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  5. | Branchennewsletter vom 09.03.2020

Digitaler Wandel führt zu höherer Arbeitsbelastung

CIOs weltweit nehmen in den Unternehmen eine immer größere strategische Rolle ein und werden verstärkt am Umsatzwachstum gemessen. Reduzierte Budgets und höhere Sicherheitsrisiken führen dabei zu einer erhöhten Arbeitsbelastung, weshalb IT-Verantwortliche weniger im Job zufrieden sind als im Vorjahr. Laut der "Global CIO Survey 2019" von Logicalis ist das bei fast der Hälfte (49 Prozent) der weltweit befragten 888 IT-Leiter der Fall. 29 Prozent gaben eine Verschlechterung der Work-Life-Balance an. Das rasche Tempo des digitalen Wandels setzt IT-Abteilungen zudem unter Druck. Ein Drittel der Studienteilnehmer ist der Meinung, dass ihr Unternehmen hinter dem Wettbewerb zurückfällt - insbesondere in den Bereichen Verbesserung der Agilität (24 Prozent), Modernisierung der Workflows (23 Prozent) und Steigerung der Effizienz (22 Prozent). In der Folge nimmt das Outsourcing von Technologien und Dienstleistungen zu, vor allem, weil es an internem technischem Know-how mangelt. Aber auch personelle Ressourcen sind ein Grund dafür.

Die Studie zeigt außerdem: Mitarbeiter bleiben ein hoher Risikofaktor für die IT-Sicherheit von Unternehmen. Die Hälfte der Befragten stufte menschliches Versagen als reale Gefahr für die Organisation in den nächsten zwölf Monaten ein. Dahingegen sehen nur noch vier von zehn CIOs (41 Prozent) Malware und Ransomware als Bedrohung für ihr Unternehmen, verglichen mit 7 von 10 (68 Prozent) im Vorjahr. Auch Phishing ist für weniger Befragte kritisch: Während es im Vorjahr noch 49 Prozent als weit verbreitetes Sicherheitsproblem bewertete, spielt es aktuell für nur noch 33 Prozent eine Rolle.

 
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BGH: Händler haftet nicht für irreführende Kundenbewertungen

Ein Händler haftet grundsätzlich nicht für die Bewertungen, die Kunden auf Markplätzen wie Amazon erstellen. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. In dem konkreten Fall ging es um einen Händler, der über Amazon Muskel-Bandagen (Tapes) verkauft hatte. In mehreren Bewertungen schrieben Kunden unter sein Angebot, das Tape helfe schnell gegen Schmerzen. Eine solche Wirkung ist wissenschaftlich aber nicht nachgewiesen und wäre als Werbeaussage nicht gestattet - wenn der Händler sie selbst getroffen hätte. Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) vertrat deswegen die Auffassung, der Händler hätte die Löschung der Bewertungen veranlassen müssen. Dies ist nicht so, entschieden die Karlsruher Richter. Der Verkäufer habe keinen Einfluss auf die Bewertungen, der Inhalt könne sich in kürzester Zeit verändern und der Durchschnitts-Verbraucher wisse, wie ein Bewertungssystem funktioniere.

Ulrich Hauk, Rechtsanwalt der ITB Rechtsanwaltsgesellschaft, welcher das abgemahnte Händlerbund-Mitglied gegen die Klage des Verband Sozialer Wettbewerb e.V. vertritt: "Das Urteil setzt ein wichtiges Zeichen für den Online-Handel. Fairness und Transparenz für den Kunden sind vor allen in Zeiten des wachsenden digitalen Handels gefordert. Der Händlerbund und die ITB Rechtsanwaltsgesellschaft setzen sich seit Jahren dafür ein, dass der nötige Rechtsrahmen für fairen Wettbewerb und gegen Abmahnmissbrauch innerhalb der Branche geschaffen wird. Dieses Urteil bestätigt uns darin und bietet tausenden Händlern in Deutschland ein Stück Rechtssicherheit."

