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Studie: Digitalisierung lohnt für viele Unternehmen nicht

Unternehmen in Deutschland ziehen Bilanz zu bereits durchgeführten Digitalisierungsmaßnahmen. Ergebnis: In mehr als jedem dritten Unternehmen (38 Prozent) steigen die Kosten. Nur 25 Prozent spüren bereits Einspareffekte, weitere 25 Prozent können noch kein Fazit zu den Auswirkungen auf die Kosten ziehen, so die Studie 'Potenzialanalyse Reality Check Digitalisierung' von Sopra Steria.

Die Gründe sind unterschiedlich: Ein nicht zu unterschätzender Posten sind Personalausgaben. Viele Unternehmen haben massiv in den Aufbau von Know-how investiert und beispielsweise Data Scientists und andere Digitalspezialisten rekrutiert. Dazu kommen laufende Kosten nach der Einführung neuer IT-Lösungen. Der Mittelstand geht künftig von weiteren Kostensteigerungen aus, so eine Untersuchung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Insgesamt prognostizieren 28 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), dass die Digitalisierung in den kommenden vier Jahren ihre Kosten erhöht.

 
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Homeoffice-Neid: Wie sich die Deutschen die Zukunft der Arbeit vorstellen

Die meisten deutschen Arbeitnehmer:innen schätzen die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können. Für die Zukunft wünschen sie sich hybride Arbeitsmodelle und flexible Arbeitszeiten.

Die Studie 'The Future of Work Report' ermittelt, dass jede:r dritte Deutsche in einem Voll- oder Teilzeitjob im Homeoffice arbeitet (33 Prozent). Personen in Führungsrollen haben vor Corona deutlich öfter von Zuhause aus gearbeitet als Arbeitnehmer:innen ohne Führungsverantwortung: Knapp die Hälfte (45 Prozent) aller Arbeitnehmer:innen hatte vor der Pandemie nicht die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. In angestellten Führungspositionen sind es 28 Prozent und unter den Arbeitgeber:innen sind es nur zwölf Prozent. Zwei Drittel (67 Prozent) aller Befragten, die die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten, wünschen sich in der Zukunft eine Hybrid-Lösung, sodass sie zeitweise von Zuhause und zeitweise im Büro arbeiten können.

Für mehr als die Hälfte aller Befragten (53 Prozent) hat sich der Arbeitsalltag seit Corona durch die Einführung digitaler Tools tendenziell verändert. 87 Prozent empfinden diese Veränderung als positiv.

 

Deutsche Kund:innen fremdeln weniger mit KI – Mittelständler aber schon

Das Thema Kundenerlebnis hat in der Corona-Pandemie nicht an Bedeutung verloren, sondern ist wichtiger für den Geschäftserfolg geworden. Dies ist ein Fazit des jährlichen 'Customer Experience Trends Report 2021' von Zendesk. Für 41 Prozent der Kund:innen in Deutschland ist das Kundenerlebnis demnach heute wichtiger als noch vor einem Jahr. 60 Prozent der Unternehmen geben an, Customer Experience (CX) eine höhere Priorität einzuräumen als noch vor zwölf Monaten. Für den Report wurden Trends aus mehr als 90.000 Unternehmensdaten ausgewertet sowie 8.000 Verbraucher:innen, Kundenservice-Mitarbeiter:innen und IT-Entscheider:innen in 15 Ländern weltweit befragt.

Anders ist die Situation bei Unternehmen: 50 Prozent der Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeiter:innen sind überzeugt, dass KI eine Schlüsseltechnologie für die eigene Wettbewerbsfähigkeit ist. 57 Prozent stehen der Technologie eher oder sehr aufgeschlossen gegenüber. Nur sechs Prozent lehnen KI ab. Allerdings hinkt der KI-Einsatz in der Praxis noch hinterher: Gerade einmal 13 Prozent der Unternehmen setzen bereits KI-basierte Anwendungen ein. Weitere 15 Prozent planen die Nutzung, 18 Prozent diskutieren dies aktuell im Unternehmen, so eine Studie von Tata Consultancy Services (TCS) unter 955 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeiter:innen in Deutschland.

Der erwartete Durchbruch beim KI-Einsatz hat auch Auswirkungen auf die Aus- und Weiterbildung. So stimmt mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) der Aussage zu, dass KI-Kenntnisse in zehn Jahren den gleichen Stellenwert haben werden wie heute Office-Kenntnisse.

