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  5. | IBM-Update vom 29. September 2014: Die Tarifverhandlungen beginnen

Die Tarifverhandlungen beginnen

Fast ein Jahr nach dem Abschluss des letzten Gehaltsabkommens startet die Tarifrunde 2014 mit der ersten Verhandlungsrunde am 29. September 2014. Die ver.di-Verhandlungskommission traf sich um 13.00 Uhr in Ehningen. Für den Nachmittag ist dann das erste Treffen mit dem Arbeitgeber IBM angesetzt.
An zahlreichen IBM-Lokationen in Deutschland wurden zum Beginn der Verhandlungen Flyer verteilt, die die schwierige Ausgangslage für die Tarifrunde 2014 beschreiben: Seit mehr als einem Jahrzehnt hat sich der weltweite Umsatz der IBM kaum entwickelt und hinkt mit mageren 13 Prozent hinter den Inflationsraten hinterher. Zwar konnten die Margen und Gewinne immens gesteigert werden, doch das Geld wurde gleich wieder an die Börse gebracht. Von einem gigantischen Net Income in Höhe von mehr als 161 Milliarden US$ seit 2000 ist quasi nichts mehr übrig. Nach Ausgaben für Investitionen und Acquisitions mussten wahrscheinlich Schulden gemacht werden, um die mehr als 152 Milliarden US$ zu finanzieren die für Aktienrückkäufe (ca. 120 Milliarden US$) und Dividenden (ca. 32 Milliarden US$) an die Börse gespült wurden – für Gehaltsprogramme scheint es da keinen bis wenig Spielraum zu geben.
Aus der Sicht von Gewerkschaften und inzwischen ebenfalls Presse und Investoren ist die Geschäftspolitik der IBM-Konzernführung verfehlt. Das, was die IBM ausmacht, sind nicht Finanzjonglage und EPS, sondern die IBMerinnen und IBMer, die die Basis für den Erfolg des Unternehmens schaffen.
Die IBMerinnen und IBMern in Deutschland leisten einen starken Beitrag zum weltweiten Gewinn der IBM. Fast eine halbe Milliarde Euro Gewinn führte im Jahr 2013 allein die IBM Deutschland ab.
Vor diesem Hintergrund deuten die Erfahrungen aus der letzten Tarifrunde sehr auf eine erneute Zuspitzung in diesem Jahr hin. Auch in der Tarifrunde 2014 werden starke Aktionen notwendig sein, um am Verhandlungstisch Bewegung zu erzeugen. Nur so können die ver.di-Forderungen so weit wie möglich durchgesetzt werden.

 

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Wenn sich die Arbeitnehmer nicht organisieren, dann werden die Rechte der Arbeitnehmer zunehmend ausgehöhlt. Deshalb gilt nach wie vor: Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam mit ver.di.

Thomas E., freigestellter Betriebsrat, München

 
 
 

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