 

IT-Manager "kauft" die Hamburger Morgenpost

Arist von Harpe, der Geschäftsführer des Xing-Marketing-Unternehmens Xing Marketing Solutions, übernimmt die Hamburger Morgenpost. Wie tief die Hamburger Zeitung in der Verlustzone sitzt, mag daran ermessen werden, dass der Kaufpreis negativ ausfiel, also de facto eine Bezahlung für von Harpe darstellt. Mit dem einstelligen Millionenbetrag will Morgenpost-Eigentümer Dumont offenbar deutlich kostspieligeren Verpflichtungen entgehen. Von Harpe ist kein Unbekannter für Dumont: Dumont hat 2016 Facelift gekauft, einen Hersteller von Social-Media-Marketing-Software, bei dem von Harpe damals Geschäftsführer gewesen ist. Damit wechselt die Morgenpost zu einem gut vernetzten Marketingprofi mit Social-Media- und Business-Hintergrund, der nach eigener Aussage den lokaljournalistischen Anspruch des Blattes ausbauen und schärfen will, wie die taz berichtet.

 

Handel: Kunden wünschen sich WLAN beim Shoppen

Kunden im stationären Handel wünschen sich beim Einkauf digitale Services - allen voran stehen kostenfreie WLANs hoch im Kurs. Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom zeigt, wünschen sich rund 7 von 10 Internetnutzern (73 Prozent) in Deutschland beim Shoppen im stationären Handel mehr Service durch digitale Technologien. Dabei liegt der Wunsch nach WLAN im Geschäft oder im Shopping-Center mit 40 Prozent vorn. Vor allem die Jüngeren würden gern beim Einkaufen über das WLAN im Internet surfen: 56 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sagen dies, bei den über 65-Jährigen sind es immerhin noch 27 Prozent. Auch Loyalitäts- oder Bonusprogramme per Smartphone liegen bei den Befragten hoch im Kurs: 37 Prozent wollen so beim Einkaufen im Geschäft Punkte sammeln. Mehr als jeder Dritte (35 Prozent) wünscht sich Echtzeit-Informationen über das Smartphone darüber, welche Produkte in einem Geschäft gerade vorrätig sind, nur geringfügig weniger (30 Prozent) hätten gern individuelle Sonderangebote per Smartphone-App. Auch Transparenz wird zunehmend wichtig: So sagen 28 Prozent der Befragten, dass sie sich beim Einkauf im Geschäft mehr Informationen zu Herstellungs- oder Produktionsbedingungen einzelner Produkte etwa per Tablet, Smartphone oder QR-Code wünschen. Jeder Fünfte (21 Prozent) fände eine Navigations-App für Geschäfte praktisch, die den Kunden direkt zu den gesuchten Produkten führt. 18 Prozent sprechen sich für automatisches Bezahlen beim Verlassen des Geschäfts per Smartphone aus. Etwa jeder Neunte (11 Prozent) würde im Laden Virtual- oder Augmented-Reality-Brillen nutzen.

 

Mobile-Banking wächst in Deutschland stark

2019 haben die Kunden hierzulande erstmals häufiger ihr Smartphone oder Tablet für Bankgeschäfte genutzt als Laptop und PC - damit folgen sie dem globalen Trend hin zum Mobile-Banking. Dies zeigt die aktuelle Studie "As Retail Banks Leak Value, Here's How They Can Stop It" der internationalen Unternehmensberatung Bain & Company. Für sie wurden weltweit 134.000 Bankkunden befragt, darunter 7.600 in Deutschland. Darüber hinaus wird offensichtlich, welche Folgen die große Popularität digitaler Kanäle für traditionelle Banken hat. Chancen bieten sich vor allem bei der Kundenbindung. Die mit dem Net Promoter Score (NPS) messbare Loyalität von "Mobile First"-Kunden liegt in Deutschland mit 29 Prozent deutliche 20 Prozentpunkte über dem Wert von Kontoinhabern, die mehrheitlich traditionelle Kanäle nutzen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm dieser Wert noch einmal um vier Prozentpunkte zu. Ein hoher NPS hat unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen. Denn besonders loyale Kunden besitzen der Studie zufolge mehr Produkte ihrer Bank, erwerben dort auch häufiger weitere Finanzprodukte und wechseln seltener.

