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  5. | Branchennewsletter vom 01.06.2021

IT-Gehälter entwickeln sich trotz Corona positiv

Die Gehälter von Fachkräften in der IT- Wirtschaft sind im Jahr 2020 um 1,6 Prozent gestiegen. Trotz Corona entwickeln sich die Löhne im Vergleich zu anderen Berufsbereichen überdurchschnittlich gut. Das Lohnniveau soll auch 2021 weiter steigen.

Beschäftigte in der IT-Wirtschaft verdienen ein jährliches Bruttogehalt von 64.200 Euro. Im Beruferanking unter Fachkräften beziehen IT-Berater*innen mit rund 75.700 Euro das höchste Gehalt. Männer verdienen mit 64.700 Euro rund 4.700 Euro mehr als Frauen (ca. 60.000 Euro). IT-Führungskräfte verdienen mit jährlich rund 133.700 Euro mehr als doppelt so viel wie Fachkräfte (63.900 Euro). Insgesamt haben sich die Gehälter im vergangenen Jahr vergleichsweise positiv entwickelt und sind im vergangenen Jahr 2020 um rund 1,6 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommen die Vergütungsanalyst*innen von Compensation Partner im Rahmen der IT-Studie 2021. Für die Auswertung wurden 12.225 Datensätze untersucht.

Die höchsten Einkommen beziehen Fachkräfte in der Beratung, Analyse und Konzeption. Beschäftigte verdienen hier ein jährliches Bruttoeinkommen von rund 75.700 Euro. Es folgen IT-Sicherheitsexpert*innen mit etwa 69.900 Euro. In der Softwareentwicklung steht aktuell der Mobile-Bereich hoch im Kurs. Beschäftigte beziehen hier rund 68.500 Euro, während die Gehälter im Backend mit 66.100 Euro etwas niedriger ausfallen. Auf den letzten Plätzen der Auswertung liegen SAP-Entwickler*innen mit ca. 60.000 Euro und Softwareentwickler*innen im Frontend mit knapp 57.300 Euro. IT- Führungskräfte beziehen traditionell hohe Gehälter im sechsstelligen Bereich. Selbst in kleinen Firmen mit weniger als 100 Mitarbeiter*innen verdienen Führungskräfte rund 103.500 Euro. In großen Konzernen mit über 1.000 Mitarbeiter*innen verdienen sie Top-Gehälter in Höhe von rund 142.900 Euro.

Trotz Corona-Krise errechneten die Analyst*innen für 2021 mit einem positiven Gehaltstrend von 1,6 Prozent. Der Einfluss der Pandemie macht sich dennoch auch in diesem Wirtschaftsbereich bei der variablen und erfolgsabhängigen Vergütung bemerkbar: Laut den Studienautor*innen wurde vielen Beschäftigte Bonuszahlungen in 2020 nur zum Teil oder überhaupt nicht ausgezahlt. In IT-Berufen wurde demnach einen 25-prozentigen Rückgang der ausbezahlten variablen Vergütungsbestandteile für das Jahr 2020 festgestellt.

 

Langzeitstudie Homeoffice: Vom Motivationsturbo zum Krankmacher

Der Innovationsgeist und der Drang nach Veränderung im Homeoffice sind seit April 2020 einer Lethargie gewichen. Eine Studie zeigt: Immer mehr kristallisiert sich heraus, wie das Lockdown-Auf-und-Ab am Gemüt und damit am privaten wie beruflichen Alltag der Menschen zerrt. Die Befragten spüren die Auswirkungen der Pandemie wieder ähnlich stark wie im April 2020. Sie sind niedergeschlagen und leiden unter Einsamkeit und psychischen Beschwerden. Überraschenderweise haben vor allem Paare mit einem verstärkten Gefühl von Einsamkeit (65 Prozent) und negativer Stimmung (71 Prozent) zu kämpfen.

