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  5. | Branchennewsletter vom 09.09.2020

Was jetzt Arbeitnehmer von ihrem Job erwarten

Die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Jobplattform JobMatch.pro zeigen zum einen, dass der Recruiting-Markt auf Arbeitnehmerseite an Dynamik verloren hat: Obwohl sich ein Viertel der Befragten einen Job wünscht, bewirbt sich gerade einmal die Hälfte von ihnen aktiv auf neue Stellen. Das Meinungsbild zeige deutlich, dass nicht nur Unternehmen vorsichtiger beim Recruiting geworden sind. Auch Arbeitnehmer sind derzeit nicht so wechselwillig und setzen bei einem neuen Job auf Sicherheit.

Die Gründe dafür liegen vor allem in der aktuellen Situation: 29 Prozent fürchten, jetzt ihre sichere Stelle aufzugeben, 38 Prozent finden keine interessanten Jobangebote, die restlichen 33 Prozent haben sich noch nicht entschieden, was sie beruflich machen möchten. Die geringe Dynamik auf dem Arbeitnehmermarkt trifft auf ähnlichen Stillstand auf dem Jobmarkt: Von den Befragten, die sich gerade aktiv auf neue Stellen bewerben, gaben 58 Prozent an, dass es derzeit weniger interessante Jobangebote gibt als zur Zeit vor Corona. Und auch der Bewerbungsprozess leidet unter einem Mangel an Angeboten und unterbesetzten Personalabteilungen: Fast die Hälfte der Jobsuchenden erhält zurzeit nur selten oder gar keine Antworten auf seine Bewerbungen. Ein frustrierendes Ergebnis, betrachtet man die Menge an Bewerbungen, die im Schnitt verschickt werden: Fast ein Drittel der aktiv Jobsuchenden hat zwischen 10 und 50 Bewerbungen verschickt. 17 Prozent sogar bereits mehr als 50.

Das hohe Sicherheitsbedürfnis spiegelt sich auch in den Ansprüchen wider, die Arbeitnehmer an eine Stelle haben: Ein attraktives Gehalt (74 Prozent) und Jobsicherheit (59 Prozent) zählen nach wie vor zu den wichtigsten Faktoren bei einem Job. Sinnhaftigkeit im Job, die in der Vergangenheit besonders stark in den Fokus gerückt war, wurde mit 48 Prozent nur auf Platz drei gewählt. In einer Xing-Studie von 2019 gaben beispielsweise noch die Hälfte der Befragten an, für einen sinnhaften Job auf Gehalt zu verzichten. Das zeigt sich auch in den Top drei Benefits, die sich Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt wünschen. An erster Stelle steht das 13. Gehalt (Weihnachts- und/ oder Urlaubsgeld) mit 67 Prozent, gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten (62 Prozent) und betrieblicher Altersvorsorge (42 Prozent). Einen flexiblen Arbeitsplatz wünschen sich trotz der Erfahrungen aus Corona-Zeiten gerade einmal 20 Prozent.

 

Wenig Bereitschaft digitale Kompetenzen zu verbessern

Die Corona-Pandemie hat der Arbeitswelt in Sachen Digitalisierung einen Schub verpasst. Auch Beschäftigte müssen sich im Homeoffice mit virtuellen Meetings und digitalen Tools für die Zusammenarbeit vertraut machen. Wie es um die digitalen Kompetenzen der Arbeitnehmer in Deutschland steht, haben die Online-Jobplattform StepStone und das Kienbaum Institut ISM untersucht. 8500 Personen wurden dafür im Rahmen einer Vorstudie für eine Future Skills-Untersuchung befragt. Das Ergebnis: Nur 38 Prozent aller Befragten glauben, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Daran ändern wollen jedoch nur die wenigstens etwas: Ganze 37 Prozent planen, künftig an ihren digitalen Defiziten zu arbeiten.

 
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Facebook News kommt nach Deutschland

Facebook will in Kürze auch in Deutschland Nachrichtenangebote von Verlagen publizieren - und diese vergüten. Dazu soll bald der bereits aus den USA bekannte News-Tab, ein kuratierter Medien-Bereich, in Deutschland eingeführt werden. Bei Facebook News handelt es sich um ein kuratiertes Angebot, in dem die Top-Nachrichten von einem Redaktionsteam ausgewählt werden, dies werde auch in Deutschland der Fall sein. Weitere News würden darüber hinaus automatisiert einfließen. Die teilnehmenden Verlage werden für ihre Inhalte vergütet. Die genaue Höhe ist zwar nicht bekannt, im vergangenen Jahr kursierten allerdings Gerüchte, wonach Top-Adressen wie die New York Times oder das Wall Street Journal bis zu drei Millionen Dollar bekämen, kleinere Medienhäuser mit einigen hunderttausend Dollar rechnen könnten, andere aber auch leer ausgingen.

