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  5. | Branchennewsletter vom 05.09.2022

Learning: Deutsche wollen digitale Kompetenzen als Pflichtfach

Über drei Viertel (77,2 Prozent) der Deutschen fordern Informatik als Pflichtfach in Deutschland - zudem sollte auch der Umgang mit digitalen Medien sowie Grundbegriffe der Digitalisierung und des Datenschutzes fester Bestandteil des Curriculums werden. Bisher wird Informatik nur in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend ab Klasse 5 als Pflichtfach unterrichtet. In NRW steht das Fach in den Klassen fünf und sechs verpflichtend auf dem Lehrplan, danach nur noch als Wahlfach.

Rund 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Kinder bereits zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr an die Nutzung digitaler Geräte und Dienste zum Spielen und Lernen herangeführt werden sollten. Ein Viertel der Befragten (24,6 Prozent) würde Kindern sogar schon zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr digitale Kompetenzen vermitteln.

 

Hasskommentar-Sport Gaming: Jede*r dritte war bereits Opfer

Rund 60 Prozent der Deutschen spielen regelmäßig Videospiele. Was früher der Gaming-PC war, ist heute für viele Gamer*innen das Smartphone: 21 Prozent der befragten Gamer*innen spielen von unterwegs. Fast 23 Prozent der befragten Gamer*innen hatte bereits schlechte Erfahrungen in Form von Mobbing, Fake-Profilen oder Hasskommentaren machen müssen. Erfreulich ist das hohe Sicherheitsbewusstsein: Jede*r Vierte schützt seine Gaming-Accounts mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Das ist Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Sicherheitslösungshersteller ESET unter 1.000 Internetnutzer*innen. Jede*r vierte in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren und jede*r fünfte zwischen 30 und 39 Jahren war bereits vom Diebstahl ihres Gamingkontos betroffen. Über alle Altersklassen hinweg hatten lediglich 14,2 Prozent bereits den Verlust ihres Spiele-Accounts zu beklagen.

 
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IT-Fachkräftemangel: Recruiting-Budgets sind zu gering

65 Prozent der Unternehmen suchen mehr Personal, vor allem Stellen im IT-Bereich und mittleren Management sind schwer zu besetzen. Doch häufig sind dafür die Recruiting-Budgets nicht ausreichend, so der 'Recruiting Report 2022' der Berliner Personalmarktforschung Index Research. Trotzdem sieht nur jeder zweite HR-Verantwortliche seine Firma für die heutigen Standards im Recruiting gewappnet. Das Budget zur Personalgewinnung betrug 2021 bei über 56 Prozent der Unternehmen bis zu 20.000 Euro, fast die Hälfte der Personalverantwortlichen wünscht sich jedoch mehr Geld.

Am herausforderndsten fanden HR-Verantwortliche 2021 die Besetzung von Stellen in der IT- und Softwareentwicklung. Mit Blick auf die Hierarchiestufen fiel es Personalverantwortlichen am schwersten, Fachkräfte für das mittlere Management zu finden.

Für 73 Prozent der HR-Verantwortlichen hat Social Media im Recruiting mittlerweile denselben Stellenwert wie Jobbörsen. Auf die Frage nach dem wichtigsten Trend in der Personalgewinnung gaben 56 Prozent Social-Media-Recruiting an. Künstliche Intelligenz (KI) wird nach Einschätzung von ebenfalls 56 Prozent der Befragten erheblich an Bedeutung gewinnen. Auf Arbeitgeberbewertungsportalen interagieren eher Großunternehmen und Mittelständler, 68 Prozent der kleineren Firmen nutzen Kununu & Co. überhaupt nicht.

 

Arbeitsumfeld: Die Schäden der Pandemie und Lippenbekenntnis Diversity

Die vermeintlich neue Arbeitswelt krankt: Diversity ist in aller Munde - doch von vielen Mitarbeitenden nicht gewünscht. Die Zahlen stammen aus der Studie „So arbeitet Deutschland“ der Personalberatung SThree unter 2.078 Menschen. Daraus geht auch hervor, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch nach zwei Jahren Pandemie mehr Floskel als Realität ist und jede*r Fünfte sich nicht mit ihrem/seinem Arbeitgeber identifiziert. Weitere Ergebnisse: „Diversity? Nein danke!“ (47 Prozent wollen keine "bunten" Teams). Und für 57 Prozent hat sich die Corona-Devise "Abstand halten und wenig Kontakte" negativ auf die Bindung zum Arbeitgeber ausgewirkt. New Normal hat Seltenheitswert: Die Post-Corona-Arbeitswelt ist in alten Strukturen gefangen - flexible Arbeitszeiten sind nur für 17 Prozent Realität, 40 Prozent würden sich dies jedoch wünschen.

