 oder mehr Mitarbeitern liegt der Anteil mit 34 Prozent sogar noch deutlich darüber. Noch höher ist der Anteil der ausländischen Mitarbeiter, wenn man nur auf die Entwickler in den Startups schaut: Hier hat jeder Vierte (24 Prozent) keinen deutschen Pass, bei den großen Startups mit 20 und mehr Mitarbeitern beträgt der Anteil sogar 44 Prozent. Vor allem Berliner Startups greifen überdurchschnittlich auf Mitarbeiter aus dem Ausland zurück. Hier liegt der Anteil im Schnitt bei 29 Prozent aller Mitarbeiter, unter den Entwicklern sind es sogar 36 Prozent.

 

EuGH-Urteil: 'Recht auf Vergessen' gilt nur europaweit

Das 'Recht auf Vergessen' gilt nicht für das globale Internet, sondern nur in der EU, hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun geurteilt. Außerhalb der EU braucht Google die Links zu heiklen persönlichen Informationen in Suchergebnissen nicht zu unterdrücken. Laut EuGH müssen Suchmaschinenbetreiber nur Inhalte auf ihren EU-Plattformen entfernen beziehungsweise Recherchen innerhalb der EU verhindern oder erschweren.

 

Die besten Städte für die Generation Z

Die ältesten Mitglieder der jungen Generation Z stehen kurz davor, ins Berufsleben einzutreten. Städte und Unternehmen sollten sich auf diese neue Welle von Talenten und deren digitalen Ansprüche vorbereiten. Denn sie können von der Generation Z profitieren. Dieses Fazit zieht die Studie 'The 2019 Best Cities for Generation Z' der On-Demand-Wohnungsplattform Nestpick. Als die am stärksten digital vernetzte Altersgruppe habe die Gen Z andere Bedürfnisse und Zukunftsforderungen als alle anderen Generationen. Sie lehne es zum Beispiel zunehmend ab, sich unter Wert zu verkaufen. Nestpick untersuchte deshalb, welche Städte sich am meisten bemühen, schon heute "attraktiv für die Macher, Aktivisten und Visionäre von morgen" zu sein.

Die fünf besten Städte für Generation Z sind London, Stockholm, Los Angeles, Toronto und New York (USA). Berlin und München landen auf den Plätzen sechs und sieben. Weitere deutsche Städte sind Frankfurt (17), Hamburg (25), Köln (26) und Stuttgart (33). München bietet die beste Bildung in den Bereichen Informatik, Technologie und Innovation, gefolgt von Berlin und Frankfurt. Frankfurt hat den höchsten Internationalitätswert, basierend auf dem Prozentsatz seiner im Ausland geborenen Bevölkerung, gefolgt von Stuttgart und München. Berlin hat den höchsten Wert für LGBT+Equality, gefolgt von München und Frankfurt. Hamburg nimmt Umwelt- und Klimaschutz besonders ernst, München erreichte den höchsten Sicherheitswert, Hamburg den niedrigsten. Köln hat die beste Gamingkultur, dank einer sehr lebhaften eSports-Szene, gefolgt von Berlin und Hamburg.

 
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Jedes zweite Industrieunternehmen nutzt Glasfaser

Schnelles Internet über Glasfaseranschlüsse setzt sich in der deutschen Industrie durch. Mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen (57 Prozent) nutzt bereits einen Glasfaseranschluss. Davon setzen 18 Prozent auf eine gesonderte Glasfaserleitung, die ausschließlich dem Unternehmen zur Verfügung steht. Weitere 38 Prozent beziehen ihr Internet über Geschäftskundenverträge mit DSL oder Kabelanschluss. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 500 Industrieunternehmen ab 50 Mitarbeitern. 98 Prozent der Industrieunternehmen bestätigten, dass ein schneller Internetanschluss wichtig für ihre Geschäftstätigkeit ist, für fast zwei Drittel (62 Prozent) ist er sogar sehr wichtig. Viele Industrieunternehmen, die derzeit keine Glasfaser nutzen, würden zwar einen solchen Anschluss für sich verlegen lassen wollen. Doch nur eine Minderheit wäre auch bereit, die anfallenden Kosten zu tragen. Insgesamt ist eine knappe Mehrheit zufrieden mit ihrem derzeitigen Internetanschluss. Allerdings sind 21 Prozent eher unzufrieden und 19 Prozent sehr unzufrieden.