 

App-Store-Konflikt: Apple gerät wegen Fortnite-Bann stärker unter Druck

Apple bringt nach Epic Games die gesamte Branche gegen sich auf. Ein Gericht entschied nun: Das populäre Spiel 'Fortnite' darf der Konzern weiterhin aus dem App-Store verbannen. Die Unreal Engine, Entwickler-Basis für zahlreiche Spiele und Apps, darf nicht ausgesperrt werden.

Der Rausschmiss des beliebten Games 'Fortnite' aus dem App-Store sorgt für großes Aufsehen in der Branche. Entwickler Epic Games hatte zuvor eine eigene In-App-Bezahloption mit Rabattfunktion installiert, um die verpflichtende 30-Prozent-Abgabe an Apple und auch Googles Play-Store zu umgehen. Daraufhin verbannte Apple das Spiel 'Fortnite', das laut Epic Games inzwischen 350 Millionen Nutzer hat, aus dem App Store. Auch Google zog nach und entfernte Fortnite aus dem Play-Store. Epic Games reichte nach dem Rauswurf Klage wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht ein.

Prominente Schützenhilfe bekommt Epic Games von Microsoft. Denn Apple drohte damit, Epic Games und dessen Grafik-Programmierumgebung Unreal Engine, auf der zahlreiche Spiele und Apps basieren, komplett aus seinem Entwicklerprogramm auszusperren. Die gesamte Industrie befürchtet negative Folgen, der Druck auf Apple, eine Lösung mit Hersteller Epic Games zu finden, steigt daher. Unter Beschuss steht der Konzern wegen seiner App-Store-Politik und der damit verbundenen Marktmacht schon länger: Die EU-Kommission ermittelt in zwei unabhängigen Verfahren gegen Apple, auch Russlands Wettbewerbsbehörde wirft dem Konzern Missbrauch seiner Marktmacht vor. Zahlreiche Unternehmen wie Spotify oder Telegram klagen.

 

Privacy-Shield-Aus: Datenaktivist reicht Beschwerde gegen 101 Firmen ein

Gegen 101 europäische Unternehmen hat der österreichische Datenaktivist Max Schrems Beschwerde eingereicht, weil sie Daten via Google Analytics und Facebook Connect in die USA leiten. Auf Schrems Initiative hatte der Europäische Gerichtshof im Juli bereits das Privacy-Shield-Abkommen mit den USA gekippt.

Durch die Verwendung der US-Services geraten die persönlichen Daten europäischer Nutzer in die Hände der US-Konzerne, die sie auf Anforderung den US-Geheimdiensten bereitstellen müssen - selbst wenn die Daten gar nicht in den USA gespeichert werden.  Zu den Unternehmen, gegen die Beschwerde eingereicht wurde, gehören unter anderen die deutschen Angebote TV Spielfilm, Chefkoch und Lieferando.

 

Auch Oracle bietet für TikTok

Das Software-Unternehmen Oracle zieht einen Kauf von TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland "ernsthaft in Betracht". Der Software-Gigant befinde sich in vorläufigen Gesprächen mit TikTok-Mutter ByteDance, die bis 12. November abgeschlossen sein müssen. Dann dürfen US-Unternehmen nach Willen von US-Präsident Donald Trump keine Geschäfte mehr mit dem chinesischen Konzern machen.

Unterdessen wehrt sich ByteDance gegen das Verbot nicht nur juristisch, sondern geht auch in die PR-Offensive. Auf der Website tiktokus.info will das Unternehmen "Dinge geraderücken". TikTok preist sich dort als "Die letzte sonnige Ecke des Internets". Eigene Statements und gefällige Medienberichte werden dort "Gerüchten und Fehlinformationen" entgegengestellt.

