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  5. | Branchennewsletter vom 03.12.2020

Messen und Events: Digitale Formate gewinnen in der IT an Beliebtheit

Messen und Events sind in der digitalen Wirtschaft auch im kommenden Geschäftsjahr ein wichtiges Marketing- und Vertriebsinstrument. Allerdings finden diese Veranstaltungen immer häufiger digital oder als so genannte hybride Formate statt. So haben für 78 Prozent der Digitalunternehmen in Deutschland rein virtuelle Messen und Events in Zukunft eine große oder sehr große Bedeutung. Mit 70 Prozent sagen dies fast ebenso viele über hybride Messen und Events, die zu einem Teil vor Ort und zu einem anderen Teil in digitaler Form stattfinden. Reine Vor-Ort-Veranstaltungen haben künftig nur noch für 39 Prozent der Unternehmen Relevanz. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Bitkom unter Marketing-Verantwortlichen in der IT- und Telekommunikations-Branche.

Demnach setzen 47 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr erstmals digitale oder hybride Messen als Marketinginstrument ein, 18 Prozent nutzen solche Formate schon seit langem. 57 Prozent nutzen ebenfalls erst seit Kurzem virtuelle Konferenzen oder Kundenevents, jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) tut dies bereits länger.

 

Wegen Corona: Zahl der Unternehmen ohne Digitalstrategie schrumpft

In der Corona-Pandemie gewinnt die Digitalisierung für die Wirtschaft stark an Bedeutung - und eine wachsende Zahl von Unternehmen versucht, die Digitalisierung strategisch anzugehen. Aktuell geben nur noch 17 Prozent der Unternehmen an, über keine Digitalstrategie zu verfügen. Im April lag der Anteil noch bei 22 Prozent, vor einem Jahr sogar noch bei 26 Prozent. Die Zahl der Unternehmen ohne jede Digitalstrategie ist damit innerhalb eines Jahres um rund ein Drittel (34 Prozent) zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 605 Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Rund jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) hat dabei aktuell eine zentrale Digitalstrategie, weitere 46 Prozent haben zumindest eine Strategie in einzelnen Unternehmensbereichen.

 
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Security: Mit der Corona-Pandemie kommen die Cyberangriffe

Zwei Drittel der großen Finanzdienstleister standen in den letzten 12 Monaten im Fokus eines Cyber-Angriffes. Die Befragten stellen einen direkten Zusammenhang mit der Pandemie her. Das geht aus einer neuen Studie des Data Security-Anbieters HelpSystems hervor. 45 Prozent der befragten IT-Leiter berichteten von einem Anstieg der Cyber-Angriffe seit dem ersten Auftreten der Pandemie. Die Absicherung der Mitarbeiter in Homeoffices ist für 42 Prozent der FS-Firmen zu einem Hauptziel geworden, während fast die Hälfte (47 Prozent) ihre Investitionen in sichere Kollaborationswerkzeuge bereits erhöht hat.

92 Prozent der Finanz-Unternehmen haben ihre Investitionen in Cybersicherheit in den letzten 12 Monaten erhöht, 26 Prozent davon deutlich. Die Investitions-Prioritäten sehen CISOs in den nächsten 12 Monaten in den Bereichen der sicheren Dateiübertragung (64 Prozent), Absicherung von Homeoffice-Arbeitsplätzen (63 Prozent) und Cloud/Office365 (56 Prozent).

 

Blockchain-Ökonomie: Was Kryptowährungen zur Weltwirtschaft beitragen

Die Blockchain-Technologie entwickelt sich zunehmend zum Wirtschaftsfaktor. Wie die Studie 'Time for Trust' der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostiziert, wird die Technologie bereits im kommenden Jahr rund 66 Milliarden US-Dollar zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen. Bis 2030 hat die Blockchain nach Einschätzung der von PwC befragten Ökonomen das Potenzial, die weltweite Wirtschaftsleistung um 1,76 Billionen US-Dollar zu steigern. Das entspricht einem Anteil von 1,4 Prozent des globalen BIP. Zudem erwarten die Experten, dass die Technologie in den kommenden fünf Jahren global von der Mehrzahl der Unternehmen eingesetzt wird.

