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  5. | IBM-Update vom 18. Dezember 2020: Rückblick, Ausblick und frohe Weihnacht

Rückblick, Ausblick und frohe Weihnacht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

um das Jahr 2020 zu beschreiben fehlen mir die Worte. Es war voller Erfahrungen mit denen ich nicht gerechnet hatte. Es war ein ziemlich virtuelles Jahr in dem sich Interessenvertretung und Solidarität neue Wege suchen mussten. Das war zwar anstrengend, hat aber meist überraschend gut funktioniert und brachte manch schönen und manch sonderbaren Moment: Quasi ständige Videokonferenzen mit gelegentlicher Videoüberdrüssigkeit. Video- und Hybridveranstaltungen mit Maske. Seltene echte Treffen, über die wir uns riesig freuten.

Der Tarifabschluss 2020 war mit Sicherheit eines der Highlights des Jahres in der Gewerkschaftsarbeit bei IBM. Es gab ein sehr positives Feedback. Die Veröffentlichung der Publikation „Künstliche Intelligenz – ein sozialpartnerschaftliches Forschungsprojekt untersucht die neue Arbeitswelt“, die gemeinsam von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), IBM und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegeben wurde, ist ein wichtiger Schritt, um einen vernünftigen und guten Umgang mit KI in der Arbeitswelt zu finden. Auch auf europäischer Ebene gab es eine positive Entwicklung. Der EWC, der Euro-Betriebsrat der IBM, hat zum ersten Mal seit Jahren ein neues Mitglied bekommen. Seit 2020 ist die Slowakei mit einem Sitz vertreten. Im Hintergrund haben verschiedene nationale Gewerkschaften aus Österreich, der Slowakei und Deutschland unter dem Dach der UNI Global Union die Erweiterung des IBM-EWC organisiert. 

Für viele IBMer*innen wird 2020 aber in keiner guten Erinnerung bleiben. Im Sommer waren es 200 Stellen, die bei der IBM D AIS und IBM D AIWS abgebaut werden sollten. Im Oktober folgten die nächsten Paukenschläge. Erst wurde die Aufspaltung des Konzerns in eine Service-Gesellschaft und eine Tech-Gesellschaft verkündet und dann folgte der nächste Abbauplan. 2300 Kolleg*innen sollen die IBM verlassen. Das Abbauziel ist utopisch. Kündigungen wollte bisher kein Mitglied der IBM-Geschäftsführung in Deutschland ausschließen. In verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen bereiten sich nun die ver.di-Betriebsgruppen und die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern auf das nächste Jahr vor. Wir werden verschiedene Konzepte zur Beschäftigungssicherung vorschlagen, uns gegen drohende Kündigungen stemmen und die ver.di-Mitglieder optimal beraten und vertreten.

Aber: Wenn wir Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung durchsetzen wollen, braucht es bei IBM eine durchsetzungsstarke Organisation mit vielen Mitgliedern. ver.di ist nichts anderes als die Summe ihrer Mitglieder. Und je größer die ist, desto mehr kommt am Ende heraus. Denn Durchsetzungskraft hat die Gewerkschaft nur mit engagierten Mitgliedern. Das zeigt jede Tarifauseinandersetzung und jeder betriebliche Konflikt aufs Neue.

2021 werden wir kämpfen müssen! Darauf müssen wir uns auch vorbereiten. Betriebsräte müssen für die bevorstehenden Herausforderungen besonders qualifiziert sein. Darum habe ich mit dem Bildungsträger ver.di b+b eine neue Seminarreihe vorbereitet, die Anfang 2021 ausgeschrieben wird.

Aber erst einmal danke ich allen, die mitgemacht haben für das starke Engagement in diesem Jahr. Ich wünsche ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit und alles Gute für 2021.

Bert Stach

Ihr ver.di-Tarifsekretär für IBM

 
 
 
 

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In der IT-Branche stehen wir vor immer neuen Herausforderungen – auch in Bezug auf die Arbeitsrahmenbedingungen. Wichtiges Thema ist momentan der Umgang mit Arbeitszeiten, die immer stärker ausufern. Wir dagegen wollen unsere Arbeitsfähigkeit bis zur Pensionierung sicherstellen. Dabei unterstützt uns ver.di.

Felix K. Produktmanager, Karlsruhe

 
 
 

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