 
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Unternehmen wollen Homeoffice intensiver nutzen

Wie aus der Auswertung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht, haben vor der Pandemie im verarbeitenden Gewerbe (Maschinenbau, Chemieindustrie, Autoindustrie, etc.) nur in jeder vierten Firma Beschäftigte regelmäßig von zu Hause gearbeitet. Nun seien es fast 50 Prozent. Für die Zeit nach der Krise planen demnach etwa 37 Prozent der Unternehmen, Homeoffice einzusetzen. Das ZEW befragte 1765 Firmen, 775 aus dem verarbeitenden Gewerbe, 990 aus der Informationswirtschaft.

 

"Klischeehaft": Mehrheit kritisiert Frauenbild in Videospielen

Gaming ist bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebt: 44 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer spielen zumindest hin und wieder Computer- oder Videospiele. Dabei hält ein großer Teil von ihnen die Darstellung weiblicher Charaktere in den Spielen für problematisch und klischeehaft.

Dies sehen 70 Prozent der Spielerinnen und 61 Prozent der männlichen Spieler so. Kaum geringer ist mit insgesamt 60 Prozent der Anteil der Befragten, die die Rolle von Frauen in Video- und Computerspielen mitunter als klischeemäßig erachten (Frauen: 65 Prozent, Männer: 55 Prozent. Demnach wünscht sich über die Hälfte der Gamer (53 Prozent) mehr starke weibliche Figuren in Video- und Computerspielen - die Frauen unter ihnen äußern diesen Wunsch mit 59 Prozent sehr viel häufiger als die Männer (46 Prozent).

 

Games-Markt verändert sich - auch durch Corona

Während der Games-Markt weiterhin stark wächst, schrumpft der Kernarbeitsmarkt der Games-Branche in Deutschland. Die Anzahl der Beschäftigten in Unternehmen, die Games in Deutschland entwickeln und vertreiben, ist zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Dies gibt der game, der Verband der deutschen Games-Branche, auf Basis der Daten des überarbeiteten Online-Verzeichnisses gamesmap.de bekannt. Waren 2019 noch 10.487 Menschen in diesen Bereichen beschäftigt, sind es aktuell 10.071 (minus 4 Prozent). Bereits im Vorjahr war der Kernarbeitsmarkt der Games-Branche in Deutschland zurückgegangen.

 

Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen steigt drastisch

96 Prozent aller deutschen Unternehmen haben in den vergangenen 12 Monaten mindestens einen geschäftsschädigenden Cyberangriff erlitten. Doch nur 3 von 10 Sicherheitsverantwortlichen in Deutschland können die Frage 'Wie sicher bzw. gefährdet sind wir?' beantworten.

Vor dem Hintergrund der unablässigen Angriffe von Cyberkriminellen konnten 74 Prozent der Befragten in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren einen drastischen Anstieg bei der Anzahl geschäftsschädigender Cyberangriffe feststellen, die zum Teil schwerwiegende Auswirkungen hatten: Unternehmen berichteten von Produktivitätsverlust (45 Prozent), Verlust von Kundendaten (37 Prozent) und Verlust durch Identitätsdiebstahl (36 Prozent). Ungefähr 61 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen in Deutschland geben an, dass von diesen Angriffen auch operative Technologie (OT) betroffen war.

Die Daten stammen aus einer Auftragsstudie unter mehr als 800 Führungskräften weltweit im Auftrag des Softwareherstellers Tenable.

 
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Markt für Unterhaltungselektronik schrumpft - AR und VR wachsen

Die Corona-Pandemie verstärkt und beschleunigt Verschiebungen im Markt für Unterhaltungselektronik und Consumer Technology. Die aktuellen Daten der Trendstudie 'Zukunft der Consumer Technology' prognostiziert einen Smartphone-Umsatz von 10,6 Milliarden Euro, ein leichter Rückgang um 0,9 Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2019. Die Anzahl der verkauften Geräte geht demnach auf 19,7 Millionen Smartphones zurück (2019: 21,9 Millionen). In diesem Jahr geben Verbraucher im Schnitt 539 Euro für ein Smartphone aus - das sind 50 Euro mehr als im Vorjahr. Die Umsätze mit klassischer Unterhaltungselektronik (Fernseher, Digitalkameras, Audio-Anlagen, Spielkonsolen) gehen 2020 voraussichtlich um 7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zurück (2017: 10 Milliarden Euro). Mit einem Anteil von 40 Prozent stellen TV-Geräte nach wie vor das größte Einzelsegment. 2020 wird sich der Umsatz mit Fernsehgeräten auf voraussichtlich 3,2 Milliarden Euro belaufen (minus 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der verkauften Fernseher geht mit einem Minus von 8 Prozent für das Jahr 2020 ebenfalls zurück. Im Schnitt geben Verbraucher 548 Euro für ein Fernsehgerät aus, im Jahr 2018 waren es noch 600 Euro. Der Umsatz mit Spielkonsolen steigt dagegen in diesem Jahr voraussichtlich auf 515 Millionen Euro (plus 7,1 Prozent). Ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro wird zudem für das Segment der sogenannten sonstigen Unterhaltungselektronik erwartet. Hier zieht die Nachfrage insbesondere nach Kopfhörern und mobilen Headsets an.

