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  5. | Branchennewsletter vom 29.07.2020

Elektroschrott: Nachbesserung im Onlinehandel gefordert

Obwohl der Onlinehandel in Deutschland im Marktsegment Elektronik im Jahr 2019 über 14,3 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und einen Marktanteil von über 33 Prozent auf sich vereint hat, sind die Rücknahmemengen an Elektroschrott verschwindend gering. Nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist der Onlinehandel demnach einer der hauptverantwortlichen Akteure für die überwiegend illegale Entsorgung von Elektroschrott in Deutschland. Obwohl die Branche seit genau vier Jahren zur Rücknahme und Information verpflichtet ist, werden Verbraucherinnen und Verbrauchern oft nur komplizierte oder keine Rückgabemöglichkeiten für Altgeräte angeboten. Unter anderem aus diesem Grund hat Deutschland die EU-Sammelvorgabe für Elektroaltgeräte von 45 Prozent für das Jahr 2018 verfehlt.

Trotz der zuletzt erneut stark gestiegenen Umsätze und Marktanteile stelle der Gesetzgeber den Onlinehandel bei der Rückgabe von Altgeräten besser als den stationären Handel. Die DUH fordert Umweltministerin Svenja Schulze auf, dies zu beenden und eine wirksame Rückgabe- und Informationspraxis im Versand- und Internethandel durchzusetzen. Anders wird Deutschland die neue ab 2019 geltende EU-Sammelvorgabe von 65 Prozent nicht einhalten können.

Derzeit ist nur der Filialhandel dazu verpflichtet, bei Lieferung eines neuen Geräts ein entsprechendes Altgerät am Ort der Abgabe oder in unmittelbarer Nähe zurückzunehmen. Die DUH fordert, dass die gleichen Regeln auch für Onlinehändler gelten und zwar unabhängig von deren Versand- und Lagerfläche. Zugunsten einer verbraucherfreundlichen Rückgabe sollten sie sich auch an flächendeckenden stationären Rücknahmesystemen beteiligen. In Deutschland wurden im Jahr 2018 853.000 Tonnen Elektroaltgeräte gesammelt. Das entspricht einer Sammelquote von lediglich 43,1 Prozent. Die Bundesrepublik verfehlt damit das seit 2016 geltende EU-Sammelziel von 45 Prozent.

 

Kontaktloses Bezahlen boomt, Bargeldnutzung sinkt

Zu Bargeld haben die Menschen im deutschsprachigen Raum schon länger ein zwiespältiges Verhältnis: Sie schätzen es als vertrautes, sicheres und schnelles Zahlungsmittel - nutzen aber Online-Systeme wie Paypal ebenso gern. Nun hat die COVID-19-Krise das Verhältnis offenbar in Richtung des digitalen Zahlens verschoben: Im Laden oder im Supermarkt nutzen derzeit 75 Prozent der Deutschen Bargeld, ein Rückgang um fünf Prozentpunkte verglichen mit 2019. Heute vermeidet weitestgehend jede vierte Person Bargeld beim Bezahlvorgang, während es in 2019 noch jede fünfte Person war, ergab eine repräsentative Umfrage von Yougov. Der Einsatz kontaktloser Debitkarten (Girocard) ist im Vergleich zum Vorjahr um deutliche 57 Prozent gestiegen: 2019 setzte ein Fünftel der Befragten die kontaktlose Girocard ein. In diesem Jahr nutzt sie bereits jeder Dritte. Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) halten das kontaktlose Kartenzahlen für hygienisch sicher. Über Bargeld sagen das nur sechs Prozent. Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium zur Wahl des Zahlungsmediums scheint die Schnelligkeit beim Bezahlvorgang zu sein. Mit 55 Prozent bewerten die Deutschen das kontaktlose Bezahlen als schnellste Zahlungsmethode, noch vor Bargeld mit 51 Prozent. Im Dreiländer-Vergleich stufen in Österreich 65 Prozent und in der Schweiz sogar 71 Prozent die Schnelligkeit als wichtigste Eigenschaft der kontaktlosen Kartenzahlung ein.