 
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Digitalisierung: Business profitiert, während Komplexität in der IT steigt

Der Stellenwert der Digitalisierung ist bei Unternehmen und in der öffentlichen Verwaltung in den letzten zwölf Monaten leicht gestiegen. Dennoch stufen erneut knapp 45 Prozent der Studienteilnehmer die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsanstrengungen als nur mittelmäßig ein. Bei der Beurteilung sind CIOs skeptischer als Führungskräfte aus Fachabteilungen. Ähnlich unterschiedlich fällt die Bilanz zum Einsatz intelligenter Technologien aus, den durchschnittlich mehr als jeder dritte Anwender als Erfolg verbucht.

Gute bis sehr gute Digitalisierungserfolge erzielen nach eigener Aussage knapp 41 Prozent der Teilnehmer, darunter vor allem IT-Dienstleister und Unternehmen aus der Automobilbranche, dem Handel und der Konsumgüterindustrie sowie die öffentliche Hand. Damit ist die Zahl der erfolgreichen Unternehmen leicht gestiegen, insgesamt hat sich die Bilanz aber kaum verändert. Den Einsatz intelligenter Technologien stufen nur rund 37 Prozent der Anwender als erfolgreich oder sehr erfolgreich ein, wobei ihn Führungskräfte der Fachabteilungen deutlich positiver bewerten als CIOs. Das zeigen die Ergebnisse der jährlich im September und Oktober von Capgemini durchgeführten IT-Trends-Studie, an der 120 Fach- und IT-Verantwortliche aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnahmen.

 

Jedes dritte Unternehmen beteiligt sich an Open-Source-Entwicklungen

Rund jedes dritte größere Unternehmen in Deutschland (31 Prozent) beteiligt sich mittlerweile an der Entwicklung von Open-Source-Software. Rund die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent), die an Open-Source-Projekten mitwirken, erlaubt einzelnen Mitarbeitern oder Teams sich zu beteiligen. 39 Prozent sind zahlendes Mitglied oder Sponsor von Open-Source-Organisationen. Jedes vierte Unternehmen (24 Prozent) initiiert und begleitet aus dem Unternehmen heraus eigene Projekte für die Open-Source-Community und 15 Prozent stellen von eigenen Entwicklern veränderten Open-Source-Quellcode wieder der Community zur Verfügung. Das hat eine Umfrage unter mehr als 800 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben, deren Ergebnisse im Studienbericht zum "Open Source Monitor" veröffentlicht wurden.

Die Unternehmen, die sich an Open-Source-Projekten beteiligen, handeln dabei nicht selbstlos. 9 von 10 (86 Prozent) geben an, dadurch Geld zu sparen, 4 von 10 (38 Prozent) können so Personal einsparen. Aber eine klare Mehrheit fühlt sich auch dem Open-Source-Gedanken verpflichtet. Jeweils rund zwei Drittel sagen, dass die Mitwirkung Teil des eigenen Open-Source-Verständnisses (67 Prozent) und ein wichtiger Bestandteil der Shared Economy (62 Prozent) ist. Jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) hofft durch die Mitarbeit an Open Source bei aktuellen Trends und Themen auf dem Laufenden zu bleiben. Fast genauso viele begründen ihr Engagement mit Verweis auf die eigenen Mitarbeiter. Diese würden dadurch motiviert (48 Prozent) oder könnten sich weiterbilden (47 Prozent). Immerhin 8 Prozent geben an, dass sie durch ihr Open-Source-Engagement neue Talente anwerben. Für jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) ist die Mitwirkung an Open Source Teil der eigenen Innovationsstrategie. Weitere Ergebnisse sind unter anderem:

Drei Viertel der Unternehmen ab 100 Mitarbeitern (75 Prozent) bezeichnen sich selbst an Open Source interessiert und dem Thema gegenüber als aufgeschlossen. Zwei Drittel (69 Prozent) setzen bewusst Open-Source-Software ein. Nur jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) verfügt über eine Open-Source-Strategie. Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) sehen Vorteile beim Einsatz von Open-Source-Software. Als wichtigster Grund gilt Kosteneinsparung (17 Prozent). Mit etwas Abstand folgen eine Vielzahl weiterer Gründe wie hohe Sicherheit durch zeitnahe Updates und Unabhängigkeit von einzelnen Software-Anbietern (je 9 Prozent) sowie die breite Auswahl an Open-Source-Komponenten, der Zugriff auf den Quellcode und einfache individuelle Anpassungen an der Software (je 7 Prozent).

