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  5. | Frauen-Newsletter vom 31. Juli 2016

UNI-Europa Frauenkonferenz am 12.03.2016 in Rom

[INFO: UNI europa ist ein europäischer Gewerkschaftsverband, dem Gewerkschaften angehören, die Dienstleistungsbeschäftigte und Fachkräfte unterschiedlicher Branchen in 50 verschiedenen Ländern organisieren. Über die mehr als 320 angeschlossenen Gewerkschaften vertritt UNI europa 7 Millionen Arbeitnehmer_innen. ver.di ist natürlich auch dabei.]
 
Die Konferenz der UNI-Frauen findet alle vier Jahre, in diesem Jahr zum ersten Mal einen Tag vor der großen gemeinsamen UNI-Europa-Konferenz, statt. 200 Frauen aus 82 europäischen Dienstleistungsgewerkschaften haben sich zu einem Austausch in Rom getroffen. Die Vorsitzende unseres Bundesfrauenvorstandes des Fachbereichs TK IT, Christiane Pachulski, nahm an der Konferenz teil und lässt uns mit einem Bericht teilhaben:
 
„Diese gewaltige Frauenpower war sehr beeindruckend und bei aller Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit waren die Schwierigkeiten und Diskriminierungen doch gleich. In unterschiedlichen Ausprägungen haben Frauen in allen Ländern mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen und ihre Möglichkeiten zur gleichberechtigten Teilhabe, sowohl beruflich als auch gesellschaftlich, ist immer noch nicht realisiert. Aber ein solcher Tag macht auch Mut weiter zu kämpfen, denn die Kolleginnen haben von ihren Aktionen und Erfolgen berichtet. Wir können viel voneinander lernen um gemeinsam voran zu kommen.“
 
Die Konferenz stand unter dem Motto: Frauen im Zentrum des Wandels – ein strategischer Plan für die UNI-Frauen 2016-2020.
 
Ein entscheidender Faktor ist die Förderung des Gewerkschaftswachstums, denn nur wenn wir – die Frauen in den Gewerkschaften – wachsen, sind wir stark und können unsere Interessen durchsetzen. Aber wir müssen nicht nur viele sein, wir müssen auch an die Schalthebel der Macht. Deshalb wurde die Kampagne 40for40 vor vier Jahren in Toulouse gestartet. 40% in allen Gremien und Vorständen müssen mit Frauen besetzt werden, und wir sind auf einem guten Weg: Die meisten Mitgliedsgewerkschaften haben 40for40 bereits umgesetzt.
 
Um Kolleginnen zu motivieren wurde von den ver.di-Frauen ein Mentoring-Programm initiiert, das sehr erfolgreich durchgeführt worden ist. Die Idee wurde von den UNI-Frauen aufgenommen und wird mit großem Engagement auch in anderen europäischen Ländern organisiert. Wir wollen neue Kommunikationswerkzeuge nutzen, um junge Menschen für Solidarität und Gewerkschaften zu begeistern. Wir müssen sie fragen, was sie von Gewerkschaften erwarten und mit ihnen gemeinsam einen Weg erarbeiten.
 
In einer sich immer schneller ändernden Arbeitswelt und einer ständig fortschreitenden Digitalisierung sind Gewerkschaften wichtige Partner, denn sie setzten sich für die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze ein. Dienstleistung 4.0 darf den Unternehmern nicht allein überlassen werden. Kleinteilige Arbeit ohne festen Lohn, prekäre Beschäftigung als normales Arbeitsverhältnis – da müssen Gewerkschaften etwas gegensetzen.
Die UNI-Frauenkonferenz hat auch die Chancen in der neuen Arbeitswelt für Frauen diskutiert, die wir aber nur nutzen können, wenn wir stark sind und uns gemeinsam aufstellen. Frauen müssen Lobbyarbeit für ihre Positionen treiben, sie müssen Mitstreiter und Mitstreiterinnen suchen und in Kampagnen ihre Themen einbringen. 
 
Aktionen am Internationalen Frauentag und am Equal Pay Day machen darauf aufmerksam, dass Frauen in Europa immer noch schlechter bezahlt werden als Männer. In Deutschland beträgt die Differenz nach wie vor 22%. Die Kolleginnen haben auch aufgezeigt, wie wichtig und unterstützend Solidaritätsaktionen über Grenzen hinweg sein können, denn die Konzerne agieren international und versuchen die Belegschaften untereinander auszuspielen.
 
