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  5. | Branchennewsletter vom 05.11.2020

Cyberwar um Wahlen: Google fängt 20.000 Mails ab

Nachdem Hacker an tausende von Wählerregistrierungen gelangt sind, haben die Cyberterroristen diese Daten benutzt, um massiv Wähler in den USA einzuschüchtern. Das Medium ihrer Wahl ist die E-Mail. Nach Recherchen von CNN hat Google rund 25.000 E-Mails mit Drohungen an Wähler identifiziert. 90 Prozent davon wurden gestoppt, rund zweieinhalb Tausend gingen also durch. Auch Microsoft soll als Provider für die Attacke missbraucht worden sein. In den Mails, die nach US-Geheimdienstinformationen aus Iran und Russland stammen, werden registrierte Wähler mit Gewalt bedroht, wenn sie gegen Donald Trump stimmen.

 

Prognose: Blockchains sollen 2025 bis 1,76 Billionen Dollar bringen

Die Wirtschaftsberatung PwC hat eine Analyse vorgestellt, der zufolge Blockchain-Technologien das Potenzial besitzen, das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den nächsten zehn Jahren um 1,76 Billionen US-Dollar zu steigern. Das ist die zentrale Erkenntnis des Berichts mit dem Titel "Time for trust: The trillion-dollar reason to rethink blockchain" (Zeit für Vertrauen: Der Billionen-Dollar-Grund für ein Umdenken in Bezug auf Blockchains), der sich mit der aktuellen und zukünftigen Nutzung der Blockchain-Technologien befasst.

Der Bericht bestimmt fünf zentrale Anwendungsbereiche und bewertet ihr wirtschaftliches Potenzial. Die Autoren glauben, dass bis zum Jahr 2025 Blockchain-Technologien in großem Maßstab in der gesamten Weltwirtschaft eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete mit größtem Potential sind die Verfolgung und Rückverfolgung von Produkten und Dienstleistungen, Zahlungen und Finanzdienstleistungen, Identitätsmanagement sowie Verträge. Unter allen Kontinenten dürfte Asien den größten wirtschaftlichen Nutzen durch Blockchain-Technologien erzielen. Was einzelne Länder betrifft, könnten Blockchain-Technologien den höchsten potenziellen Nettonutzen in China (440 Milliarden US-Dollar) und den USA (407 Milliarden US-Dollar) haben. Fünf weitere Länder - Deutschland, Japan, Großbritannien, Indien und Frankreich - dürften Schätzungen zufolge ebenfalls einen Nettonutzen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar verzeichnen.

 
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Projektarbeit: 95 Prozent aller geplanten Produkte scheitern im Geheimen

Beim Großteil der Unternehmen (95 Prozent) kommen Innovationsprojekte nicht an ihr Ziel. Die größte Hürde für innovative Projekte ist deren Entwicklungsphase: Hier scheitert mehr als ein Drittel (36 Prozent). Das zeigt eine weltweite Untersuchung von Kaspersky. Aber auch die mangelnde Zusammenarbeit mit IT-Sicherheitsabteilungen und speziell mit CISOs (Chief Information Security Officers) treibt die Abbruchquote neuer Ideen nach oben.

So zeigt die Studie, dass Projekte bei 95 Prozent der Unternehmen noch vor der Markteinführung auf Eis gelegt werden. Die meisten Innovationen (36 Prozent) scheitern bereits in der Entwicklungsphase. 19 Prozent der befragten Entscheider glauben, dass mangelnde Planung und Struktur ursächlich für den Misserfolg sind. Die Fähigkeit zur konkreten Umsetzung ist demnach genauso wichtig wie die Entwicklung überzeugender Ideen, um eine rentable und realistische Lösung auf dem Markt vorstellen zu können. Auch wenn Cybersicherheit nicht unter den Ursachen für das Scheitern innovativer Projekte genannt wurde, stimmen 74 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Abbruchquote für Innovationsprojekte in Unternehmen steigt, wenn der Chief Information Security Officer (CISO) nicht frühzeitig in den Prozess eingebunden wird. Offenbar haben viele Schwierigkeiten, innovative Projekte mit Cybersicherheitsvorgaben in Einklang zu bringen. So betrachtet mehr als jeder Zweite (54 Prozent) Entscheider die IT-Sicherheitsrichtlinien im Unternehmen als Hemmschuh für Innovationen.