 

Deutsche haben keinen Plan von digitalen Technologien

Wer eine Technologie dem Namen nach kennt, hat zumindest zur Kenntnis genommen, dass es diese gibt. Doch davon kann in Deutschland kaum die Rede sein. Laut Maisberger-Studie "Die Skepsis der Deutschen gegenüber neuen Technologien", haben die Befragten im Schnitt zu 70 Prozent noch nicht von Machine Vision, Social Bots & Co. gehört. Bei den einzelnen Technologien schwankt der Anteil derer, die sie vom Hörensagen kennen, zwischen sechs Prozent und 36 Prozent. Doch der hohe Mittelwert für 'Noch nicht gehört' zeigt, dass generell wenig Bewusstsein und Interesse für Technologien der Zukunft vorhanden ist. Die beiden bekanntesten Technologien sind Cloud Computing (36 Prozent) und Big Data (33 Prozent). Am wenigsten bekannt: Nur rund jeder Zwanzigste kennt Machine Vision (7 Prozent), Immersive Media (6 Prozent) und Semantic Web (6 Prozent).

 

Cybercrime: Qualifizierte Mitarbeiter sind der beste Schutz

Die deutsche Wirtschaft ist sich einig: Wenn es künftig um den Schutz vor Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage geht, braucht es vor allem qualifizierte IT-Sicherheitsspezialisten. Praktisch alle Unternehmen (99 Prozent) sehen dies als geeignete Sicherheitsmaßnahme an, 69 Prozent halten sie sogar für sehr geeignet. Knapp dahinter rangieren Mitarbeiterschulungen zu Sicherheitsthemen. 97 Prozent finden dies geeignet, darunter drei Viertel (76 Prozent) sehr geeignet. Das ist das Ergebnis der Bitkom-Studie "Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt", für die mehr als 1.000 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Branchen repräsentativ befragt wurden.

Neben personellen Sicherheitsmaßnahmen spielen für Unternehmen in Zukunft auch technologische Lösungen eine wichtige Rolle. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen hält fast die Hälfte (47 Prozent) für sehr geeignete Sicherheitsmaßnahmen, etwa wenn es um das Erkennen von Auffälligkeiten in Netzwerkdaten geht. Weitere 46 Prozent finden dies eher geeignet (93 Prozent gesamt). Den Ansatz von 'Security by Design' in Bezug auf Geräte für das Internet der Dinge halten insgesamt 86 Prozent der Unternehmen für sinnvoll. Das bedeutet, dass Sicherheitsaspekte schon bei der Entwicklung von Geräten mit bedacht werden. Und 8 von 10 (80 Prozent) geben an, dass die Blockchain-Technologie künftig zweckmäßig ist, um sich vor Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage zu schützen.

Erst kürzlich hatte Bitkom Daten zum Wirtschaftsschutz in der digitalen Welt vorgestellt. Danach entsteht der deutschen Wirtschaft durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage jährlich ein Schaden von mehr als 100 Milliarden Euro. Drei von vier Unternehmen (75 Prozent) sind in den vergangenen zwei Jahren Opfer geworden, jedes achte Unternehmen (13 Prozent) vermutet dies.

 
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Online-Dating: Jeder Dritte sucht Partner im Internet

Jeder dritte Bundesbürger nutzt bei der Partnersuche einen Online-Dating-Dienst im Internet. So sagen 32 Prozent, schon einmal einen Online-Dating-Dienst genutzt zu haben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung. Danach setzen vor allem die Jüngeren auf Online-Dating: 47 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben schon einmal einen solchen Dienst genutzt. Bei den 30-49-Jährigen sind es 39 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 35 Prozent. Nur die Altersgruppe 65 plus ist mit 11 Prozent vergleichsweise wenig bei Online-Dating-Portalen aktiv.

19 Prozent der Internetnutzer geben an, sich schon einmal bei kostenpflichtigen Portalen wie Parship, eDarling oder Elite Partner angemeldet zu haben. 18 Prozent setzten auf Online-Dienste, die in der Basisversion kostenlos sind, etwa Tinder, Grindr oder Lovoo. Jeder zehnte Internetnutzer (10 Prozent) war oder ist in Single-Foren oder -Gruppen in sozialen Netzwerken aktiv. Ebenfalls 10 Prozent haben schon einmal eine Online-Single-Reisebörse genutzt, um auf diesem Weg einen Partner oder eine Partnerin kennenzulernen. Nur 1 Prozent sagt, schon einmal bei einem kostenpflichtigen Seitensprungportal aktiv gewesen zu sein.

