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ver.di IT-Netzwerkkonferenz 2016

 

 
Ist das Leben in einer digitalen Welt ein gutes Leben? Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten in Kassel eine hochinteressante ver.di IT-Netzwerkkonferenz 2016.

Lothar Schröder, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, zeichnete in seiner Eingangsrede zur ver.di IT-Netzwerkkonferenz 2016 das Bild einer digitalisierten Welt – in der wir schon leben: Schon heute komponieren Computer Musik, die vom renommierten London Symphony Orchestra gespielt wird. Schon heute schreiben Computer Sportnachrichten und andere journalistische Texte. Schon heute werden menschenleere Großlager von Computern gesteuert und betrieben. Wir sind mitten in einer digitalisierten Welt – und das ist erst der Anfang. Wie sieht eine Welt aus, in der intelligente Maschinen omnipräsent sind und fast die Hälfte aller Tätigkeiten automatisiert ist? Lothar Schröder legte die Positionen von ver.di dar, die das Leben und Arbeiten in einer digitalen Welt möglich machen sollen: Es geht darum, beschäftigungswirksame Innovation zu fördern, Qualifizierung zu forcieren, Persönlichkeitsrechte zu schützen und so neue Arbeitsformen sozial zu gestalten. Dabei sollen durchaus Freiräume für mehr Arbeits- und Lebensqualität entstehen. Und ganz pragmatisch forderte Lothar Schröder: „Wir müssen die Mitbestimmung modernisieren!“

Alexander Markowetz hielt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer sehr lebhaften und wissenschaftlich fundierten Rede den Spiegel vor, was die digitalisierte Welt schon heute mit uns macht. Ständige Erreichbarkeit und ständige Ablenkung haben den Alltag bereits heute fragmentiert. „Smartphones sind das Gegenteil von Yoga“, könnte eine seiner Kernaussagen sein.

In einer streitbaren Podiumsdiskussion mit Georg Pepping, dem Arbeitsdirektor von T-Systems, Bettina Bludau, der Vorsitzenden der Bundesfachgruppe IT/DV in ver.di, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, Rechtsanwältin und Bundesjustizministerin a.D. und Bert Stach vom ver.di-Fachbereich Telekommunikation / Informationstechnologie ging es dann besonders um die Frage, wie Mitbestimmung sich verändern muss. Dass sie sich ändern muss schien Konsens zu sein, doch wie – das war höchst umstritten.

Die zweite Podiumsdiskussion mit Andrea Martin, IBM DACH CTO & S&D Technical Sales Executive, Dr. Helmut Wagner, Betriebsrat bei der T-Systems International GmbH, Alexander Markowetz und Lothar Schröder behandelte die Frage, welche Auswirkungen künstliche Intelligenz auf die Menschen, ihr Arbeitsleben und die gesamte Gesellschaft haben wird. Es wurde deutlich, dass neben der technischen Innovation die Folgen auf die Menschen oft noch lange nicht ausreichend mitgedacht werden.

Am zweiten Tag boten verschiedene Workshops den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit die Themen des ersten Tages zu vertiefen und konkrete Hilfestellungen für Ihre Arbeit als Mitglieder von Betriebsratsgremien zu gewinnen.

 

Impressionen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wichtig ist das Netzwerken – die Gewerkschaft ver.di ist mein Netz, in das ich mich fallen lassen kann. Nur gemeinsam sind wir stark und bilden ein Gegengewicht zum Arbeitgeber.

Bettina B., freigestellte Betriebsrätin, Stuttgart

 
 
 

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