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  5. | Branchennewsletter vom 06.05.2021

Social Scoring und Gesichtserkennung: EU möchte strenge Regeln für KI

Die Europäische Kommission will ein Gesetz vorlegen, das künstliche Intelligenz strenger reguliert. Einigen Abgeordneten geht der Entwurf aber nicht weit genug. So sollen in dem Gesetzesentwurf besonders kritische Anwendungsfälle strikt reglementiert oder verboten werden. Der Entwurf soll etwa den Einsatz von Social-Scoring-Systemen, wie sie in China bereits getestet wurden, grundsätzlich verbieten. Automatisierte Entscheidungssysteme sollen künftig von Behörden genehmigt werden müssen, wenn sie risikoreiche Anwendungen betreffen. Biometrische Überwachung im öffentlichen Raum - etwa Gesichtserkennung - wird zwar als "hochriskant" eingestuft, soll aber mit einer Sondererlaubnis möglich sein. Für weniger kritische Anwendungen sollen Transparenzauflagen Nachvollziehbarkeit über die Entscheidungsgründe schaffen.

Einigen EU-Abgeordneten gehen die durchgesickerten Vorschläge allerdings nicht weit genug. Insbesondere Systeme zur automatisierten Gesichtserkennung im öffentlichen Raum stehen bei ihnen auf der Forderungsliste. Außerdem werden etwa militärische Anwendungen wie Kampfroboter mit der Regelung nicht erfasst.

 

Cookie-Formulare sollen drastisch vereinfacht werden

Aktuell diskutiert der Bundestag den Entwurf für ein Gesetz zur Regelung des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien (TTDSG). Das könnte damit enden, dass komplizierte Cookie-Consent-Banner verboten werden. Denn der Bundesrat plant, im weiteren Gesetzgebungsverfahren eine Ermächtigungsgrundlage zu schaffen, "damit für Nutzerinnen und Nutzer eine einfachere und standardisierte Handhabung in Bezug auf die Ausgestaltung ihrer Einwilligung nach § 24 TTDSG-E ermöglicht wird". Bedeutet übersetzt: Von Nutzer*innen die aufwändige und ermüdende Zustimmung zu Dutzenden Cookies und Trackern abzufragen, würde illegitim. Denn die scheint sowohl für Bundesrat als auch für die Nutzer*innen nahezu unzumutbar. Die Lösung, die der Bundesrat vorschlägt, ist so einfach wie für Marketeers vermutlich schockierend: Nur noch die Wahl zwischen einem "Einwilligen" und einem "Ablehnen"-Button soll zulässig sein.

 
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Wer in Deutschland ein Smartphone oder Handy nutzt, bekommt durchschnittlich 13 Kurznachrichten pro Tag

Nach Bitkom-Befragung gehen hochgerechnet bei allen über 16-jährigen Handy-/Smartphone-Nutzer*innen in Deutschland jeden Tag mehr als 810 Millionen Kurznachrichten ein, 300 Milliarden werden es im Gesamtjahr 2021 voraussichtlich werden. 88 Prozent der über 16-jährigen besitzen ein Smartphone oder herkömmliches Handy - das entspricht rund 61 Millionen Menschen. Nur 11 Prozent von ihnen erhalten weniger als 5 Kurznachrichten pro Tag, 17 Prozent schätzen die Zahl der empfangenen täglichen Nachrichten auf 5 bis 10. 40 Prozent bekommen zwischen 10 und 20.

 

IT-Branche wirbt um weibliche Verstärkung

Die IT-Branche braucht weibliche Verstärkung. Dieser Ansicht sind über 60 Prozent aller Bürger*innen in Deutschland, so das Ergebnis einer Umfrage, die der eco - Verband der Internetwirtschaft anlässlich des Girls' Day mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt hat. Dabei sind Frauen und Männer sich weitgehend einig: 62,8 Prozent Frauen, 59,5 Prozent Männer halten es für erstrebenswert, dass mehr Frauen Berufe in der IT- und Digitalbranche ergreifen. Nur etwa jede*r zehnte Befragte hält nichts davon, dass Frauen verstärkt IT-Berufe ergreifen. 87 Prozent sind der Meinung, dass Männer wie Frauen gleichermaßen für eine Karriere in Tech geeignet sind. 11,3 Prozent der Männer halten das eigene Geschlecht für geeigneter. Dem stimmen auch 4,7 Prozent der Frauen zu.

 

Ü30-Netzwerk Facebook - auch Instagram ist nicht mehr der Teenie-Magnet

Das Zuckerberg-Imperium verliert weiter in der Gunst der Teenies. Nach Facebook muss zum ersten Mal auch Instagram - bisher bei den 16- bis 19-jährigen besonders beliebt - in dieser Zielgruppe Marktanteile abgeben. Dies ergibt der aktuelle 'Social-Media-Atlas 2021' der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Internet-Nutzer*innen repräsentativ befragt wurden. Sechs von zehn Internet-Nutzer*innen ab 16 Jahren in Deutschland verwenden demnach Facebook. Der Marktanteil des sozialen Netzwerks landet damit laut Studie im zweiten Jahr in Folge auf "einem historischen Tiefstand". Über alle Altersgruppen hinweg kann sich Facebook damit zwar auf niedrigem Niveau stabilisieren - doch bei den Teenagern setzt sich der Rückgang der vergangenen Jahre weiter fort. In der Gruppe der User zwischen 16 und 19 Jahren verliert Facebook weitere vier Prozentpunkte: Nur noch 32 Prozent der Onliner in diesem Alter nutzen den Dinosaurier unter den Sozialen Medien.