Fast jeder zweite Nutzer von Online-Dating-Diensten hatte Erfolg bei der Suche: Insgesamt 47 Prozent haben schon einmal einen festen Partner oder einen erotischen Kontakt im Internet gefunden. Darunter sagen 27 Prozent, dass die Partnerschaft noch andauert. Bei 40 Prozent besteht eine über das Internet angebahnte Partnerschaft nicht mehr.

 

IT: Agile Entwicklungsmethoden gewinnen an Bedeutung

Deutsche Unternehmen stellen im Bereich Anwendungsentwicklung und -wartung zunehmend auf agile Entwicklungsmethoden und DevOps um. Vor allem der Markt für DevOps wächst in Deutschland laut einer Studie des Technologie-Beraters Information Services Group (ISG) deutlich. Dieser Ansatz hat zum Ziel, mit speziellen Werkzeugen und Prozessen für eine effizientere und effektivere Zusammenarbeit in den Bereichen Development (Entwicklung), IT Operations (IT Betrieb) und Qualitätssicherung zu sorgen. Ein immer stärker werdender Schwerpunkt liegt dabei auf Security und DevSecOps - erweitert um die Komponente Cyber-Sicherheit. Als größte Hürde für Agilität im Unternehmen sieht die Studie in Deutschland vor allem Bestandssysteme.

Laut dem Report steigt auch das Interesse am Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, um Entwicklungs- und Wartungsprozesse weiter zu automatisieren. "Bei der Einführung von Agile und DevOps kommen nicht nur Fragen der Technik und der Methodik zum Tragen, sondern besonders intensiv auch die Organisation und Kultur eines Unternehmens", sagt Heiko Henkes {Heiko Henkes}, Director und Principal Analyst bei ISG. "DevOps zum Beispiel betrifft vor allem die Geschäftsprozesse. Anbieter sind hier weniger als Technologieexperten, sondern als Berater gefragt, die Change Management beherrschen." Deutsche Unternehmen bevorzugten deshalb regionale Anbieter für Application Development and Maintenance - kurz ADM. "Indische Provider bieten sowohl sehr starke Offshore- als auch Nearshore-Ressourcen", so Henkes. "Doch wenn es um Fragen der Firmenkultur und historisch gewachsene Abläufe geht, legen Unternehmen großen Wert auf Ansprechpartner vor Ort, die nicht nur alle Deutsch sprechen, sondern auch die Mentalitäten in den Unternehmen verstehen. Dies trifft nicht nur auf mittelständische Unternehmen zu, sondern auch auf weltweit agierende deutsche Großkonzerne."

Insgesamt bewertet der "ISG Provider Lens Next-Gen Application Development & Maintenance (ADM) Services Report Germany 2019-2020" 33 Anbieterunternehmen in vier Marktsegmenten. Im übergeordneten Marktsegment "Next-Gen ADM" untersuchte der ISG-Report die Fähigkeiten von 27 Providern. Aktuelle Leader in diesem Markt sind Accenture, Atos, Capgemini, Deutsche Telekom (TSI), DXC, IBM und Wipro. Weitere untersuchte Marktsegmente sind: "Agile Development", "Continuous Testing" und "DevOps Consulting".

 

Smartphone-Markt wächst auf 36 Milliarden Euro

Steigende Gerätepreise, schnellere Netze und zunehmender Datenverkehr: 2020 wächst der Markt für Smartphones, Apps, mobile Telekommunikationsdienste und Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland auf 36,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (35,7 Milliarden Euro) ist das eine Steigerung um zwei Prozent. Den größten Anteil am Umsatz machen Daten- und Sprachdienste mit 20,2 Milliarden Euro (+0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) aus. Mit den Smartphones selbst werden 12,3 Milliarden Euro (+3,0 Prozent) umgesetzt. In die Netzinfrastruktur für mobile Kommunikation fließen 2,1 Milliarden Euro (+1,8 Prozent), wobei Kosten für Frequenzen, Gebäude und Bauarbeiten noch hinzukommen. Der App-Markt wächst auf 1,8 Milliarden Euro (+8,4 Prozent). Während sich der Smartphone-Absatz in Deutschland auf konstant hohem Niveau eingepegelt hat, sind die Umsätze weiter auf Wachstumskurs. Grund sind die steigenden Durchschnittspreise. 2020 werden nach Bitkom-Prognose 22,9 Millionen Geräte (-0,6 Prozent) verkauft. Der Durchschnittspreis pro Gerät steigt von 519 Euro (2019) auf 536 Euro (2020).