 

App-Nutzung im Lockdown: Sehnsucht nach Unterhaltung

Im Corona-Sommer erreichen die Verbraucherausgaben in der App Economy Rekordhöhen von 28,5 Milliarden Dollar. Besonders beliebt: Gaming- und Dating-Apps. Die Downloads deuten außerdem auf mehr Urlaub im Inland hin. Wie sehr sich das soziale Leben ins Netz verlagert hat, lässt sich am App-Economy-Report von App Annie für das dritte Quartal ablesen. Die Daten- und Analyseexperten beobachteten Rekordhöhen bei den Verbraucherzahlen: Die App-Nutzung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent an. Dabei zeigt sich, dass die Menschen vor allem nach digitaler Unterhaltung suchten.

Die Downloads im Google Play Store erreichen 25 Milliarden. Das ist ein Anstieg um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der App Store (iOS) verzeichnet ein Wachstum von 20 Prozent und knackt damit die Marke von 9 Milliarden neuen Downloads. Besonders beliebt waren Sport-, Bildungs- und Unterhaltungsprogramme. Auf iOS ist die Nachfrage nach Foto- und Video-Softwares außerordentlich hoch. Das Nutzerverhalten deutet darauf hin, dass sich die Menschen nach gewöhnlichen zwischenmenschlichen Aktivitäten sehnen. So ist die Beliebtheit von Dating-Apps um 100 Prozent gestiegen. Nachdem Reiseverbote für viele den Sommerurlaub im Ausland verhindert haben, zeigt sich dennoch eine stark gestiegene Nutzung von Reise-, Navigations- und Wetter-Apps. Die gewachsene Nachfrage nach Anwendungen, wie Airbnb, park4night und blitzer.de deutet laut App Annie darauf hin, dass Deutsche Urlaub im Inland für sich entdeckt haben.

 

Frauen mischen die E-Sports-Welt auf

E-Sports erlebt weltweit eine fulminante Popularität. Auch immer mehr Frauen entdecken E-Sports für sich. Obwohl die Szene - sowohl bei Gamern als auch bei den Fans - noch immer mehrheitlich männlich ist, tauchen vermehrt weibliche Gamerinnen und Fans in der Community auf und mischen die vermeintliche Männerdomäne auf. Laut einer aktuellen Studie von NewZoo, Anbieter für Marktforschung und -analyse im Bereich Games und E-Sports im Auftrag des Zahlungsdienstleisters PayPal, sind mittlerweile fast ein Drittel der europäischen E-Sports-Fans weiblich (32 Prozent). Wiederum ein Drittel der weiblichen E-Sports-Fans gehören zu den E-Sports-Enthusiasten (27 Prozent). 60 Prozent der E-Sports-Fans in Europa gehen darüber hinaus davon aus, dass der weibliche Anteil der Community in den kommenden Jahren stark steigen wird.

Die Zahlen belegen zwar, dass Männer E-Sports im Vergleich häufiger schauen als Frauen (E-Sports-Fans, die in den letzten zwölf Monaten häufiger als einmal pro Woche E-Sports nutzen: 38 Prozent Männer im Vergleich zu 27 Prozent der Frauen), in Sachen Investitionen haben die weiblichen Fans allerdings leicht die Nase vorn: 48 Prozent kauften in den vergangenen zwölf Monaten E-Sports-Produkte - bei den Männern sind es 46 Prozent. Insgesamt stehen dabei vor allem physisches und digitales Merchandise sowie Wetteinsätze und Premium Content-Pässe auf der Wunschliste. Die männlichen Fans präferieren besonders digitales Merchandise wie In-Game Sticker, während die Frauen eher physisches Merchandise einkaufen.

