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Tarifabschluss | Solidarität mit Mainz

Tarifabschluss

Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern hat in ihrer Sitzung am 19. November 2014 in Ehningen dem Verhandlungsergebnis vom 12. November zugestimmt:

  • Erhöhung der Tarifgehälter um 2,3% zum 1. Dezember
    Laufzeit 12 Monate
  • Fortsetzung der tarifvertraglichen Altersteilzeit-Regelung
    Laufzeit 1 Jahr
    Erhöhung des Aufstockungsbetrages auf 82%
  • Fortsetzung der tarifvertraglichen Regelung zur pauschalen Mehrarbeit
    Laufzeit 1 Jahr
    Veränderung der Berechnungsformel auf mindestens € 80 und maximal 110 € pro vereinbarter Stunde
    nur für die IBM R&D: Anhebung MAZ-Grenzen um 100 Euro
  • Keine Vereinbarung und dementsprechend auch keine Regelung zur Mindestabsicherung der Sonderzahlung
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für Dual Studierende um 2,3%
    80 bis 100 Plätze für Dual Studierende (Bachelor)
    100 bis 120 Plätze für Master-Studierende
  • Überproportionale Anhebung der drei unteren Gehaltsgruppen bei der IBM CSS um ca. 10%

Die Erhöhung der Tarifgehälter bewegt sich im Rahmen anderer Tarifabschlüsse des laufenden Jahres. Unter Berücksichtigung der Entwicklungen des Gesamtkonzerns auf globaler Ebene ist die Verhandlungsleistung der ver.di-Kommission (gestärkt durch das Engagement in den Aktionstagen) dabei durchaus respektabel. Die Geschäftsergebnisse der IBM blieben besonders im 3. Quartal deutlich hinter den Ankündigungen und Erwartungen zurück und lösten damit eine kritische bis chaotische Situation aus. Ginni Rometty erklärt das EPS-Ziel der Roadmap für quasi unerreichbar und sagt die Roadmap 2015 damit im Kern ab. Gleichzeitig stellt die IBM 600 Mill. $ für „workforce rebalancing“ zur Verfügung. Die Ereignisse um die Bilanzpressekonferenz zum 3. Quartal am 20. Oktober 2014 hatten Auswirkungen auf die Tarifverhandlungen. Die positiven Aussagen zum weiteren Verhandlungsverlauf aus der dritten Verhandlungsrunde vom 7. Oktober wurden im Grunde revidiert und eine Nullrunde drohte.
Die starken Aktionstage der IBMerinnen und IBMer machten der IBM Corporation klar, dass das nicht akzeptabel ist.
Die Verschiebung der Erhöhung vom 1. Oktober auf den 1. Dezember und die nicht durchgesetzte Weitergabe auf übertarifliche Gehaltsbestandteile sind sogenannte Kröten. Die Vereinbarungen zu Altersteilzeit und zur pauschalen Mehrarbeit sind positiv zu bewerten. Dies gilt ebenso für die Regelungen für Studierende wie für die überproportionalen Anhebungen der unteren Tarifgruppen der CSS.
Das Ausbleiben einer Regelung zur Sonderzahlung ist eine tarifpolitische Besonderheit bei IBM. Hier war der Konflikt besonders eskaliert. Eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte ergeben, dass 35,1% der Beschäftigten hinter der ver.di-Forderung nach einer Sonderzahlung beziehungsweise einer Mindestabsicherung der Sonderzahlung in Höhe von 1500 Euro stehen. Das ist eine starke Beteiligung – noch nie haben sich so viele IBMerinnen und IBMer an einer gewerkschaftlichen Aktion beteiligt. Es ist aber keine Mehrheit. Da für die Durchsetzung von Forderungen Mehrheiten notwendig sind, erschien das Thema damit folgerichtig als nicht durchsetzbar. Erst die Sprüche der Schiedsstellen, die von den Gesamtbetriebsräten der IBM BS, IBM CSS, IBM GBS, IBM ITS und IBM R&D sowie zuletzt auch noch vom BR der IBM EAS angerufen worden waren, brachten die Sonderzahlung wieder auf den Verhandlungstisch. Die IBM strebte eine abschließende Regelung an, die den Ausfall der Sonderzahlung 2014 auch tarifvertraglich manifestierte – dazu war ver.di nicht bereit. Das Thema bleibt weiterhin auf der Verhandlungsagenda.
Die Unterstützung bei den Aktionstagen war nicht nur gut und hilfreich. Das zunehmende Engagement der IBMerinnen und IBMer hat einen Effekt. Im IBM-internen internationalen Vergleich ist das Ergebnis besser als in anderen Landesgesellschaften. Um die Forderungen besser durchsetzen zu können, bedarf es aber einer stärkeren ver.di-Mitgliederbasis.

Der Beschluss der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern muß noch vom ver.di-Bundesfachgruppenvorstand bestätigt werden.

 
 

Solidarität mit Mainz

Die ver.di-Tarifkommission hat in der Sitzung vom 19. November 2014 einen Solidaritätsbeschluss mit den Kolleginnen und Kollegen am Standort in Mainz gefasst:
Die ver.di Tarifkommission der IBM Gesellschaften in Deutschland erklärt sich solidarisch mit den von der Verlagerung der Lokation Mainz betroffenen Kolleginnen und Kollegen.
Die Tarifkommission unterstützt die Bestrebungen der Betriebsräte am Standort Mainz, die angekündigte Verlagerung nach Frankfurt-Sossenheim aufgrund der übermäßigen Belastungen für die meisten Kolleginnen und Kollegen zu verhindern bzw. einen verkehrstechnisch günstiger gelegenen Alternativstandort zu finden
Wir fordern die Geschäftsleitung auf, auf das im Schreiben der Betriebsräte vom 6. November 2014 gemachte Angebot zur gemeinsamen Standortsuche einzugehen.

 
 
 

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Ich bin seit fast 30 Jahren aktives ver.di-Mitglied – das hat meine persönliche Entwicklung entscheidend geprägt. Meine Überzeugung ist, dass jede Interessensvertretung und jeder Betrieb eine starke gewerkschaftliche Anbindung benötigt. So kann man am besten mitwirken, mitgestalten und mitbestimmen – im Sinne aller Beschäftigten.

Gisela K., Betriebsratsvorsitzende, Bamberg

 
 
 

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