 

Internet der Dinge: Fast jedes zweite Unternehmen hat ein IoT-Projekt begonnen

Industrial IoT nimmt in Deutschland weiter Fahrt auf. Industrielle und industrienahe Unternehmen hierzulande erkennen das Potenzial des Internet of Things, sehen sich aber bei der Umsetzung nach wie vor mit nicht wenigen Herausforderungen konfrontiert. Mittlerweile haben rund 42 Prozent der befragten Unternehmen IoT-Projekte umgesetzt beziehungsweise befinden sich in der konkreten Pilotierung, weitere 47 Prozent planen und evaluieren. Edge Computing ist für den industriellen Sektor besonders relevant: 24 Prozent der Befragten verarbeiten bereits Daten dezentral am Rand ihres Netzwerks (Edge), weitere 60 Prozent prüfen derzeit den Mehrwert in Pilotprojekten oder planen das zu tun.

Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in den einzelnen Branchen: die Fertigungsunternehmen (diskrete und prozessorientierte Fertigung) sind besonders fortschrittlich bei der Umsetzung von IoT-Initiativen. Die Ver- und Entsorger dagegen sind überdurchschnittlich oft in der Pilotierung, während jedes zweite Unternehmen aus dem Handel sich noch in der Planung und Evaluierung befindet. Der Chart zeigt die unterschiedlichen Reifegrade von IoT-Projekten in den verschiedenen Branchen. Zudem haben Großunternehmen momentan häufiger IoT-Projekte umgesetzt als mittelständische Unternehmen. Der in Deutschland wichtige industrielle Mittelstand lässt sich aber künftig nicht abhängen: hier werden aktuell deutlich öfter Pilotprojekte durchgeführt und neue Initiativen evaluiert und geplant.

 

Leistungsschutzrecht: Google schmeißt Snippets aus dem französischen Index

Statt dafür Geld an Verleger zu bezahlen, dass Zeitungstexte in der Newssuche auftauchen, entfernt Google diese Texte lieber. Dieses mehrfach vorausgesagte Manöver lässt sich gerade live in Frankreich besichtigen, wo Google nur noch die Überschriften von Meldungen zeigt, auf die es in der Newssuche verlinkt. Damit geht der Suchmaschinenriese Zahlungen nach dem LSR aus dem Weg, genauso wie es viele vorausgesagt hatten. War aber nicht schwer: Schon vor acht Jahren ist genau das in Belgien passiert.

 

Medien-Konsum: Streaming schlägt Radio und Linear-TV

Im Durchschnitt verbringen die Deutschen täglich sieben Stunden mit medialen Video-, Audio- und Textinhalten. Bei den unter-30-jährigen ist es eine gute Stunde weniger. In dieser Altersgruppe wird der Trend zur nicht linearen Nutzung deutlich. In der Gesamtbevölkerung dominiert bei der Bewegtbildnutzung das lineare Fernsehen mit einem Anteil von 76 Prozent, während das Radio mit 79 Prozent den Löwenanteil der Audionutzung ausmacht. Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die Studie ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2019.

Betrachtet man die für Medien aufgewendete Zeit, verbringt die Bevölkerung täglich sieben Stunden mit Medieninhalten (420 Minuten). Nur rund eine Stunde entfällt auf das Lesen von Texten, wobei sich auch die Textnutzung zunehmend ins Netz verlagert. Die meiste Zeit entfällt auf das Ansehen von Videos (202 Minuten) und die Audionutzung (186 Minuten). Bei den 14- bis 29-Jährigen ist eine deutlich andere Nutzung zu beobachten. Ihre für Medien aufgewendete Zeit ist mit 357 Minuten geringer als die der Gesamtbevölkerung. Von der Zeit zur Videonutzung werden 33 Prozent mit Fernsehen, live zum Ausstrahlungszeitpunkt, verbracht - 67 Prozent entfallen auf die zeitversetzte Nutzung von Fernseh- und Videoinhalten. Bei Audio verhält es sich ähnlich, allerdings abgeschwächt.