 

In der Corona-Krise greifen mehr Menschen zum E-Book

Nach jahrelanger Stagnation sind E-Books im Pandemiejahr 2020 beliebter geworden. Drei von zehn Bundesbürgern nutzen digitale Bücher. In den fünf Vorjahren lag die Nutzerzahl jeweils bei einem Viertel (23 bis 26 Prozent) der Bevölkerung. Vier von zehn Nicht-Nutzern (40 Prozent) können sich zudem vorstellen, künftig E-Books zu lesen. Das gedruckte Buch ist aber nach wie vor sehr viel weiter verbreitet: Acht von zehn Bundesbürgern (81 Prozent) greifen zumindest hin und wieder zu Büchern aus Papier. Jeder Sechste (16 Prozent) liest weder gedruckte Bücher noch E-Books. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bitkom. Beliebtestes Ausgabegerät für E-Books ist der E-Reader, acht von zehn Nutzern (82 Prozent) lesen damit privat oder beruflich. Jeder Zweite (51 Prozent) nutzt dafür das Smartphone, gefolgt von Tablet-Computer (42 Prozent), Laptop (21 Prozent) und stationärem PC (4 Prozent). Vor allem die Jüngeren lesen digitale Bücher: Mehr als die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen (55 Prozent) gibt dies an. Unter den 30- bis 49-Jährigen lesen ein Drittel (32 Prozent) E-Books, etwas weniger (28 Prozent) sind es bei den 50- bis 64-Jährigen. In der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der E-Book-Nutzer bei 12 Prozent.

 
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Ältere Berufstätige sind die größeren Chat-Muffel

Jüngere Beschäftigte nutzen fast doppelt so häufig Chat-Dienste wie ältere. Sie sind auch überzeugter davon, dass digitale Kommunikationstools langfristig die Produktivität steigern. Viele wünschen sich jedoch klare Vorgaben vom Arbeitgeber, um digitalen Stress zu vermeiden. Alter und Schulbildung entscheiden maßgeblich darüber, wie Berufstätige intern kommunizieren, wie überzeugt sie von der langfristigen Produktivitätssteigerung durch digitale Tools sind und was sie vom Arbeitgeber erwarten. Zu dieser Erkenntnis kommt eine repräsentative Kantar-Umfrage im Auftrag von Hirschtec unter 1.003 Berufstätigen in Deutschland.

 

SAP übernimmt Emarsys

Der Softwareriese SAP stärkt mit der Übernahme von Emarsys den Bereich Customer Experience. Emarsys ist ein führender Anbieter von Omnichannel-Kundenbindungs-Plattformen in der Cloud. Die Plattform ermöglicht eine personalisierte Kontaktaufnahme mit Endkunden in Echtzeit - und dies über alle Kommunikationskanäle hinweg, wie E-Mail, Mobilgeräte, soziale Netzwerke, SMS und das Internet.

 

Jeder Fünfte möchte auf 5G umsteigen

Für 21 Prozent der Verbraucher ist 5G ein entscheidendes Kaufkriterium bei ihrem nächsten Smartphone bzw. Mobilfunkvertrag. Das ergab eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Check24. 5G folgt auf den bislang schnellsten Übertragungsstandards LTE / 4G und ermöglicht erstmals eine Datenübertragung nahezu in Echtzeit. Verbraucher, die im 5G-Netz surfen wollen, benötigen einen entsprechenden Vertrag und ein Mobiltelefon, das diesen Standard unterstützt. Einen leistungsfähigen 5G-fähigen Vertrag gibt es ab 20 Euro Durchschnittspreis pro Monat. Alternativ ist der 5G-Einstieg für Prepaid-Kunden bei der Telekom oder Vodafone über eine kostenpflichtige 5G-Zusatzoption schon ab ca. drei Euro im Monat möglich.

Bei den Smartphones nimmt die 5G-Fähigkeit langsam zu. Inzwischen haben alle großen Hersteller entsprechende Endgeräte auf den Markt gebracht, zuletzt zog Apple mit der iPhone 12 Serie nach.