Ebenfalls rückläufig: Der Anteil der Twens, die nach eigenen Angaben Facebook nutzen. Er sank um fünf Prozentpunkte auf 68 Prozent. Bei Internet-Nutzer*innen in den 30ern konnte das soziale Netzwerk hingegen um drei Prozentpunkte zulegen. In dieser Generation ist der Dienst jetzt am erfolgreichsten: Drei von vier Onlinern zwischen 30 und 39 Jahren nutzen Facebook - mehr als in jeder anderen Altersgruppe. Bis 2014 lagen hier die Teenager an der Spitze.

Insgesamt kann Instagram seine Marktposition zwar weiter ausbauen: 46 Prozent aller Onliner ab 16 Jahren nutzen den Kanal, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Und die Nutzung steigt auch in fast allen Altersgruppen - bis auf eine: Teenager. Bei den Jüngsten bricht Instagrams Marktanteil nach Jahren durchgehenden Wachstums auf einen Schlag um elf Prozentpunkte ein: 80 Prozent der 16- bis 19-jährigen Onliner in Deutschland nutzen "Insta" - im Vorjahr waren es 91 Prozent. Die Teenager fallen damit hinter die 20- bis 29-jährigen mit 82 Prozent als Altersgruppe mit der größten Affinität zu Instagram zurück.

Die aktuelle Nutzer*innenentwicklung bei Instagram ähnle auffällig der bei Facebook im Jahr 2015, so die Studienautor*innen. In beiden Fällen steigen die Marktanteile unter den Älteren noch an, stürzen bei den Teenagern aber bereits ab. Bei Facebook stellte sich dies als erster Vorbote des allgemeinen Nutzerschwunds und der fortschreitenden Entfremdung von der Jugend heraus.

 

Corona-Bilanz: Ein Homeoffice allein reicht nicht für eine Unternehmenskultur

Unternehmenskultur braucht ein Büro, einen physischen Ort für Interaktion, kreatives Miteinander und mehr: In einer aktuellen Umfrage geben rund 70 Prozent der Befragten an, dass der persönliche Kontakt im Büro wichtig ist, um Unternehmenskultur entstehen zu lassen und spüren zu können. Das geht aus einer Umfrage des Job- und Business-Netzwerks Xing hervor.

Laut knapp 49 Prozent der Befragten hat sich die Unternehmenskultur seit Ausbruch der Pandemie verändert, davon für 20 Prozent zum Negativen. Die Befragten vermissen insbesondere die gemeinsamen Aktivitäten (auch virtuelle), erfahren weniger Lob und Wertschätzung für die eigene Arbeit und fühlen einen größeren Leistungsdruck bzw. psychische Belastung. Besonders wichtig sind für die Befragten kollegialer Umgang im Unternehmen, Vertrauensverhältnis mit den Führungskräften, Lob und Wertschätzung für die eigene Arbeit, positiver und offener Umgang mit Fehlern bzw. Fehlertoleranz, sowie Klarheit über den Unternehmenszweck (Mission/Vision) und die strategischen Ziele.

 
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Mehr Akzeptanz: Corona befeuert Digitalisierung

Digitale Technologien und Anwendungen stoßen in der Bevölkerung auf große Akzeptanz, vor allem in Hinblick auf die Pandemie-Bekämpfung, so das Ergebnis einer repräsentativen Civey-Umfrage. Besonders sinnvoll bei der Corona-Bekämpfung halten die Deutschen die digital unterstützte Arbeit im Homeoffice (63,4 Prozent), Apps zur Kontaktnachverfolgung (52,7 Prozent), die Einführung eines digitalen Impfausweises (47,3 Prozent) sowie die Möglichkeit Distanzunterricht über digitale Lernplattformen stattfinden zu lassen - das sogenannte Homeschooling - (42 Prozent).

Der aktuell verstärkt diskutierte Einsatz digitaler Check-In-Lösungen für Restaurantbesuche (33,8 Prozent) oder für Veranstaltungen (29,1 Prozent) halten jedoch deutlich weniger Menschen für sinnvoll. Ein Großteil der Deutschen wäre zudem dazu bereit, verstärkt digitale Anwendungen zu nutzen, wenn diese in Zukunft zu weiteren Corona-Öffnungsschritten beitragen. Knapp 70 Prozent der Befragten gaben an, hierfür entsprechende digitale Tools auch nutzen zu wollen.