 
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Homeoffice: Das sind die schlimmsten Stressfaktoren

Der Umzug ins Homeoffice stellt viele deutsche Beschäftigte vor große Herausforderungen. Was die schlimmsten Stressfaktoren sind, hat nun eine Studie ermittelt. Auch wenn die wichtigsten technologischen Grundlagen zumeist geschaffen sind, fühlen sich dennoch 37 Prozent der deutschen Arbeitnehmer*innen nicht genug ausgerüstet, die Arbeit auch im Heimbüro bewältigen zu können. 23 Prozent der Befragten fühlen sich gestresst von der Informationsflut über mehrere Geräte hinweg. Hinzu kommt, dass sieben Prozent zugeben, dass sie nicht abschalten können, weitere fünf Prozent fühlen sich durch die zunehmende Anzahl an Datenquellen und Anwendungen, die sie täglich im Auge behalten müssen, unter Druck gesetzt.

 

Gefahr durch Schatten-IT

15 Prozent der Befragten geben zu, dass sie bereits schon einmal unternehmensrelevante Daten und Informationen über File-Sharing-Plattformen versendet haben, die sie auch privat nutzen. Das ist ein unterschätzter Gefahrenfaktor, aber immerhin machen sich auch 11 Prozent der Befragten Sorgen darum, wie sie die Zusammenarbeit mit Kolleg*innen im Rahmen gemeinsamer Projekte bewerkstelligen sollen. Andererseits sehen einige der Befragten Herausforderungen hinsichtlich des Zugriffs auf unternehmensrelevante Anwendungen, E-Mails (5 Prozent), Dateisysteme, Daten (6 Prozent) und andere Inhalte.

Die von OpenText in Auftrag gegebene Umfrage wurde von April bis Mai 2020 über Google Surveys anhand von 12.000 Verbraucher-Antworten aus Deutschland, dem Vereinigtem Königreich, Frankreich, Spanien, Kanada, Australien und Singapur erstellt.

 

Sieben von zehn IT-Entscheidern haben Passwort-Panik

Unachtsame Nutzer entscheiden, ob deutsche Unternehmen sich Sorgen um die Sicherheit im Bereich IT-Security machen. Die Furcht vor Cyber-Angriffen wuchs hier um mehr als 200 Prozent. Ransomware führt die Liste der Angriffstypen an, wobei 63 Prozent der deutschen Unternehmen eine gewisse Besorgnis zu dieser Angriffsart zum Ausdruck bringen. Trotz der Problematik "unachtsame Benutzer" haben lediglich 47 Prozent der befragten Unternehmen Security Awareness Trainings im Einsatz. Die Einhaltung der Compliance-Vorgaben ist für 48 Prozent der Unternehmen nach wie vor eine Herausforderung, obwohl die Einzelheiten der Richtlinien schon seit geraumer Zeit bekannt sind. Die Personalbeschaffung in den Bereichen Sicherheit und IT scheint für 60 Prozent der Unternehmen eine Herausforderung zu bleiben, herbeigeführt durch unzureichende Budgets und mangelnde Unterstützung der Unternehmensführung.

Die mit Abstand größte Sorge von IT-Führungskräften stellt der Benutzer selbst dar. 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger sind besonders besorgt über das Risiko, dass Benutzer Passwörter mehrfach nutzen, und 67 Prozent sind besorgt über unachtsame Benutzer im Allgemeinen. Die Sicherheitsplattform KnowBe4 befragte rund 300 B2B-IT-Entscheider.

 

Alexa auf dem Weg in die Plattformunabhängigkeit

Im Rahmen einer Entwicklerkonferenz hat Amazon angekündigt, dass seine Sprachassistentin Alexa in Zukunft auch auf Android- oder iOs-Geräten genutzt werden können soll. Um sich gegenüber deren eigene Sprachassistenzprogramme Siri und Google Assistent behaupten zu können, soll das Feature "Alexa for Apps" Nutzern ermöglichen, soziale Netzwerke wie Twitter oder TikTok komplett freihändig per Sprachsteuerung nutzen zu können. Unterdessen kündigte auch Konkurrent Google an, dass der neue Google Assistant künftig auch auf anderen Android-Geräten als der Eigenmarke "Pixel" verfügbar sein wird.