Allein die Bereiche öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit könnten bis 2030 insgesamt 574 Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Erträgen aus möglichen Effizienzen erzielen. Vor allem China und die USA werden der Studie zufolge in den kommenden zehn Jahren von der Blockchain profitieren. In Europa dürfte die Technologie Schweden dank vorhandener IT-Infrastrukturen und Fachkräfte einen BIP-Anstieg um 3 Prozent bescheren, gefolgt von Luxemburg (2,6 Prozent). Deutschland winken ein BIP-Anstieg um 2,4 Prozent oder 95 Milliarden Euro sowie die Chance auf 890.000 neue Arbeitsplätze bis 2030. Das größte Potenzial der Blockchain sehen die Befragten in der eindeutigen Herkunftsbestimmung (Proof of Origin) von Produkten, Rohstoffen oder Medikamenten. Diese Anwendung dürfte bis 2030 mit rund 962 Milliarden US-Dollar den Löwenanteil zum globalen BIP beisteuern. Durch den Herkunftsnachweis steigt die Transparenz von Lieferketten, während Betrug oder Fälschungen verhindert werden können. Blockchain-Lösungen für den Zahlungsverkehr und die Finanzinstrumente werden der PwC-Prognose zufolge mit 433 Milliarden US-Dollar ebenfalls wesentlich zum erwarteten BIP-Anstieg beitragen.

 

Digitalbilanz 2020: Jedes dritte Unternehmen hält sich selbst für rückständig

32 Prozent der Unternehmen in Deutschland sehen sich bei der Digitalisierung im Rückstand. Als Vorreiter stufen sich dagegen gerade einmal 16 Prozent ein. Vor allem die Entscheider von Finanzdienstleistern sehen Aufholbedarf des eigenen Unternehmens im internationalen Digitalisierungswettbewerb. In der verarbeitenden Industrie fällt die Bilanz dagegen positiver aus. Das ergibt die Studie 'Potenzialanalyse Reality Check Digitalisierung' von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut. Den Rückstand beim Thema Digitalisierung machen die befragten Manager an unterschiedlichen Stellen fest. In 35 Prozent der Unternehmen fehlt immer noch eine Strategie, um Geschäft, Prozesse und Organisation zu digitalisieren. Vielfach reiht sich Projekt an Projekt, ohne dass die Vorhaben ineinandergreifen. Jeder zweite Entscheider sieht deshalb die Projektvielfalt als einen entscheidenden Grund für den Rückstand im eigenen Unternehmen. Viele Unternehmen sind zudem nach der Einführung von Standardsoftware - 61 Prozent der Unternehmen haben ihre alten IT-Systeme bislang flächendeckend modernisiert - nicht viel weitergekommen mit dem digitalen Umbruch. Jedes fünfte Unternehmen hat das Kapitel Standardisierung und Automatisierung von Abläufen für sich abgeschlossen. Jedes zweite befindet sich derzeit tief in der Umsetzung. Ähnlich weit sind die Unternehmen bei der unternehmensübergreifenden Einführung agiler Arbeits- und Führungsmethoden und der Verlagerung der IT-Infrastruktur in Cloud-Computing-Umgebungen.

Die Mehrheit der Unternehmen ist aufgrund der vielen Baustellen noch weit davon entfernt, ihre Geschäftsmodelle komplett zu überdenken und digitales Geschäft als ihr Kerngeschäft zu betrachten. Zwölf Prozent der befragten Entscheider würden hinter diesen Transformationsschritt einen Haken setzen. Für jeden vierten ist die Entwicklung digitaler Erlösquellen derzeit überhaupt kein Thema. Andere Veränderungsschritte haben deutlich Vorrang. Eine große Zahl der Unternehmen, 45 Prozent, beschäftigt derzeit der kulturelle Umbruch. Viele Firmen haben hart daran zu arbeiten, ein neues Denken bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu etablieren.