In Bezug auf die Arbeitsstätte scheint sich nach einem Jahr Corona eine innere Zerrissenheit breit zu machen. Erstaunlicherweise sind diejenigen am zufriedensten, die wieder jeden Tag im Büro verweilen, an letzter Stelle die, die ausnahmslos im Homeoffice sitzen. Trotz geringerer Zufriedenheit will jedoch über die Mehrheit am liebsten für immer im Homeoffice bleiben. Was immer mehr bröckelt ist die Work-Life-Balance. Vor allem Männern (52 Prozent) macht die mentale Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben mittlerweile zu schaffen.

Abwarten, das geht schon schnell wieder vorbei. So dachten sich wohl viele Arbeitnehmer*innen noch zu Beginn der Pandemie. Passend dazu war der Veränderungswille zum Zeitpunkt der ersten Befragungswelle nicht sehr ausgeprägt. Im Oktober 2020 hingegen wollte der Großteil der Befragten sowohl ihr berufliches als auch ihr privates Leben umkrempeln. Aktuell streben nur noch knapp 15 Prozent private und ein Drittel berufliche Veränderungen an.

Für die repräsentative Verlaufsstudie des Personaldienstleisters Avantgarde Experts wurden in Deutschland lebenden Arbeitnehmer*innen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

 
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Cloud Act: Microsoft will Cloud wieder DSGVO-kompatibel machen

In Zukunft will Microsoft mittels einer sogenannten "Datengrenze" sicherstellen, dass Daten aus seinen Cloud-Diensten die EU nicht verlassen können. Ob dieses Konzept gelingen kann, bleibt zunächst ungewiss. Mit der "Datengrenze" sollen Unternehmenskund*innen sowie Auftraggeber*innen aus dem öffentlichen Sektor in Zukunft festlegen können, dass Daten der Microsoft Cloud (Azure, Microsoft 365, Dynamics 365) ausschließlich in der Europäischen Union gespeichert und verarbeitet werden. Nach Angaben des Unternehmens sei sichergestellt, dass die Daten zu keinem Zeitpunkt die EU-Grenzen verlassen können. Letzteres ist wichtig, weil die USA im sogenannten Cloud-Act alle Unternehmen dazu verpflichten, auf Anfrage von US-Behörden Daten auszuliefern, auf die sie Zugriff haben. Nach der Auslegung des Gesetzes spielt es dabei keine Rolle, wo die Daten gespeichert sind. Entscheidend ist allein, ob ein US-Unternehmen Zugriff hat. Die weitere Ausgestaltung des Cloud-Act widerspricht den EU-Datenschutz-Ansprüchen jedoch so fundamental, dass nach Meinung vieler Jurist*innen eine Datenüberlassung nur nach ausführlicher Aufklärung und Einwilligung der Betroffenen DSGVO-konform möglich ist.

Unklar bleibt jedoch auch nach Microsofts Ankündigung, wie sich das Unternehmen aus dem Dilemma befreien will. Möglich wäre dies nach Ansicht von Expert*innen nur, wenn Microsoft tatsächlich technisch keinen Zugriff auf die Informationen hätte, etwa, weil diese stark verschlüsselt wären. Das ist jedoch fraglich, ob dies nach US-Recht überhaupt zulässig ist. Datenschützer*innen sind daher skeptisch. Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink hält die Datentransferproblematik nach einer Anfrage weiter für ungelöst. Nach US-Recht haben Behörden auf sämtliche Daten Zugriff, auf denen auch ein US-Unternehmen Zugriff hat. Microsoft müsste also eigentlich eine rechtlich völlig unabhängige EU-Tochter gründen.