‚Den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen‘. Frauen sind in allen europäischen Ländern und in allen Schichten der Gesellschaft Gewalt ausgesetzt, sowohl in ihren Familien, als auch im Beruf und in der Gesellschaft. Gewalt kann sowohl körperlich als auch seelisch ausgeübt werden und ist in jeden Fall auf das schärfste zu verurteilen. Frauen haben in Beispielen über Gewaltausübung, aber auch über Prävention und Kampagnen gegen Gewalt berichtet. Gesetze zum Schutz von Frauen sind wichtig, aber sie alleine lösen nicht das Problem – die Gesellschaft muss sich zur Gewaltfreiheit bekennen.
 
Weitere Themen waren die europäische Richtlinie zum Mutterschaftsurlaub und eine Kampagne zum Schutz der Gesundheit der Frauen.“
 

Bitte unterzeichnen und verbreiten – Lohngerechtigkeitsgesetz – jetzt! geht online

Mit einer Online- und Postkartenaktion fordern die Gewerkschaften im DGB gemeinsam Bundeskanzlerin Merkel auf, das von Bundesministerin Schwesig vorgelegte Gesetz zur Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen zu unterstützen und voranzubringen.
 
Bereits vor Monaten hat Bundesministerin Manuela Schwesig den Entwurf eines Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern vorgelegt. Doch seitdem passiert nichts. Und die Zeit wird knapp.
 
Ziel ist es, durch mehr Transparenz auf betrieblicher Ebene zur Überwindung der Entgeltlücke beizutragen.
Dass Transparenz und Verbindlichkeit wirken, ist vielfach belegt: Wo nach Tarif bezahlt wird und ein Betriebsrat mitbestimmt, fällt die Entgeltlücke deutlich geringer aus! Doch nur gut die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitiert von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers, noch weniger werden durch eine Interessenvertretung im Betrieb unterstützt.
Besonders wichtig ist daher ein Auskunftsanspruch für alle Beschäftigten: Sie müssen ein Recht haben zu erfahren, wie das eigene Gehalt im Verhältnis zu dem der Kolleginnen und Kollegen begründet ist. Nur dann können sie Benachteiligungen aufdecken.
 
Wir sind überzeugt:
Ein Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern wird einen großen Beitrag zur Überwindung der Lohnlücke leisten.
Wir wollen ein Lohngerechtigkeitsgesetz! Und wir wollen es jetzt! Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl fordern wir deswegen mit unserer gemeinsamen Aktion Bundeskanzlerin Merkel auf, den Gesetzentwurf der Bundesfamilienministerin zu unterstützen und das Recht auf gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit endlich durchzusetzen. Lohngerechtigkeitsgesetz – jetzt!   
 
„Lohngerechtigkeitsgesetz – jetzt!“ geht online unter www.frauen.dgb.de/lohngerechtigkeit-jetzt
 
Bitte unterzeichnet die Aktion und machst sie überall bekannt!
 
Nur gemeinsam sind wir stark!
 

Service und Umfrage – Lohnspiegel.de

Auf https://www.lohnspiegel.de/html/index.php kann man verschiedene kostenlose Services nutzen. Neben einem Brutto-Netto-Rechner bietet die Plattform auch einen Lohn- und Gehaltscheck mit Informationen zu über 380 Berufen. Der LohnSpiegel ist unabhängig von kommerziellen Interessen. Er wird vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung betreut. Wer ihn nutzt, bezahlt dafür nichts. Die Daten stammen von den Beschäftigten selbst, nicht von ihren Arbeitgebern.
 
Um das zu gewährleisten wurde z. B. wieder die Gehaltsumfrage 2016 gestartet. Je mehr Beschäftigte sich an dieser Umfrage beteiligen, umso genauere Zahlen können tatsächlich zu den Verdiensten in den einzelnen Berufen geliefert werden.
Alle Angaben werden absolut vertraulich behandelt und bleiben vollständig anonym.
 
Neben dem Gehalt werden auch weitere wichtige Fragen des Arbeitslebens analysiert. So wurde z. B. kürzlich gefragt: Wer bekommt Urlaubsgeld?
Eine Umfrage unter 6400 Beschäftigten kam zu dem Ergebnis, dass etwa 41 % der Beschäftigten ein Urlaubsgeld erhalten.
Bei Kolleginnen und Kollegen, die tarifgebunden sind, erhalten mehr als 60 % ein Urlaubsgeld, tarifungebundene Beschäftigte allerdings nicht einmal zu einem Drittel.