 

Bewegtbild: Jeder zweite Deutsche streamt

Streaming boomt: Mehr als jede*r zweite Deutsche konsumiert regelmäßig Inhalte wie Videos, Musik, Podcasts oder Spiele über das Internet - und auch Nachhaltigkeit spielt dabei für viele eine Rolle. Einer repräsentativen Civey-Umfrage für den E.ON Energieatlas zufolge geben 54,9 Prozent der Bundesbürgerinnen und -bürger an, mindestens einmal wöchentlich übers Netz zu streamen. Familien mit Kindern nutzen solche Angebote mit 70 Prozent überdurchschnittlich häufig. Und auch in den einzelnen Altersgruppen zeigen sich große Unterschiede: Bei den 18- bis 29-jährigen ist die Streaming-Quote am höchsten, hier sind es rund acht von zehn Befragten. Bei älteren Befragten ist der Anteil etwas geringer (50 bis 64 Jahre: 49,4 Prozent; 65 und älter: 31,1 Prozent).

Die beliebtesten Streaming-Inhalte sind Videos. Sie werden von 70,6 Prozent der befragten Streaming-Fans mindestens einmal wöchentlich abgerufen. Danach folgen Musik, (49,5 Prozent), Podcasts (22,4 Prozent) und Spiele (11,2 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten konsumiert die Inhalte "zwei bis drei Stunden" täglich. "Mehr als fünf Stunden" streamt nur jeder 20.

 

Informatik-Studium: Frauenanteil macht nur ein Viertel aus

Frauen sind in Informatik-Hörsälen weiter unterrepräsentiert. Der Frauenanteil unter den Studierenden im Erstsemester liegt seit mehreren Jahren konstant bei etwa einem Viertel - einer Studentin stehen drei Studenten gegenüber. Eine Berechnung des Bitkom anlässlich des Girls' Day zeigt, dass im Kalenderjahr 2019 insgesamt 77.915 Studierende im ersten Fachsemester ein Informatikstudium aufgenommen haben. Darunter waren 19.569 weibliche Studierende. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. An der Verteilung hat sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert. Fünf Jahre zuvor begannen 15.221 Frauen ein Informatikstudium bei insgesamt 64.366 Erstsemesterstudierenden - eine Quote von 24 Prozent.

 

Deutsche fühlen sich angreifbarer bei Cyber-Kriminalität

Fast ein Drittel der Deutschen (30 Prozent) fühlt sich aktuell verwundbarer in Sachen Cyber-Kriminalität als noch vor der Pandemie. Fast drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) geht davon aus, dass Hacker und Cyber-Kriminelle es aufgrund der momentan verbreiteten Remote-Arbeit einfacher haben, Menschen Schaden zuzufügen. Zwei von fünf (44 Prozent) sind besorgter als jemals zuvor, Opfer eines Cyber-Verbrechens zu werden, während 56 Prozent gar große Bedenken haben, dass ihre Identität gestohlen werden könnte. Ebenfalls fast die Hälfte der Deutschen weiß nicht, wie sie sich gegen Cyber-Kriminalität schützen kann (49 Prozent). Dies sind Erkenntnisse des Norton Cyber Safety Insights Reports, der in Kooperation mit The Harris Poll durchgeführt wurde.

 
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Und da waren noch Online-Meetings: Frauen werden stimmlich diskriminiert

Frauenstimmen werden in Video-Konferenzen als weniger ausdrucksstark, kompetent und charismatisch wahrgenommen als Stimmen von Männern. Diese Diskriminierung von Frauenstimmen in digitalen Meetings ist technisch bedingt. Das haben Studien von Jun.-Prof. Dr.-Ing. Ingo Siegert vom Institut für Informations- und Kommunikationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gezeigt. Mit seinem Kollegen Prof. Dr. Oliver Niebuhr von der Universität Sønderborg, Dänemark, untersuchte der Ingenieur die Übertragungswege sogenannter Remote-Meetings und die Wirkung der damit einhergehenden Kompression der Sprache auf das akustische Charisma von Sprecherinnen und Sprechern. Tools wie Zoom, Skype oder Teams übertragen nicht alle Anteile der Sprache und dünnen Frequenzen aufgrund des hohen Datenvolumens aus. Das Ergebnis zeigte, dass dabei Männer- und Frauenstimmen nicht gleichbehandelt werden.

Um den Einfluss dieser Kompression auf die Stimmqualität zu untersuchen, ließen die Wissenschaftler in einer ersten Studie Testhörer*innen Audiobeispiele von trainierten Sprecher*innen auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten. Im Ergebnis schnitten bei den über Remote-Meetings aufgenommenen Stimmen die Frauenstimmen in der Bewertung signifikant schlechter ab. Das Fazit: Den Frauenstimmen fehlten im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen wesentliche emotionale Komponenten, jene Eigenschaften der Stimme, die für den charismatischen Ausdruck relevant sind.

Künftig sollte bei der Entwicklung der Codes für digitale Meeting-Tools nicht nur auf die reine Sprachqualität, auf Verständlichkeit und Unterdrückung von Hintergrundgeräuschen geachtet werden, sondern auch verstärkt auf die Übertragung von Merkmalen wie Ausdrucksstärke oder Emotionalität, so die beiden Forscher.

 
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Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Christoph Schmitz.
 
 

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Daniela C., Projektmanagerin, Frankfurt / M

 
 
 

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