 

Kaum jemand nutzt den elektronischen Personalausweis

Sieben von zehn Bürgern würden die digitale Funktion ihres Ausweises beim Online-Amt nutzen. Zehn Jahre nach der Einführung kommt die eID aber kaum zum Einsatz. Die Bereitschaft zur Nutzung der eID zur Authentifizierung bei Online-Behördengängen ist in Städten genauso hoch wie in ländlichen Regionen. Die 18- bis 29-Jährigen sind am aufgeschlossensten und würden diese Funktion zu 79 Prozent nutzen, bei den Senioren ab 65 Jahren sind es immerhin noch 60 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

Bis Ende 2020 sollen seit der Einführung am 1. November 2010 insgesamt 75 Millionen elektronische Personalausweise ausgegeben worden sein. Seit 2017 ist die eID-Funktion bereits bei der Ausgabe standardmäßig aktiviert. Zuvor lag die Einschaltquote für den Online-Ausweis bei etwa einem Drittel. Bürger können sich bereits für verschiedenste Dienste elektronisch ausweisen. In Behörden, aber auch für Leistungen von Banken, Versicherungen, der Deutschen Bahn und Deutschen Post können Nutzer sich aus der Ferne mit dem Ausweis identifizieren. Auf dem Ausweis-Chip sind Name, Anschrift und Geburtstag gespeichert. Der Datenzugriff erfolgt dabei sicher per Zwei-Faktor-Authentifizierung und kann auch über eine Smartphone-App genutzt werden. Auf Grundlage des Onlinezugangsgesetzes (OZG) sollen 575 Verwaltungsdienstleistungen bis Ende 2022 online zugänglich gemacht werden. Die Online-Funktion des Personalausweises soll nach den Plänen des Bundes einfacher gestaltet und an den Bedürfnissen des Nutzers ausgerichtet werden.

 
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Suchanfragen: Work-Life-Balance verliert an Bedeutung

Mehr Interesse an Homeoffice, weniger an psychischen Krankheiten: Die Corona-Arbeitswirklichkeit spiegelt sich in den Suchanfragen wider und offenbart neue Trends. Die Google-Suchen vermitteln einen Eindruck davon, welche Themen die Deutschen im Corona-Zeiten umtreibt. Laut einer Studie der Online-Visibility-Plattform SEMrush liegt der Begriff 'Homeoffice' voll im Trend. Durchschnittlich 115.100 monatliche Suchanfragen gab es von März bis August 2020. Damit hat sich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verachtfacht (14.450 Anfragen). Die Experten werteten aus, welche Begriffe die Deutschen im Internet zu Job und Beruf in diesem Zeitraum im Internet gesucht haben und verglichen die Daten mit dem Vorjahr.

 

H&M muss bisher höchstes Datenschutz-Bußgeld zahlen

Die Hamburger Datenschutz-Aufsichtsbehörde hat gegen H&M das bisher höchste Bußgeld für Datenschutzverstöße in Deutschland verhängt. Der Modehändler muss 35,5 Millionen Euro zahlen - wegen der "umfangreichen Erfassung privater Lebensumstände" von Beschäftigten. Konkret wirft die Behörde H&M vor, in einem Servicecenter des Konzerns systematisch Informationen über das Privatleben von Mitarbeitern erfasst zu haben. Daraus habe H&M dann Profile der Mitarbeiter erstellt und für Maßnahmen und Entscheidungen im Arbeitsverhältnis genutzt.

 

Rekord-Weihnachten: 420 Millionen Sendungen an Privatpersonen erwartet

Die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) verzeichnet im ersten Halbjahr 2020 ein deutliches Wachstum. Das Sendungsvolumen ist in diesem Zeitraum um 7,4 Prozent gestiegen. Dabei legten die Paketsendungen um satte 8,9 Prozent zu, während die Express- und Kuriersendungen um 0,5 Prozent zurückgingen. Für das Weihnachtsgeschäft rechnet der Paketverband im Vergleich zu 2019 mit einer coronabedingten Verdopplung der Zuwächse bei den Paketsendungen für private Haushalte.

Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) rechnet der Paketverband im Vergleich zu 2019 mit einer coronabedingten Verdopplung der Zuwächse (15 Prozent - 20 Prozent) bei den Paketsendungen für private Haushalte. Die Zustellung an die Endkunden steigt dabei in der Weihnachtszeit um etwa 60 Millionen auf rund 420 Millionen Sendungen verglichen mit dem Vorjahr. Zu Spitzenzeiten werden rechnerisch sogar bis zu 21 Millionen Sendungen an einem einzigen Tag in den Netzen der Unternehmen befördert. Um dieses Sendungsvolumen zu bewältigen, werden in dieser Weihnachtszeit etwa 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte bei den Unternehmen beschäftigt.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im bisherigen Jahresverlauf ist für das gesamte Jahr 2020 mit mehr als 3,9 Milliarden Sendungen und einem Umsatzanstieg auf über 23 Milliarden Euro zu rechnen, so ein weiteres Ergebnis der Analyse.

 

Digitale Präsenz: Deutsche Unternehmen führen im Europavergleich

Die Covid-19-Pandemie hat auf brutale Weise die Bedeutung der Digitalisierung klar gemacht. Wegen Abstandsregeln und Reisebeschränkungen bleibt Unternehmen oft nur das Internet, um Kunden zu erreichen und sie an sich zu binden. Gute Nachrichten für Deutschland bringt jetzt eine aktuelle Studie zur digitalen Präsenz kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Europa.

Der Sortlist-Studie zufolge sind 78 Prozent aller deutschen KMUs mit einer eigenen Website im Netz vertreten - ein Spitzenwert im europäischen Vergleich. Deutschland schlägt sogar die 75 Prozent der Niederlande, die oft als europäischer Vorreiter in Sachen Digitalisierung gesehen werden.

Die Covid-19-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die digitale Schwerpunktsetzung europäischer KMU. Gut jeder dritte Betrieb, der bereits eine Website hat, will diese in Zukunft noch weiter für mobile Endgeräte optimieren. Für jedes vierte befragte deutsche Unternehmen ist das schon eine Top-Priorität für das laufende Jahr 2020. Ebenfalls etwa jedes vierte KMU will an der Sicherheit der Website arbeiten. Das umfasst Verbesserungen in den Bereichen Datenschutz sowie Schutz vor Betrug im Netz.

 
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Zahl der deutschen Internetnutzer wächst um 3,5 Millionen

Aktuell nutzen 94 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet zumindest gelegentlich. Dies entspricht 66,4 Millionen der insgesamt 70,6 Millionen Personen ab 14 Jahren in Deutschland, was einen Zuwachs von 3,5 Millionen bedeutet. Vor allem die älteren Zielgruppen ab 60 Jahren tragen dazu bei. Zu diesen zentralen Ergebnissen kommt die ARD/ZDF-Onlinestudie. Die Tagesreichweite des medialen Internets hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter gesteigert. Mit einem Plus von 6 Prozentpunkten gibt die Hälfte der Befragten an, am Tag mindestens ein mediales Onlineangebot - das heißt Videos, Audioinhalte oder Artikel - zu nutzen. Bei den 14- bis 29-Jährigen nutzen neun von zehn Befragten das Internet täglich für mediale Angebote, was einem Plus von 10 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019 entspricht.

Die tägliche Zeit, die die Menschen im Internet verbringen, wird auf Basis eines Tagesablauf-Modells berechnet und liegt in diesem Jahr mit einem Plus von 11 Minuten bei 204 Minuten. 120 Minuten entfallen auf das mediale Internet (plus 21 Minuten). Insbesondere in der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen (Internetnutzung gesamt: 388 Minuten, plus 18 Minuten) hat sich die Nutzungsdauer von Online-Angeboten aus dem Bereich des medialen Internets um fast eine Stunde auf über 4 Stunden (257 Minuten, plus 50 Minuten) erhöht. Die restliche Zeit entfällt zum Beispiel auf Chatten, Spielen oder Shoppen im Internet.