 
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EU-Digitalmarkt: Uneinheitliche Regeln zerstören rund 100 Milliarden Euro Umsatz

Was den europäischen Binnenmarkt angeht, bremsen einige Faktoren das große Potenzial aus, das Unternehmen hier erschließen könnten - nicht zuletzt die Furcht der Firmen, etwas aus Unwissenheit falsch zu machen. Nur jedes dritte Unternehmen ist sich derzeit sicher, die gesetzlichen Normen überall einzuhalten. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) ist überzeugt, überhaupt in Gänze zu verstehen, welche Normen das eigene Unternehmen in allen Ländern wirklich betreffen.
Europaweit sind knapp drei Viertel (72 Prozent) der befragten Führungskräfte der Meinung, dass das Unternehmenswachstum gebremst werde, weil die Einhaltung aller notwendigen internationalen Vorschriften übermäßig komplex sei. Für die Studie der Payment-Plattform Stripe befragte das Marktforschungsinstitut B2B International 500 europäische Führungskräfte in international tätigen Online-Unternehmen.

 

Deutsche Post, GMX und WEB.DE starten „Briefankündigung"

Mit der Briefankündigung starten die E-Mail-Anbieter GMX und WEB.DE einen neuen Service in Kooperation mit der Deutschen Post. Registrierte Nutzer können sich vorab per E-Mail über eingehende Briefpost informieren lassen. Im Anhang der Benachrichtigungs-E-Mail wird ein Foto des Briefumschlags mitgesendet. So sind die Nutzer im Web und in den Smartphone-Apps von WEB.DE und GMX darüber informiert, welche Post sie erhalten. Der Service ist kostenfrei.

Im kommenden Jahr sollen GMX- und WEB.DE-Nutzer zusätzlich die Option erhalten, digitale Kopien auch der Briefinhalte per E-Mail zu empfangen.

 

Cyberangriffe auf Unternehmen nehmen zu

In jedem dritten Unternehmen (28 Prozent) gab es im letzten Jahr mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall. Das sind 2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Meist handelte es sich dabei um Attacken mittels Ransomware (28 Prozent), Website Hacking (18 Prozent) oder DDoS-Attacken (18 Prozent). Als Reaktion auf den Sicherheitsvorfall lösen 50 Prozent der Unternehmen diesen intern selbst. Jeder Fünfte schaltet die Strafverfolgungsbehörden ein (19 Prozent). Anderweitig externe Hilfe bemühten weitere 19 Prozent. Nur ein Prozent der Betroffenen zahlt ein von den Cyberkriminellen erpresstes Lösegeld, so das Ergebnis einer Studie des Providerverbands ECO.

Um sich vor gravierenden Sicherheitsvorfällen besser zu schützen, haben 63 Prozent einen Notfallplan festgelegt, um im Falle eines Cybercrime-Vorfalls entsprechend reagieren zu können. Ein Jahr zuvor hatten erst 57 Prozent der befragten Unternehmen einen entsprechenden Plan oder entsprechende interne Prozesse definiert. Als zweite Vorsorgemaßnahme setzen Unternehmen zudem verstärkt auf Mitarbeiterschulungen. Nachdem im vergangen Jahr 41 Prozent der Befragten angaben, Mitarbeiter zu Cybercrime regelmäßig zu schulen und zu sensibilisieren, waren es in der Studie 2020 bereits 52 Prozent, sprich 11 Prozent mehr Unternehmen. Als die drei wichtigsten Sicherheitsthemen nennen die Experten aktuell Verschlüsselung, Mitarbeitersensibilisierung und Datenschutz. Die wichtigsten Treiber für Veränderungen der IT-Sicherheit mit Blick auf die nächsten 5 Jahre ist für die Experten die weiter ansteigende Cyberkriminalität, mehr Cloud Computing und der Schutz personenbezogener Daten.