 

Bundeskabinett stärkt Verbraucher:innenrechte beim Kauf digitaler Produkte

Shopping-Marktplätze wie Amazon und Ebay müssen Verbraucher:innen künftig transparenter über das Ranking der Produkte und personalisierte Preise informieren. Käufer:innen von Eintrittskarten auf Ticketbörsen haben das Recht, den Originalpreis zu erfahren. Das Bundeskabinett hat zwei entsprechende Gesetzesvorlagen beschlossen, mit denen europäisches Recht umgesetzt werden soll.

Der Entwurf des Umsetzungsgesetzes zur Richtlinie Digitale Inhalte sieht neben diesen erweiterten Hinweispflichten auch umfassende Gewährleistungsrechte für Verbraucher:innen in Bezug auf digitale Inhalte (z.B. Musik- und Videodateien, E-Books, Apps, Spiele und sonstige Software) und digitale Dienstleistungen (soziale Netzwerke, Cloud-Anwendungen und Cloud-Speicherdienste) vor. Laut dem Rechts-Portal beck-aktuell sollen Verbraucher:innen unabhängig von der Vertragsart Gewährleistungsrechte erhalten, wie sie das deutsche Recht bislang nur bei Kauf-, Werk- oder Mietverträgen vorsieht. Die Nutzer:innen von Apps, Software oder digitalen Dienstleistungen bekommen bei Fehlern oder Defekten die gleichen Rechte wie bei allen anderen Produkten - das schließt auch das Recht zur Nacherfüllung, eine Minderung und eine Vertragsbeendigung mit ein. Anbieter:innen digitaler Produkte werden zu regelmäßigen Updates und zum Schließen von Sicherheitslücken verpflichtet.

 

E-Health krankt an Datenschutz

Im Internet sind weltweit mehr als 45 Millionen medizinische Bilddateien - darunter Röntgen-, CT- und MRT-Scans - auf ungeschützten Servern für jedermann frei zugänglich. Das geht aus dem Forschungsbericht 'Full Body Exposure' des Digital-Risiko-Managers CybelAngel hervor. Der Bericht basiert auf Untersuchungen, die über sechs Monate hinweg weltweit durchgeführt wurden. Die Analyst:innen deckten auf, dass Millionen sensibler Bilder und Patient:innendaten im Internet frei zugänglich sind - unverschlüsselt und ohne Passwortschutz.

Für den Bericht scannten die CybelAngel-Tools auf mehr als 2.140 Servern rund 4,3 Milliarden IP-Adressen in 67 Ländern. Dabei wurden mehr als 45 Millionen medizinische Bilder identifiziert, die für jedermann offen zugänglich waren. Allein in Deutschland fanden die Analyst:innen in den letzten sechs Monaten auf 251 Servern 39.204 frei zugängliche DICOM-Aufnahmen. Diese ließen sich problemlos ohne Benutzernamen oder Passwort abrufen und enthielten bis zu 200 Zeilen Metadaten mit persönlichen Informationen, die eine zweifelsfreie Identifizierung der betroffenen Patient:innen ermöglichten.

 
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86.000 offene Stellen für IT-Fachkräfte

Die Corona-Krise hat den Fachkräftemangel im Bereich IT nur vorübergehend abgeschwächt. Sechs von zehn Unternehmen erwarten künftig eine Verschärfung der Personalnot. Zwar ging die Zahl vakanter Stellen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zurück, doch auch in diesem Jahr sind noch quer durch alle Branchen 86.000 Stellen für IT-Expert:innen unbesetzt. Laut dem Digitalverband Bitkom ist dies der zweithöchste jemals gemessene Wert seit der ersten Erhebung 2011. Für die repräsentative Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte wurden 850 Geschäftsführer:innen und Personalverantwortliche befragt. Sieben von zehn (70 Prozent) der Befragten melden aktuell einen Mangel an IT-Spezialist:innen. Vor einem Jahr waren es 83 Prozent. Sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) erwarten, dass sich der IT-Fachkräftemangel künftig verschärfen wird.

Besonders gefragt in der Wirtschaft sind Software-Spezialist:innen. Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) mit vakanten IT-Jobs sucht Software-Entwickler:innen beziehungsweise Software-Architekt:innen. Dahinter folgen IT-Anwendungsbetreuer:innen beziehungsweise IT-Administrator:innen (35 Prozent). 8 Prozent suchen Data Scientists beziehungsweise Big-Data-Expert:innen, 6 Prozent IT-Projektmanager:innen beziehungsweise IT-Projektkoordinator:innen. 5 Prozent der Unternehmen mit offenen IT-Stellen möchten IT-Sicherheitsexpert:innen einstellen, 3 Prozent IT-Service-Berater:innen und 2 Prozent Ingenieur:innen für Industrie 4.0 beziehungsweise Robotik.