 

Homeoffice sorgt für Rückenschmerzen

Homeoffice verursacht bei zwei von drei Arbeitnehmern gesundheitliche Probleme. Jeder Vierte klagt über Rückenschmerzen. Laut der Aeris-Studie "Arbeiten im Homeoffice" haben - nicht zuletzt infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie - mittlerweile 53 Prozent der Arbeitnehmer in der DACH-Region Erfahrung mit dem Arbeiten in den eigenen vier Wänden. In einzelnen Branchen wie etwa Banken, Versicherungen, IT oder Telekommunikation liegt diese Quote sogar schon bei 80 Prozent oder mehr. Auch wenn dadurch in vielen Unternehmen der Betrieb erfolgreich aufrechterhalten werden konnte, fällt die gesundheitliche Bilanz bisher ernüchternd aus: 64 Prozent der Arbeitnehmer klagen über gesundheitliche Probleme durch die Arbeit im Homeoffice. Vor allem Rücken-, Muskel- und Kopfschmerzen plagen die "Homeworker". Wie die Studie weiter zeigt, sind die Ursachen für viele gesundheitliche Probleme ganz offensichtlich in der Gestaltung des heimischen Arbeitsplatzes zu finden. Nur gut jeder zweite Homeworker (56 Prozent) verfügt zuhause über ein eigenes Arbeitszimmer, während der Rest an Ess-, Küchen- oder Wohnzimmertischen sowie in Schlaf- und Gästezimmern improvisieren muss.

Hinzu kommt, dass mehr als jeder zweite Arbeitnehmer mit Homeoffice-Erfahrung darüber klagt, dass sein Arbeitsplatz sowohl technisch (53 Prozent) als auch in Sachen Büromöbel (54 Prozent) deutlich schlechter ausgestattet ist als der eigentliche Arbeitsplatz in der Firma. So wünscht sich jeder dritte Arbeitnehmer für zu Hause einen ergonomischen Bürostuhl sowie einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

 
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Datengetriebene Unternehmen erzielen 70 Prozent mehr Umsatz je Mitarbeiter

Unternehmen, die beim Dateneinsatz führend sind, erzielen 22 Prozent mehr Gewinn und pro Mitarbeiter 70 Prozent mehr Umsatz als ihre Wettbewerber. Trotzdem tragen datengestützte Entscheidungen erst in 38 Prozent der Organisationen zum Geschäftserfolg bei. Zudem vertraut nur jede fünfte Führungskraft den eigenen Daten. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie 'The data-powered Enterprise: Why Organizations must strengthen their Data Mastery' von Capgemini, für die weltweit jeweils 500 Führungskräfte aus den Fachbereichen und dem IT-Bereich von Unternehmen befragt wurden, die einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar erwirtschaften.

Obwohl Unternehmen zuletzt Fortschritte gemacht haben, stellen nur die Hälfte (50 Prozent) von ihnen Daten bei der Entscheidungsfindung in den Mittelpunkt. Am häufigsten setzen Unternehmen aus den USA (77 Prozent) sowie Deutschland und Großbritannien (jeweils 69 Prozent) auf datengetriebene Entscheidungsprozesse. Im Branchenvergleich sind Banken (65 Prozent) und Versicherungen (55 Prozent) die Industrien, in denen Entscheidungen am häufigsten datenbasiert getroffen werden. Jedes zweite Unternehmen weltweit (51 Prozent) nutzt dabei historische Daten deskriptiv und diagnostisch - und somit ausschließlich reaktiv. Für vorausschauende und präskriptive Ansätze werden Daten in 23 Prozent, beziehungsweise 18 Prozent der Unternehmen eingesetzt. 8 Prozent verfügen über autonome und selbstoptimierende Nutzungsszenarios.

Datengetriebene Unternehmen schneiden bei Kennzahlen zu Kundenbindung, Betriebseffizienz und Kosteneinsparungen um 30 bis zu 90 Prozent besser als der Wettbewerb ab. Zudem erzielen sie durch neue Produkte und Dienstleistungen eine 19-prozentige und damit um 7 Prozentpunkte höhere Umsatzsteigerung als andere Unternehmen.

