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Kein Angebot - schwierige Situation am Verhandlungstisch

Die Tarifverhandlungen wurden am 28. Oktober 2014 in Ehningen fortgesetzt. Ein von der ver.di-Tarifkommission erwartetes Angebot der IBM Geschäftsführung blieb weiterhin aus, obwohl die IBM Gehaltsabkommen seit nunmehr fast einen Monat abgelaufen sind.
Für die Stagnation auf Tarifebene lassen sich zwei Hintergründe identifizieren:
Zum einen verwies die IBM auf die Schiedsstellen zum Tarifvertrag Sonderzahlung, die von der IBM BS GmbH, IBM CSS GmbH, IBM GBS GmbH, IBM ITS GmbH und der IBM R&D GmbH angerufen wurden. Sie haben nicht nur terminliche sondern auch möglicherweise inhaltliche Auswirkungen auf die Tarifverhandlungen.
Weiterhin informierte IBM Senior Vice President Human Resources Diane Gherson Nach vorliegenden Informationen in der Nacht zum 28. Oktober die IBM Manager über Gehaltsplanungen der Corporation: ein MBA soll es nur sehr zielgerichtet und fokussiert für IBMerinnen und IBMer geben, die in den CAMSS-Themen (Cloud, Analytics, Mobile, Social und Security) für das Unternehmen von Bedeutung seien. Davon soll nur ein kleiner Teil der IBM-Belegschaft profitieren.
Damit ist die Verhandlungssituation deutlich erschwert. Damit sind die positiven Aussagen zum weiteren Verhandlungsverlauf aus der dritten Verhandlungsrunde vom 7. Oktober im Grunde revidiert worden (siehe Newsletter vom 7. Oktober).
Die Situation zeigt momentan eines: Das Absagen der Roadmap 2015 scheint in der IBM-Konzernzentrale zu einer chaotischen Situation geführt zu haben. Dringend notwendige Investitionen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben bei der aktuellen Strategiesuche weiter aus. Stattdessen sollen nur einige wenige an knappen Gehaltserhöhungen partizipieren und ein Großteil des Geldes soll für Restrukturierungsmaßnahmen ausgegeben werden. Das bedeutet Arbeitsplatzabbau und damit Arbeitsverdichtung für die verbliebenen IBMerinnen und IBMer.
In der Bewertung der ver.di-Betriebsgruppenvorsitzenden und der ver.di-Verhandlungskommission im IBM-Konzern zum Votum der IBMerinnen und IBMer zur Sonderzahlung (35,1% der IBMerinnen und IBMer hatten sich hinter die Forderung gestellt) wurde sehr positiv festgehalten, dass sich noch nie so viele IBMerinnen und IBMer an einer ver.di-Aktion beteiligt haben. Die Mehrheit wurde allerdings verfehlt, was eine Durchsetzung der Forderung nicht erleichtert.
Jetzt muss der Druck auf die IBM weiter erhöht werden. Die Planungen für einen weiteren ver.di-Aktionstag zur Tarifrunde 2014 beginnen nun unmittelbar. Weitere Informationen folgen in Kürze.

 

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Wenn sich die Arbeitnehmer nicht organisieren, dann werden die Rechte der Arbeitnehmer zunehmend ausgehöhlt. Deshalb gilt nach wie vor: Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam mit ver.di.

Thomas E., freigestellter Betriebsrat, München

 
 
 

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