 

Drei von zehn Unternehmen verwenden 5G bereits in der Produktion

Für 85 Prozent der produzierenden Unternehmen ist die Verfügbarkeit von 5G wichtig - für 52 Prozent sehr wichtig und 33 Prozent eher wichtig. Dies zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung in Deutschland. 29 Prozent der Unternehmen setzen 5G in der Produktion bereits ein - im Vorjahr waren es erst acht Prozent - und 42 Prozent planen den Einsatz oder diskutieren darüber. In Zukunft möchten die Unternehmen 5G noch intensiver nutzen. So will ein Fünftel im Jahr 2025 ausschließlich auf 5G als Funkstandard setzen - aktuell haben fünf Prozent ausschließlich 5G im Einsatz.

Die Unternehmen, die 5G einsetzen, dies planen oder diskutieren, schätzen, dass sie im Jahr 2022 durchschnittlich mehr als 610.000 Euro in den Funkstandard investieren - im Vorjahr wurde das Investitionsvolumen im Schnitt auf rund 560.000 Euro geschätzt.

 
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Social Media: Noch viel Luft nach oben für Unternehmen

84,7 Prozent der Unternehmen bezeichnen Social Media als sehr wichtiges Werkzeug in Zeiten von Corona, im vergangenen Jahr hatten lediglich 58 Prozent so geantwortet. Und diese höhere Priorität der Kommunikation mit Kund*innen über Kanäle wie Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube zahlt sich offenbar auch aus: Denn knapp 49 Prozent der befragten Verbraucher*innen gaben an, die Nutzung Sozialer Medien durch die Betriebe sei als sehr gut (14,2 Prozent) oder gut (34,7 Prozent) zu bewerten, das ist deutlich besser als im Vorjahr, als nur 30 Prozent eine dieser beiden Noten vergaben. Das sind die zentralen Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Innofact.

Allerdings wird trotz des Anstieges an dieser Stelle auch deutlich, dass die Wirtschaft an vielen Stellen auch noch Nachholbedarf bei der Nutzung von Social Media hat: Aus Sicht der Kund*innen nämlich sagen 29 Prozent der Befragten, die Nutzung sei als "weniger gut" oder sogar als "schlecht" zu bezeichnen. Laut den Studienautor*innen bietet Social Media den Unternehmen neue Optionen, um mit Kund*innen in Austausch zu treten, und die Verbraucher*innen erwarten das auch. Umso wichtiger sei es, auf allen digitalen Kanälen professionell aufgestellt zu sein. Schließlich nutzen 83 Prozent der befragten Verbraucher*innen Social Media in ihrem täglichen Leben. Von denen, die das tun, gaben wiederum 69,4 Prozent an, auch deshalb bei Facebook, Instagram und Co. unterwegs zu sein, um sich dort über Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Damit nimmt auch die Bedeutung des Communitymanagements zu.

 

Freevee: Amazon startet kostenlosen Streamingdienst

Neben Prime Video hat Amazon nun einen weiteren hauseigenen Streamingdienst in Deutschland gestartet: Amazon Freevee. Freevee finanziert sich ausschließlich per Werbung und ist damit für alle Nutzer*innen kostenlos zugänglich. Nötig ist nur ein Amazon-Konto. Innerhalb von Filmen und Serien blendet der Dienst Werbung ein, die nicht übersprungen werden kann. Das Streamingangebot umfasst ein Mix aus eigenen Produktionen, externen Filmen und Serien, hinzu sollen Live-Kanäle kommen. Disney und Netflix arbeiten aktuell ebenfalls an werbefinanzierten, aber nicht komplett kostenlosen Varianten ihrer Dienste.

 

Deutsche präferieren Kombination aus Online- und Offline-Shopping

49 Millionen Menschen in Deutschland kaufen online ein. Doch viele Konsument*innen schätzen auch die Vorteile beim Offline-Shopping in den Läden - sofern der Kundenservice stimmt. E-Commerce Apps und Webseiten kommen der Popularität von Social Media Apps immer näher - bereits 21 Prozent der Deutschen shoppen oder stöbern fast täglich nach neuen Produkten auf ihrem Smartphone oder Tablet. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstitutes Appinio, für die repräsentativ 2000 Teilnehmer*innen im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt wurden.

