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IBM-Update 22.09.2009

Tarifrunde Teil 2 und betriebliche Altersversorgung

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen gibt es dieses Mal einen längeren Newsletter!

Tarifrunde Teil 2

In einer Mail vom 18. September 2009 informiert der Arbeitsdirektor der IBM Christoph Grandpierre unter der Überschrift "Update" zum Stand der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und IBM. Christoph Grandpierre fasst die anstehenden Tarifthemen treffend zusammen. Die ver.di-Verhandlungskommission fordert:
  • Betriebliche Altersversorgung für Neueinstellungen ab dem 01.08.2009
  • Altersteilzeitregelung ab 2010
  • Wiederaufnahmeregelung bei befristeter Erwerbsunfähigkeits-Rente nach ruhendem Arbeitsverhältnis
  • Verlängerung der Regelung zur pauschalen Mehrarbeit mit verbesserten Bedingungen
  • Beibehaltung der Anzahl der BA-Ausbildungsplätze für 2010
  • Erhöhung der Mindestabsicherung zur betrieblichen Sonderzahlung auf 1750,- Euro
  • Umsetzung der gemeinsamen Erklärung zur demographischen Entwicklung bei IBM (Rente mit 67)
  • Top Contributor Reward - TCR 2009
Die Tarifverhandlungen wurden am 17. September in Stuttgart wieder aufgenommen. Nach dem Abschluss zur tariflichen Gehaltserhöhung und MBA im Juli ging es bei der ersten Verhandlungsrunde darum, Positionen abzustecken und den weiteren Terminplan für die nächsten Wochen zu vereinbaren. Die Verhandlungen werden am 24. September in Stuttgart fortgesetzt.

Betriebliche Altersversorgung

In seinem Anschreiben spricht der Arbeitsdirektor der IBM auch das Thema der betrieblichen Altersversorgung an. Im Zusammenhang mit diesem emotionsgeladenen Thema formuliert er, dass "die Risiken bei der Finanzierung berücksichtigt und minimiert werden". Weiterhin teilt er den IBM-Beschäftigten mit, dass "die mit der Finanzierung künftiger Pensionszuwächse verbundenen Risiken angesichts der stark schwankenden, globalen Wirtschafts- und Finanzmärkte" minimiert werden sollen.
Diese Sätze werden viele IBMerinnen und IBMer mit großer Sorge gelesen haben.

Anhand der vorliegenden Positionierung der IBM ist nicht davon auszugehen, dass es - im Gegensatz zu 2006 - um Kürzungen geht, sondern darum, zwischen Mitbestimmung und der IBM Geschäftsführung einen Weg zu finden, um die Volatilitätsproblematik (Schwankungen in der Bilanz durch Bewertungen der Rückstellungen in Abhängigkeit von der Entwicklung von Zinsen und Finanzmärkten) in der Bilanz so zu lösen, dass die IBM in der Zukunft eine klarere Berechenbarkeit hat. Die Diskussion ist ergebnisoffen und kann auch damit enden, dass alles bleibt wie es ist. Es besteht jedoch auch die Chance, eine gemeinsame Lösung zu finden.
Die Rechtslage der IBM-Beschäftigten im Bezug auf ihre individuellen Ansprüche bei der betrieblichen Altersversorgung ist allen - auch der IBM Geschäftsführung - klar. ver.di wird dabei die Kolleginnen und Kollegen in der Mitbestimmung unterstützen.
Eine wie auch immer geartete Verschlechterung oder Kürzung aktueller oder auch zukünftig zu erwartender Zuwächse in der betrieblichen Altersversorgung bleibt rechtlich ausgeschlossen. Sollte es eventuell im Rahmen der Diskussion zu einer Veränderung des Durchführungsweges kommen, könnte dies erstens nur wertgleich und zweitens nur mit der individuellen schriftlichen Zustimmung jedes/r einzelnen betroffenen Beschäftigten geschehen.

Dass dieses Thema die IBMerinnen und IBMer beschäftigt, zeigt sich an zahlreichen Zuschriften. Ein Kollege schreibt: "Das Rententhema vor einigen Jahren und dessen Handhabung durch die Mitbestimmung hat mich letztlich motiviert, ver.di durch meinen Beitritt zu stärken. Ich bin sicher, so ist es vielen Neumitgliedern gegangen. Bleiben Sie stark!"
Sein Appell ist uns Verpflichtung!

Tarifsituation für EAS, EBS und ITS

Das Verhandlungsergebnis zur Erhöhung der Tarifgehälter war von der IBM-Tarifkommission einstimmig angenommen worden. Die Situation war im Zusammenhang mit dem Gesamtergebnis lange bei den Verhandlungen mit der gesamten Verhandlungskommission, in der alle Gesellschaften inklusive EAS, EBS und ITS vertreten sind, diskutiert worden. Am Ende stand die gemeinsame einheitliche Auffassung, dass es gerade unter der Berücksichtigung der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richtig sein, die Verhandlungen mit dem erzielten Ergebnis zu beenden.
Die Erhöhung galt allerdings für die Beschäftigten der Gesellschaften EAS, EBS und ITS mit dem Vorbehalt einer Einigung auf betrieblicher Ebene zu Bonus- und Reisekostenregelungen. Damit ist die tarifvertragliche Grundlage für ein Gehaltsprogramm auch bei diesen drei Gesellschaften geschaffen. Nach dem Spruch der Einigungsstelle bei der ITS hat deshalb die Verhandlungskommission am 17. September bei der Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen die Umsetzung des Gehaltsabkommens für die ITS gefordert. Auch EAS und EBS haben eine Einigungsstelle angerufen. Auch hier fordert die Verhandlungskommission, dass eine Umsetzung des Gehaltsprogrammes nach einem Einigungsstellenspruch zu erfolgen hat.
 

Bert Stach und Rolf Schmidt, Verhandlungsführer von ver.di bei den Tarifverhandlungen mit IBM Deutschland, schreiben für ich-bin-mehr-wert.de Informationen, Eindrücke und Einschätzungen aus erster Hand. Lesen oder abonnieren Sie das IBM-Update.

 
 

Wichtig ist das Netzwerken – die Gewerkschaft ver.di ist mein Netz, in das ich mich fallen lassen kann. Nur gemeinsam sind wir stark und bilden ein Gegengewicht zum Arbeitgeber.

Bettina B., freigestellte Betriebsrätin, Stuttgart

 
 
 

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