 
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KI und 5G: Zwischen Angst und Vorfreude

KI und 5G gehören zu den bekannteren digitalen Buzzwords. Dabei weckt der Begriff '5G' eher positive Emotionen. 'KI' und 'Künstliche Intelligenz' wird dagegen stark mit Zweifel und Angst verbunden. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen 'Digital Radars' von Marktforscher Best Research aus Bielefeld. Die Studie untersucht die Bekanntheit und emotionale Prägung verschiedener Buzzwords aus dem Digitalbereich. 575 Personen im Alter von 16 bis 59 Jahren mit einer gewissen Affinität für digitale Themen wurden dafür online befragt. Die Grundgesamtheit entspreche damit 38,8 Millionen Menschen in Deutschland.

Während '5G' mit 85 Prozent und 'KI' mit 98 Prozent in der Breite als Begriff zumindest schon einmal gehört wurden, ist die Bedeutung von Begriffen wie 'Augmented Reality', 'Blockchain' oder 'Internet of Things' schon deutlich weniger präsent. Deren Bekanntheit liegt in der befragten Gruppe bei rund 50 Prozent. Blockchain erreicht sogar nur 36 Prozent.

"5G" weckt primär positive Emotionen. Es ist damit eine hohe Neugier verbunden. 5G ist auch spannend. Für die Industrie lässt sich daraus ableiten, dass hohe Erwartungen mit 5G verknüpft sind. Für die Mobilfunkanbieter, aber auch für die Politik, ist die Messlatte für die zukünftige Entwicklung der Mobilfunkinfrastruktur hoch angelegt. "Künstliche Intelligenz" erzeugt demgegenüber stark polarisierende Emotionen: Neugier und Spannung stehen ausgeprägter Zweifel und auch echte Angst entgegen. Die Verheißungen einer neuen Welt stehen offenbar einer deutlich unsicheren Zukunft frontal gegenüber.

 

Automobil-Zukunft: Digitalität schon heute wichtiger als Marke

Digitale Dienste auf Grundlage von Fahrzeugdaten sind beim Autokauf inzwischen wichtiger als die Marke. Für die große Mehrheit der Jüngeren ist das eigene Auto kein Statussymbol mehr, stattdessen spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle bei der Wahl des Verkehrsmittels. Und bei den Zukunftsthemen Elektroautos und autonomes Fahren sehen die Bundesbürger aktuell die deutschen Hersteller im Hintertreffen.

Wichtigstes Kriterium beim Autokauf ist für die Bundesbürger, ob das neue Fahrzeug integrierte Navigationsdienste bietet (93 Prozent). Damit liegt es noch vor dem Anschaffungspreis (91 Prozent), Umwelteigenschaften wie Verbrauch (91 Prozent), dem allgemeinen Komfort (88 Prozent) und der Art des Antriebs (84 Prozent). Fahrassistenzsysteme wie Spurhalteassistent oder Einparkautomatik (80 Prozent) liegen ganz knapp vor dem Design (79 Prozent). Und Dienste auf Grundlage von Fahrzeugdaten (77 Prozent), die etwa Hinweise auf notwendige Reparaturen geben, sind wichtiger als die Motorleistung (70 Prozent) oder der Einsatz des Herstellers für Klimaschutz (67 Prozent). Ebenso wichtig wie die Marke (62 Prozent) ist die Kompatibilität des Cockpits mit dem eigenen Smartphone (62 Prozent). Ebenfalls von einer Mehrheit als wichtig eingestuft wird das Angebot von neuen Diensten auf Grundlage von Car-to-Car-Kommunikation (56 Prozent), mit der zum Beispiel vorausfahrende Fahrzeuge vor Hindernissen auf der Straße warnen können, sowie ein Internetzugang im Auto (51 Prozent), etwa für das Entertainment-System. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Bundesbürgern im Auftrag des Bitkom. 46 Prozent der Bundesbürger sehen die Autoindustrie durch die Verbreitung von Elektroautos herausgefordert, 31 Prozent durch den Trend zum autonomen Fahren.

4 von 10 Bundesbürger (40 Prozent) sagen, dass für sie persönlich das Auto im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln künftig deutlich an Bedeutung verlieren wird. Und für 6 von 10 (62 Prozent) ist der Besitz eines eigenen Autos kein Statussymbol. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während nur 58 Prozent der über 65-Jährigen dieser Aussage zustimmen, sind es 70 Prozent der 16- bis 29-Jährigen. Doch das sind nicht die einzigen Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie. Drei Viertel (72 Prozent) geben an, dass der Klimaschutz für sie bei der Wahl des Verkehrsmittels eine sehr große Rolle spielt. 64 Prozent sehen den Umwelt- und Klimaschutz (64 Prozent) als Herausforderung für die Hersteller, fast jeder Zweite (48 Prozent) die Diskussion über autofreie Innenstädte.