 

Aufwertung von Dienstleistungsberufen: "Aufwertung Macht Geschichte"

Wir möchten auf ein neues Angebot zum Thema Aufwertung der Dienstleistungsberufe aufmerksam machen. Es handelt sich um eine Broschüre, die bei der Friedrich-Ebert-Stiftung erscheint und bei ver.di im Netz gelesen werden kann.
Die Broschüre trägt den Namen „Aufwertung Macht Geschichte“ und wurde von der ehemaligen Mitarbeiterin der Friedrich Ebert Stiftung, Dr. Barbara Stiegler, von der ehemaligen ver.di-Frauensekretärin Heike Gumpert und von der langjährigen Frauenbeauftragten und ver.di-Ehrenamtlichen Elke Möller verfasst.
 
Die Frage der Aufwertung der sozialen Dienstleistungsberufe ist mit dem Kita-Streik im Jahr 2015 ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Auch im Bereich der professionellen Pflege ist die Frage hoch aktuell. In einer alternden Gesellschaft nimmt die Bedeutung der sozialen Dienstleistungen zu, die in der Mehrzahl von Frauen ausgeübt werden. Allerdings spiegelt sich dieser Trend noch nicht in der Entlohnung dieser Tätigkeiten. Dabei ist die Erkenntnis, dass Arbeit, die mit weiblichen Eigenschaften in Verbindung gebracht wird und zumeist auch von Frauen ausgeübt wird, schlecht bezahlt wird,  keineswegs neu. Die Autorinnen der Studie „Aufwertung Macht Geschichte“ werfen einen Blick auf die Kampagne zur Aufwertung von Frauenarbeit der Gewerkschaft ÖTV zwischen 1990 und 2001. Dabei zeigt sich: Viele der damaligen Anliegen sind auch heute noch aktuell und die Strategien der Gewerkschafter_innen von damals können Anregungen für aktuelle Aufwertungsansätze liefern.

Der Link zur Broschüre im Netz

 

[SAVE THE DATE] 12. ver.di Frauen-Alterssicherungskonferenz am 06.09.2016 in Berlin

Rente mit Niveau für alle! Oder: Frauen leben länger, nur wovon?

Am Dienstag, dem 6. September 2016, von 10.30 bis 16.00 Uhr, findet in der ver.di Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin unsere 12. ver.di Frauen-Alterssicherungskonferenz statt.


Die zwölfte Frauen-Alterssicherungskonferenz fällt damit in die heiße Startphase der DGB-Rentenkampagne. Wir freuen uns daher besonders, dass Frank Bsirske zugesagt hat,  mit uns bei der Frauenalterssicherungskonferenz den Blick auf  die  Themen der Kampagne zu richten. „Rente mit Niveau für alle“ – das muss unser ver.di-Anliegen sein. Ein Rentenniveau, das für alle, die über viele Jahre Beiträge von ihren Löhnen in die Rentenversicherung eingezahlt haben, im Alter ein Leben in Würde gewährleistet!

Die Rente ist der Spiegel des Erwerbslebens. Immer noch werden Dienstleistungsberufe schlechter bezahlt. Immer noch führen Erwerbsverläufe unserer Mitglieder zu Versicherungsverläufen mit Lücken. Das trifft besonders viele Frauen. Die Lohnlücke zwischen dem Einkommen der Geschlechter hält sich hartnäckig bei zurzeit 21 %.  Im Laufe des Lebens erhöht sich die Einkommenslücke drastisch zu einer Alterssicherungslücke von durchschnittlich 59%. Altersarmut ist überwiegend weiblich.

Bitte den Termin schon vormerken - Eine Einladung mit Programm folgt im August.

Die Tagung ist für ver.di-Mitglieder kostenlos.

 

Vielen Dank für den Bezug unseres Newsletters.

Dieser Newsletter ist ein Service der Initiative ICH BIN MEHR WERT. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist als Träger der Initiative die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Internet: www.verdi.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV ist Lothar Schröder.

Sollten Sie den Newsletter abbestellen wollen, rufen Sie bitte folgende URL in Ihrem Browser auf: http://www.ich-bin-mehr-wert.de/news/frauen-newsletter/newsletter_frauen/

 
 

Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg

 
 
 

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