 

Datentransfer an Dritte ist die größte Sorge bei der Online-Registrierung

Jeder zweite Deutsche nutzt seit Beginn der Covid-19-Pandemie mehr Online-Dienste. Damit ist auch die Menge der Online-Accounts, die neu angelegt wurden, gestiegen. Im Zuge dessen befürchten Verbraucher, dass ihre Daten an Dritte weitergegeben werden. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der deutschen Befragten der Studie gibt an, seit Beginn der COVID-19-Pandemie vermehrt Online-Dienste in Anspruch genommen zu haben. Je jünger die Nutzer, desto stärker hat die Online-Aktivität zugenommen: Bei der jüngsten Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren ist ein Zuwachs von 78 Prozent zu verzeichnen. Bei den über 55-Jährigen beträgt die Zunahme immerhin noch 39 Prozent. Das sind Ergebnisse der Studie 'Customer attitudes to digital identity: meet the expectations of tomorrow' von Onfido, globaler Anbieter für digitale Identitätsprüfung und Authentifizierung.

 

Digitalisierung kann fast die Hälfte zu den deutschen Klimazielen beitragen

Digitale Technologien können fast die Hälfte dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erfüllt. Wie eine aktuelle Studie des Bitkom ergibt, kann der CO2-Ausstoß durch den gezielten und beschleunigten Einsatz digitaler Lösungen in zehn Jahren um 120 Megatonnen reduziert werden. Das entspricht fast jeder zweiten Tonne dessen, was Deutschland noch einsparen muss, um die selbstgesteckten Klimaziele zu erreichen. Lag der CO2-Ausstoß 2019 noch bei 805 Megatonnen, so darf er 2030 lediglich 543 Megatonnen betragen. Im Jahr 2030 müssen also 262 Megatonnen CO2 weniger ausgestoßen werden als im vergangenen Jahr.

In der Studie werden insgesamt sieben Anwendungsbereiche für digitale Technologien untersucht, in denen ein besonders großer CO2-Einspareffekt erzielt werden kann. Die ersten vier Anwendungsbereiche sind industrielle Fertigung, Mobilität, Gebäude sowie Arbeit & Business.

Die Studie untersucht nicht nur die Potenziale der Digitalisierung, sondern auch den CO2-Ausstoß, der von den Technologien selbst ausgeht. So verursachen insbesondere Herstellung und Betrieb von Endgeräten wie Smartphones, Computer oder Tablets, aber auch der Betrieb der Netzinfrastruktur und der Rechenzentren CO2-Emissionen. Schreitet die Digitalisierung in einem moderaten Tempo fort, werden hierdurch rund 16 Megatonnen CO2 jährlich ausgestoßen. Bei einer beschleunigten Digitalisierung sind es sogar 22 Megatonnen. Insgesamt, so das Fazit der Studie, ist das CO2-Einsparpotenzial der hier betrachteten digitalen Technologien rund fünf Mal höher als ihr eigener Ausstoß.

 