 

Nachhaltigkeit in der IT - für die meisten Unternehmen ein Fremdwort

Unternehmen, die umfassende Maßnahmen für eine nachhaltige IT umsetzen, verzeichnen eine höhere Kundenzufriedenheit (56 Prozent) und realisieren Steuervorteile (44 Prozent). Einen hohen Reifegrad in dieser Hinsicht besitzen allerdings nur 6 Prozent der Unternehmen. Die Mehrheit ist hingegen noch unsicher, wie sie eine nachhaltige IT gestalten soll. Zu diesen Ergebnissen kommt das Capgemini Research Institute in seiner neuen Studie 'Sustainable IT: Why it's time for a Green revolution for your organization's IT'. Eine nachhaltige IT hat für die meisten Unternehmen bisher keine Priorität und nur wenige beziehen sie in ihre Nachhaltigkeitsagenda zur Reduzierung von CO2-Emissionen ein. So planen laut der Studie lediglich 22 Prozent der Unternehmen, in den nächsten drei Jahren ihren CO2-Fußabdruck durch eine nachhaltige IT um mehr als ein Viertel zu reduzieren.

Unternehmen sind die klimarelevanten Auswirkungen ihrer IT oftmals nicht bekannt: 57 Prozent der Befragten wissen nicht, wie groß der CO2-Fußabdruck ihrer Unternehmens-IT ist. Im Branchenvergleich kennen Banken (52 Prozent) und Konsumgüterhersteller (51 Prozent) diesen Wert am häufigsten, am seltensten sind Unternehmen der fertigenden Industrie (28 Prozent) mit den CO2-Emissionen ihrer IT vertraut. Weiterhin sind sich branchenübergreifend lediglich 34 Prozent der Befragten bewusst, dass bei der Produktion eines Handys oder Laptops mehr CO2-Emissionen entstehen, als über deren gesamten Nutzungszeitraum hinweg.

 

Digitalisierung@home: Der Scanner des Bürgers ist die Kamera-App

Fast jede zweite Person speichert Dokumente inzwischen auch digital, so eine Bitkom-Umfrage. Demnach scannen oder fotografieren 47 Prozent der Deutschen einen Teil ihrer Papierdokumente, die sie aufbewahren wollen - 19 Prozent davon tun dies regelmäßig, 28 Prozent hin und wieder. Der Anteil derer, die ihre Dokumente digitalisieren, ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Im Jahr 2017 hatten 73 Prozent der Befragten erklärt, noch nie Papierdokumente gescannt oder fotografiert zu haben. Nun gaben das nur noch 48 Prozent an.

 

Deutsche Unis hinken bei digitaler Ausbildung hinterher

Die digitale Ausbildung an deutschen Universitäten ist im internationalen Vergleich allenfalls Mittelmaß. Zu diesem Fazit gelangt eine internationale Hochschulstudie, die das Trendence Institut aus Berlin in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem französischen Beratungsunternehmen Emerging durchgeführt hat. Für die Studie 'Digital Leaders' wurden 3.400 führende Digital-Manager*innen mit Personal- und Projektverantwortung in neun Ländern dazu befragt, welche Universitäten aus ihrer Sicht die besten digitalen Talente hervorbringen. Die Forscher*innen werteten außerdem aus, welchen akademischen Weg die 10.000 einflussreichsten Manager*innen der weltweit führenden Digital-Unternehmen absolviert haben. Das Ergebnis spricht nicht für den digitalen Standort Deutschland. Denn unter den besten 50 Hochschulen ist keine deutsche. Am besten schneidet die Frankfurter University of Applied Science auf Platz 54 ab, gefolgt von den Technischen Universitäten Hamburg (Platz 59) und Chemnitz (68).

Nur etwas besser sieht es für den Innovationsstandort Deutschland aus, wenn es um die Städte und Regionen geht, in denen die erlernten digitalen Kompetenzen auch beruflich benötigt und angewandt werden. Zwar dominieren auch hier die amerikanischen Städte wie New York und Boston. Aber unter den ersten dreißig Digital Hubs tauchen immerhin drei deutsche Städte - Frankfurt (20), Hamburg (29) und Berlin (30) - auf.

