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  5. | IBM-Update vom 11. Juni 2021: IBM bereitet konkrete Kündigungen vor

IBM bereitet konkrete Kündigungen vor

Verschiedene Betriebsratsgremien der IBM in Deutschland mussten sich in den letzten Tagen mit sogenannten Anhörungen zu personellen Einzelmaßnahmen beschäftigen. Es ging um anstehende Kündigungen.
Die Vorstände der ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern bezogen am 11. Juni 2021 in einer Videokonferenz ebenfalls klar Position und demonstrierten gegen die Kündigungen! Besonders erschütternd ist, das weiterhin Mandatsträger und Menschen mit Behinderung auf den Kündigungslisten sind.
Hintergrund ist die im Oktober 2020 verkündete Schreckensnachricht zum Stellenabbau. Die Beschäftigten der IBM in Deutschland wurden damals in einer Rundmail von IBM-Deutschland Chef Gregor Pillen über ein neues Programm informiert, in dessen Rahmen Beschäftigten freiwillige Aufhebungsverträge unterbreitet werden sollen. Hinter der Ankündigung stand der Plan, in Deutschland 2300 Stellen zu streichen. Nachdem bis zum Jahreswechsel über 1000 IBMerinnen und IBMer einen Vertrag zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterzeichneten, informierte IBM dann Anfang 2021 die Aufsichtsratsgremien und die zuständigen Betriebsratsgremien über die Absicht, fast 1000 Kolleginnen und Kollegen eine Kündigung auszusprechen.
Neben zahlreichen Hintergrundgesprächen mit der IBM-Geschäftsleitung in denen die Spitzen der ver.di-Tarifkommission und der ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern versuchen Einfluss zu nehmen und Interessen zu vertreten, organisiert ver.di den Widerstand gegen den Stellenabbau und schlug Alternativen vor. IBM hatte darauf neben den bereits geplanten Abfindungsangeboten zur Vermittlung in andere IT-Unternehmen einen Jobmarkt aufgelegt und ein sogenanntes Kapitalkontenmodell angeboten.
Nun soll dennoch ca. 50 Kolleginnen und Kollegen gekündigt werden. „Nach meiner Auffassung sind die Kündigungen nicht tarifvertragskonform. Auf der Basis geltender tarifvertraglicher Regelungen muss IBM Beschäftigungsmöglichkeit an einem anderen Standort oder in einem anderen Betrieb prüfen und gegebenenfalls qualifizieren. Zudem genießen Beschäftigte über 53 einen besonderen Kündigungsschutz. Diese Auffassung hat in einer Kündigungsschutzklage gegen IBM auch das Stuttgarter Landesarbeitsgericht erst Ende April 2021 bezogen“, erklärte Bert Stach, ver.di-Konzernbetreuer für IBM.

 
 

Fotopetition läuft weiter!

In der aktuellen Fotopetition geht es darum, ein deutliches Zeichen zu setzen. Seit Anfang März 2021 sind unter dem Motto „Wir erfüllen den Vertrag!“ die IBMerinnen und IBMer aufgerufen, ein Foto mit Arbeitsvertrag in die Fotopetition zu posten. Ein symbolisches Zeichen, um zu zeigen, dass IBM statt zu kündigen, ebenfalls zum Vertrag stehen muss! IBM soll die IBMerinnen und IBMer angemessen behandeln. „Wir müssen alle eine angemessene Behandlung einfordern und füreinander einstehen“, erklärt ver.di-Konzernbetreuer Bert Stach die Fotopetition. Bitte Bild mit Arbeitsvertrag sowie die ausgefüllte Datenschutzerklärung an bert.stach@verdi.de senden.

 
 

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Durch die Umwälzungen innerhalb der Arbeitsprozesse geht der Zusammenhalt untereinander verloren, alle werden zu Einzelkämpfern. Deshalb bin ich bei ver.di. Nur mit starken Gewerkschaften können wir Zukunft sichern und überzogenen Forderungen der Arbeitgeberseite entgegentreten. Gemeinsam.

Dirk W., IT-Kundenservice, Erfurt

 
 
 

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