 

Instagram führt weltweit QR-Codes ein

Auf Instagram ist es ab sofort möglich, QR-Codes zu erstellen und einzuscannen. Über den QR-Code eines Unternehmens oder Creators gelangen Nutzer*innen mit jeder belieben Kamera-App direkt auf dessen Account. Dort können sie sich beispielsweise über Öffnungszeiten informieren, die angebotenen Produkte anschauen und auch direkt kaufen. Instagram will damit vor allem Shops und Restaurants dabei unterstützen, ihre digitalen Kanäle auszubauen und den Kontakt zu Kund*innen aufrecht zu halten.

 

CO2-Ausstoß lässt sich mit digitalen Technologien um 37 Prozent senken

Hitzerekorde, Dürren, Extremwetterlagen: Auch in der Corona-Krise bleibt der Klimawandel mit seinen Folgen eines der drängendsten Probleme. Die Digitalisierung wird aus Sicht vieler Menschen in Deutschland eine große Rolle dabei spielen, dieser Herausforderung zu begegnen. So sagen mehr als drei Viertel (78 Prozent), der Kampf gegen den Klimawandel werde ohne Digitalisierung nicht zu bewältigen sein. 33 Prozent hoffen darauf, dass innerhalb der kommenden zehn Jahre eine Technologie entwickelt wird, die die Klimaproblematik gänzlich löst. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des Borderstep-Instituts und der Universität Zürich.

 

Homeschooling: Eltern bemängeln Digitalkompetenz der Lehrkräfte

In 85 Prozent der befragten Haushalte, in denen schulpflichtige Kinder leben, fand während der Corona-Epidemie digitaler Schulunterricht beziehungsweise ein digitaler Austausch mit den Lehrkräften statt. Etwa die Hälfte der Eltern war mit dem Schulunterricht insgesamt zufrieden, ein Drittel dagegen unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie 'E-Government Monitor 2020' der Initiative D21 und der Technischen Universität München (TUM).

Die Gestaltung eines digital unterstützten Schulunterrichts hing dabei stark von Können und Engagement der einzelnen Lehrkräfte ab: 54 Prozent der Befragten sagten, dass die Lehrer*innen den Unterricht auf eigene Initiative digital gestaltet haben. 42 Prozent waren unzufrieden und gaben an, dass die Lehrkraft mit digitalen Anwendungen überfordert war. Den Einsatz der Schulen beurteilen die Befragten insgesamt besser: 59 Prozent fanden, dass die jeweilige Schule alles in ihrer Macht Stehende getan hat, ein Drittel empfand die Schulen als bremsend.

Drei Viertel der Eltern berichten von Hürden beim digitalen Unterricht. Am häufigsten nannten sie eine fehlende Unterstützung durch die Schulen, gefolgt von Internetproblemen (Geschwindigkeit/Netzprobleme) und mangelnder Digitalkompetenzen der Lehrer*innen. Die technische Ausstattung zu Hause spielt nur eine nachgeordnete Rolle: zu wenig oder zu alte Geräte nannten nur 14 Prozent als Hürde. Die Nutzung digitaler Geräte für den Schulunterricht stieg von 66 Prozent vor auf 96 Prozent während Corona an. Das meistgenutzte Gerät ist das Smartphone, gefolgt vom Laptop.