 

Industrie 4.0: Datenaustausch zwischen Fertigungsanlagen nimmt zu

53 Prozent der deutschen Industrieunternehmen rüsten die an ihre Kunden ausgelieferten Produkte - zumindest teilweise - so aus, dass ihnen die wichtigsten Betriebsdaten zur Verfügung stehen und im Rahmen von Service- und Wartungsverträgen genutzt werden. Im Vorjahr lag dieser Wert erst bei 44 Prozent, 2017 nutzten sogar nur 34 Prozent der Unternehmen solche Daten. Das sind Ergebnisse der im dritten Jahr in Folge durchgeführten Studie "Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0". Creditshelf, der Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung, hat dafür zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 250 Vorstände und Geschäftsführer befragt.

 

Warum Deutsche auf Mobile Banking verzichten

Immer mehr Kunden nutzen zwar die Apps ihrer Banken, vertrauen dem mobilen Kanal aber noch nicht wirklich. Sicherheitsbedenken sind für jeden zweiten Befragten der Hauptgrund für die Zurückhaltung, Finanz- und Bankgeschäfte über das Smartphone abzuwickeln. Nur fünf Prozent der Befragten nannten die komplizierte Nutzung als wichtigstes Kriterium. Viele Kunden nutzen ihr Smartphone deshalb nur für Aktionen, die sie als risikoarm empfinden, wie zum Beispiel Kontostandabfragen und interne Umbuchungen. Das sind Ergebnisse des Reports 'Mobile Banking und Mobile Payment in Deutschland', der die Ergebnisse einer aktuellen, im Auftrag von Entersekt durchgeführten repräsentativen Online-Konsumentenbefragung vorstellt. Der weltweit tätige Anbieter für mobile App-Sicherheit und Starke Kundenauthentifizierung (SCA) untersucht in verschiedenen Märkten die Einstellung der Konsumenten zu mobilen Services.

 
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Wie Mobilfunknetze für Drohnen gerüstet sein müssen

Schon in naher Zukunft könnten Drohnen standardmäßig Güter und Menschen transportieren, Katastrophengebiete überwachen und das Leben in abgelegenen Regionen erleichtern. Forscher haben ermittelt, wie eine Kommunikationsinfrastruktur aussehen muss, um den entsprechenden Dienst zu leisten. Forscher der Universität Klagenfurt haben untersucht, welchen Herausforderungen sich traditionelle Mobilfunknetze in diesem Zusammenhang stellen müssen. Drohnen haben hohe Ansprüche an ein mobiles Netz: Es muss gewährleistet sein, dass sie sowohl untereinander als auch mit einer Basisstation am Boden kommunizieren können. Bereits herkömmliche Mobilfunknetze stellen die dafür nötige flächendeckende kabellose Kommunikationsinfrastruktur bereit.  Untersucht wurde der Betrieb von Drohnen im LTE advanced Netzwerk. Das Fazit: Für zahlreiche Anwendungen sind die derzeit möglichen Übertragungsraten von 20 Mbit/sec von der Basisstation zur Drohne ausreichend. Es bedarf allerdings einer Leistungsverbesserung, um das Anwendungsspektrum ausweiten zu können. Hoffnungsträger für die Zukunft ist das 5G-Netz.

 

Und da war noch: Verbraucher finden personalisierte Anzeigen von Sprachassistenten "unheimlich"

Für rund 59 Prozent der Deutschen sind personalisierte Erlebnisse wichtig - aber nicht zu jedem Preis. Sprachassistenten, die Unterhaltungen folgen, ohne direkt angesprochen worden zu sein, und basierend auf den Gesprächen personalisierte Anzeigen schalten, finden rund 65 Prozent der Deutschen unheimlich. 48 Prozent der Befragten sind generell besorgt, dass Sprachassistenten Gespräche ohne ihre Zustimmung abhören. Besonders die Generation X (36-54 Jahre) hat hier ein ungutes Gefühl: fast 56 Prozent stimmen dieser Befürchtung zu. Bei den Baby-Boomern (55-75 Jahre) sind es dagegen lediglich 28 Prozent. Dies zeigt die Studie 'Global Connected Consumer Index' von Selligent, einer B2C-Plattform für Marketing-Automatisierung.

 
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Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg

 
 
 

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