Fast die Hälfte (44 Prozent) denkt, dass sie in Zukunft gleichermaßen on- und offline einkaufen wird, 18 Prozent denken, dass sie hauptsächlich offline und 30 Prozent, dass sie hauptsächlich online shoppen werden. Die Argumente für den stationären Handel: Der wichtigste Faktor ist die Möglichkeit, die Produkte vor dem Kauf anfassen/sehen zu können (41 Prozent), gefolgt von dem Einkaufserlebnis, dass die Befragten nicht missen möchten (30 Prozent). Auf Platz 3 liegt der Wunsch, lokale Unternehmen zu unterstützen.

Der Hauptgrund für das Onlineshopping ist der Komfort für 45 Prozent, gefolgt von der größeren Vielfalt für 42 Prozent und besseren Angeboten für 40 Prozent.

 
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Hälfte der IT-Startups beteiligt Beschäftigte am Unternehmenserfolg

Jedes zweite Startup (50 Prozent) in Deutschland beteiligt Mitarbeiter*innen am Unternehmen. 40 Prozent können sich eine Mitarbeiter*innenkapitalbeteiligung in Zukunft vorstellen, nur sieben Prozent schließen sie grundsätzlich aus. Am weitesten verbreitet sind sogenannte virtuelle Beteiligungen, die 41 Prozent der Startups nutzen. Das sind "fiktive" schuldrechtliche Stellungen, bei denen die Auszahlung an den Eintritt von bestimmten Bedingungen wie zum Beispiel den Börsengang geknüpft ist. 15 Prozent der Startups, die auf eine Form der Mitarbeiter*innenkapitalbeteiligung setzen, beziehen ausnahmslos alle Beschäftigten ein. In rund jedem Dritten (31 Prozent) gilt das Angebot ausschließlich für Führungskräfte. Und die Hälfte (54 Prozent) beteiligt sowohl Führungskräfte als auch ausgewählte Mitarbeiter*innen.

 

Drei von vier Deutsche wollen digital mit Behörden kommunizieren

Persönliche Dokumente in einem Online-Bürger*innenkonto abrufen, Verwaltungsfragen rund um die Uhr online klären oder mit der/dem zuständigen Sachbearbeiter*in über Messenger chatten: 76 Prozent der Deutschen wollen in Zukunft digital mit Behörden kommunizieren. Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Bitkom. Jede*r Dritte (33 Prozent) möchte künftig ausschließlich digital mit Behörden in Kontakt treten, weitere 43 Prozent bevorzugen eine Kommunikation sowohl per Briefpost als auch digital. Ein Fünftel (21 Prozent) möchte ausschließlich auf dem Postweg mit Behörden kommunizieren.

 

Twitter führt Circle ein

Der Kurznachrichtendienst Twitter stellt mit Twitter Circle eine neue Funktion bereit, die eigenen Tweets mit einer kleineren Gruppe zu teilen. Vor der Veröffentlichung eines Tweets wird die Option angezeigt, ihn mit einem persönlichen Circle oder mit der eigenen gesamten Follower-Liste zu teilen. Zu einem Circle können bis zu 150 Personen hinzugefügt werden, diese Liste kann jederzeit angepasst werden. Ab sofort können alle Nutzer*nnen auf iOS, Android und Twitter.com weltweit auf diese neue personalisierte Funktion zugreifen.

 
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Und da waren noch Textnachrichten: Männer machen es öfter und länger

Im Laufe eines Menschenlebens kommen durchschnittlich 6.387.500 Wörter per SMS oder Messenger zusammen. Das ergab eine Umfrage von Esendex unter Handynutzer*innen zu ihren Texting-Gewohnheiten. Die Auswertung zeigt bei der Nutzung Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So verfassen Männer meist längere Textnachrichten als Frauen. Auch die Zahl der ausgehenden Nachrichten pro Tag ist bei Männern höher. Während 32 Prozent unter ihnen täglich 50 bis 200 Nachrichten versenden, sind es bei Frauen nur 25 Prozent. Durchschnittlich enthält eine Nachricht bei mehr als 40 Prozent der Befragten für gewöhnlich 11 bis 25 Wörter. 42,8 Prozent gaben an, bis zu 10 Nachrichten pro Tag zu versenden.

 
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In der schnelllebigen IT-Branche ist es wichtig, dass auch Senioren in einer starken Gewerkschaft aktiv bleiben. Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Zukunft zu gestalten. Altes Wissen mit neuem zu verbinden, hält Ältere aktiv. Somit ergänzen sich ver.di und die Senioren ideal.

Jupp H., Senior, Rüsselsheim / Mainz

 
 
 

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