 
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Öffentliche Verwaltung tut sich schwer beim digitalen Arbeiten

Drei von vier öffentlichen Verwaltungen in Deutschland kämpfen im zweiten Pandemie-Jahr weiterhin mit digitalen Arbeitsweisen, beispielsweise mit der Arbeit im Homeoffice. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie 'Potenzialanalyse Resilienz' von Sopra Steria. Ein erheblicher Teil der Verwaltungen in Deutschland hat den Stresstest Corona bestanden. Unterschiede zeigen sich auf den föderalen Ebenen: Bis Ende 2020 konnten laut Beamtenbund auf Bundesebene 67 Prozent der Beschäftigten dauerhaft ins Homeoffice wechseln, auf Landesebene waren es 55 Prozent und auf kommunaler Ebene 37 Prozent. Doch auch nach über einem Jahr Corona-Pandemie zeigt sich, dass zeitlich und örtlich flexibles Arbeiten für Bund, Länder und Kommunen weiterhin eine akute Herausforderung ist, so die Studie.

Das liegt auch daran, dass das papierlose Büro noch kein flächendeckender Standard ist. Mitarbeitende von Behörden können nicht einfach Akten mit nach Hause nehmen und abends in ihren privaten Schrank legen. Sie müssen die Dokumente gegen fremden Zugriff sichern, teilweise auch vor Feuer schützen. Das soll sich künftig ändern: Digitalisierungsvorhaben wie E-Akte und E-Scannen werden die Resilienz der öffentlichen Verwaltung künftig weiter steigern. Diese Programme hätten bereits jetzt einen großen Anteil daran, dass Behörden schnell auf dezentrales Arbeiten umschalten konnten. Weitere Vorhaben der IT-Konsolidierung, wie die bundesweit abgestimmte Lösung zur Einführung der elektronischen Personalakte, sollen dafür sorgen, dass deutlich mehr Verwaltungsfachkräfte dezentral arbeiten können.

Als weitere Herausforderung betrachten sieben von zehn Verwaltungen, wie sie die von Bund und Ländern geplanten Corona-Maßnahmen umsetzen. Das Überführen der Verordnungen in praktisches Verwaltungshandeln bindet eine Menge Ressourcen. Mehr als die Hälfte der Behörden (54 Prozent) hat zudem Probleme bei der Kommunikation, sowohl mit den Bürgerinnen und Bürgern als auch intern.  Eine spürbare Steigerung der Nutzung neuer digitaler Technologien ist als Folge der Corona-Pandemie noch nicht zu spüren, so die Studie. Ein Fünftel der befragten Verwaltungen setzt beispielsweise gezielt auf Cloud-Computing, um schneller und flexibler zu sein. Die Automatisierung von Prozessen ist für elf Prozent als resilienzfördernde Maßnahme ein Thema, die verstärkte Auswertung von Daten für neun Prozent.

 

Mehrheit der Apple-Nutzer*innen unterbindet Tracking

Die neue Datenschutzfunktion von Apple stößt in der Werbebranche auf große Ablehnung, bei den Nutzer*innen hingegen auf eine breite Zustimmung. Wenige Wochen nach dem Launch von iOS 14.5 mit dem neuen Tracking-Schutz, sieht sich nur noch eine Minderheit von iPhone- und iPad-Besitzer*innen weiterhin von Apps getrackt und nachverfolgt. Erste Zahlen des Marktforschungsunternehmens Flurry zeigen, dass die Zustimmungsrate zuletzt weltweit nur 13 Prozent betrug (Stand: 8 Mai 2021). In den USA sind es sogar nur 5 Prozent. Die Untersuchung beruht laut Flurry auf den anonymen Daten von weltweit 5,3 Millionen Nutzer*innen.

App-Entwickler*innen müssen nun erst die Erlaubnis der User einholen, um Zugriff auf die Werbekennung (IDFA) des Geräts zu erhalten, mit dem bisher ein App-übergreifendes Tracking möglich war. Die Mehrheit verweigert jedoch das Sammeln von Werbedaten.

 

Mehrheit der Erwerbstätigen im Homeoffice zufrieden

Seit Beginn der Pandemie ist das Arbeiten im Homeoffice für viele Menschen zum Alltag geworden. Dabei sind mehr als acht von zehn Erwerbstätige im neuen Arbeitsumfeld zufrieden, zum Teil sogar sehr zufrieden. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv haben 15 Prozent der Erwerbstätigen nach eigener Einschätzung in den vergangenen vier Wochen durchschnittlich an etwa 1 bis 2 Tagen in der Woche von zu Hause aus gearbeitet, 38 Prozent an 3 bis 5 Tagen.