 

ITK-Branche ist nach Corona-Schock weiter auf Wachstumskurs

Nach vorübergehend rückläufigen Umsätzen stehen die Zeichen in der Digitalbranche 2021 wieder auf Wachstum. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll laut Bitkom in diesem Jahr um 2,7 Prozent auf 174,4 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs schaffen, aktuell sind in der Branche 1,2 Millionen Menschen beschäftigt.

Die Umsätze in der Informationstechnik steigen nach den Berechnungen 2021 um 4,2 Prozent auf 98,6 Milliarden Euro - die Bedeutung als größtes Branchensegment kann der Bereich damit ausbauen. Am stärksten wächst die IT-Hardware (Computer, Server und Peripheriegeräte) mit einem Plus von 8,6 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Auch der Markt für Software wächst wieder - mit plus 4,1 Prozent auf 27,0 Milliarden Euro stärker als der Branchendurchschnitt. Das Geschäft mit IT-Services, wozu unter anderem die IT-Beratung gehört, dreht mit 1,1 Prozent wieder ins Plus und steigt auf 40,0 Milliarden Euro. Die Telekommunikation verzeichnet voraussichtlich ein moderates Wachstum: 2021 soll der Markt nach zwei Jahren der Konsolidierung um 1,0 Prozent auf 67,4 Milliarden Euro zulegen. Mit Telekommunikationsdiensten werden nach den Berechnungen 48,7 Milliarden Euro umgesetzt (plus 0,3 Prozent). Das Geschäft mit Endgeräten wächst auf 11,6 Milliarden Euro (plus 2,8 Prozent). Die Investitionen in die Telekommunikations-Infrastruktur steigen deutlich um 3,2 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro.

Laut Bitkom-Prognose fallen die Umsätze 2021 der Unterhaltungselektronik im vierten Jahr in Folge, wenn auch weniger stark als zuletzt. Dieser kleinste ITK-Teilmarkt schrumpft voraussichtlich um 2,0 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

 

Deutsche unzufrieden mit digitaler Bildung und Verwaltung

Die Unzufriedenheit der Deutschen mit der aktuellen Digitalpolitik von Bund und Ländern nimmt drastisch zu. Über 70 Prozent der Befragten einer aktuellen repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey geben an, unzufrieden mit den Angeboten im Bereich digitale Bildung, digitale Verwaltung und digitale Gesundheitsdienstleistungen zu sein. Entsprechend sieht die Mehrheit der Befragten (78,6 Prozent) deutlichen Handlungsbedarf der Bundesregierung, gerade jetzt angesichts der Coronakrise und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen und Distanzgebote, einen stärkeren Fokus auf digitalpolitische Themen zu setzen. Der Anteil der Menschen, die vom Bund mehr Engagement in Sachen Digitalisierung wünschen, ist damit gegenüber dem Sommer nochmals um rund 13 Prozent gewachsen. Anfang August 2020 hatten bereits 65,4 Prozent der Befragten sich von der Bundesregierung einen stärkeren Fokus auf digitalpolitische Themen gewünscht. Neben der digitalen Bildung sehen die Befragten vor allem im Bereich Ausbau digitaler Infrastrukturen (77,2 Prozent) starken politischen Handlungsbedarf.

 

Und da waren noch die Unbelehrbaren: Die beliebtesten deutschen Passwörter 2020

Der laxe Umgang mit Passwörtern macht auch 2020 Cyberkriminellen das Leben leichter. Laut dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) verlassen sich noch immer viele Internetnutzer:innen auf simple Zahlenreihen wie "123456", die keinen adäquaten Schutz bieten. Schwache und unsichere Zahlenreihen belegen auch 2020 weiterhin Spitzenplätze. Dies zeigt der Blick auf die Top Ten der meistgenutzten Passwörter der Deutschen, die das Institut jährlich veröffentlicht: Auf den führenden Plätzen: 123456, 123456789, passwort, hallo123 und 12345678, gefolgt von ichliebedich, 1234567, 1234567890, lol123 und 12345.

Datengrundlage des Rankings sind dieses Jahr 3,1 Millionen Zugangsdaten aus dem Datenbestand des HPI Identity Leak Checkers, die auf E-Mail-Adressen mit .de-Domäne registriert sind und 2020 geleakt wurden. Mit dem Online-Sicherheitscheck des HPI lässt sich überprüfen, ob man selbst Opfer eines Datendiebstahls geworden ist. Insgesamt wurden dieses Jahr 172 Datenlecks eingepflegt, das sind rund 2 Milliarden Identitäten - 97 davon wurden von den Diensteanbietern selbst bestätigt.

 
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Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg

 
 
 

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