 

Prognose 2025: Digitaler Gesundheitsmarkt in Europa soll auf 232 Milliarden Euro wachsen

Die neue Roland Berger-Studie "Future of Health 2 - The rise of healthcare platforms" zeigt, dass sich das erwartete Wachstum des digitalen Gesundheitsmarktes in Europa bis 2025 auf 232 Milliarden Euro erhöht, ein Plus von fast 50 Prozent. Für Deutschland liegt die Prognose bei 57 Milliarden Euro. Die Experten gehen davon aus, dass die Pandemie den Digitalisierungsprozess der Branche insgesamt um rund zwei Jahre beschleunigt.

Das durch die Pandemie beschleunigte Wachstum trifft auf einen stark fragmentierten Markt. Einerseits versuchen sich große Technologieunternehmen mit riesigen Datenmengen zu positionieren. Andererseits bringen kleinere Anbieter Applikationen und spezielle Lösungen für bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, auf den Markt. 2019 waren sich noch 61 Prozent der Experten sicher, dass die großen Tech-Konzerne bis 2025 ein integraler Bestandteil des Gesundheitssystems sein werden. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen jedoch: Lediglich zehn Prozent der Patienten mit Vorerkrankungen würden sich an diese Unternehmen wenden. Damit steigen laut den Studienautoren die Chancen für Unternehmen und Plattformanbieter aus dem Gesundheitswesen, die als Schnittstelle virtuelle und reale Dienstleistungen kombinieren.

 

Unternehmen investieren trotz Umsatzrückgang in Digitalisierung

Obwohl ein Großteil der Unternehmen weltweit aufgrund der Corona-Pandemie Umsatzrückgänge verzeichnet, investieren neun von zehn Firmen weiter in die Digitalisierung. So berichten mehr als zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) von niedrigeren Einnahmen und fast ebenso viele (67 Prozent) sehen innerhalb des nächsten Jahres keine Rückkehr zum Niveau vor der Krise. Trotz dieser ernüchternden Zahlen behalten 66 Prozent der Unternehmen ihr Budget für die digitale Transformation bei, weitere 25 Prozent erhöhen es sogar. Werden zusätzliche Investitionen getätigt, beträgt die Steigerung durchschnittlich 33 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens Tata Consultancy Services (TCS) unter 300 Führungskräften von Großunternehmen in Europa, Nordamerika und Asien.

Dabei investieren Unternehmen vor allem stärker in Technologien, um die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Dazu zählen Kollaborations-Tools (65 Prozent), Cyber-Sicherheit (56 Prozent) und Cloud (51 Prozent) - und diese Technologien bleiben auch nach der Krise erhalten. Fast zwei Drittel der Mitarbeiter (64 Prozent) arbeiten momentan hauptsächlich im Homeoffice - ein signifikanter Anstieg verglichen zu den neun Prozent vor der Krise. Und mobiles Arbeiten bleibt zahlreichen Angestellten erhalten: Im Jahr 2025 werden vier von zehn Mitarbeiter (40 Prozent) ortsunabhängig arbeiten, so die Prognose.

 

Fiction: Jeder Fünfte glaubt an KI-Weltherrschaft

In der Bevölkerung sind extreme Ansichten zu KI verbreitet: Während jeder Fünfte glaubt, dass Maschinen die Weltherrschaft übernehmen, erwartet jeder Vierte, dass KI nicht funktionieren wird. In der Bevölkerung haben beide Thesen ähnlich viele Anhänger, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom zeigt. Jeder Fünfte (20 Prozent) glaubt demnach, dass Maschinen irgendwann die Weltherrschaft übernehmen werden. Vor allem die Generation der Über-65-Jährigen macht sich Sorgen, unter ihr beträgt der Anteil sogar 25 Prozent. Dagegen sind es bei den 16- bis 29-Jährigen nur 15 Prozent. Gleichzeitig geht gut jeder vierte Befragte (28 Prozent) davon aus, dass KI die großen Erwartungen nicht erfüllen wird. Hier sind die 16- bis 29-Jährigen deutlich zuversichtlicher (22 Prozent) als die Ü65 (37 Prozent).