83 Prozent der Erwerbstätigen, die zumindest an einigen Tagen im Home-Office arbeiten, sind damit zufrieden (43 Prozent) oder sogar sehr zufrieden (40 Prozent). Besonders Selbstständige geben mehrheitlich (53 Prozent) an, mit der Arbeit im Homeoffice sehr zufrieden zu sein, während 34 Prozent damit zufrieden sind.

Von den Erwerbstätigen, die in den letzten vier Wochen nicht von zu Hause aus gearbeitet haben, würden 15 Prozent dies gerne tun, doppelt so viele möchten das nicht. Bei über der Hälfte derjenigen, die derzeit kein Home-Office machen, ist dies aufgrund ihrer Tätigkeit gar nicht möglich. Von den Beamt*innen, die aktuell nicht von zu Hause aus arbeiten, würde ungefähr ein Drittel (34 Prozent) das gerne tun.

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger*innen (52 Prozent) glaubt, dass die Möglichkeit zum Home-Office bei den meisten Erwerbstätigen zu mehr Lebensqualität führt. Von den Erwerbstätigen, die selbst im Home-Office arbeiten, glauben 65 Prozent, dass die Möglichkeit zum Home-Office zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt, während unter denjenigen, die nicht selbst von zu Hause aus arbeiten, lediglich 35 Prozent davon überzeugt sind.

 

Risikomanager fürchten Social Media mehr als Cyber-Angriffe

Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen sehen inzwischen Social Media als größtes Unternehmensrisiko, noch vor Datenschutz- und Cyber-Bedrohungen, extremen Wetterbedingungen oder Lieferkettenproblemen. Dieses Stimmungsbild liefert die Studie 'Communications Leaders Risk Survey' der Risikomanagement-Dienstleister Kross und Crisp, für die 100 Kommunikationsverantwortliche in Nordamerika und Europa zu ihrer Rolle als Risiko-Manager*in befragt wurden. Die Studie zeigt, dass Unternehmen in der Regel nicht über die notwendige Technologie und Ressourcen verfügen, um Online-Communities wirksam zu überwachen. Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) erwarten deshalb, in diesem Kontext neuen und unbekannten Risiken für ihre Unternehmen zu begegnen. Viele Unternehmen sind nicht in der Lage, alle relevanten Kanäle abzudecken. Die befragten Kommunikationsverantwortlichen gaben an, dass ihre Unternehmen durchschnittlich nur 6,4 öffentlich zugängliche Social-Media-Kanäle überwachen. Die wenigsten überwachen nicht öffentlich zugängliche Kanäle wie Online-Foren, Messenger-Apps oder alternative Online-Plattformen, auf denen sich Gruppen koordinieren können.

Fast alle (94 Prozent) der befragten Kommunikationsverantwortlichen bestätigen, dass Online- Kommunikation das Zeitfenster verkürzt, das Unternehmen zur Verfügung steht, um auf Risiken zu reagieren. Für 88 Prozent der Befragten sind Online-Kommunikationskanäle zudem eine wichtige Informationsquelle, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu managen. 75 Prozent der Befragten sind sich nicht sicher, ob ihr Unternehmen in der Lage ist, online entstehende Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu managen.

 
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Ranking: Wo die meisten IT-Expertinnen und -Experten arbeiten

Hamburg ist das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialistinnen und -Spezialisten. Im hanseatischen Stadtstaat arbeiten 4,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten als Informatiker*in oder in anderen IT-Berufen. Das ist ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und bedeutet im Bundesländer-Ranking unverändert den Spitzenplatz.