 
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Jede vierte Non-Profit-Organisation plant Erhöhung der IT-Budgets

In Sachen Digitalisierung holen deutsche Vereine und Non-Profit-Organisationen langsam auf. Insbesondere Social-Start-ups sind hier Vorreiter. Die Nachfrage nach Lösungen rund um Cloud-Computing, VR und KI wird deutlich steigen, so die Prognose. Für den Digital-Report 2020 gaben rund 5.000 deutsche Non-Profit-Organisationen (NPO) Auskunft darüber, welche IT-Investitionen sie planen und in welchen digitalen Zukunftstechnologien sie die größten Potentiale sehen.

Aktuell betreiben 96 Prozent aller NPOs eine eigene Website, 85 Prozent nutzen Anti-Viren-Software, 74 Prozent nutzen Lösungen für die Mitgliederverwaltung, 65 Prozent setzen webbasierte E-Maildienste ein. Auch Speziallösungen für die Generierung von Spenden sind im Einsatz, wenn auch deutlich seltener: Tools für Crowdfunding nutzen 14 Prozent, Fundraising-Software nur 11 Prozent der NPOs.

2020 wollen 4 von 10 der befragten Non-Profit-Organisationen (38 Prozent) ihr IT-Budget erhöhen, drei Viertel streben Investitionen in Software-Lösungen an. 11 Prozent davon planen sogar hohe oder sehr hohe Investitionen. 46 Prozent der Organisationen beabsichtigen außerdem, IT-Schulungen zu finanzieren. Ein Drittel der Organisationen wollen in externe Dienstleister und Personal investieren.

 

IT-Firmen und Freelancer mit weniger Aufträgen

Mitarbeiter ins Home-Office, Laptops für alle Angestellten, Einrichtung von VPN-Verbindungen und Kommunikationsstrukturen - mit diesen Aufgaben sahen sich Mitte März die IT-Verantwortlichen vieler Firmen hierzulande konfrontiert. Um derartige Mammutaufgaben in der gebotenen Eile erledigen zu können, griffen viele Firmen auf externe IT-Dienstleister zurück. Überraschenderweise ging das Auftragsvolumen dieser Branche im Ganzen jedoch zurück.

Der Auftragsrückgang sei vermutlich auf einen krisenbedingten Sparkurs der Auftraggeber für andere Aufträge zurückzuführen. Eine aktuelle Umfrage des auf die IT-Branche spezialisierten Versicherers Hiscox zeigt, dass die Umsätze der meisten kleinen IT-Dienstleister durch die Corona-Krise gesunken sind. Die betroffenen Freelancer und Kleinunternehmen blicken aktuell jedoch überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zur Situation seit Beginn der Corona-Krise befragte Hiscox Freelancer und kleine Unternehmen der IT-Branche in ganz Deutschland online zu ihrer aktuellen Lage, ihren Erwartungen an die kommenden Monate und ihre Absicherung durch eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung.

Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate ist die Branche gespalten. So erwarten die befragten Unternehmen zu jeweils etwa einem Drittel mehr (32 Prozent), weniger (34 Prozent) und gleichbleibende Aufträge (34 Prozent).

 

Norwegischer Konzern schluckt Ebay Kleinanzeigen

Axel Springer hat das Nachsehen: Der norwegische Verlagskonzern Schibsted hat den Übernahme-Kampf um Ebay Kleinanzeigen für sich entschieden. Schon seit geraumer Zeit war bekannt, dass Ebay seinen beliebten Dienst Ebay-Kleinanzeigen verkaufen möchte. Auch Axel Springer hatte einen Milliarden-Betrag geboten. Nun hat Adevinta, ein abgespaltetes Unternehmen des norwegischen Medienkonzerns Schibsted, das Online-Kleinanzeigenportal für 9,2 Milliarden Euro gekauft, 2,5 Milliarden Dollar flossen bar, der Rest wurde in Anteilen abgegolten. Ebay ist nun mit 44 Prozent Großaktionär von Adevinta, allerdings behält Schibsted die Mehrheit der Stimmrechte.