 
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So stark hat Corona die Digitalisierung befeuert

Drei Viertel (75 Prozent) der Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeiter*innen haben aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Krise ihre Investitionen in digitale Geräte, Technologien und Anwendungen erhöht. Praktisch kein Unternehmen (0,2 Prozent) gibt an, dass Corona keinerlei Auswirkungen auf die Digitalisierung gehabt hat. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Tata Consultancy Services (TCS). Vier von zehn Unternehmen (40 Prozent) geben an, dass die Corona-Krise die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells beschleunigt hat, also zu einer Veränderung des Angebots an Produkten und Dienstleistungen führt. Jedes Vierte (25 Prozent) hat das Tempo bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen erhöht. Und mehr als jedes dritte Unternehmen (39 Prozent) erlebt, dass sich seit dem Corona-Ausbruch der Umgang der Mitarbeiter*innen mit digitalen Technologien positiv verändert hat.

Im Branchenvergleich hat vor allem der Maschinen- und Anlagenbau seine Investitionen in die Digitalisierung erhöht (80 Prozent), Banken und Versicherungen sind besonders zurückhaltend (66 Prozent). Eine Beschleunigung der Digitalisierung des eigenen Geschäftsmodells erleben vor allem Chemie- und Pharmaunternehmen (48 Prozent) und die IT- und Telekommunikationsbranche (47 Prozent), für Banken und Versicherungen gilt dies dagegen deutlich seltener (28 Prozent). Dafür erleben diese deutlich häufiger (33 Prozent), dass sich seit Corona das Tempo bei der Digitalisierung der Geschäftsprozesse erhöht hat, hier ist der Maschinen- und Anlagenbau wiederum Schlusslicht (19 Prozent).

 

Haltung ist für fast jedes Digitalunternehmen wichtig

Während der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen in der Krise Haltung gezeigt und sich durch gesellschaftliches Engagement positiv hervorgebracht. Eine aktuelle Umfrage zeigt nun, welche Herausforderungen der Digitalbranche bevorstehen, welche Rolle Haltung in welchen Unternehmensbereichen spielt und welche Schwierigkeiten sich daraus ergeben können.

Mit einem eindeutigen Ergebnis von 95 (national) und 90 (international) Prozent ist sich die Digitalbranche einig: Unternehmen müssen Haltung zeigen. Besonders wichtig ist dies national in den Bereichen "Vertrauen/Transparenz gegenüber Kunden" (64 Prozent), "Klimawandel" (64 Prozent) und "Abschwächung der Coronakrise" (62 Prozent). International liegen ebenfalls "Vertrauen/Transparenz gegenüber Kunden" (63 Prozent) und "Klimawandel" (51 Prozent) ganz vorne.

 

Das Social-Media-Ranking der deutschen Städte

Mit rund 1.256.000 Followern hat Hamburg mit großem Abstand die meisten Anhänger in den sozialen Netzwerken. Damit ist die Hansestadt die Influencer-Hauptstadt unter den 20 größten deutschen Städten. Den zweiten Platz belegt München: 1.040.000 Menschen folgen der bayerischen Landeshauptstadt auf ihren Social-Media-Kanälen. Mit 739.000 Fans landet Köln auf dem dritten Platz. Frankfurt am Main belegt mit 455.000 Fans Platz vier.

Für das Social-Media-Ranking der Städte hat die digitale Marketing-Plattform Sendinblue die Anzahl der Follower und der Beiträge auf den offiziellen Accounts der jeweiligen Stadtportale auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube ermittelt.

 

Payment: Deutsche halten am Bargeld fest

Die Deutschen bleiben beim Bargeld, trotz der Aufforderung, wegen der Corona-Pandemie auf bargeldlose Zahlungen umzusteigen: Trotzdem ist die Akzeptanz von mobilen und bargeldlosen Bezahlsystemen aus Sicht von fast sieben von zehn Deutschen in den vergangenen sechs Monaten gestiegen. Für die repräsentative Umfrage ließ G DATA im Juli 2020 1.000 deutsche Internetnutzer*innen befragen. Trotz der Vorteile, die bargeldlose Zahlungsvorgänge für Verbraucher*innen haben, zum Beispiel weniger Kontakt zum Kassenpersonal in der Pandemiezeit, setzen 53 Prozent der Deutschen beim Bezahlen weiterhin auf Münzen und Scheine. Im Umkehrschluss zahlen 47 Prozent der Teilnehmer nach eigenen Angaben verstärkter bargeldlos als vor dem Ausbruch von Corona.