Obwohl zwei Drittel (68 Prozent) der Menschen in Deutschland bei Künstlicher Intelligenz vor allem Chancen sehen, gibt es auch weit verbreitete Sorgen jenseits von extremen und unrealistischen Szenarien. Fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) macht sich Sorgen, dass Unternehmen Künstliche Intelligenz missbrauchen könnten. Jeder Dritte (34 Prozent) glaubt darüber hinaus, dass dies der Staat tun könnte. Und fast jeder Zweite (46 Prozent) befürchtet, dass der Mensch durch den KI-Einsatz von Maschinen entmündigt wird.

 
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Bundesbürger immer offener für digitale Verwaltung

Das Bewusstsein für digitale Verwaltungsangebote steigt kontinuierlich und damit auch die Nutzung von E-Government in der DACH-Region. In Deutschland nutzen im Jahr 2020 mit 54 Prozent erstmals mehr als die Hälfte der Onliner digitale Verwaltungsangebote, in Österreich sind es sogar 72 und in der Schweiz 60 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der 'E-Government Monitor 2020', eine repräsentative Studie der Initiative D21 und der Technischen Universität München.

Eine der größten Barrieren für die Nutzung aus der Vergangenheit ist laut der Studienautoren damit nahezu überwunden: Inzwischen kennen fast alle Onliner*innen mindestens einen Dienst (DE: 97 Prozent / AT: 99 Prozent / CH: 96 Prozent). Am bekanntesten sind die Suche nach Informationen, das Herunterladen von Formularen zur Vorbereitung/Abwicklung von Behördengängen, die Vereinbarung von Terminen sowie die Abwicklung der elektronischen Steuererklärung. Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen in Deutschland, bis Ende 2022 ihre Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale auch digital anzubieten. "Die digitale Verwaltung in Deutschland ist in Bewegung und wir sind auf einem guten Weg. Bald wird das auch stärker im Alltag der Bürgerinnen und Bürger ankommen", ist Dr. Markus Richter {Markus Richter} überzeugt, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik und Staatssekretär im Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat. Die Studienergebnisse seien ein Auftrag, die Nutzer in der digitalen Transformation noch stärker mitzunehmen. "Nur wer den digitalen Anwendungen vertraut und sie versteht, wird sie später auch nutzen."

Die Corona-Pandemie sorgt jedoch für eine größere Offenheit gegenüber E-Government-Angeboten: In Deutschland können sich 75 Prozent der Befragten aufgrund der Corona-Erfahrungen vorstellen, zukünftig häufiger Behördengänge online durchzuführen.

 

Jobanwärter wollen im Bewerbungsprozess Maschine und Mensch

Bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter können Personaler schon heute auf vielfältige technische Möglichkeiten zurückgreifen - wie automatisierte Auswahlverfahren, Chat-Bots oder die intelligente Vorhersage des eigenen Mitarbeiterbedarfs. Die Online-Jobplattform StepStone und der Bundesverband der Personalmanager (BPM) wollte bei einer Befragung von 12.800 Personen (darunter 2.600 Personalmanager) wissen, welche digitalen Prozesse Bewerber bevorzugen und was Menschen bei der Jobsuche strikt ablehnen.

