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IBM-Update 01.10.2009

IBM will Mindestabsicherung endgültig streichen!

Der Kahlschlag soll weiter gehen. Die Vertreter der IBM Geschäftsleitung verkündeten  am Ende der ganztägigen Tarifverhandlungsrunde am 30. September in Stuttgart , dass es für das Jahr 2009 auf der Basis des Tarifvertrages Betriebliche Sonderzahlung keine Mindestabsicherung mehr geben soll. Die ver.di Verhandlungskommission hat diese Position der Arbeitgeberseite in aller Schärfe zurückgewiesen und forderte vielmehr, die  Mindestabsicherung in diesem Jahr auf 1750 Euro zu erhöhen. Gerade unter Berücksichtigung eines zu erwartenden niedrigeren GDP’s und  einer im Konzernschnitt nicht nachvollziehbar erzielten schlechteren PBC Beurteilung für die Beschäftigten ist eine Anhebung der Mindestabsicherung notwendig und die richtige Motivierung für die IBMerInnen!
Im vergangenen Jahr haben trotz eines höheren GDP’s über 1300 Beschäftigte eine Nachzahlung über den ver.di Tarifvertrag erhalten. Damit wird deutlich welche Bedeutung diese Tarifregelung für viele Beschäftigte hat!
Zu Beginn der Verhandlungsrunde haben sich die Tarifvertragsparteien ver.di und IBM sehr intensiv mit dem Gesamtkomplex der Ausbildung bei der IBM in Deutschland auseinandergesetzt. Gemeinsam mit der Ausbildungsleitung und Vertretern der JAV/GJAV sind alle Faktoren durch diskutiert worden. Dabei haben die Ausbildungsvertreter die Forderungen von ver.di für Verbesserungen der Rahmenbedingungen für die Ausbildung ausführlich begründet.
Erfreulich war in der Analyse, dass auf der Basis der Tarifverträge im letzten Jahr die Auslandseinsätze sehr zugenommen haben. Über 100 Studierende waren im Ausland eingesetzt. Damit wird das erfolgreiche System der Dualen-Ausbildung der IBM in Deutschland auch in andere Ländergesellschaften der IBM Corporation bekannt gemacht.
Nach einer sehr ausführlichen Diskussion über alle Themen wurde vereinbart die strittigen Themen in den weiteren Verhandlungen aufzuarbeiten.
Als weiteres Thema wurde erneut die gesamte Thematik um das Thema EM/EU Rente diskutiert und nach Lösungswegen gesucht.  Hier sind in den Verhandlungen jetzt Lösungswege andiskutiert die noch intern geprüft und in den nächsten Verhandlungsrunden dann gemeinsam weiterberaten werden.
Zusätzlich wurde erstmals auch die Forderung der ver.di Tarifkommission nach verbesserten Rahmenbedingungen bei der pauschalen Mehrarbeit diskutiert. Hier stellt erst einmal die grundsätzliche Frage ob  die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sowohl auf der Unternehmensebene, als auch auf der  Branchenebene eine Verlängerung überhaupt möglich machen. Insgesamt haben derzeit im gesamten Konzern 5500 Beschäftigte ( das sind 43 % aller eligiblen IBMerInnen) eine entsprechende individuelle Vereinbarung auf Basis des Tarifvertrages.
Die IBM hat sich am Verhandlungstisch klar dazu bekannt, auch in Krisenzeiten an diesem Modell eines vertraglich fixierten erhöhten Arbeitsvolumen festzuhalten und die Zusage gemacht, den Tarifvertrag  auch nach deinem Neuabschluss über den 1.1.2010 hinaus in ähnlichem Umfang bei zu behalten. Einzelne Bereiche werden dabei wie in der Vergangenheit ihr jeweiliges Kontingent nach Wirtschaftlichkeit und Bedarf prüfen.
Die ver.di Verhandlungskommission hat bei der pauschalen Mehrarbeit deutlich gemacht, dass eine Fortführung dieser Regelung, bei Stand der derzeitigen Verhandlungen nur unter einer Verbesserung der Konditionen vorstellen kann.

Die Verhandlungen wurden am Abend des 30.9. auf den 9.10. vertagt.
 

Bert Stach und Rolf Schmidt, Verhandlungsführer von ver.di bei den Tarifverhandlungen mit IBM Deutschland, schreiben für ich-bin-mehr-wert.de Informationen, Eindrücke und Einschätzungen aus erster Hand. Lesen oder abonnieren Sie das IBM-Update.

 
 

Die IT-Branche wächst wie noch nie. Und Outsourcing ist auch in der IT-Branche immer wieder ein großes Thema. Ich setze mich gemeinsam mit ver.di dafür ein, dass alle in dieser Branche zu guten Konditionen eingesetzt werden!

Daniela C., Projektmanagerin, Frankfurt / M

 
 
 

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