Dahinter rangieren Berlin (3,7 Prozent, +0,2 Punkte) und Hessen (3,4 Prozent, +0,1), Baden-Württemberg hat aufgeschlossen (3,4 Prozent, +0,2 Punkte). Es folgen Bayern (3,2 Prozent, +0,1) und Bremen (3,0 Prozent, +0,2), die allesamt über dem Bundesdurchschnitt (2,7 Prozent, +0,1) liegen. Abgeschlagen auf den letzten Plätzen finden sich Brandenburg (1,1 Prozent, +0,1), Sachsen-Anhalt (1,0 Prozent, unverändert) und Mecklenburg-Vorpommern (1,0 Prozent, +0,1).

 

Im Homeoffice bleibt die Internetgeschwindigkeit ein Frustfaktor

Bei 61 Prozent der Deutschen, die in ihrem Haushalt Erfahrung mit Homeoffice oder Home-Schooling sammelten, sorgen Internetabbrüche und langsames Netz für Frust. In einer repräsentativen Umfrage von YouGov im Auftrag von Check24 geben knapp 25 Prozent der Befragten an, dass ihre Arbeit von zu Hause oder das Home-Schooling schon einmal durch Internetabbrüche oder langsame Geschwindigkeit beeinträchtigt wurde. Bei weiteren 37 Prozent kam das sogar mehrmals vor.

 

Und da war noch: Jeder zehnte Deutsche benutzt nur ein Passwort

14 Prozent der Verbraucher*innen in Deutschland würden lieber Wandfarbe beim Trocknen zusehen, als für jeden Online-Dienst ein eigenes Passwort zu erstellen.

Trotz allgemein bekannter Sicherheitsrisiken sind Passwörter nach wie vor der Standard für den Zugang zu Onlinediensten und für die Nutzerauthentifizierung bei Software-Anwendungen. Durchschnittlich verfügt jede Person über 100 Passwörter. Die Ergebnisse einer Onfido-Umfrage zeigen: Viele Verbraucher*innen empfinden die Erstellung von Passwörtern als umständlich und halten es mit der Passworthygiene nicht sehr genau.

Um herauszufinden, wie lästig die Passworterstellung für Verbraucher*innen wirklich ist, sollten die Studienteilnehmer*innen eine Rangliste erstellen: Sie mussten zuordnen, welche Dinge sie lieber tun würden, als für jeden Onlinedienst ein eigenes Passwort zu erstellen. Demnach würde jede*r vierte Befragte in Deutschland (19 Prozent) lieber seine Steuererklärung machen und jede*r sechste (15 Prozent) würde lieber in einer Warteschlange stehen, um die Kfz-Zulassung oder den Führerschein zu aktualisieren. 14 Prozent würden es sogar bevorzugen, Farbe beim Trocknen zuzuschauen und jede*r Zehnte zieht eine Wurzelbehandlung vor, statt sich mit dem Thema Passworthygiene zu befassen.

Am liebsten lassen sich deutsche Verbraucher*innen bei der Passworterstellung von folgenden Dingen inspirieren: Geburtstage (22 Prozent), Haustiernamen (18 Prozent) und Hobby (17 Prozent) sowie Namen von Familienmitgliedern (16 Prozent) Jahreszeit, Monat oder Jahr (14 Prozent) und Titel oder Texte von Liedern (11 Prozent). Jede*r dritte Verbraucher*in in Deutschland (33 Prozent) verwendet etwa fünf Passwörter abwechselnd für alle Konten. 17 Prozent nutzen ein Passwort, das sie je nach Bedarf an die Anforderungen der Onlinekonten (Länge, Sonderzeichen) anpassen. Eine*r von zehn (11 Prozent) nutzt sogar immer dasselbe Passwort.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Christoph Schmitz.
 
 

Ich bin seit 1996 gewerkschaftlich bei ver.di organisiert – weil wir nur gemeinsam gute Arbeitsbedingungen in der IT-Branche durchsetzen können. Wichtiges gewerkschaftliches Thema ist es momentan, den Mindestlohn durchzusetzen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung. Und muss ein gutes Leben ermöglichen.

Holger L., IT-Systemingenieur, Leipzig

 
 
 

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