Der Schibsted-Konzern baut damit seine Macht im europäischen Kleinanzeigenmarkt weiter aus. Er besitzt diverse europäische Medien und Online-Portale, darunter mit 'Aftenposten' und 'Verdens Gang' zwei der drei größten norwegischen Tageszeitungen sowie Regional- und Lokalblätter. Zum Konzern gehören außerdem der schwedische Online-Marktplatz Blocket.se und das Branchenverzeichnis hitta.se. Im übrigen Europa ist Schibsted vor allem durch die 20 Min. Holding AG bekannt, die die kostenlose Tageszeitung 20 Minuten herausgibt. Der Konzern besitzt und betreibt zudem in der Schweiz, Österreich, Frankreich und Russland Zeitungen und Online-Marktplätze.

 

Fast drei Viertel befürworten elektronische Patientenakte

Fast drei von vier Deutschen (72 Prozent) sind der elektronischen Patientenakte (ePA) gegenüber positiv eingestellt, weil mit ihr die Möglichkeit besteht, dass alle medizinisch behandelnden Akteure auf demselben Kenntnisstand sind. Eine ähnlich große Mehrheit der Befragten (71 Prozent) würden ihre Daten außerdem für Forschungszwecke zur Verfügung stellen, 15 Prozent würden dies sogar mit personenbezogenen Daten tun. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung im Rahmen des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH), die vom Marktforschungsinstitut Nielsen im Frühjahr 2020 unter 1.000 Personen durchgeführt wurde.

 
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Ohne Daten läuft in deutscher Wirtschaft kaum etwas

Daten werden für Unternehmen aller Branchen immer wichtiger. Für 85 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit 50 oder mehr Beschäftigten hat die Datennutzung bereits heute eine sehr große oder eher große Bedeutung. Und sogar 91 Prozent sind davon überzeugt, dass in zwei Jahren die Datennutzung von großer Bedeutung sein wird. Die große Mehrheit der Unternehmen sammelt, analysiert und nutzt Daten intern, gerade einmal acht Prozent geben an, darauf zu verzichten. Allerdings werden diese Daten in der Mehrheit der Unternehmen nur für einfache Analysen verwendet. So sammeln, analysieren und nutzen drei Viertel (74 Prozent) der Unternehmen Daten zur Unterstützung beim Personaleinsatz, zwei Drittel (64 Prozent) zur Finanzplanung und Liquiditätssteuerung.

Aber nur eine Minderheit von 27 Prozent setzt auf Daten zur vorbeugenden Wartung und nur 15 Prozent für Simulationen von Betriebsabläufen oder Modellrechnungen, um Anpassungsprozesse voranzutreiben. Und nur 8 Prozent nutzen Daten zu Forschungszwecken. Rund die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) sammelt, analysiert und nutzt Daten zur Einschätzung der Bestandskunden, aber nur 35 Prozent versuchen auf diese Weise neue Kunden zu gewinnen. 17 Prozent vergleichen sich mittels Daten mit Wettbewerbern. Gerade einmal 18 Prozent setzen die Daten ein, um neue Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, nur 12 Prozent entwickeln datengetriebene neue Geschäftsmodelle. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage des Bitkom unter 503 Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten.

 

Deutsche glauben an Erfolg durch neue Technologien

Eine Studie hat untersucht, wie bereit Unternehmensentscheider*innen und Angestellte in Deutschland für neue digitale Technologien im Arbeitsumfeld sind - zum Beispiel Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots oder Cloud- beziehungsweise KI-Lösungen. Eine große Mehrheit (72 Prozent) ist demnach grundsätzlich offen für derartige neue digitale Technologien. Fast jeder Dritte kann sich zukünftig die Nutzung solcher Technologien vorstellen und knapp 60 Prozent glauben, dass solche Technologien ihrem Unternehmen in Zukunft weiterhelfen werden, zusätzliche Einnahmequellen zu generieren oder neue Geschäftsfelder zu erschließen. Laut einer Untersuchung des Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov sind 20 Prozent der Befragten zur Gänze vom Potenzial neuer Technologien wie Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots oder Cloud- bzw. KI-Lösungen für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens überzeugt - weitere 39 Prozent zeigten sich "teilweise überzeugt". Insbesondere die Entscheider*innen der Unternehmen (83 Prozent) zeigen sich grundsätzlich offen gegenüber diesen Technologien (Angestellte: 62 Prozent). Die älteren Befragten (ab 55 Jahre) sind ebenso interessiert wie ihre jüngeren Kolleg*innen (18 bis 55 Jahre).