 
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Vier von zehn deutschen Webseiten sind nicht sicher

Um in Deutschland eine Webseite zu betreiben, muss eine immer größere Anzahl an Rechtsvorschriften und verpflichtenden Vorgaben, deutschen oder europäischen Ursprungs, beachtet werden. Hinzu kommt der eigene Schutz vor immer weiter verbreiteten und professionell durchgeführten Cyber-Angriffen. Um einen aktuellen Eindruck zu erhalten, wie es um den Zustand und die Sicherheit deutscher Webseiten bestellt ist, hat der Fachverband deutscher Webseiten-Betreiber (FdWB) im März dieses Jahres eine Studie an 2.500 zufällig ausgewählten Webseiten durchgeführt und diese auf besonders charakteristische Merkmale untersucht. Hierzu hat der FdWB Branchenbucheinträge kleiner und mittlerer Unternehmen verschiedener Branchen aus dem gesamten Bundesgebiet betrachtet. Zu den betrachteten Merkmalen gehörte, ob die Webseiten ein aktives und funktionierendes SSL-Zertifikat für eine verschlüsselte Datenverbindung haben, die Unternehmensdaten in der Datenschutzerklärung vollständig enthalten sind und die Datenschutzerklärung vorschriftsmäßig auf jeder Seite verlinkt ist. Das Resultat war, dass von den insgesamt 2.500 Seiten 1.023 Webseiten identifiziert wurden, die mindestens eines dieser Merkmale nicht erfüllten. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass 41 Prozent aller betrachteter Seiten fehlerhaft und somit in einem teilweise sehr schlechten Zustand sind und sowohl für Webseitenbetreiber als auch Nutzer*innen nicht sicher waren.

 

Nach Datenpanne: Otto-Kund*innen konnten fremde Daten einsehen

Nach einer Softwareaktualisierung des Shops konnten Otto-Kund*innen Bestelldaten anderer Kund*innen einsehen. Mehrere hundert Nutzer*innen seien betroffen gewesen. Der Fehler sei laut Otto innerhalb einer knappen halben Stunde rückgängig gemacht worden. Der Versandhändler habe den Vorfall der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet und sich entschuldigt.

 

Zahl der Smartphone-Nutzer*innen im Vorschulalter steigt

Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag der BKK Mobil Oil zum Medienkonsum von Kindern in Deutschland zeigt, selbst wenn das Fernsehen bei den ganz Kleinen nach wie vor das Medium Nummer eins ist, nutzen bereits etwa 35 Prozent der 3- bis 8-Jährigen (fast) täglich ein mobiles Endgerät. Etwa 12 Prozent beschäftigen sich sogar mehrmals am Tag mit dem Smartphone oder Tablet und immerhin jedes vierte Kind lässt öfter in der Woche seine Finger über ein digitales Display fliegen. Bei den ganz Kleinen sind laut der forsa-Umfrage PC und Notebook noch deutlich weniger angesagt und werden nur von 18 Prozent einmal pro Woche oder häufiger genutzt.

 

Und da war noch - E-Health: Jeder Zweite googelt seine Krankheitssymptome

Wer es schon mal gemacht hat, weiß wie zuverlässig (alarmierend) es ist: Jeder Zweite (53 Prozent) sucht in Vorbereitung auf einen Besuch beim Arzt aber trotzdem nach seinen Symptomen im Internet.

Frauen tun dies mit 61 Prozent häufiger als Männer (45 Prozent), wie eine repräsentative Befragung des Bitkom unter 1.193 Personen in Deutschland ab 16 Jahren zeigt. Demnach liegt der Anteil derer, die sich dann im Anschluss an einen Arztbesuch Informationen zu Symptomen, der Diagnose oder verschrieben Medikamenten im Internet oder per App einholen, mit 61 Prozent höher - auch hier sind Frauen (64 Prozent) etwas stärker vertreten als Männer (59 Prozent).

Im Internet geistert seit Monaten die Meme durch die Timeline: „Gerade meine Krankheitssymptome gegoogelt. Jetzt weiß ich: Es ist entweder Krebs, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung“.

 
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In der schnelllebigen IT-Branche ist es wichtig, dass auch Senioren in einer starken Gewerkschaft aktiv bleiben. Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Zukunft zu gestalten. Altes Wissen mit neuem zu verbinden, hält Ältere aktiv. Somit ergänzen sich ver.di und die Senioren ideal.

Jupp H., Senior, Rüsselsheim / Mainz

 
 
 

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