Die Studie zeigt: Wer sich auf einen Job bewirbt, will vor allem, dass es schnell und einfach geht. Die Mehrheit der Befragten (57 Prozent) bevorzugt deshalb einen digitalen Bewerbungsprozess, beispielsweise durch das Hochladen eines Lebenslaufs in eine Datenbank oder das automatische Ausfüllen eines Bewerbungsformulars. In einem Punkt sind sich die Befragten der Studie allerdings einig: Geht es darum, den potenziellen neuen Arbeitgeber näher kennenzulernen, ist unbedingt der persönliche Kontakt gefragt. 63 Prozent wollen ab dem ersten Kennenlerngespräch mit Menschen agieren und von Menschen bewertet werden. Nur 7 Prozent können sich vorstellen, durch digitale Tools beurteilt zu werden. Eine Analyse von Stimme und Mimik während eines Job-Interviews lehnen Bewerber (62 Prozent) mehrheitlich ab

 

Kryptowährungen bei Deutschen unbeliebt

Kryptowährungen sind in den vergangenen Jahren immer bekannter geworden. Inzwischen hat fast jeder Deutsche schon einmal von Kryptowährungen gehört. Und jeder Vierte weiß sogar, wie diese digitalen Zahlungsmittel funktionieren. Doch die gestiegenen Kenntnisse über Kryptowährungen gehen nicht einher mit stärkerer Nutzung beziehungsweise stärkerem Vertrauen in diese Zahlungsmittel. Im Gegenteil. Das zeigt eine neue repräsentative YouGov-Umfrage. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2017 nutzen immer weniger Deutsche Kryptowährungen. Damals gaben noch 11 Prozent der Befragten an, Kryptowährungen zu nutzen. In den Folgejahren sank die Zahl der Kryptogeldnutzer kontinuierlich und heute geben nur noch 4 Prozent an, Kryptowährungen zu nutzen.

 

Ausgaben für IT-Sicherheit steigen

Der Markt für IT-Sicherheit bricht auch im Pandemiejahr 2020 Umsatzrekorde. So werden in Deutschland voraussichtlich 5,2 Milliarden Euro für Hardware, Software und Services im Bereich IT-Sicherheit ausgegeben - ein Allzeithoch und 5,6 Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019.

Für das Jahr 2021 ist ein weiteres Wachstum um 9,3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro prognostiziert. Das zeigen Berechnungen der Marktforscher von IDC im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mit 55 Prozent machen Dienstleistungen den mit Abstand größten Anteil am Gesamtmarkt aus. Die Ausgaben belaufen sich im Jahr 2020 auf voraussichtlich 2,8 Milliarden Euro, ein Plus von 6,8 Prozent. Für IT-Sicherheitssoftware werden im laufenden Jahr 1,6 Milliarden Euro in Deutschland ausgegeben, das sind 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 750 Millionen Euro entfallen auf Geräte und Hardware (plus 4,9 Prozent).

 
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Und da war noch: Jeder dritte deutsche Verbraucher würde Daten verkaufen

36 Prozent deutschen Verbraucher sind bereit, persönliche Daten wie Kontonummer, Geburtsdatum, Adresse, Gesundheitsfakten oder Kaufverhalten zur Verfügung zu stellen, wenn sie dafür entschädigt werden. Damit liegen die Deutschen überraschend ganz leicht über dem europäischen Durchschnitt (34 Prozent) und sind nicht so vorsichtig, wie es ihrem Ruf entspricht - bei den unter 35-Jährigen steigt die Zahl sogar auf fast die Hälfte (46 Prozent). Immerhin 22 Prozent sind den Deal "Datenpreisgabe mit Gegenleistungen" sogar schon eingegangen - ebenfalls mehr als der europäische Durchschnitt (18 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie in 17 Ländern des Finanzdienstleisters EOS zum Thema "Was sind Daten wert?".

78 Prozent der Befragten würden einem vertrauenswürdigen Unternehmen selbst persönliche Informationen verkaufen, jedoch hat nur knapp die Hälfte von ihnen (47 Prozent) dafür eine konkrete Preisvorstellung im Kopf: Diese liegt für rund 43 Prozent bei unter 50 Euro und für weitere 20 Prozent im Bereich bis 100 Euro. 17 Prozent wären hingegen für einen Betrag von bis zu 500 Euro zur Preisgabe von Daten bereit und für jeden Fünften müssten sogar mehr als 500 Euro als Gegenleistung fließen.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Christoph Schmitz.
 
 

Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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