 

Deutsche fordern mehr digitale Gesundheitsangebote

Anfang 2021 folgt die Einführung der elektronischen Patientenakte, 2022 wird das E-Rezept zur Pflicht. Nach Ansicht vieler Bundesbürger geschieht dies aber nicht schnell genug. So sagen rund zwei Drittel (65 Prozent) der Menschen in Deutschland, es sei mehr Tempo beim Ausbau digitaler Gesundheitsangebote nötig. 60 Prozent sind der Ansicht, Deutschland liege im Vergleich zu anderen Ländern bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems zurück. Gleichwohl hat sich gerade in den vergangenen Wochen während der Corona-Pandemie viel getan: So hat aktuell jeder Achte (13 Prozent) bereits eine Video-Sprechstunde mit einem Arzt oder Therapeuten wahrgenommen. Damit hat sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr (5 Prozent) fast verdreifacht und ist v.a. innerhalb des Corona-Quartals stark angestiegen: Im Frühjahr 2020 hatten erst 8 Prozent Erfahrungen mit der Video-Sprechstunde gemacht. Das sind die Ergebnisse zweier repräsentativer Befragungen im Auftrag des Bitkom.

 

Schüler nur bedingt zufrieden mit Homeschooling

Während der Corona-Krise zeigen sich die Defizite in Sachen Digitalisierung in Deutschland deutlich: Homeschooling ist für viele Schulen noch Neuland und vielerorts wird improvisiert. Das spüren auch die Schüler*innen. Ihre Bilanz nach Monaten des Online-Unterrichts: Nur 13 Prozent der Jugendlichen sind sehr zufrieden. In den ostdeutschen Bundesländern blieben die Schulen besonders weit hinter den Erwartungen der Schüler*innen zurück. Knapp die Hälfte der Schüler*innen ist mit den Homeschooling-Angeboten nicht zufrieden. Etwas besser versorgt fühlen sich die Jugendlichen in Süddeutschland. 64 Prozent der Schüler*innen sind dort mit den Online-Lernangeboten gut gefahren. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Jugend-Digitalstudie 2020, für die 1.000 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren befragt wurden.

 
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Mehrheit der Berufstätigen auch im Sommerurlaub dienstlich erreichbar

70 Prozent der Berufstätigen, die in diesem Sommer Urlaub machen, sind währenddessen für dienstliche Belange erreichbar. Dies ergibt eine repräsentative Bitkom-Umfrage. Demnach sind Berufstätige während ihrer Ferien vor allem per SMS oder Messenger erreichbar (66 Prozent), telefonisch (63 Prozent) oder per E-Mail (33 Prozent). Insgesamt hat sich die dienstliche Erreichbarkeit während der Urlaubszeit durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen Trend zum Homeoffice damit nicht verändert: Auch 2019 gaben 70 Prozent an, im Sommerurlaub erreichbar zu sein, 2018 waren es 64 Prozent.

 

Und da war noch: Roboterhass - so (unfreundlich) kommunizieren Kunden mit Bots

Im Kontakt mit einem Chatbot gehören die Deutschen zu den unfreundlichsten Kunden: Sind sie mit den Antworten nicht zufrieden, beleidigen sie laut den Befragten häufig die Bots, so Untersuchungen des Customer-Engagement-Software-Anbieters Freshworks. So enthalten im Schnitt 92 Prozent aller Interaktionen mit Chatbots in Deutschland beleidigende Sprache oder Schimpfwörter. Damit gehören die Deutschen gemeinsam mit den Niederländern zu den unfreundlichsten Kunden in Europa. Sie liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt: Hier liegt der Prozentsatz bei 83 Prozent der Interaktionen, die Schimpfwörter enthalten.

Dabei gewinnen diese für Unternehmen zunehmend an Bedeutung als Lösung für das erhöhte Anfragevolumen während der Corona-Krise - laut Freshworks ist der Einsatz von Bots in der EU seit dem Start des Lockdowns im März um mehr als 80 Prozent gestiegen.

 
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Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg

 
 
 

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