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Dritte Verhandlungsrunde mit Lurse und Hewitt

Die Arbeitgeberseite eröffnete die dritte Verhandlungsrunde zu den Tarifverhandlungen bei IBM am Freitag den 26. Juni in Stuttgart mit einer bemerkenswerten Aussage: "Die IBM Beschäftigten haben in den Jahren seit 2007 mit einer extremen Leistungsbereitschaft die guten Ergebnisse der letzten Geschäftsjahre erzielt!"
Ziel der IBM in den Verhandlungen sei es deshalb, trotz aller ungünstigen Rahmenbedingungen wie der wirtschaftlichen  Lage oder den Vorgaben der Corporation nach kreativen Lösungsansätzen zu suchen. So soll ein substantieller Grund für ein Erhöhungsbudget gefunden werden. Die ver.di-Verhandlungskommission wurde in diesem Zusammenhang aufgefordert, neue Gedankenmodelle miteinzubringen.

Nachdem in der ersten Verhandlungsrunde die Forderungen dargestellt wurden und die Geschäftsleitung in der zweiten Runde ihre Gründe gegen jede Gehaltserhöhung dargestellt hatte, wurde bei diesem Verhandlungstermin vom Arbeitgeber externe Berater mitgebracht. Vertreter der Firmen Lurse und Hewitt - beides Dienstleister der IT-Branche für Gesamtvergütungsanalysen - sollten nun der Frage der ver.di-Verhandlungskommission nachgehen, ob die IBM Beschäftigten tatsächlich im Vergleich zum IT Markt über dessen Werten liegen. So stellt es jedenfalls die IBM Corporation gerne dar. Tatsächlich, so die Einschätzung der ver.di-Verhandlungskommission liegt die Gesamtvergütung der IBM Beschäftigten in Deustchland über alle Gesellschaften hinweg schon lange nicht mehr an der Spitze der IT Branche. Dazu beigetragen haben:
  • Streichung des Urlaubsgeldes
  • Reduzierung der Sonderzahlungen
  • Abschmelzen der Pensionspläne (vom APP-zum ZVP)
  • niedrige stark leistungsdifferrenzierte betriebliche Gehaltsmodelle

Die Verhandlungskommission hat die IBM und die beiden Firmen aufgefordert hier eine detailierte Analyse mit Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch zu legen. Auf dieser Basis können die Verhandlungen dann weiter fortgeführt werden. Vielleicht kann sich daraus ja auch der kreative Ansatz entwickeln, der auch die Corporation überzeugt. Die IBM, Lurse und Hewitt haben zugesagt die Analyse nach vereinbarten Grundregeln durchzuführen und so schnell wie möglich in die Verhandlungen einzubringen.

Am Mittwoch den 1.7. wird die Verhandlungskommission diesen Denkansatz inhaltlich vertiefen  noch einmal intensiv prüfen und weiterentwickeln mit dem Ziel doch noch für die Gehaltsrunde 2009 zu einer Lösung zu kommen.
 

Rolf Schmidt, der Verhandlungsführer von ver.di bei den Tarifverhandlungen mit IBM Deutschland, schreibt für ich-bin-mehr-wert.de Informationen, Eindrücke und Einschätzungen aus erster Hand. Lesen oder abonnieren Sie das IBM-Update.

 
 

Als Betriebsrat vertrete ich die Interessen der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber. Mit ver.di habe ich dabei einen starken Partner an meiner Seite. Denn gemeinsam können wir am meisten bewirken. Deshalb engagiere ich mich gewerkschaftlich.

Thomas S., Eskalationsmanager, Halle

 
 
 

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