Mehr Budget, mehr Jobs: Cybersecurity kommt in der Chefetage an

Das Wissen um die Bedeutung von Cybersecurity hat die Vorstandsetagen erreicht - beschleunigt durch die Corona-Pandemie. Führungskräfte weltweit wollen ihre Cyberbudgets steigern und die Teams aufstocken. Sorgen bereiten ihnen vor allem Ransomware-Angriffe und Cyberattacken auf Cloud Services. 96 Prozent von über 3.000 befragten Führungskräften weltweit haben ihre Cybersecurity-Strategie aufgrund der Covid19-Pandemie angepasst. In Deutschland sind es sogar 98 Prozent. Die Hälfte der Befragten gibt an, Cybersecurity und Datenschutz in jeder Geschäftsentscheidung zu berücksichtigen - eine Verdopplung zum Vorjahreswert (25 Prozent). Dies sind Ergebnisse der aktuellen 'Digital Trust Insights 2021' der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Die in Deutschland befragten Führungskräfte sehen besonders den Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Cyberabwehr (25 Prozent) sowie die Orchestrierung und Automation von Cybersicherheit (20 Prozent) als vielversprechend an. Die steigende Bedeutung von Cybersicherheit zeigt sich zudem bei der Budget- und Ressourcenplanung. Mehr als die Hälfte der weltweit befragten Unternehmen wollen ihre Cyberbudgets erhöhen und ihre Mitarbeiterzahl im Bereich Cybersicherheit aufstocken - und das, obwohl die prognostizierten Umsätze der Unternehmen auch für 2021 noch deutlich sinken (69 Prozent Deutschland/ 64 Prozent Global). Diese gewünschte Steigerung der Mitarbeiterzahl trifft jedoch auf ein Problem: Mit 3,5 Millionen offenen und bis 2021 zu besetzenden Stellen plagt die Branche ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Insbesondere Cloud Solutions Architects sowie Jobs im Bereich Security Intelligence und Data Analysis sollen vorrangig besetzt werden. Dabei setzen viele Unternehmen ersatzweise auf Personal innerhalb der eigenen Organisation und bieten Weiterbildungsmöglichkeiten an. Um den akuten Bedarf abzudecken, greifen viele mittlerweile auch auf Managed Services zurück - hierbei wird die Cybersecurity an externe Spezialisten ausgelagert.

 
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LG Bonn reduziert DSGVO-Millionenbußgeld drastisch

Das Landgericht Bonn hat das gegen einen Telekommunikationsdienstleister wegen Verstoßes gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verhängte Bußgeld in Höhe von ursprünglich rund 9,55 Millionen Euro auf 900.000 Euro reduziert. Laut den Bonner Richtern liege zwar ein Datenschutzverstoß vor, dieser sei aber zu gering für eine derart hohe Strafe. Die 1&1 Telecom GmbH sollte eigentlich ein Bußgeld in Höhe von 9,55 Millionen Euro zahlen. Dagegen hatte sich der Telekommunikationsdienstleister allerdings gewehrt - und zwar erfolgreich. Die neunte Kammer des LG Bonn hat entschieden, dass das verhängte Bußgeld zwar dem Grunde nach berechtigt, gleichzeitig aber auch unangemessen hoch ist (Urt. v. 11.11.2020 Az. 29 OWi 1/20 LG). Sie hat den Betrag daher auf 900.000 Euro herabgesetzt. Das entspricht einer drastischen Verringerung der Strafe um etwa 90 Prozent. Zudem gehe das Gericht von einem Einzelfall aus. Mit dem Landgericht urteilte erstmalig ein deutsches Gericht zu einem DSGVO-Millionenbußgeld. Zuvor hatte die britische Datenschutzbehörde ICO schon ihre Bußgelder gegen British Airways und Marriott von insgesamt 310 Millionen Euro auf 42 Millionen Euro zusammengestrichen.

 

Und da war noch: Frauen sind einfach billiger

Durchschnittlich 42.500 Euro verdienen IT-Absolvierende in Deutschland bei ihrem ersten Job - damit liegt das Einstiegsgehalt etwas unter den Erwartungen von etwa 44.700 Euro. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei Männern und Frauen: Studentinnen erwarten rund 9.200 Euro weniger als ihre männlichen Kommilitonen. Die reale Lohnlücke zwischen Frauen und Männern entsteht bei vielen schon mit den Gehaltsvorstellungen bei der Bewerbung für den ersten Job - und diese bleibt häufig dauerhaft bestehen, urteilen die Studienautoren. Männer steigen zwar tatsächlich mit rund 5.600 Euro mehr als Frauen in den ersten Job ein - ihre Gehaltserwartungen liegen jedoch ganze 5.000 Euro über der tatsächlichen Vergütung. Die StepStone-Analyse zeigt außerdem: Je größer das Unternehmen - desto höher das Gehalt. Mit Einstiegsgehältern von rund 47.700 Euro zahlen Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern am meisten.

 
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Felix K. Produktmanager, Karlsruhe

 
 
 

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