Der Anteil der Smartphone-Nutzer entwickelt sich konstant. 76 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren nutzen ein internetfähiges Mobiltelefon. Das entspricht 53 Millionen Menschen. Außerdem sehen neun von zehn Nutzern (92 Prozent) in Smartphones eine große Erleichterung im Alltag. Acht von zehn (80 Prozent) können sich ein Leben ohne die mobilen Geräte nicht mehr vorstellen. Aber das Urteil ist durchaus geteilt: Während sich zwei von drei Nutzern (65 Prozent) durch Smartphones anderen Menschen näher fühlen, beklagen zugleich acht von zehn (79 Prozent), dass Menschen durch die zunehmende Nutzung der multifunktionalen Handys immer weniger miteinander reden würden.

Bei der intelligenten Vernetzung von Alltagsgeräten kommt dem Smartphone die zentrale Rolle zu. Jeweils vier von zehn Nutzern haben ihr Smartphone schon einmal mit einer Smartwatch (39 Prozent) oder einem Auto (38 Prozent) verbunden. Dahinter folgen Audio-Geräte wie Lautsprecher oder Musikanlage (29 Prozent), Smart-TVs (25 Prozent) und Fitnessarmband (19 Prozent). Jeder Achte (12 Prozent) hat auch schon einmal eine Verbindung zwischen seinem Smartphone und einer Virtual-Reality-Brille hergestellt.

 

Ranking: SAP ist wertvollste deutsche Marke

Die 50 wertvollsten deutschen Marken werden erneut von SAP angeführt. Der Markenwert des Software-Unternehmens beträgt, wie im vergangenen Jahr, 50,9 Milliarden US-Dollar. Auf den weiteren Plätzen folgen die Deutsche Telekom mit einem Wert von 44,9 Milliarden US-Dollar und Mercedes-Benz mit 22,1 Milliarden US-Dollar vor BMW mit 21,9 Milliarden US-Dollar.

Neu unter den Top fünf ist Adidas mit einem Markenwert von 17,1 Milliarden US-Dollar. Das geht aus dem aktuellen Ranking "BrandZ Germany" hervor, dass von Kantar und WPP herausgegeben wird.

 
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Und da war noch Digitalauge um Digitalauge: Internetnutzer sind für Vergeltung nach Cyberangriffen

Deutschland sollte auf Cyberattacken aktiv mit eigenen Cyberangriffen reagieren. Das meinen zumindest 46 Prozent der Internetnutzer, in der Szene spricht man dabei von Hackbacks. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. Mehr als acht von zehn Internetnutzern (83 Prozent) fordern außerdem, dass Deutschland seine Cyberfähigkeiten ausbauen sollte - auch um mögliche Angriffe zurückverfolgen zu können. Ähnlich viele (79 Prozent) wünschen sich mehr Investitionen in die Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Gut zwei Drittel (68 Prozent) wollen, dass Deutschland mit anderen Staaten Regeln und Normen zum Umgang im Cyberraum formuliert. Jeder zweite Internetnutzer (51 Prozent) wünscht sich Cyber-Bündnisse mit anderen Staaten, etwa eine Cyber-NATO. Und jeder Dritte (36 Prozent) meint, Deutschland sollte in eigene Cyberabwehreinheiten investieren.

 
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Die IT-Branche wächst wie noch nie. Und Outsourcing ist auch in der IT-Branche immer wieder ein großes Thema. Ich setze mich gemeinsam mit ver.di dafür ein, dass alle in dieser Branche zu guten Konditionen eingesetzt werden!

Daniela C., Projektmanagerin, Frankfurt / M

 
 
 

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